Mama-Papa-Bett

Von: , Frage gestellt am Sa, 1. Apr 2000

Unsre 2 1/2-jährige tochter wurde mit dem buch "jedes kind kann schlafen lernen" aufgezogen und es hat immer alles wunderbar geklappt. Aber seit anfang des jahres haben sich so nach und nach echte probleme entwickelt. Erst wollte sie nicht mehr allein einschlafen, das konnten wir mit einer halben schrei-stunde dann abbiegen. dann kam sie immer nachts zu uns ins bett. mit reden und tricks (papa hat mit dem kleinen löwen gesprochen, der beschhütztt dich, schau mal usw) war nichts zu machen. dann wollte sie nur noch in unserem bett einschlafen. jetzt wieder nur noch in mama-papa-bett und zusätzlich mit einem elternteil. leider schreit sie nachts manchmal und strampelt und schlägt um sich und weckt einen ziemlich unangenehm. lässt sich irgendwas machen? müssen wir sie für einige zeit in ihrem zimmer einsperren? mir kommt das so grausam vor, meinem mann noch mehr. bitte helft!

juliane

15 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 2 Stunden hilfreich
    Re: Mama-Papa-Bett

    Ich bin zwar weder Mutter noch Kinderpsychologin, glaube aber in sofern mitreden zu koennen, dass ich selber "so ein" Kind war.
    Bis zu meinem 10. Lebensjahr war ich kaum dazu zu bringen, alleine zu schlafen: zunaechst einmal sicherlich, weil ich Angst hatte, und schliesslich wohl auch, weil es mir zur Gewohnheit geworden war.
    Meine Eltern und aelteren Geschwister liessen mich gewaehren (obwohl Aussenstehende haeufig mit Kopfschuetteln reagierten), in der Hoffnung, es wuerde sich von alleine wieder geben. Und sie hatten recht - irgendwann zog ich mich aus eigenem Wunsch zurueck, und ich glaube behaupten zu duerfen, dass es bei mir keinen
    Schaden hinterlassen hat.

    Falls Euer Kind ansonsten keine Verhaltensauffaelligkeiten zeigt bzw. nicht i.a. ueberaengstlich und unselbstaendig ist, wuerde ich diese Phase nicht ueberbewerten.
    Zehn Jahre sind wohl auch eher die Ausnahme(-:
    Alles Gute wuenscht
    Lilly

    • Antwort von nach 15 Stunden hilfreich
      Re^2: Mama-Papa-Bett

      Liebe Eltern!
      Es wird sicher Gründe haben, warum Ihr Kind gerade jetzt wieder? zu Ihnen ins Bett möchte.(Entwicklungssprünge, die ,weil ein Kind sie noch nicht recht zuordnen kann, beunruhigen.)
      Auch mein Tipp wäre, lassen Sie Ihr Kind bei sich schlafen. Wenn Sie merken es wird aus Schutzsuche, Gewohnheit, könnte man mit dem Kind ein Abkommen schließen. z.B.Heute Nacht schläfst du in deinem Bett -- wenn du es xxx mal geschafft hast, dann -- etwas positives in Aussicht stellen.(Keine Süßigkeiten! - das Lieblingsessen wünschen / - Ziel eines Spaziergangs bestimmen o.ä.)
      Ihr Kind kann ja jeden Tag den es schafft in einem Kalender umkreisen. Bei so kleinen Kindern würde ich einen kurzen Zeitraum wählen.

      Alles Gute! C.

  2. Antwort von nach 2 Stunden hilfreich
    Re: Mama-Papa-Bett

    Hallo Juliane,
    ich weiß nicht, ob ich Dir helfen kann, möchte Dir aber meine Erfahrungen berichten (seufz).
    Unser Sohn hat - bis er zwei Jahre alt war - alleine in seinem Bett geschlafen. Mit zwei Jahren wollte er nicht mehr alleine einschlafen. Zuerst haben wir auch versucht, ihn ne halbe Stunde schreien zu lassen. Als dies aber zu sehr an die Nerven ging, habe ich mich halt mit dazugelegt. Was zur Folge hatte, daß er noch heute - er ist mittlerweile acht Jahre alt - immer noch im Ehebett schläft. Wir haben zeitweise versucht (Einschulung, Geburtstag - Du bist ja jetzt schon so groß, sein Zimmer aufgemotzt usw.) ihn dazu zu bewegen, in seinem Zimmer zu schlafen. Mittlerweile habe wir es aufgegeben. Wir hoffen jetzt halt, daß er irgendwann von selber in seinem Zimmer schlafen will.
    Ich denke, wir haben irgendwie den Zeitpunkt verpaßt. Ich habe übrigens mit einer Psychologin darüber gesprochen, aber deren Rat (Elternschlafzimmer absperren, nach einer Nacht auf dem kalten Fliesenboden wird er freiwillig in sein Bett gehen) natürlich nicht befolgt. Ich denke, Ihr müßt Euch entscheiden - so oder so. Denn der tägliche Nervenkrieg zermürbt Euch und Euer Kind.
    Viel Erfolg und gute Nerven.

    Sonja (die mittlerweile sehr wenig Platz im Bett hat)

    P.S. Falls Ihr einen "todsicheren" Tipp bekommt, laßt es mich wissen ;-)

  3. Antwort von nach 3 Stunden hilfreich
    Re: Mama-Papa-Bett

    Liebe Eltern!

    Lassen Sie das Kind zunächst bei Ihnen schlafen: keinen Widerstand nach dem Motto "das darf doch nicht wahr sein" oder " was haben wir bloß falsch gemacht"!

    Bücher über Kinderängste - und diese sind mit zunehmendem Alter unterschiedlich - gibt es genug; eine gute Buchhandlung berät gut; Kursleiter bei Familienbildungsstätten oder Volkshochschulen können ebenfalls beraten.

    Kinder, Erwachsene auch, haben Gründe, auch wenn wir sie nicht gleich verstehen, geschweige denn gleich annehmen können.

    Beachten Sie bitte stets: Entwicklung läuft in Stufen/Schüben/qualitativen Sprüngen ab. Meistens dauern diese Wachstumsschübe nicht länger als 1/4, wenn es hoch kommt 1/2 Jahr. Trotzdem: Sie sollen hilfreiche bis notwendige "(Ab-)Hilfe" finden.

    Aufgrund der Erziehung, die Sie selber genossen haben, nehmen Sie diese Situation zum Anlaß/als Chance, einander vertrauter - wenn möglich "eins"- zu werden.

    Falls Sie Christen sind, haben Sie die Möglichkeit, für sich und die (mit den) Kinder(n) zu beten. Wer nicht beten kann, der kann dennoch, während das Kind schläft, wohltuend, entspannend und ermutigend zu ihm sprechen. Bitte kein "nicht" verwenden!

    mfg. JCB [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

  4. Antwort von nach 21 Stunden hilfreich
    Re: Mama-Papa-Bett

    Hallo
    unsere Tochter (4) liebt es auch bei uns zu schlafen und ist dann auch mitunter sehr unruhig.
    Wir haben mit ihr ein Abkommen getroffen, nachdem wir sie eines nachts etwas unsanft aus dem Bett geschmissen haben. Sie darf gern "später", "gegen morgen" zu uns ins Bett kommen. Das klappt auch !
    Vorteil ist, dass wir wenigstens ein paar Stunden ungestört schlafen können. Wir bestehen auch darauf, dass sie abends in ihrem Bett einschläft. Wenn sie dann aber zu uns ins Bett kommt, heissen wir sie auch willkommen. Was gibt es schöneres, als das leise "tapp, tapp, tapp" zu hören ? Oft schläft sie sogar in ihrem Bett durch.
    In ein paar Jahren ist diese schöne Zeit leider vorbei....
    Gruß Andreas

    • Antwort von nach 2 Tagen hilfreich
      Re^2: Ich weiß nicht...

      Hallo, Was gibt es schöneres,
      als das leise "tapp, tapp, tapp" zu hören
      ?
      In ein paar Jahren ist diese schöne Zeit
      leider vorbei....
      Wir haben diese Erfahrung noch nicht gemacht. Ich frage mich aber immer, wie man das nervlich schafft, wenn man berufstätig ist, nachts nicht richtig schlafen zu können. Vielleicht habe ich da noch ein Ein-halbes-Jahr-nachts-den- Nachwuchs-stillen-Problem. Ich bin froh um jede Minute Schlaf, die ich bekommen kann.

      Viele Grüße, Deborah

  5. Antwort von nach einem Tag hilfreich
    ich habe es gerne...

    wenn unsere Tochter (1 1/2 Jahre) zu mir ins Bett kommt. Das tut sie täglich fast immer zur gleichen Zeit - sie schläft übrigens in ihrem Bett ein.
    Ich finde es süß und genieße es wenn sie sich ganz zu mir kuschelt und ihren Arm auf meine Wange legt. Diese herzige Zeit ist doch eh so kurz, versucht doch das beste daraus zu machen.
    Gute Nächte Majo

    • Antwort von nach 4 Tagen hilfreich
      .. ich auch, aber ..

      .. irgendwann wollen wir auch mal schlafen.
      Unser Robin (fast 2) strampelt und dreht sich im Schlaf. Wir werden dadurch sehr gesört, obwohl wir ein Riesen-Bett haben.

      Ich denke, daß er das mit fünfzehn nicht mehr machen wird... bis dann gute Nacht.

      Martin

  6. Antwort von nach einem Tag hilfreich
    Re: Mama-Papa-Bett

    Unsere 2. Tochter kam 14 Monate nach der Geburt des ersten Kindes auf die Welt und ich hatte keine Kraft für Machtkämpfe, was das Schlafen betrifft. Wenn sie nachts aufwachte, habe ich sie in mein Bett geholt und wir beide schliefen friedlich weiter (sie ist allerdings immer in ihrem Bett eingeschlafen). Ich habe es stets genossen, sie neben mir liegen zu haben. Heute ist sie 12 und kommt schon seit vielen Jahren nicht mehr in mein Bett. Genieße die Zeit, Ihr beide habt weniger Streß, das Zusammenleben ist wesentlich entspannter. In 10 Jahren wirst Du Dir die Zeit zurückwünschen.



Keine passende Antwort gefunden? Jetzt eigene Frage stellen!