Das leidige Taschengeldproblem

Von: , Frage gestellt am Sa, 18. Mär 2000

Liebe LeidensgenossInnen

Wir haben einen 15jährigen Sohn und eine 16jährige Tochter. Weiters ein Familieneinkommen von 6000 DM und fixe Zahlungen von 3000 DM p/m. Beide Kids bekamen bis vor kurzen 150 DM p/m Taschengeld. Dem Sohn ist das nach wie vor genug, Töchterchen forderte 50 DM mehr. Gabs auch, weil sie echt gute Leistungen in der Schule liefert. Leider ließen ihre Leistungen zuhause (Beiteiligung an der Hausarbeit) mit Auftauchen des neuen Freundes rapide nach.
Nun fordert sie nochmals 50 DM mehr, um Kontaktlinsen, Telefonwertkarte usw. bezahlen zu können. Ich hätt nix dagegen, wenn sie sich wirklich mehr in der Hausarbeit einbringen würde. Da streikt sie aber jetzt total. Jeden Tag Zores deswegen.
Jobben kommt für sie auch erst in den Sommerferien in Frage.
Mir stinkts echt.
Wie pack ich das Problem an? Mehr Druck? Weniger Taschengeld. Eins auf die Rübe? (n Scherz). Oder was?
Wie macht ihr das?

Christian

20 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 18 Stunden hilfreich
    Re: Das leidige Taschengeldproblem

    Das ihre Leistung nachlassen, wenn sie einen Freund hat ist normal. Aber wenn sie nichts mehr tut und trotzdem schon wieder(!) 50DM/Monat mehr fordert geht das in meinen Augen zu weit.
    Das Taschengeld ist nicht zum sinnlosen auf den Kopp kloppen. Die Kinder sollen so lernen, dass ihnen im Leben nur ein begrenztes Budget zur Verfügung steht.
    Fazit: Da sie einen Freund hat lassen die Leistungen etwas nach, ok. Aber noch mehr Geld zu fordern ist nicht mehr in Ordnung.
    Ich bin dafür, es so zu belassen wie es ist. Schliesslich kann sie auch kleine Jobs übernehmen, oder du gibst ihr ein paar Mark extra, wenn sie eine außerordentliche Aufgabe erfüllt (z. B. Wagen waschen oder so etwas). Aber auch das sollte nicht überhand nehmen, sonst fordert sie bald für jede kleine Gefälligkeit Geld.

    mfg
    Martin
    P.S. Ich bin übrigens 17 Jahre alt, bekomme 180 DM/Monat (Taschengeld+Geld für Klammotten) und komme damit sehr gut hin. Meine Schwester (16 Jahre) dagegen überhaupt nicht. Muss wohl am Geschlecht liegen. :)

  2. Antwort von nach 19 Stunden hilfreich
    Re: Das leidige Taschengeldproblem

    Ich finde 200,- sind schon ziemlich happig. Ich habe als ich 17 war noch 50,- bekommen und nebenbei am Wochenende etwas gejobbt und hatte so ca. 300,- im Monat. Jetzt bin ich Azubi und komme gut mit meinen 900,- aus, muß aber auch alles selbst bezahlen.

    Marcus

  3. Antwort von nach einem Tag hilfreich
    Re: Das leidige Taschengeldproblem

    Hallo

    das Bundesministerium für Familie schrieb mal was von 65 DM/Monat für diese Altersgruppe

    Ciao

    • Antwort von nach einem Tag hilfreich
      Re^2: Das leidige Taschengeldproblem

      Hi! das Bundesministerium für Familie schrieb
      mal was von 65 DM/Monat für diese
      Altersgruppe
      Wobei es immer darauf ankommt, ob Klamoten davon gezahlt werden müssen oder nicht.

      Ich musste keine Kleidung zahlen, sondern nur so Schulsachen & Vergnügen und hatte in dem Alter 100,- bis 125,- DM pro Monat zur Verfügung; war in Ordnung.

      Bye, Vanessa *jetzt25*

  4. Antwort von nach einem Tag hilfreich
    Re: Das leidige Taschengeldproblem

    Da braucht man sich ja auch nicht mehr zu wundern, dass viele Jugendliche mit Werten nicht mehr umgehen können.

    JA SEID IHR DENN NOCH ZU RETTEN ??!!

    Also egal wie viel Geld ich verdiene - NIEMALS (!!!) würde ich eine derartige Summe an Taschengeld bezahlen!!!

    Ich habe mit meinen beiden Jungs (14/15) den Kompromiss gemacht, ihnen ihr Geld nicht monatlich, sondern jährlich auszuzahen. So bekommen beide Anfang eines Jahres 600.- DM(da kann man sich auch mal was größeres leisten und lernt trotzdem, sich seine Kohle einzuteilen) auf ihr Sparbuch - womit beide hervorragend auskommen. Wenn bei deinen Kids darüber hinaus noch was nötig ist, lass sie mal für ihre Bedürfnisse arbeiten (Zeitung austragen, Baby sitten, putzen ...)!!! Wenn du und deine Frau nicht ganz gewaltig die Handbremse anziehen, bekommen eure beiden in absehbarer gewaltige Probleme. Seid ihr den Goldesel, die auf Knopfdruck Dukaten scheißen können? Wenn ja, dann maile ich euch gerne meine Kontonummer!!

    Gruß, Frank

    • Antwort von nach einem Tag hilfreich
      Re^2: Das leidige Taschengeldproblem

      Da braucht man sich ja auch nicht mehr zu
      wundern, dass viele Jugendliche mit
      Werten nicht mehr umgehen können.
      Warum das?
      Kann man automatisch mit 'Werten' nicht mehr umgehen, nur weil man vielleicht etwas mehr Geld als üblich zur Verfügung hat?
      Das denkt von den Erwachsenen, die mehr Geld haben doch auch niemand. Also egal wie viel Geld ich verdiene -
      NIEMALS (!!!) würde ich eine derartige
      Summe an Taschengeld bezahlen!!!
      Das musst du ja auch nicht.
      Ich wusste es immer zu schätzen, dass meine ELtern alles (inkl. ihrem Geld) mit mir geteilt haben. Deshalb wusste ich es doch trotzdem zu schätzen, wenn ich etwas bekam. Und ich wusste auch um die Bedeutung von 50,- DM ;-) und ich gaube, ich bin heute auch kein Mensch, der schlechter mit Geld umgehen kann als andere, die von ihren Eltern nicht so viel bekommen haben. Ich habe mit meinen beiden Jungs (14/15)
      den Kompromiss gemacht, ihnen ihr Geld
      nicht monatlich, sondern jährlich
      auszuzahen.
      Das habe ich noch nie gehört - interessant!
      Ist mal was anderes. Wenn du und deine Frau
      nicht ganz gewaltig die Handbremse
      anziehen, bekommen eure beiden in
      absehbarer gewaltige Probleme.
      Bist du pessimistisch! Das ist ja keine zwingend notwendige Folge.

      Du weisst ja zudem nciht, was die Tochter alles von ihrem Geld bezahlen muss. Kontaktlinsen z.B. sind ja auch nicht sooo günstig. Evtl. muss sie auch Kleidung bezahlen, die Busfahrkarten, Schulsachen inkl. Bücher... dann relativiert sich der Betrag nämlich sehr schnell.

      Bye, Vanessa

      • Antwort von nach einem Tag hilfreich
        Re^3: Das leidige Taschengeldproblem

        Warum das?
        Kann man automatisch mit 'Werten' nicht
        mehr umgehen, nur weil man vielleicht
        etwas mehr Geld als üblich zur Verfügung
        hat?
        Das denkt von den Erwachsenen, die mehr
        Geld haben doch auch niemand.
        Kein Problem - wenn man dafür auch arbeitet. Aber ohne Gegenleistung andere auszunehmen erzieht Kinder höchstens zu "Sozialschmarotzern" (oh, weih, jetzt hab ich schon wieder ´ne Welle an Entrüstung losgetreten!) Das musst du ja auch nicht.
        Ich wusste es immer zu schätzen, dass
        meine ELtern alles (inkl. ihrem Geld) mit
        mir geteilt haben. Deshalb wusste ich es
        doch trotzdem zu schätzen, wenn ich etwas
        bekam.
        Das scheint mir aber gerade bei Christians Kindern nicht der Fall zu sein. Bist du pessimistisch! Das ist ja keine
        zwingend notwendige Folge.
        Doch, wenn die Maßlosigkeit jetzt schon losgeht, schon. Zumindest schein Christians Tochter ja zu denken, er hätte ´ne Gelddruckerei. Du weisst ja zudem nciht, was die Tochter
        alles von ihrem Geld bezahlen muss.
        Kontaktlinsen z.B. sind ja auch nicht
        sooo günstig. Evtl. muss sie auch
        Kleidung bezahlen, die Busfahrkarten,
        Schulsachen inkl. Bücher... dann
        relativiert sich der Betrag nämlich sehr
        schnell.
        Nee, is schon klar, Vanessa. Wenn man als Jugi mit den ganzen Modeklamotten mithalten muss, hast du schon recht. Ich plädere nach wie vor dafür, das Kids, wenn ihr normales Taschengeld für ihre Bedürfnisse nicht reicht, sich halt selber was dazu verdienen. Das schult die Wertschätzung von Geld, relaiviert manche Wünsche und fördert die Selbständigkeit.

        Tschüsskes, Frank

        • Antwort von nach 2 Tagen hilfreich
          Re^4: Das leidige Taschengeldproblem

          Hallo! Das denkt von den Erwachsenen, die mehr
          Geld haben doch auch niemand.
          Kein Problem - wenn man dafür auch
          arbeitet.
          Hmmh...ändert das grossartig was daran? Wenn ich mir gewisse Menschen aus meinem Bekanntenkreis so ansehe macht das überhaupt keinen Unterschied. :-(
          Bei Nachbarn ist es so, dass der Vater sich ohne Probleme einen 5er M BMW, ein 3er Kabrio und einen Porsche leisten kann, die Kinder aber sehr wenig Taschengeld bekamen. Das finde ich einfach ungerecht! Basta! ;-) Aber ohne Gegenleistung andere
          auszunehmen erzieht Kinder höchstens zu
          "Sozialschmarotzern"
          Sehe ich nicht so. Das scheint mir aber gerade bei
          Christians Kindern nicht der Fall zu
          sein.
          Weiss man nicht. Vielleicht weiss man vieles auch erst nachher zu schätzen und nicht in dem Moment, in dem man es bekommt. Bist du pessimistisch! Das ist ja keine
          zwingend notwendige Folge.
          Doch, wenn die Maßlosigkeit jetzt schon
          losgeht, schon. Zumindest schein
          Christians Tochter ja zu denken, er hätte
          ´ne Gelddruckerei.
          Wie schon gesagt, weiss man nicht. Von Christians Schilderung kann man ja wenig schliessen. Nee, is schon klar, Vanessa. Wenn man als
          Jugi mit den ganzen Modeklamotten
          mithalten muss, hast du schon recht.
          Es müssen ja noch nicht mal Markenklamotten sein. Allein ein paar Schuhe ist a***teuer, wenn man was Vernünftiges haben will :-( Ich
          plädere nach wie vor dafür, das Kids,
          wenn ihr normales Taschengeld für ihre
          Bedürfnisse nicht reicht, sich halt
          selber was dazu verdienen.
          Da stimme ich dir zu. Ich habe zeitweise auch gejobbt, aber ehrlich gesagt nicht sehr viel :-( Da war ich aber auch schon über 19 oder 20. Vorher nur mal in den Sommerferien.
          Ich habe immer alle Freunde bedauert, die das regelmässig und viel mussten ;-) Das schult die
          Wertschätzung von Geld, relaiviert manche
          Wünsche und fördert die Selbständigkeit.
          Das hat bei mir überhuapt nichts relativiert. Mir war es herzlich geal, ob ich das Geld nun selber verdient hatte oder geschenkt bekommen habe. Hatte ich Geld, habe ich mich gefreut, hatte ich keines habe ich geflucht ;-)))

          Ich denke mal, es kommt ganz auf das Kind und die finanzielle Situation der Familie an, was es an Taschengeld gibt und was an Extrawünschen bezahlt wird.
          Ich möchte es später auch so halten, dass ich mein Geld mit meinem Kind teile. Ich teile es schliesslich auch mit meinem Partner, auch wenn der nicht arbeitet. Dann teile ich auch mit meinem Kind. ;-)

          Bye, Vanessa *ja,ichhabenochkeineKinderundkanndeshalbgutreden;-)))*

          • Antwort von nach 3 Tagen hilfreich
            Re^5: Das leidige Taschengeldproblem

            *ja,ichhabenochkeineKinderundkanndeshalbgutreden;-)))*

            Du ahnst ja gar nicht, wie du den Nagel auf den Kopf getroffen hast ;-)))!!!

            Liebe Grüße, Frank



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