Erziehungsmethoden früher und heute

Von: , Frage gestellt am Mi, 1. Okt 2003

Hallo zusammen,

ich bin in den 70ern / 80ern aufgewachsen und wurde von meinen Eltern - meiner Meinung nach für die damaligen Verhältnisse - sehr streng erzogen im Vergleich zu anderen.

Bei uns zu Hause gab es immer feste Regeln, die ich einhalten mußte. Für Vergehen wurde ich dann bestraft. Als Strafen gab es bei uns Stubenarrest und die Prügelstrafe.

Wie wurdet Ihr früher von Euren Eltern erzogen?

Welche Strafen gab es?

Und wie erzieht Ihr Eure Kinder heute - im Vergleich zu Eurer Erziehung?

Viele Grüße

Saskia

25 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 4 Stunden 2 hilfreich
    Re: Erziehungsmethoden früher und heute

    Moin, ich bin in den 70ern / 80ern aufgewachsen und wurde von meinen
    Eltern - meiner Meinung nach für die damaligen Verhältnisse -
    sehr streng erzogen im Vergleich zu anderen.
    Willkommen im Club - ich selber bin Baujahr 75 und wurde von meiner Mutter auch strengstens erzogen. Bei uns zu Hause gab es immer feste Regeln, die ich einhalten
    mußte. Für Vergehen wurde ich dann bestraft. Als Strafen gab
    es bei uns Stubenarrest und die Prügelstrafe.
    Kenn ich von irgendwoher. 5 Minuten zu spät zu Hause > Prügel. Schlechte Noten o.ä. > Prügel etc. Wie wurdet Ihr früher von Euren Eltern erzogen?
    Welche Strafen gab es?
    Prügel, Prügel, Prügel. Wegen Nichtigkeiten gab´s Prügel mit Holz- oder Kunststoffkochlöffel. Hose runter, auf´s Bett legen und dann auf geht´s bis das "Werkzeug" kaputt war..... :-( Und wie erzieht Ihr Eure Kinder heute - im Vergleich zu Eurer
    Erziehung?
    Leider hab ich noch keine eigenen, aber ich bin Jugendgruppenleiter und habe da sehr viel mit Kindern und Jugendlichen zu tun. Da würde es mir nicht im Traum einfallen mit solchen Strafmaßnahmen etwas erreichen zu wollen.
    Und auch wenn ich mal eigene Kids hab - werde ich um die Prügelstrafe mit Sicherheit einen großen Bogen machen - ich weiß jetzt noch wie mir der AR*** weh getan hat.......

    CU - Dominik

    • Antwort von nach 5 Stunden 0 hilfreich
      Kochlöffel

      Hallo Dominik,

      dürfte ich da mal was nachfragen, und zwar: Prügel, Prügel, Prügel. Wegen Nichtigkeiten gab´s Prügel mit
      Holz- oder Kunststoffkochlöffel. Hose runter, auf´s Bett legen
      und dann auf geht´s bis das "Werkzeug" kaputt war..... :-(
      mit einem Kochlöffel normaler Größe wird man mit dem natürlichen Bewegungsablauf (aus Handgelenk und Ellenbogen heraus) jemandem in der von Dir beschriebenen Situation nur bei den ersten paar Schlägen wehtun, denn bei der dadurch angeregten Hautdurchblutung tritt ein intensiver Gewöhnungseffekt ein. Mit starkem Nachdruck aus der Schulter ist es vielleicht möglich, einen solchen Kochlöffel auf einer nachgiebigen Fläche zu zerbrechen, aber das ist dann kein Schlagen mehr, sondern ein Drücken.
      Bei den regelmäßig zerdepperten Kochlöffeln könnte es sich daher um Folklore handeln; die ein, zwei Tage spürbare Nachwirkung glaube ich Dir hingegen gerne. Vollflächig auch, denn der Löffel ist gut navigierbar.

      Mit herzlichem Gruß,

      Wolfgang Berger

      • Antwort von nach 5 Stunden 5 hilfreich
        [MOD] Für physikalische und medizinische...

        ... Aspekte der Prügelstrafe bist du hier fehl am Platz.

        Hallo, Wolfgang!

        Deine Einlassungen bezüglich der Vorteile, Folgen und richtigen Anwendung körperlicher Bestrafung haben schon in der Vergangenheit zu keinerlei sinnvollen Erkenntnissen geführt. Ich darf also darum bitten, das Thema nicht weiter zu vertiefen bzw. per Mail auszudiskutieren.

        Gruß vom
        Sams [MOD]

        • Antwort von nach 17 Stunden 0 hilfreich
          @MOD: ANTB

          Hallo Sams,

          hätte ich sagen dürfen:
          "Das glaube ich Dir nicht, darf aber den Grund dafür nicht sagen."?

          Mit herzlichem Gruß,

          Wolfgang Berger

          • Antwort von nach 17 Stunden 0 hilfreich
            Re: @MOD: ANTB

            hätte ich sagen dürfen:
            "Das glaube ich Dir nicht, darf aber den Grund dafür nicht
            sagen."?
            Du hättest auch gar nicht antworten dürfen.

            Täubchen

          • Antwort von nach 18 Stunden 0 hilfreich
            [MOD] Glaubensfragen

            Hallo, Wolfgang!

            Ich halte dich für so klug, daß du sehr genau weißt, was du wie Schreiben kannst und darfst.
            Weiterer Klärungsbedarf gerne per Mail.

            Gruß,
            Sams

      • Antwort von nach 19 Stunden 0 hilfreich
        off topic?

        Hi!

        Ich erinnere mich dunkel an ein Forum.. dort wurde ausgiebig über Prügel diskutiert.
        Es wurde irgendwann geschlossen weil sich dort viele Perverse tummelten.

        Ich wurde auf irgendeiner Seite auf diese Seite aufmerksam gemacht.
        Man sollte Protestmails schicken....

        Diese Diskussion erinnert mich teilweise (UNANGENEHM) an solche bis ins kleinse Detail beschríebenen "Züchtigungen"

        mit nachdenklichen Grüßen

        Siân

      • Antwort von nach einem Tag 3 hilfreich
        Re: Kochlöffel

        Moin, dürfte ich da mal was nachfragen, und zwar:
        Aber immer doch.... mit einem Kochlöffel normaler Größe wird man mit dem
        natürlichen Bewegungsablauf (aus Handgelenk und Ellenbogen
        heraus) jemandem in der von Dir beschriebenen Situation nur
        bei den ersten paar Schlägen wehtun, denn bei der dadurch
        angeregten Hautdurchblutung tritt ein intensiver
        Gewöhnungseffekt ein.
        Dann scheinst Du allerdings als Kind keine Schläge kassiert zu haben.
        Mir hat jeder wehgetan und zwar auf schärfste - egal wie lange es gedauert hat. Noch schlimmer waren allerdings die "psychischen" Schäden - die noch lange danach geschmerzt haben. Mit starkem Nachdruck aus der Schulter
        ist es vielleicht möglich, einen solchen Kochlöffel auf einer
        nachgiebigen Fläche zu zerbrechen, aber das ist dann kein
        Schlagen mehr, sondern ein Drücken.
        Is doch egal ob schlagen oder drücken - es waren Schmerzen die ich als kleiner Pimpf nicht aushalten konnte - schlußendlich aber dennoch ertragen mußte.
        Sorry - Du warst nicht dabei - deshalb glaube ich nicht das Du beurteilen kannst wie schlimm es war.
        Ich hab hier nur geschildert was passiert ist und fertig - ich hab´s nicht nötig hier was zu erfinden etc. Bei den regelmäßig zerdepperten Kochlöffeln könnte es sich
        daher um Folklore handeln; die ein, zwei Tage spürbare
        Nachwirkung glaube ich Dir hingegen gerne. Vollflächig auch,
        denn der Löffel ist gut navigierbar.
        Mit Sicherheit ist die Schilderung keine Erzählung! Natürlich ist nicht jeder Kochlöffel "zerstört" worden, aber eben doch so einige - und wenn es nicht dieses "Werkzeug" war, dann waren es eben die Hände oder was sonst so zur Verfügung stand.

        CU - Dominik

        • Antwort von nach 2 Tagen 1 hilfreich
          Re^2: Kochlöffel

          Hallo Dominik,

          ich bitte Dich jetzt mal um Verzeihung, daß ich Deine Empfindungen geringgeschätzt habe. Außerdem erkläre ich, daß es unter modernen Bedingungen Quatsch ist, ein Kind wegen jeder Kleinigkeit zu züchtigen, umso mehr, wenn das Kind recht empfindlich ist. Ich selbst habe durchaus etwas abbekommen, aber nur selten, und auch bei mir sind keine schwereren Geräte eingesetzt worden.

          Interessant an der ganzen Geschichte finde ich die "psychischen Schäden". Kindesmißhandlung verursacht psychische Schäden, und heute weiß man auch welche. Nämlich, daß das Kind nur eine einzige Verhaltensmöglichkeit bei Konflikten kennenlernt und auch als Erwachsener beibehält, und das ist die rohe Gewalt.
          Nun ist es jedoch so, daß die Erziehungspraktik Deiner wie auch meiner Eltern aus der Sicht vergangener Jahrtausende bis Mitte der 1960er-Jahre als normal, hingegen heutzutage einwandfrei als Kindesmißhandlung angesehen wird. Man muß hierbei anmerken, daß es den Begriff der Kindesmißhandlung durchaus schon früher gegeben hat, nur fiel halt die Haue auf den Popo nicht in dessen Definition.

          Du bist seit 13 Jahre strafmündig. Warst Du oft wegen Gewalttaten im Knast? Ich nicht.

          Mit herzlichem Gruß,


          Wolfgang Berger



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