Was tun bei Angst in der Nacht?

Von: , Frage gestellt am Do, 9. Okt 2003

Unser Sohn (3 Jahre alt)sagt seit einer Woche dass er Angst hat wenn es Schlafenszeit ist und weint. Er möchte, dass das Licht ganz hell anbleibt und möchte das Mama am Bett bleibt. Vor einigen Tagen hat er seinen Schnuller beim Kinderarzt "abgegeben".
Was können wir machen? Ist das eine normale Phase seiner Entwicklung und wie sollen wir damit umgehen? Wie können wir ihm helfen? Die Mama bekommt Schuldgefühle...

31 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 45 Minuten 1 hilfreich
    Re: Was tun bei Angst in der Nacht?

    Hallo J.S.,

    dann laß halt (ein bißchen) Licht an, und soll halt die Mama oder der Papa eine Zeit am Bettchen bleiben - das sind doch glückliche Momente, an die man sich später gerne und doch mit Wehmut erinnert.

    Die richtige Angst vor dem Bösen ist mehr so was für Fünfjährige, und da geht man dann auch anders damit um.

    Mit herzlichem Gruß,

    Wolfgang Berger

    • Antwort von nach 11 Stunden 1 hilfreich
      Re^2: Was tun bei Angst in der Nacht?

      Hallo Wolfgang Berger dann laß halt (ein bißchen) Licht an, und soll halt die Mama
      oder der Papa eine Zeit am Bettchen bleiben -
      was ich für eine Super-Idee halte
      Die richtige Angst vor dem Bösen ist mehr so was für
      Fünfjährige, und da geht man dann auch anders damit um.
      Aber an dieser Stelle kriege ich eine Kriese!!!
      Wie alt muß einer sein, damit seine Angst eine richtige ist? 5 ?
      Und für die anderen Gefühle welche Altersgrenzen gelten da?
      Könnte es sein, dass hier eine Verwechslung zwischen dem Gefühl und der Fähigkeit darüber zu reden vorliegt??


      Susanne

      • Antwort von nach 3 Tagen 0 hilfreich
        Re^3: Was tun bei Angst in der Nacht?

        Hallo zusammen! Was mir grade beim Lesen so einfällt: hat es sonst nie irgendwelche Einschlafprobleme gegeben? Dann könnte es doch direkt mit der Nuckelabgabe zusammenhängen. Wir haben abends immer gemeinsam im großen Bett gekuschelt, den Tag Revue passieren lassen, die schönen oder auch nicht so schönen Dinge betrachtet und verabschiedet, gesungen und gebetet. Ein kleines Steckdosen-Nachtlicht brannte immer, und die Kinderzimmertür war nicht richtig geschlossen. Nungut, wir haben ein ADS-Kind, was das Durchschlafen erst zuverlässig mit 12 Jahren gelernt hat, aber die Nähe und Zuwendung scheint mir abends ganz besonders wichtig. Aber es muss auch irgendwann Schluss sein abends, und dann darf man auch ohne schlechtes Gewissen an seinen eigenen Feierabend denken. Angelika

  2. Antwort von nach 11 Stunden 0 hilfreich
    Re: Was tun bei Angst in der Nacht?

    Hallo!
    Also, ich möchte euch die Angst nehmen, dass da irgendetwas nicht richtig ist. Es ist ein normales Verhalten eines 3-jährigen Kindes. In diesem Alter vertauschen Kinder Realität und Fantasie miteinander. Was ich damit sagen will, in diesem Alter fangen Kinder an Monster unter dem Bett zu sehen und andere Dinge die wir als Erwachsene schon verlernt haben.
    Am besten ist in dieser Situation mit dem Kleinen reden, eine Gutenachtgeschichte und ein Kuscheltier das es beschützen kann. Und wenn es zu schlimm wird kannst du ja eine Salzlampe ins Kinderzimmer stellen, die gibt schönes Licht und ein paar Tropfen Lavendelöl aufs Kissen, dass ist gut für die Nerven.
    Ich hoffe ich könnte euch helfen? [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

  3. Antwort von nach 11 Stunden 2 hilfreich
    Re: Was tun bei Angst in der Nacht?

    Hallo JS Unser Sohn (3 Jahre alt)sagt seit einer Woche dass er Angst
    hat wenn es Schlafenszeit ist und weint. Er möchte, dass das
    Licht ganz hell anbleibt und möchte das Mama am Bett bleibt.
    Vor einigen Tagen hat er seinen Schnuller beim Kinderarzt
    "abgegeben".
    Das könnte ein herber Bruch sein, und Verluste machen Angst. Und wenn man 3 ist, fehlt einem naturgemäß der Überblick und der Wortschatz um das auszudiskutieren, könnte sein er übertragt diese Verlustangst auf die Schlafenszeit. Was können wir machen? Ist das eine normale Phase seiner
    Entwicklung und wie sollen wir damit umgehen? Wie können wir
    ihm helfen? Die Mama bekommt Schuldgefühle...
    Alles was stärkt ist gut, nicht nur für jetzt. Wie wäre es mit ein paar Schattenspielen, so dass er sehen kann, dass Dinge oft anders aussehen als sie wirklich sind.
    Abends mal im Kinderzimmer im Dunkeln horchen. Was sind da für Geräusche und wo kommen sie her?
    Es gibt ganz tolle Geschichten die diese Problematik von allen Seiten beleuchten (natürlich nicht alle auf einmal)
    ZB: Kannst du nicht schlafen, kleiner Bär
    oder Geschichten ab 3 (Weißnäschen und Schwarzpfötschen)
    Vorsicht vor "pädagogisch wertvollen" Büchern, auch 3-jährige sehen den belehrenden Zeigefinger und haben dann keinen Bock mehr.

    Es kann auch hilfreich sein, das Gute-Nacht-Ritual zu verlängern, vielleicht mit einer Traumreise am Schluß, dan Geist auf eine schöne Insel schicken....

    Und wenn es ganz hart kommt, sollte wirklich jemand vor der Kinderzimmertüre Posten beziehen, mit einem guten Buch, damit es nicht zu öde wird, bis er gelernt hat, wieder selber genug Vertrauen zu entwickeln, um einzuschlafen.

    Ich habe die Erfahung gemacht, dass Kinder mit einem großen Wortschatz mehr oder früher Ängste entwickeln. Was aber auch den Vorteil hat, dass man mit ihnen besser darüber reden kann.

    Wenns nicht hilft, frag ruhig noch mal nach. Meiner hatte über Jahre immer mal wieder Ängste. Und aus seiner Sicht immer mit triftigem Grund. Was habe ich nicht schon geflucht, wenn er nachts um 12 .....
    Grüße
    Susanne

  4. Antwort von nach 13 Stunden 0 hilfreich
    Re: Kerze

    Hallo,

    wie unten schon erwähnt: ein Kuscheltier finde ich auch ganz gut, meine Tochter hat auch noch ein Tuch, mit dem sie kuschelt. Wir blieben dann auch länger, es ist wunderschön, und oft genug schlafe ich oder meine Frau vor dem Kind ein (um eine Stunde später völlig verpennt und verfroren aus dem Zimmer zu kriechen).

    Wir sind aber ein Stückchen weiter: sie hat jetzt keine Angst mehr (sie wird jetzt 4), hat sich aber an uns gewöhnt. Wir möchten sie langsam wieder allein schlafen lassen.

    Meine Frau hatte vor kurzem eine schöne Idee, die sehr gut wirkt: meine Tochter hat eine schöne Kerze bekommen, die ihr beim Einschlafen "hilft". Das funktioniert, die Kleine freut sich über ihr Geschenk, hat es nicht mehr so dunkel und schafft das Einschlafen auch locker allein. Die Kerze hat sogar noch den Vorteil, daß es damit schneller geht; als wir dabei waren, hat sie doch ein bißchen erzählt oder gezappelt.

    Schönen Gruß

    Sancho

    • Antwort von nach 13 Stunden 0 hilfreich
      Re^2: Kerze

      Mit einer brennenden Kerze einschlafen? Nie und nimmer! Das ist doch wohl nicht Euer Ernst!

      Gruß Aia

      • Antwort von nach 14 Stunden 0 hilfreich
        Re^3: Hä?

        Mit einer brennenden Kerze einschlafen? Nie und nimmer! Das
        ist doch wohl nicht Euer Ernst!
        Warum?

        Gruß

        Sancho

        • Antwort von nach 14 Stunden 0 hilfreich
          Re^4: Hä?

          hi Sancho,

          ich antowrte jetzt einfach mal.

          Ich denke jeder weiss, dass man mit offenem Feuer (sprich Kerzen) vorsichtig umgehen soll, steht auch auf den Verpackungen bei Teelichtern oder sonstigen Stilkerzen-nicht unbeaufsichtigt brennen lassen. Die Gefahr ist einfach zu gross, dass die Kerze umfällt und die ganze Bude abfackelt, oder siehst du das anders?
          Was meinst du, wieviele Wohnungsbrände schon durch Kerzen, Kerzen am Weihnachtsbaum (unaufbesichtigt) oder Raucher, die mit ner brennenden Zigarette im Bett eingeschlafen sind, entstanden sind?

          Grüße
          Swony



Keine passende Antwort gefunden? Jetzt eigene Frage stellen!