Beitrag auf Explosiv - gestern abend...

Von: , Frage gestellt am Fr, 2. Aug 2002

Hi!

Jaja, ich weiß - "Wer guckt sich denn sowatt an?"

Aber trotzdem: Gestern abend war dort ein Beitrag über Erziehungsmethoden, genauer: Über das Schlagen von Kindern.

Klar kann das nicht represäntativ sein, aber: 8 von 15 befragten Eltern gaben an, dass ihnen gelegentlich mal die Hand ausrutscht!

Bin ich jetzt im falschen Film oder gehöre ich einfach nur zu einer kleinen Minderheit, die Gewalt verabscheuungswürdig findet?!


Sorry, aber mir wurde echt anders!


Grüße
Guido

46 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 20 Minuten 0 hilfreich
    Re: Wer guckt sich denn sowatt an? *g*

    Moin! Jaja, ich weiß - "Wer guckt sich denn sowatt an?"
    Eben :-)
    Ich nich *g* Aber trotzdem: Gestern abend war dort ein Beitrag über
    Erziehungsmethoden, genauer: Über das Schlagen von Kindern.
    Nächste Frage: Wer macht denn sowatt?

    Wobei Du natürlich berücksichtigen solltest, welche Qualität die Beiträge eines Magazins wie "explodiert" haben :-(
    Das ist doch eigentlich nix anderes als Sensationsgeile Effekthascherei. Sozusagen die BLÖD des Fernsehens. Ich glaube nicht, das jemand mit einigermaßen vernünftigem IQ dieser Sch*** irgendwelchen ernstzunehmenden Charakter beimißt. Bin ich jetzt im falschen Film oder gehöre ich einfach nur zu
    einer kleinen Minderheit, die Gewalt verabscheuungswürdig
    findet?!
    Nee, Guido, da stehst Du nich allein da. Zumindest ich bin da ganz fest an Deiner Seite.
    Gerade im Bereich der Kindererziehung finde ich, das Gewalt niemals ein Mittel, schon gleich keine Lösung sein darf! Aber auch hier glaube ich, das jeder mit ein wenig Resthirn das ebenso sehen sollte. Sorry, aber mir wurde echt anders!
    Versteh ich voll und ganz.

    Gruß & Bye...

    Der Dicke MD.

    • Antwort von nach 4 Stunden 0 hilfreich
      Trotz allem...

      Hi ! Wobei Du natürlich berücksichtigen solltest, welche Qualität
      die Beiträge eines Magazins wie "explodiert" haben :-(
      Das ist doch eigentlich nix anderes als Sensationsgeile
      Effekthascherei.
      Stimmt schon - aber beim Zappen durch das Vorabendprogramm....

      Unabhängig davon: Auch die müssen erst mal auf der Straße Leute finden, die so etwas von sich geben (vor laufender Kamera auch noch!). Sozusagen die BLÖD des Fernsehens. Ich glaube
      nicht, das jemand mit einigermaßen vernünftigem IQ dieser
      Sch*** irgendwelchen ernstzunehmenden Charakter beimißt.
      Naja - aber auch die BILD hat eine nicht zu verachtende Auflage... und nicht nur geistig minderbemittelte Vollitioten lesen die! Nee, Guido, da stehst Du nich allein da. Zumindest ich bin da
      ganz fest an Deiner Seite.
      Gerade im Bereich der Kindererziehung finde ich, das Gewalt
      niemals ein Mittel, schon gleich keine Lösung sein darf! Aber
      auch hier glaube ich, das jeder mit ein wenig Resthirn das
      ebenso sehen sollte.
      Danke! Es tut dann doch mal gut, so etwas zu hören! Auch in meinem Bekanntenkreis ist man nämlich fast einstimmig der Meinung: Ein Klaps hat noch keinem.... *würg*

      Bis neulich
      Guido

  2. Antwort von nach 53 Minuten 0 hilfreich
    Re: Beitrag auf Explosiv - gestern abend...

    Hallo Guido,

    ich habe kürzlich sogar von 80 % gelesen, denen oft die Hand ausrutscht :-((((( Frag mich nicht, wo, aber es ist im Prinzip egal: Trotz Gesetzesänderung ist der Spruch "Eine Ohrfeige hat noch keinem geschadet", dicht gefolgt von "Wenn ich Schläge bekam, dann gab es auch einen Grund dafür" noch immer sehr häufig zu hören.

    Meine beste Freundin schlägt ihre Kinder, wir haben uns deswegen auch schon häufig gestritten, sie meint, es schade ihren Kindern nicht, ich habe eben mehr Geduld als sie.

    ICH finde, es ist eine ganz bewußte Entscheidung, NICHT zu schlagen. Man muß sich VORHER darüber klar sein, dass es sich nicht um eine Erziehungsmaßnahme handelt, dass es keinerlei Besserung der Situation bringt, weder kurzfristig noch auf lange Sicht.

    Auch mir ist im Laufe der Jahre schon die Hand ausgerutscht ("nur" auf den Po), ich weiß durchaus, wie sehr Kinder stressen können, immerhin habe ich drei, die noch relativ klein sind. Trotzdem darf das keine Rechtfertigung sein...

    Du bist nicht allein mit Deiner Meinung ! Aber die Mehrheit sind wir nicht *traurig*.
    Gruß,

    Sylvia *jetztKinderbespielenmuß*

    • Antwort von nach 4 Stunden 0 hilfreich
      Sorry, aaber

      Hallo Sylvia ICH finde, es ist eine ganz bewußte Entscheidung, NICHT zu
      schlagen. Man muß sich VORHER darüber klar sein, dass es sich
      nicht um eine Erziehungsmaßnahme handelt, dass es keinerlei
      Besserung der Situation bringt, weder kurzfristig noch auf
      lange Sicht.
      Auch mir ist im Laufe der Jahre schon die Hand ausgerutscht
      ("nur" auf den Po), ich weiß durchaus, wie sehr Kinder
      stressen können, immerhin habe ich drei, die noch relativ
      klein sind. Trotzdem darf das keine Rechtfertigung sein...
      Es ist ja klasse, dass Du das einsiehst, aber warum hast Du Dir da vorher keinen Kopf drüber gemacht? Du bist nicht allein mit Deiner Meinung ! Aber die Mehrheit
      sind wir nicht *traurig*.
      Sorry, wenn ich mich da jetzt etwas von Dir distanziere! Aber sobald mir mal "die Hand nur auf den Po ausrutschen" sollte, dann bitte ich darum, mir diese abzuhacken!

      Ich kann es einfach nicht verstehen, akzeptieren oder entschuldigen, wenn jemand Kinder schlägt. Da ist es mir primär erst mal egal, ob es eine Ohrfeige oder nur auf den Hintern ist.

      Ich bin gelegentlich für unsere Azubis im Betrieb verantwortlich. Meine Güte - wenn ich denen jedesmal eine ballern würde, wenn die mich nerven, oder etwas nicht begreifen.....


      Nix für ungut

      Grüße
      Guido

      • Antwort von nach einem Tag 5 hilfreich
        Re: Sorry, aaber

        Hallo Guido,

        Reaktionen wie Deine auf mein Posting tragen leider nicht zur Verbesserung der Lage geschlagener Kinder bei. Gerade dieses Schwarz-Weiss-Sehen, das Bestehen auf die eigene Unfehlbarkeit bei dieser Thematik schreckt diejenigen Eltern, die noch Lösungen suchen, die sozusagen noch „bekehrbar“ sind, ab. Wer einmal schlägt, schlägt immer wieder – so sagst Du. Wer als schlagender Elternteil dies glaubt, sieht ja kein Land mehr.

        In meinem Fall liegst Du ziemlich daneben. Allerhöchstens drei Miniklapse (insgesamt !), verteilt auf sieben Jahre als Mutter, und dann noch bei drei Kindern – da kann ich gut dazu stehen. Jeder Klaps war ein Fehler, da stimme ich Dir zu, aber im Gegensatz zu Dir bin ich leider nicht perfekt ;-)

        Es ist absolut unmöglich, sich vorher zu überlegen, ob man die Nerven für Kinder hat. Niemand kann sich als Kinderloser das Leben mit Nachwuchs vorstellen. Ich behaupte sogar, dass selbst Menschen mit Kindern andere Eltern nur ganz bedingt beurteilen können. Beispiel: Unsere Älteste war ein superpflegeleichtes Musterbaby und –Kleinkind. Ich konnte nie verstehen, wie es zu den bekannten Szenen mit brüllenden Trotzzwergen und gestressten Müttern (selten Vätern) kommen kann. MEIN Kind tat so etwas nie, ICH hatte ja von Anfang an klare Grenzen gesetzt, war liebevoll, aber konsequent. Dachte ich damals *schäm*.

        Unsere Mittlere und ganz besonders unser Jüngster sind dagegen äußerst anstrengend. Er kann sich wunderbar brüllend auf den Boden werfen. Er hat sich schon mehrfach in Lebensgefahr gebracht, mit seinen gerade mal 2 Jahren. Er kostet sehr viele Nerven, und die meisten Dinge, die er so bringt, kann man sich nicht vorher ausmalen. Hätte ich das vorher wissen müssen ?

        Du schreibst, dass Du berufstätig bist. Somit hast Du ungefähr 8 Stunden am Tag kinderfrei. Das ist nicht vergleichbar mit einer Rund-um-die-Uhr-Versorgung, da kann man(n) sehr viel leichter ruhig blieben.

        Auch halte ich es für völlig falsch, das Schlagen, Klapsen, Ohrfeigen von Kindern in den Zusammenhang der „Kreise“, in denen man sich bewegt, zu stellen. Meine klapsende Freundin und ihr Mann sind Akademiker, sie sehen, genauso wie ich, keine Sendungen wie „Explosiv“. Dafür aber haben sie sehr hohe Erwartungen an perfekte Manieren, so dass ein umgefallener Becher beim Essen gleich großen Ärger gibt.

        Mein Ideal ist eine Welt, in der Kinder überhaupt nicht geschlagen UND auch psychisch nicht misshandelt werden. Davon sind wir noch meilenweit entfernt. Im Gegenteil, wenn die gestresste Mutter im Supermarkt ihrem tobenden Kleinkind eine auf den Hintern schlägt, bekommt sie eher nickende Zustimmung, als wenn sie abwartet, bis das Kind sich wieder einkriegt. Poste doch testhalber mal bei www.eltern.de im Forum „Eltern raten Eltern“, da outen sich dann massenhaft die Eltern....

        Ändern lässt sich diese Grundeinstellung meiner Meinung nach nur schrittweise. Man muß den betroffenen Eltern Alternativen aufzeigen, darf sie keinesfalls gleich niedermachen. Es sollte selbstverständlicher sein, einer gestressten Mutter (oder Vater) beim Einkaufen mal die Tür für den Kinderwagen aufzuhalten, statt sie blöd anzumachen, weil das Kind im Wagen lästig quengelt. Ein verständnisvolles Lächeln würde auch viel bringen. Das gesamte Klima sollte kinderfreundlicher werden, denn dann würde von Eltern auch etwas Druck genommen.

        Leider tragen Perfektionisten, die die „schlechten“ Eltern nur anklagen, nicht viel dazu bei.

        Nix für ungut...

        Gruß, Sylvia

        • Antwort von nach einem Tag 0 hilfreich
          Och komm! Fällt Dir nix Besseres ein?

          Hi Sylvia! Reaktionen wie Deine auf mein Posting tragen leider nicht zur
          Verbesserung der Lage geschlagener Kinder bei. Gerade dieses
          Schwarz-Weiss-Sehen,
          Ich sehe nicht nur schwarz-weiß! Ich sehe mindestens in 16 Graustufen! Aber es gibt halt Dinge, die sollte man einfach nur als schwarz-weiß erkennen! Entweder etwas ist richtig, oder es ist falsch! Und ICH halte Gewalt schlicht für - genau - FALSCH! das Bestehen auf die eigene Unfehlbarkeit
          Fällt Dir nix Besseres ein, als jetzt absolut billig polemisch zu werden? Ich habe nie von meiner Unfehlbarkeit geredet! Wäre ich unfehlbar oder - wie Du unten anmerkst, perfekt - würde ich nicht hier postn, sondern nur über Euch Würmer die Nase rümpfen (Achtung: Das war Sarkasmus!) Ich habe lediglich meinen ganz persönlichen Standpunkt klargemacht! Abgesehen davon, dass es da so ein anscheinend völlig irrelevantes Gesetz gibt.... bei dieser Thematik schreckt diejenigen Eltern, die noch
          Lösungen suchen, die sozusagen noch „bekehrbar“ sind, ab.
          Wenn jemand nach dem ersten Mal (hört sich hier irgendwie blöde an) zur Besinnung kommt, dann bleibt mir persönlich gar nichts anderes übrig, als den Versuch zu unternehmen, das zu akzeptieren! Was nichts daran ändert, dass ich auch dieses eine Mal verurteile (schwarz-weiß halt!)
          Aber: Wer Hilfe sucht (ernsthaft!), wird sie auch finden! Wer
          einmal schlägt, schlägt immer wieder – so sagst Du. Wer als
          schlagender Elternteil dies glaubt, sieht ja kein Land mehr.
          Ich greife Dich jetzt ganz bewusst persönlich an: Du gibst selbst zu, dass es Dir dreimal passiert ist! Nicht einmal - dreimal! In meinem Fall liegst Du ziemlich daneben. Allerhöchstens drei
          Miniklapse (insgesamt !), verteilt auf sieben Jahre als
          Mutter, und dann noch bei drei Kindern – da kann ich gut dazu
          stehen. Jeder Klaps war ein Fehler, da stimme ich Dir zu, aber
          im Gegensatz zu Dir bin ich leider nicht perfekt ;-)
          Auf die Polemik hatte ich Dich schon angesprochen, oder? Es ist absolut unmöglich, sich vorher zu überlegen, ob man die
          Nerven für Kinder hat.
          Das halte ich für eine absolut unbewiesene Theorie! Natürlich kann man sich VORHER Gedanken machen! Ich gebe Dir Recht, wenn Du sagt, es sei unmöglich, alles vorherzusehen! Aber wer gedankenlos Kinder in die Welt setzt, handelt imho verantwortungslos. Niemand kann sich als Kinderloser das
          Leben mit Nachwuchs vorstellen.
          Ich glaube, Du unterschätzt das Vorstellungsvermögen unserer Spezies! Ich behaupte sogar, dass
          selbst Menschen mit Kindern andere Eltern nur ganz bedingt
          beurteilen können. Beispiel: Unsere Älteste war ein
          superpflegeleichtes Musterbaby und –Kleinkind. Ich konnte nie
          verstehen, wie es zu den bekannten Szenen mit brüllenden
          Trotzzwergen und gestressten Müttern (selten Vätern) kommen
          kann. MEIN Kind tat so etwas nie, ICH hatte ja von Anfang an
          klare Grenzen gesetzt, war liebevoll, aber konsequent. Dachte
          ich damals *schäm*.
          Ich habe ein Kind, was durchaus gewaltige Trotzanfälle mit heftigen Schreiereien bekommt. Und? Unsere Mittlere und ganz besonders unser Jüngster sind dagegen
          äußerst anstrengend. Er kann sich wunderbar brüllend auf den
          Boden werfen. Er hat sich schon mehrfach in Lebensgefahr
          gebracht, mit seinen gerade mal 2 Jahren.
          Wie bitte schafft es ein Zweijähriger, sich in Lebensgefahr zu bringen? Nicht, dass ich das prinzipiell für unmöglich halte - ich suche hier nur ein wenig das Verantwortungsbewusstsein der Eltern! Er kostet sehr viele
          Nerven, und die meisten Dinge, die er so bringt, kann man sich
          nicht vorher ausmalen. Hätte ich das vorher wissen müssen ?
          Du hättest zumindest die Möglichkeit in Betracht ziehen müssen - nur meine Meinung! Du schreibst, dass Du berufstätig bist. Somit hast Du ungefähr
          8 Stunden am Tag kinderfrei. Das ist nicht vergleichbar mit
          einer Rund-um-die-Uhr-Versorgung, da kann man(n) sehr viel
          leichter ruhig blieben.
          Ist das so? Ich sehe das etwas anders! Gehen Deine Kinder nicht in den Kindergarten oder in die Schule? Wie ich aus Deinem Antwortposting auf meine Frau gelesen habe, ist das doch sehr wohl der Fall! Was erzählst Du also von 24/7-Versorgung?
          Ist Dir schon mal der Gedanke gekommen, dass eine Dreifach-Belastung (Vater, Beruf, Schule - abends, nachdem der Kleine im Bett ist) nur bedingt stressfrei ist? Nicht, dass ich meine Vaterrolle als Belastung sehe - anstrengend ist sie dennoch! Auch halte ich es für völlig falsch, das Schlagen, Klapsen,
          Ohrfeigen von Kindern in den Zusammenhang der „Kreise“, in
          denen man sich bewegt, zu stellen. Meine klapsende Freundin
          und ihr Mann sind Akademiker, sie sehen, genauso wie ich,
          keine Sendungen wie „Explosiv“.
          Sorry, ist ein wenig off topic: Was bitte hat das Anschauen von Fernsehsendungen mit dem erzieherischen Verhalten einer Person zu tun? Wo bitte ist da ein Zusammenhang? Mein geistig zurückgebliebener Cousin hat fünf Kinder und ist Hausmann - die Frau arbeitet! Er hat fünf Kinder und die Kleinen noch NIE geschlagen - ich glaube nicht, dass es da irgendeinen zwingenden Zusammenhang zwischen Bildungsniveau und Gewalt gibt (es kommt allerdings offensichtlich im niedrigeren Niveau häufiger vor...)! Dafür aber haben sie sehr hohe
          Erwartungen an perfekte Manieren, so dass ein umgefallener
          Becher beim Essen gleich großen Ärger gibt.
          What for? Es gibt doch Lappen, Wasser und Reinigungsmittel! Mein Ideal ist eine Welt, in der Kinder überhaupt nicht
          geschlagen UND auch psychisch nicht misshandelt werden. Davon
          sind wir noch meilenweit entfernt. Im Gegenteil, wenn die
          gestresste Mutter im Supermarkt ihrem tobenden Kleinkind eine
          auf den Hintern schlägt, bekommt sie eher nickende Zustimmung,
          als wenn sie abwartet, bis das Kind sich wieder einkriegt.
          Das sehe ich fast jede Woche - nachvollziehen, verstehen oder gar billigen kann ich es trotzdem nicht! Wilst Du darauf hinaus, dass Wölfe, die einfach nur mitheulen nunmal entschuldigt sind? Wenn ich nicht aus der Reihe tanzen würde (und wenn ich mir die Postings hier so ansehe, tue ich das wohl), wäre ich als Lemming geboren... Poste doch testhalber mal bei www.eltern.de im Forum „Eltern
          raten Eltern“, da outen sich dann massenhaft die Eltern....
          Was hat das mit der Richtigkeit des falschen Tuns zu tun? Ändern lässt sich diese Grundeinstellung meiner Meinung nach
          nur schrittweise. Man muß den betroffenen Eltern Alternativen
          aufzeigen, darf sie keinesfalls gleich niedermachen. Es sollte
          selbstverständlicher sein, einer gestressten Mutter (oder
          Vater) beim Einkaufen mal die Tür für den Kinderwagen
          aufzuhalten, statt sie blöd anzumachen, weil das Kind im Wagen
          lästig quengelt.
          Wieder: Was hat das mit dem Verlust der eigenen Selbstkontrolle zu tun? Ich halte in der Regel "gehandicapten" Leuten die Türe auf, oder biete ihnen im Bus (wenn ich denn mal Öffentliche Verkehrsmittel nutze) meinen Platz an. Da bin ich aber auch keine Ausnahme - speziell bei Jugendlichen ist mir so etwas in letzter Zeit immer häufiger aufgefallen! Wenn ich als Elternteil blöde angemacht werde, habe ich doch ein perfektes Ventil gefunden, um meine Agressionen loszuwerden - natürlich nicht, indem ich ein passendes Ziel für meine Faust gefunden habe... Ein verständnisvolles Lächeln würde auch viel
          bringen. Das gesamte Klima sollte kinderfreundlicher werden,
          denn dann würde von Eltern auch etwas Druck genommen.
          Erneut: Was hat das mit dem Verlust der Selbstkontrolle zu tun?! Leider tragen Perfektionisten, die die „schlechten“ Eltern nur
          anklagen, nicht viel dazu bei.
          Ich nehme mal an, dass Du mich damit meinst - und wieder bleibt mir nur, Dich auf Polemik hinzuweisen!

          Grüße
          Guido


          P.S. Wenn Du Hilfe brauchst - es gibt städtische Einrichtungen, die durchaus bereit sind, zu helfen!

          Auch der Besuch eines Kampfkunstvereins hilft, Agressionen abzubauen! Nicht, dass man unbedingt lernt, sich selbst besser unter Kontrolle zu haben (ist nur bedingt der Fall) - aber man BAUT seine Agressionen ab

          • Antwort von nach einem Tag 4 hilfreich
            Re: Och komm! Fällt Dir nix Besseres ein?

            Hallo Guido,
            Fällt Dir nix Besseres ein, als jetzt absolut billig polemisch
            zu werden? Ich habe nie von meiner Unfehlbarkeit geredet!
            Du hast gesagt, Du würdest NIE Dein Kind schlagen. Ich habe das übrigens auch einmal gesagt und weitestgehend eingehalten, auch wenn ich in Deinen Augen eine schlagende Mutter bin, die Hilfe braucht. DU bist ein Vater, der auf deutlich weniger eigene Erfahrung zurückblicken kann. Es wird sicher noch genügend Situationen geben, in denen Deine Erziehungsgrundsätze - das beschränke ich jetzt nicht auf Schlagen oder nicht Schlagen - ins Wanken kommen werden.

            Ich habe gewisse Probleme mit diesem kategorischen NIE. Ich würde NIE morden, aber - wenn jemand meine Kinder angreifen würde und ich hätte eine Waffe.... ? Es gab damals, als Kriegsdienstverweigerer noch mit strengsten Prüfungen auf ihre Friedfertigkeit geprüft wurden, ganz schön heftige Fragen im Prüfungskatalog. Abgesehen
            davon, dass es da so ein anscheinend völlig irrelevantes
            Gesetz gibt....
            In meinem ersten Posting habe ich auf dieses Gesetz hingewiesen... Aber: Wer Hilfe sucht (ernsthaft!), wird sie auch finden!
            Aber er wird sich abschrecken lassen, wenn er gleich Ablehnung und Verurteilung für bisher geschehenes erlebt. Wer
            einmal schlägt, schlägt immer wieder – so sagst Du. Wer als
            schlagender Elternteil dies glaubt, sieht ja kein Land mehr.
            Ich greife Dich jetzt ganz bewusst persönlich an: Du gibst
            selbst zu, dass es Dir dreimal passiert ist! Nicht einmal -
            dreimal!
            Dreimal in sieben Jahren - das beweist ja wohl klar, dass ich Klapse nicht als Erziehungsmittel anwende. Ich habe ja wohl auch deutlich gemacht, dass es sich jeweils um extreme Situationen handelte. Es ist absolut unmöglich, sich vorher zu überlegen, ob man die
            Nerven für Kinder hat.
            Das halte ich für eine absolut unbewiesene Theorie! Natürlich
            kann man sich VORHER Gedanken machen! Ich gebe Dir Recht, wenn
            Du sagt, es sei unmöglich, alles vorherzusehen! Aber
            wer gedankenlos Kinder in die Welt setzt, handelt imho
            verantwortungslos.
            Das sehe ich anders. Natürlich sollte man sich vorher viele Gedanken machen, aber man weiß einfach vorher nie, in was für Situationen man mit Kindern kommt. Niemand kann sich als Kinderloser das
            Leben mit Nachwuchs vorstellen.
            Ich glaube, Du unterschätzt das Vorstellungsvermögen unserer
            Spezies!
            Dann wußtest Du schon vor der Zeugung, wie das Leben mit Kindern ist ? Das wage ich zu bezweifeln.

            Wie bitte schafft es ein Zweijähriger, sich in Lebensgefahr zu
            bringen? Nicht, dass ich das prinzipiell für unmöglich halte -
            ich suche hier nur ein wenig das Verantwortungsbewusstsein der
            Eltern!
            Beispiele: Er überwindet die Steckdosensicherung im Bad, steckt den Föhn ein und macht den Wasserhahn auf. Natürlich wissen wir das jetzt und haben den Föhn unerreichbar untergebracht, aber vorher kommt man ja nun eher nicht auf diese Idee.

            Oder: Er schnallt sich im Auto ab, während ich den Schulranzen der Großen aus dem Kofferraum hole, steigt über die Fahrerseite, wo es eben keine Kindersicherung gibt, aus dem Auto - richtig, direkt auf die Fahrbahn.

            In beiden Fällen wurde er nicht gehauen, es ging mir nur um die Unberechenbarkeit von Situationen.

            ! Du schreibst, dass Du berufstätig bist. Somit hast Du ungefähr
            8 Stunden am Tag kinderfrei. Das ist nicht vergleichbar mit
            einer Rund-um-die-Uhr-Versorgung, da kann man(n) sehr viel
            leichter ruhig blieben.
            Ist das so? Ich sehe das etwas anders! Gehen Deine Kinder
            nicht in den Kindergarten oder in die Schule? Wie ich aus
            Deinem Antwortposting auf meine Frau gelesen habe, ist das
            doch sehr wohl der Fall! Was erzählst Du also von
            24/7-Versorgung?
            Mein Jüngster geht noch nicht in den Kindergarten, ich habe tatsächlich seit 7 Jahren mindestens ein Kleinkind zu versorgen, ohne Oma übrigens. Das mache ich gerne, aber es kostet sehr viel Kraft, vor allem, da ich fast nie Abstand habe. So geht es vielen Eltern. Das ist nicht vergleichbar mit der Situation als Feierabendpapa. Ist Dir schon mal der Gedanke gekommen, dass eine
            Dreifach-Belastung (Vater, Beruf, Schule - abends, nachdem der
            Kleine im Bett ist) nur bedingt stressfrei ist? Nicht, dass
            ich meine Vaterrolle als Belastung sehe - anstrengend ist sie
            dennoch!
            Das weiß ich wohl, sie ist nur anders. Auch halte ich es für völlig falsch, das Schlagen, Klapsen,
            Ohrfeigen von Kindern in den Zusammenhang der „Kreise“, in
            denen man sich bewegt, zu stellen. Meine klapsende Freundin
            und ihr Mann sind Akademiker, sie sehen, genauso wie ich,
            keine Sendungen wie „Explosiv“.
            Sorry, ist ein wenig off topic: Was bitte hat das Anschauen
            von Fernsehsendungen mit dem erzieherischen Verhalten einer
            Person zu tun? Wo bitte ist da ein Zusammenhang?
            Es gab in einer anderen Antwort die Aussage, in "unseren" Kreisen ist dies nicht üblich. Dafür aber haben sie sehr hohe
            Erwartungen an perfekte Manieren, so dass ein umgefallener
            Becher beim Essen gleich großen Ärger gibt.
            What for? Es gibt doch Lappen, Wasser und Reinigungsmittel!
            Sage ich auch immer. Mein Ideal ist eine Welt, in der Kinder überhaupt nicht
            geschlagen UND auch psychisch nicht misshandelt werden. Davon
            sind wir noch meilenweit entfernt. Im Gegenteil, wenn die
            gestresste Mutter im Supermarkt ihrem tobenden Kleinkind eine
            auf den Hintern schlägt, bekommt sie eher nickende Zustimmung,
            als wenn sie abwartet, bis das Kind sich wieder einkriegt.
            Das sehe ich fast jede Woche - nachvollziehen, verstehen oder
            gar billigen kann ich es trotzdem nicht!
            Ich billige es in keinster Weise, ich möchte nur aufzeigen, dass eine Änderung der Verhältnisse umso schwerer ist, als dass Schlagen noch immer kein gesellschaftliches Tabu ist. Poste doch testhalber mal bei www.eltern.de im Forum „Eltern
            raten Eltern“, da outen sich dann massenhaft die Eltern....
            Was hat das mit der Richtigkeit des falschen Tuns zu tun?
            Ich habe nirgendwo behauptet, dass das richtig ist, es bezog sich auf die herrschenden Verhältnisse. Ändern lässt sich diese Grundeinstellung meiner Meinung nach
            nur schrittweise. Man muß den betroffenen Eltern Alternativen
            aufzeigen, darf sie keinesfalls gleich niedermachen. Es sollte
            selbstverständlicher sein, einer gestressten Mutter (oder
            Vater) beim Einkaufen mal die Tür für den Kinderwagen
            aufzuhalten, statt sie blöd anzumachen, weil das Kind im Wagen
            lästig quengelt.
            Wieder: Was hat das mit dem Verlust der eigenen
            Selbstkontrolle zu tun?
            Das ist Vorbeugung ! Besagte Mutter aus dem Beispiel bekommt positive Rückenmeldung, ist weniger genervt, wird also potentiell nicht schlagen. Mault sie jemand wegen des quengelnden Kindes an, steigt ihr Stress und somit die Gefahr der ausrutschenden Hand (die ja anerkannt ist - siehe oben) noch mehr. Wenn
            ich als Elternteil blöde angemacht werde, habe ich doch ein
            perfektes Ventil gefunden, um meine Agressionen loszuwerden -
            natürlich nicht, indem ich ein passendes Ziel für meine Faust
            gefunden habe...
            Faust ? Du wirst polemisch.... Ein verständnisvolles Lächeln würde auch viel
            bringen. Das gesamte Klima sollte kinderfreundlicher werden,
            denn dann würde von Eltern auch etwas Druck genommen.
            Erneut: Was hat das mit dem Verlust der Selbstkontrolle zu
            tun?!
            Das habe ich oben erläutert.
            P.S. Wenn Du Hilfe brauchst - es gibt städtische
            Einrichtungen, die durchaus bereit sind, zu helfen!
            Danke, ich brauche ganz sicher keine Hilfe. Du vielleicht - wenn Du irgendwann mit Deiner speziellen Art bei Deinem Kind nicht mehr weiterkommst - und das bezieht sich jetzt keineswegs auf das Thema Schlagen.

            Gruß, Sylvia

            • Antwort von nach einem Tag 0 hilfreich
              Re^2: Och komm! Fällt Dir nix Besseres ein?

              Hallo Sylvia!! Du hast gesagt, Du würdest NIE Dein Kind schlagen. Ich habe
              das übrigens auch einmal gesagt und weitestgehend eingehalten,
              auch wenn ich in Deinen Augen eine schlagende Mutter bin, die
              Hilfe braucht.
              Das habe ich nicht behauptet! Du hast angefangen von Hilfe zu reden! Ich bin eher der Meinung, Deine Kinder brauchen Hilfe, da Du Dich hier dauernd für Deine körperlichen Angriffe rechtfertigst! DU bist ein Vater, der auf deutlich weniger
              eigene Erfahrung zurückblicken kann. Es wird sicher noch
              genügend Situationen geben, in denen Deine
              Erziehungsgrundsätze - das beschränke ich jetzt nicht auf
              Schlagen oder nicht Schlagen - ins Wanken kommen werden.
              Polemik an
              Schön, dass Du mit hellseherischen Fähigkeiten gesegnet bist
              Polemik aus

              Ernsthaft: Man kann sich durchaus frei von Agressionen machen! Meditation oder autogenes Training sollen sehr hilfreich sein für Personen, die es anders nicht können! Ich habe gewisse Probleme mit diesem kategorischen NIE. Ich
              würde NIE morden, aber - wenn jemand meine Kinder angreifen
              würde und ich hätte eine Waffe.... ?
              Ich habe NIE gesagt, dass ich nicht morden würde - wobei ein Mord die Planung der Tat ein- und den Affekt ausschließt, aber das ist ein anderes Thema! Es gab damals, als
              Kriegsdienstverweigerer noch mit strengsten Prüfungen auf ihre
              Friedfertigkeit geprüft wurden, ganz schön heftige Fragen im
              Prüfungskatalog.
              Ich kenne diesen Katalog - ich wurde 1987 abgelehnt! In meinem ersten Posting habe ich auf dieses Gesetz
              hingewiesen...
              Ich habe es mitbekommen - hier wurde ich ein wenig polemisch! Ich finde es nur befremdlich, dass das irgendwie fast jedem egal zu sein scheint! Aber er wird sich abschrecken lassen, wenn er gleich Ablehnung
              und Verurteilung für bisher geschehenes erlebt.
              Moment! ICH bin nicht für derartige Hilfe verantwortlich! Mir fehlt die entsprehende Ausbildung, und - ja - mir würde das Verständnis fehlen! Aber wer sich an fachkundige Helfer wendet, wird vermutlich NICHT niedergemacht! Dreimal in sieben Jahren - das beweist ja wohl klar, dass ich
              Klapse nicht als Erziehungsmittel anwende.
              Für mich beweist es, dass Du - verzeihe mir das Wort, mir fällt gerade kein besseres ein - ein Wiederholungstäter bist!
              Ich verstehe nicht, dass Du mehr als ein Kind bekommen konntest, nachdem Du offensichtlich gemerkt hast, dass Dir - wenn auch nur in Extremsituationen - die nötigen Nerven fehlen! Ich habe ja wohl
              auch deutlich gemacht, dass es sich jeweils um extreme
              Situationen handelte.
              Keine Situation kann so extrem sein! Dann wußtest Du schon vor der Zeugung, wie das Leben mit
              Kindern ist ? Das wage ich zu bezweifeln.
              Natürlich nicht! Aber ich habe mich sehr wohl mit etlichen Eltern unterhalten, Informationen gesammelt, ausgewertet und mir einige Jahre überlegt, ob ich reif genug für ein Kind bin! Beispiele: Er überwindet die Steckdosensicherung im Bad,
              steckt den Föhn ein und macht den Wasserhahn auf. Natürlich
              wissen wir das jetzt und haben den Föhn unerreichbar
              untergebracht, aber vorher kommt man ja nun eher nicht auf
              diese Idee.
              Schön, dass Du das anmerkt! Was hat ein Zweijähriger alleine im Bad an einer unzureichen gesicherten Steckdose mit einem Fön zu suchen? NATÜRLICH kommt man vorher auf solche Ideen!!! Entschuldige, aber selbst wenn die Steckdose und der Fön nicht gewesen wären - schon mal daran gedacht, dass ein Kind auch in einer Toilette ertrinken könnte? Oder: Er schnallt sich im Auto ab, während ich den Schulranzen
              der Großen aus dem Kofferraum hole, steigt über die
              Fahrerseite, wo es eben keine Kindersicherung gibt, aus dem
              Auto - richtig, direkt auf die Fahrbahn.
              Wie bitte kann er sich abschnallen? Dafür gibt es für ein paar Mark, sorry Euro Sicherungen! In beiden Fällen wurde er nicht gehauen, es ging mir nur um
              die Unberechenbarkeit von Situationen.
              Wäre ja auch noch schöner: Ich schlage mein Kind für den Mist den ich gebaut habe! Mein Jüngster geht noch nicht in den Kindergarten, ich habe
              tatsächlich seit 7 Jahren mindestens ein Kleinkind zu
              versorgen, ohne Oma übrigens. Das mache ich gerne, aber es
              kostet sehr viel Kraft, vor allem, da ich fast nie Abstand
              habe. So geht es vielen Eltern. Das ist nicht vergleichbar mit
              der Situation als Feierabendpapa.
              Hey, da fällt mir meine Frau ein! Die hat auch den ganzen Tag mit unserem Zwerg - hat sie ihn nicht, dann hat sie 25 andere Kinder, ohne dass sie ihn jemals geschlagen hätte! Und soll ich Dir etwas sagen? Ich beneide sie darum!
              Nur: Nochmal meine Frage: Wenn Dich das sooo sehr stresst, warum hast Du dann noch ein zweites und drittes Kind?! Das weiß ich wohl, sie ist nur anders.
              Woher möchtest Du als Fulltime-Mutter das wissen? Es gab in einer anderen Antwort die Aussage, in "unseren"
              Kreisen ist dies nicht üblich.
              Mag ja sein - aber nicht von mir! What for? Es gibt doch Lappen, Wasser und Reinigungsmittel!
              Sage ich auch immer.
              Hey - wir sind mal einer Meinung ;-) Ich billige es in keinster Weise, ich möchte nur aufzeigen,
              dass eine Änderung der Verhältnisse umso schwerer ist, als
              dass Schlagen noch immer kein gesellschaftliches Tabu ist.
              Wie sollte es auch zum Tabu werden, wenn anscheinend fast alle ihre Kids schlagen und das alles dann auch noch verniedlichen?

              Ohne mich jetzt zu beweihräuchern (bin eh nicht mehr gläubig): Wenn ein paar Leute mehr meine Meinung in dieser Konsequenz vertreten würden - ohne dieses dauernde "Ja, aber" - gäbe es vielleicht eine CHance dafür! Oder wenn unser Gesetzgeber endlich mal vernünftige Strafen erlassen würde... Ich habe nirgendwo behauptet, dass das richtig ist, es bezog
              sich auf die herrschenden Verhältnisse.
              Sei mir nicht böse, aber das alles klingt so unglaublich nach Rechtfertigung.... Das ist Vorbeugung ! Besagte Mutter aus dem Beispiel bekommt
              positive Rückenmeldung, ist weniger genervt, wird also
              potentiell nicht schlagen. Mault sie jemand wegen des
              quengelnden Kindes an, steigt ihr Stress und somit die Gefahr
              der ausrutschenden Hand (die ja anerkannt ist - siehe oben)
              noch mehr.
              Und wenn sie keine Mutter ist, trotzdem im Dauerstress, und sie wird von jemandem angerempelt, wobei ihr die Einkaufstüte aus der Hand fällt, sie den ganzen Ausgang blockiert, deshalb angemault wird.....wen schlägt sie dann? Natürlich nur potenziell...
              Auch das mag polemisch klingen, ist aber absolut ernsthaft gemeint! Faust ? Du wirst polemisch....
              Was ist daran polemisch, wenn ich körperliche Gewalt einfach mal ausklammer? Danke, ich brauche ganz sicher keine Hilfe. Du vielleicht -
              wenn Du irgendwann mit Deiner speziellen Art bei Deinem Kind
              nicht mehr weiterkommst - und das bezieht sich jetzt
              keineswegs auf das Thema Schlagen.
              Schön, dass Du Dir um meine Zukunft Sorgen machst! Nur habe ich mein Kind bislang nicht geschlagen und ich WERDE es nicht tun! So einfach ist das! Ich habe keine Ahnung wo ich hier igendwann meine "spezielle Art" (was immer Du damit meinst) mal erläutert habe....
              Wäre nett, wenn Du mal den Vorhang lüften würdest und sagst, was Du hier speziell denkst!

              Ich finde es angenehm, wenn mein Sohn mich fragt: "Papa! Was ist denn Arsch vollhauen?" (tatsächlich mal geschehen)
              Und ich sehe auch nach Deinem jetzigen Posting keinerlei Argument, dass einen Schlag rechtfertigt - allenfalls Rechtfertigungsversuche, was mich in meiner Überzeugung nur bestätigt!



              Liebe Grüße
              Guido

  3. Antwort von nach 5 Stunden 5 hilfreich
    Re: Beitrag auf Explosiv - gestern abend...

    Hai, Guido,

    ich hab die Sendung nicht gesehen - dafür aber, wie hehre Prinzipien vom Leben über den Haufen geworfen werden können: 'ne Freundin hat sich bei ihrer ersten Schwangerschaft geschworen, ihr Kind niemals zu schlagen. Leider hat der Vater sich aber mit dem Zeitpunkt der Geburt aus der Familien-Verantwortung ausgeklinkt, so daß sie eigentlich Alleinerziehende mit zwei anspruchsvollen Kindern (eins davon fast 40) war. Als ihr Kleener 3 Jahre war, standen sich die beiden regelmässig schreiend gegenüber ("Papa" hatte sein eigenes Zimmer und hat einfach die Tür zugemacht). Dauernder Schlafmangel und der Stress der alleinigen Verantwortung forderten bei ihr langsam aber sicher ihren Tribut. Der große Knall kam dann an dem Tag, als ihr Gör (meine liebevoll-spöttische Bezeichnung für mein Sitting-Baby) mit vollem Tempo und lauthals lachend auf eine vielbefahrene Haupstrasse zuraste und sich einen Sch*** um die Rufe von Mama kümmerte - für ihn war es ein lustiges Fangen-Spiel, sie sah ihr Kind schon unterm Auto. Ein Passant hat ihn glücklicherweise zwischen den parkenden Autos am Kragen erwischt und festgehalten. Als seine Mutter ihn dann hatte, hat sie ihn das erste Mal geschlagen - ein mal, dafür ziemlich heftig, auf den Hintern.
    In diesem Augenblick hat sich bei ihr einfach alles entladen: der Frust über's Alleinsein trotz "Mann im Haus", der mangelnde Schlaf, immer zuwenig Geld ("Papa" hat "sein" Geld ja für seine persönlichen Bedürfnisse gebraucht), ständiges Untergraben ihrer Erziehung seitens des Vaters ("Mama spinnt") und die Angst um das Leben ihres Kindes.
    Jetzt kann man natürlich argumentieren, daß sie viel eher schon dem Mann hätte eine reinhauen sollen (ein Bedürfnis, das ich in der Zeit oft verspürte), oder dem Kleenen vorher den Respekt vor Strassen hätte beibringen sollen ("Papa sagt aber...") oder, oder, oder...
    Nur ist das Leben nicht so einfach und wenig Menschen sind perfekt und, auch wenn ich es geschafft habe, mit dem Gör ohne Schlagen klarzukommen, ich bin nicht der Meinung, daß "Hand ab" eine angemessene Reaktion gewesen wäre.
    Danach hatte der Kleene gelernt, daß es tatsächlich Situationen gibt, in denen er zu weit gehen kann (z.B. ist er nie wieder auf Strassen gerannt) und das auch die Geduld seiner Mutter endlich ist.
    Fazit: es gibt Augenblicke, in denen Eltern "die Hand ausrutschen" kann und sie trotzdem keine Kindesmisshandler sind. Solange es tatsächlich eine letzte Notbremse bleibt und nicht zur alltäglichen Erziehungsmethode wird, halte ich es für verständlich/verzeihlich - und ehrlich, drei Klapse auf den Hintern auf ein Leben verteilt, sind mit Sicherheit nicht schädlich (Nummer zwei und drei gab's dann mit sieben und neun Jahren im Zuge massiver Machtkämpfe).

    Gruß von einer, die das Glück hatte, sich um ihre Sitting-Babys immer ausgeschlafen und mit entsprechender Gelassenheit kümmern konnte
    Sibylle



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