Wer hat als Kind noch den Po verhauen bekommen?
Von: , Frage gestellt am Mi, 5. Mai 2004
Wurdet Ihr früher als Kind auch mit einem Povoll bestraft? Wie alt wart Ihr damals und für was gab es so eine Strafe?
Wurdet Ihr früher als Kind auch mit einem Povoll bestraft? Wie alt wart Ihr damals und für was gab es so eine Strafe?
und das sogar mehr als ausführlich?
schau doch mal ins archiv oder, wenn dich das thema so interessiert, suche nach einschlägigen( gutes wort *kicher*) foren im internet -> google hilft :-)
gruß,
ramona
Huhu!
Eine Warnung vorab: jegliche Äußerungen pro Schläge weden kommentarlos
gelöscht!
Bye, Vanessa *sohoffend,diesmalkeineausuferndeDiskussionlesenzumüssen*
6.5.
PS: Pro oder Kontra zu dieser Entscheidung bitte ich entweder persönlich mit
mir, evtl. noch mit dem Team (aber erstmal mit mir, da das Team doch sehr viel
um die Ohren hat) oder öffenltich im ALK zu diskutieren und nicht hier.
Hier ist es einfach off-topic und müllt nur das Brett zu. Deshalb habe ich
jetzt auch alle diesbezüglichen Postings gelöscht; Artikel sind bei mir
archviert, wer sie also haben möche, dem kann ich sie gerne zukommen lassen.
Ja, wenn mein Vater meinte, dass ich es verdient hätte...
genaue Situationen weiß ich nicht mehr, ich fühlte mich aber immer im Recht ;-)
Ein Motto meines Vaters: solange du die Füße unter meinen Tisch steckst...
Von meiner Mutter gabs genau 1mal eine Ohrfeige, aber mehr aus Sorge/Kummer, weil ich zu spät nach Hause kam und keiner wusste, wo ich war. Das konnte ich total nachvollziehen.
Beatrix
http://www.trixi.de
Jospeh Haydn sagte öfters über den Schulrektor von Hainburg, seinem Lehrmeister ab dem 6. Lebensjahr: "Ich verdanke es diesem Manne noch im Grabe, daß er mich zu so vielerlei (Musikinstrumenten) angehalten hat, wenngleich ich dabei mehr Prügel, als zu essen bekam."
Mit herzlichem Gruß,
Wolfgang Berger
Jospeh Haydn ..."Ich verdanke es
diesem Manne noch im Grabe, daß er mich zu so vielerlei
angehalten hat, wenngleich ich dabei mehr
Prügel, als zu essen bekam."
Guten Abend,
Der Mann lebte ab 1732. Seitdem hat sich hoffentlich an den An- und Einsichten über die Erziehung von Menschen durch Gewaltanwendung wenigstens in aufgeklärten Kreisen des europäischen Kulturraums etwas bewegt.
Zu damaliger Zeit ließ manch lokaler Fürst oder auch der Brötchengeber unbotmäßige Untergebene körperlich züchtigen. Solche Formen von Untergebenheit und Unterwerfung passen längst nicht mehr in unser Selbstverständnis. So finde ich es sehr merkwürdig, wenn einige Menschen immer noch glauben, ihre Kinder mit Prügel zu lebenstüchtigen Bürgern erziehen zu können.
Aus eigener Erfahrung kann ich versichern, daß prügelnde Eltern und Lehrer anfänglich nur Furcht und schließlich Verachtung ernten. Das hält ein Leben lang vor und geht vor dem Tod der alten Herrschaften bestenfalls in Mitleid über.
Gruß
Wolfgang
Hallo Wolfgang,
Aus eigener Erfahrung kann ich versichern, daß prügelnde
Eltern und Lehrer anfänglich nur Furcht und schließlich
Verachtung ernten. Das hält ein Leben lang vor und geht vor
dem Tod der alten Herrschaften bestenfalls in Mitleid über.
Daraus und aus dem Zitat von Haydn kann man die Folgerung ziehen, daß zwar in alter Zeit die Prügel der kindlichen Liebe und der späteren Dankbarkeit des Erwachsenen keinen Abbruch taten, als diese Erziehungsmethode noch nicht als politisch inkorrekt angesehen wurde.
Heute aber sind viele Erwachsene als Kind schon politisch korrekt erzogen worden. Wo das geklappt hat, stellt sich ein Freundschaftsverhältnis zwischen den Eltern und ihren erwachsenen Kindern ein. Dokumentationen einer schwärmerischen Liebe und der Dankbarkeit gegenüber den Eltern treten heute kaum mehr auf.
Die Zwischenzeit, also die Jahrzehnte, in denen sich die Umerziehung langsam durchsetzte, haben im Verhältnis der Generationen zueinander flächendeckend diese seelischen Schäden verursacht, die Du für Deine eigene Biographie andeutest. Es war die Zeit, als vielfach noch traditionell erzogen wurde, von anderer Seite aber dem Kinde eingegeben wurde, daß dies verbrecherisch sei. So wie Du können viele, vielleicht sogar die meisten aus der mittleren und älteren Generationen ihren Frieden nicht machen mit den Eltern, auch nicht posthum.
Mit herzlichem Gruß,
Wolfgang Berger
wenn man sich die dinge zurecht biegt, indem man tatsachen ignoriert, kann man so ziemlich alles zur stützung seines eigenen weltbilds nutzen - wie z.b. das haydn-zitat. da wird einfach übersehen, daß "wenngleich" damals wie heute gleichbedeutend ist mit "obwohl". haydn hat also nicht gesagt hat "danke, daß du es mir eingebleut hast", sondern haydn sagte: "er hat mir viel beeigebracht, aber die vielen prügel fand ich nicht so schön". war haydn nun schon "politisch korrekt" (was ja eigentlich nicht sein kann, da er "politisch nicht korrekt" erzogen wurde) oder mochte er es nur nicht (wie die meisten anderen lebewesen es auch nicht mögen) geschlagen zu werden? daß es immer weniger kindern gibt, die ihren eltern dankbar sind und sie schwärmerisch lieben, ist auch nur eine meinung, wobei man sich fragt, wie diese zustande kommen kann. in meiner umwelt gibt es jedenfalls genug anschauungsmaterial, um eine gegenteilige meinung zu formen.
daß es immer weniger kindern gibt, die ihren eltern
dankbar sind und sie schwärmerisch lieben, ist auch nur eine
meinung, wobei man sich fragt, wie diese zustande kommen kann.
Eine Auswertung der im W-W-W stehenden, einschlägigen Erwähnungen wäre eindeutig, eine davon habe ich eins weiter oben zitiert.
Mit herzlichem Gruß,
Wolfgang Berger