Untergang der Wilhelm Gustlov 1944 (?)

Ich bin für jede Info dankbar, wann, wer, wieso.

Danke an alle.

Sandro

Ich bin für jede Info dankbar, wann, wer, wieso.

Danke an alle.

Sandro

Hallo Sandro,
gib mal bei google.de Wilhelm Gustloff ein. Du wirst etliches finden.
Gruss
Rainer

Ich bin für jede Info dankbar, wann, wer, wieso.

Danke an alle.

Sandro

Hallo !

Sieh Dir heute Abend die Sendung im ZDF an. 20.15.

Lies das Buch „Nackt in den Tod“ .

Gruß Werner

Danke Euch beiden,

wenn man Gustloff nicht richtig schreibt, findet man auch nichts, jetzt weiss ich bescheid.

mfg
Sandro
Meine Urgroßoma war leider mit dabei.
Was man alles so erfährt, wenn man Fragen stellt… :smile:

Hallo Sandro!

Falls noch jemand wissen möchte, wer denn Wilhelm Gustloff eigentlich war :

Wilhelm Gustloff.
Landesgruppenleiter der Auslandsorganisation der NSDAP in der Schweiz.
Ermordet am 4.2.36 durch David Frankfurter.
Auch hier kann man erkennen, daß die Organisationen der Nazis sich nicht nur mit Gewalt durchsetzten, wenn sogar in einem neutralen Land, wie der Schweiz, Naziorganisationen existierten.

Gruß Werner

Am 30.1.1945
„Wilhelm Gustloff“, Passagierschiff von 25.480 BRT Größe, am 30.1.1945 durch das sowjetische U-Boot „S-13“, Kommandant Kapitänleutnant Marinesko, in der Ostsee auf dem Wege von Danzig (Gdansk) nach Lübeck torpediert und versenkt. Von 6.100 Menschen an Bord ertrinken 5.200. Es war die bis dahin größte Schiffskatastrophe der Welt.
Am 16.4.1945 torpedierte „L-3“ (Obltn. z. S. Konowalow) den deutschen Transporter „Goya“, wobei 6.200 Menschen ertranken; das ist bis heute der „Rekord“.
Auf derselben Fahrt von „S-13“ versenkte dieses Boot noch das Passagierschiff „Steuben“ (9.2.1945) mit rd. 3.000 Toten. Kapitänleutnant Marinesko und seine Leute dürften damit den Rekord halten, was das Töten von Menschen mit einer konventionellen Waffe (U-Boot-Torpedo) angeht: rd. 8.200 Tote mit zwei Schüssen. Sogar die World-Trade-Attentäter kommen da nicht ran.

  • Django -

Jemals kommentiert ?
Was mich dabei interessiert: Wurden diese Aktionen jemals irgendwie kommentiert oder sogar geächtet oder so ?

Dabei spielt für mich die Frage ob internationales Recht von damals bzw. heute verletzt wurde oder ob die reine „Privatfahrt“ erkennbar bzw. offiziell war, keine Rolle.

Mich interessiert nur die politische Behandlung dieser Sache nach Kriegsende - vor allem einige Zeit nach Kriegsende.

Herzlichen Dank,

Michael

Hallo Michael!

Du darfst nicht vergessen, daß auf sämtlichen Fluchtschiffen auch deutsches Militär war. Besonders auf der Gustloff, war viel Militär, Staatsbedienstete und deren Angehörige.
Ein U-Bootkommandant kann in dieser Zeit, dazu in der flachen Ostsee, nicht auch noch ein Prisenkommando auf die zu torpedierenden Schiffe schicken, um zu kontrollieren, wer da nun drauf ist. Damals ging es darum, dem Feind, also den Deutschen, so großen Schaden wie möglich zuzufügen.

Der deutsche U-Bootkommandant, der die „Lusitania“ im 1.WK bewußt torpedierte, hat auch nicht lange gefackelt.
Man muß sich dann auch in die Lage eines jeden sowj. Soldaten versetzen, der jetzt endlich die Gelegenheit hat, sich an den Agressoren, die seine Heimat zerstört hatten, zu rächen.

Es fragt heute auch keiner mehr danach, warum englische Bomberpiloten die „Cap Arcona“, die mit einigen tausend KZ-Häftlingen in der Lübecker Bucht am Anker lag, bombadiert und versenkt haben. Die Knochen findet man heute noch, wenn mal wieder eine Sturmflut war.

Gruß Werner

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Das verstehe ich alles sehr gut.

Wie gesagt - mir kommt es auf eine politische Behandlung an. Dabei spielt für mich weder eine Sichtweise irgendeiner Seite noch allgemeine moralische Beurteilungen irgendeine Rolle.

Es würde mich halt interessieren, ob zu dieser Sache jemals von irgendeiner Regierung eine Stellungnahme abgegeben worden ist.

In der DDR nie erwähnt
Die Versenkung der „Gustloff“ ist in der DDR nie erwähnt worden. Das ist eine Kommentierung durch Schweigen. Geschriebene Kommentare kommen viel aus der Nazi-Ecke, Tenor: „Auch die Allierten haben Kriegsverbrechen begangen“. Für in der Sache richtig halte ich die Meinung von *Werner*, daß nämlich auf allen sog. „Flüchtlingsschiffen“ auch Militär war und selektives Versenken eben nicht geht.
Kapitänleutnant Marinesko hat später Karriere gemacht; meines Wissens lebt er noch. Die Karriere war auch ein Kommentar.

  • Django -
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Warum sollte das?

Dann würden die deutschen Regierungen aus dem Kommentieren überhaupt nicht mehr herauskommen, bei den Greueltaten, die von Deutschen in der UdSSR angerichtet wurden.
Der Untergang bzw die Versenkung der Schiffe wäre doch überhaupt nicht erwähnenswert, wenn man auch immer dabei schreiben würde, dass Wehrmachtseinheiten, Nazibonzen und deren Anhang vor allem die „Wilhelm Gustloff“ bevölkerten.
Die „Lusitania“ wurde versenkt, weil die deutsche Seite glaubte, dort wäre Konterbande an Bord, also militärische Ausrüstung. Es wurde der Tot hunderter Zivilisten in Kauf genommen.
Auf den Ostseeschiffen wußte man, dort ist deutsches Militär. Also bestand das gute Recht, diese Schiffe zu zerstören.

In der BRD wurde nie erwähnt, obwohl bekannt, dass die „Cap Arcona“ am Anker durch englische Bomber in der Lübecker Bucht versenkt wurde.

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Eine Korrektur und eine Ergänzung

Kapitänleutnant Marinesko hat später Karriere gemacht; meines Wissens lebt er noch.

Alexander Iwanowitsch Marinesko ist bereits im Jahre 1964 verstorben. Gorbatschow verlieh ihm 1990 postum den Titel eines „Helden der Sowjetunion“.

  • Django -
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Hi Michael
Die politische Behandlung…
Ausser „Schwamm drüber“ ist nichts gewesen
Denn dieses Thema lässt sich nicht politisch kommentieren oder „ausschlachten“…

Die Gustloff fuhr abgeblendet und unter Geleitschutz.
Damit war die Versenkung nicht gegen das Kriegsrecht und wäre es auch heute nicht. Wenn eine Schiff nicht als neutral oder als Snitätsschiff zu erkennen ist, dann ist es eben fällig.

Im Zuge der 40 Mio Tote (ca-Wert) die der WK II unmittelbar und mittelbar in Europa verursacht hat, sind die Opfer diese Versenkungen nur ein kleiner Tropfen…
(Furchtbar, aber wahr)

„Der Krieg ist die Hölle“
(Sherman)

Gruß
Mike