hi,
ich bin grad dabei, die Begriffe Keynesianismus und dem (1.) New Deal zu verbinden.
Wurde die Theorie von Keynes schon von Roosevelt angewendet, oder wie fand sie Bedeutung nach der großen Depression?
cu
yose
hi,
ich bin grad dabei, die Begriffe Keynesianismus und dem (1.) New Deal zu verbinden.
Wurde die Theorie von Keynes schon von Roosevelt angewendet, oder wie fand sie Bedeutung nach der großen Depression?
cu
yose
Hallo !
Die „General Theory“ von Keynes erschien 1936 und erregte vor allem bei amerikanischen Ökonomen großes Aufsehen. Drei Jahre zuvor war Franklin D. Rossevelt Präsident der USA geworden und hatte bei seinem Amtsantritt eine Arbeitslosenquote von 20% vorgefunden.
Mit einem umfassenden Reformprogramm - dem New Deal - versuchte er, der Krise Herr zu werden. Dabei nahm er mehrere Keynessche Gedanken wie die Staatsverschuldung zugunsten der Vollbeschäftigung vorweg, ohne jedoch deren Stichhaltigkeit theoretisch begründen zu können.
Man kann sagen: Roosevelt war, ohne es zu wissen, ein Keynesianer…
Als Keynes 1934 im Weißen Haus einen Vortrag hielt, gestand der Präsident : „Ich habe kein Wort von dem verstanden, was dieser Mann gesagt hat“.
Um so genauer hörten Roosevelts Berater hin und paßten fortan ihre Wirtschaftspolitik der Keynesschen Lehre an - mit dem Ergebnis, daß es trotz einiger Rückschläge bergauf ging.
Zu Keynes Mustersklaven gehörten die US-Präsidenten John F. Kennedy und Lyndon B. Johnson. Sie hatten sich von dem Yale Professor Arthur Okun vorrechnen lassen, daß in dem an sich reichen Amerika eine Wachstumslücke gähne. Die Nation produziere für 51 Milliarden Dollar jährlich weniger, als sie eigentlich könne. Dieses brachliegende Potential an Menschen und Maschinen müße aktiviert werden. Daraufhin beschloß Kennedy eine Steuersenkung, die vor allem die privaten Einkommen und die Anschaffung neuer Maschinen betraf. Folge: Die Maßnahmen bescherten den USA eine der größten Konjunkturen ihrer Geschichte.
Aus einer Kurzbiografie von Paul-Heinz Koesters.
Gruß Werner