Kindererziehung bei getrennt lebenden Eltern
Von: , Frage gestellt am Mi, 21. Jul 2004
Hallo, eine Partnerschaft in meinem Bekanntenkreis ging in die Brüche; der Mann ist aus der gemeinsamen Wohnung ausgezogen. Die beiden haben ein gemeinsames Kind, knapp 3 Jahre alt, das bei der Mutter lebt (diese ist allein erziehungsberechtigt). Der Mann holt jedoch das Kind jedes zweite Wochenende zu sich. Beide sind sich darin einig, dass der Kontakt des Kindes zum Vater auf diese Weise aufrecht erhalten bleiben soll ("das Kind soll nicht ganz ohne Vater aufwachsen" ...). Nun ist es aber so, dass der Mann eine neue Freundin hat und mit dieser wohl demnächst zusammenziehen dürfte. Schon jetzt ist das Kind, wenn es beim Vater ist, auch mit dessen neuer Freundin zusammen. Die Mutter hat nun Bedenken, dass von der ihr unbekannten Freundin Einflüsse auf das Kind entstehen, die sie nicht abschätzen kann (z.B. in Erziehungsdingen: Die Freundin erlaubt was, was die Mama verbietet etc.). Die Freundin ist der Mutter nicht bekannt.
Hinzu kommt ein weiterer Aspekt: Die allein erziehende Mutter ist darauf angewiesen, zu arbeiten (2 1/2 Tage i.d. Woche). Während dieser Zeit ist das Kind derzeit noch bei den Großeltern (demnächst auch im Kindergarten). Die Mutter hat das Kind also nicht allzu oft.
Die Bedenken gehen auch dahin, dass das Kind zu viele Bezugspersonen hat und Verhaltensstörungen entstehen, weil sozusagen "eine zweite Mutti" in sein Leben tritt (die Freundin), die großzügiger zum Kind ist (sie muss es ja nicht erziehen). Geschenke, Süßigkeiten usw.
WAS RÄT MAN DER MUTTER?
Soll sie darauf hinarbeiten, dass der Vater, wenn er das Kind hat, ALLEIN mit ihm ist??? M.E. weder durchsetzbar noch realistisch. Es könnte ja sein, dass die Mutter auch wieder jemanden findet; dann kann der Vater die gleichen Bedenken haben und ebenso argumentieren.
