Schulbücher der NS-Zeit
Von: , Frage gestellt am Di, 9. Okt 2001
Werte Experten, hallo Michael,
in den Massenmedien habe ich in all den Jahrzehnten eigentlich nur eine einzige Aussage über die Schulbücher der NS-Zeit kennengelernt. Es war eine Textaufgabe, in der die Kosten für die Unterbringung eines erbkranken Psychopathen den Lebenshaltungskosten einer deutschen Normalfamilie gegenübergestellt wurden; und der Rest der Schulbücher sei genauso menschenverachtend.
Ich habe ein Biologiebuch für die 8. Klasse Gymnasium von 1943. Angesichts des Fachs und der Zielgruppe müßte sich hier eigentlich die rassistische Indoktrination zur systematischen Ausrottung usw. in konzentrierter Form der Aufhetzung idealtypisch darstellen.
Gleichwohl erscheint mir der Inhalt des Buches bis auf eine einzige Stelle in der Vererbungslehre völlig harmlos, dort heißt es, das deutsche Volk stamme tatsächlich von einer kleinen Anzahl von Familien ab, und die Juden gehörten nicht dazu.
Ist mein Biologiebuch die große Ausnahme oder ist es die eingangs erwähnte Textaufgabe?
Gruß
Wolfgang Berger
