Ein Kind adopieren?

Von: , Frage gestellt am Fr, 31. Dez 2004

Wir möchten uns langsam an dieses Thema herantasten
und suchen daher die wesentlichen/wichtigen Informationen:
1. ein deutsches Kind zu adoptieren am liebsten so jung wie möglich
wie fangen wir so etwas an und welche Paare haben hier die besten
Chancen?
Wie lange kann so etwas dauern, bis eine solche Adoption
abgeschlossen ist?
Gibt es sehr viele Eltern, die adoptieren wollen,
wie in etwa ist das Verhältnis Kinder-Eltern?
2. Wie ist das mit ausländischen Kindern, in welchem Land hat man
bessere Chancen?

Vielen Dank für Antwort!

Grüße
Fred

12 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 8 Stunden 5 hilfreich
    Re: Ein Kind adopieren?

    Hallo Freddie, 1. ein deutsches Kind zu adoptieren am liebsten so jung wie
    möglich
    Laut deiner Vika seid ihr (bist du) schon zu alt. Und zwar etliche
    Jaehrchen. Es gibt Unterschiede von Organisation zu
    Organisation, aber so pi mal Daumen ist mit 38 (=wenn das Kind
    kommt, nicht Antragstellung) der Markt verlaufen. wie fangen wir so etwas an und welche Paare haben hier die
    besten
    Chancen?
    Junge, gesunde, mit fester Anstellung, mit mehreren Jahren
    Ehe hinter sich. Wie lange kann so etwas dauern, bis eine solche Adoption
    abgeschlossen ist?
    Bis die Adoption abgeschlossen ist oder Wartezeit bis man
    ein Kind bekommt?
    Letzteres mehrere Jahre. Die Wartezeiten sind lang.
    Von da bis zur Adoption unterschiedlich, mehrere Monate bis
    mehrere Jahre. Weniger wenn das Kind aelter ist oder
    behindert ist. Gibt es sehr viele Eltern, die adoptieren wollen,
    Ja. wie in etwa ist das Verhältnis Kinder-Eltern?
    Ich kenne keine verlaesslichen Zahlen (vielleicht jemand
    anderes?), aber ich habe vor einigen Jahren gelesen, dass
    auf ein neugeborenes deutsches Kind ueber 100 adoptions-
    willige Eltern kommen. 2. Wie ist das mit ausländischen Kindern, in welchem Land hat
    man
    bessere Chancen?
    Es gibt Organisationen, die sowas regeln. Hier hilft googeln.
    Auslandsadoptionen sind allerdings umstritten.


    Deine Frage zeigt, dass ihr ganz, ganz am Anfang von
    euren Fragen steht. Leider bleibt euch nicht die Zeit,
    euch langsam vorzutasten, wie du schreibst. Je serioeser
    die Organisation, desto eher zaehlt Zeit (Alter) gegen euch.
    Einen Gang zum Jugendamt der naechsten groesseren Stadt
    koennte man euch theoretisch empfehlen, praktisch werdet
    ihr da nur frustriert und abgewimmelt werden. Allerdings
    haben die dort gedrucktes Infomaterial. Es gibt auch eine
    Reihe Buecher, die sich mit dem Thema beschaeftigen. Sucht
    in eurer Naehe nach Adoptivelternorganisationen, dort gibt
    es oft Unterabteilung fuer wartende Eltern, die haben auch
    die besten Ratschlaege.

    Insgesamt muesst ihr euch zweigleisig Informieren:
    1. die Legalitaeten
    2. der ganze Rest:
    was es heisst zu adoptieren,
    was es heisst, adoptiert zu sein
    was es heisst, ein Kind zur Adoption freizugeben


    Leider kann ich fuer Deutschland wenig praktischen Rat geben.

    Ich wuensche euch viel Glueck.

    Gruesse
    Elke

    • Antwort von nach 12 Stunden 0 hilfreich
      Alter

      Hallo,

      ich habe vor kurzem gehört, daß Kanzler Schröder das Höchstalter heraufsetzen möchte, da er selbst ja nicht mehr der Jüngste ist und auch seine Frau wäre theoretisch aus dem Alterraster rausgefallen als sie kürzlich die Kleine adoptiert haben.
      Daher möchte er eine Gesetzesänderung auf den Weg bringen die es auch älteren Paaren ermöglicht Kinder zu adoptieren.

      Gruß
      M.

      • Antwort von nach 12 Stunden 0 hilfreich
        Re: Alter

        Hi Marianne,

        wieso? Es ist ihm ja gelungen.
        Soweit ich weiss, gibt es keine gesetzliche
        Altersgrenze, sondern nur eine, die in den verschiedenen
        Organisationen durchgesetzt wird.
        Das liegt daran, weil fuer Fremdadoption und Adoptionen
        innerhalb von Familien (z.B. Ehemann adoptiert das Kind
        seiner Frau aus einer frueheren Beziehung) die gleichen
        Gesetze gelten.

        Gruesse
        Elke

      • Antwort von nach 15 Stunden 0 hilfreich
        Re: Alter

        Hallo Daher möchte er eine Gesetzesänderung auf den Weg bringen die
        es auch älteren Paaren ermöglicht Kinder zu adoptieren.
        Es muß gar kein Gesetz eingebracht werden, da es schlicht und ergreifend kein gesetzlich vorgesehenes Alter gibt, ein Adoptivkind zu bekommen - nur angesichts der großen Zahl potentieller Adoptiveltern und der wenigen Kinder kann man eben die auswählen, von denen man sich das Beste für das Kind verspricht.

        Und ich denke, es ist unmöglich dagegen zu klagen, warum Du keins bekommst und jemand anderes schon.

        Grüße

        Wendy

      • Antwort von nach einem Tag 0 hilfreich
        Ueberlegungen zum Alter

        Hallo Marianne,

        dein Hinweis auf Kanzler Schroeder hat mir keine
        Ruhe gelassen und ich hab mich ein bisschen umgesehen.
        Bei
        http://www.adoption.de/information.htm
        (danke fuer den Tipp, Christiane!)
        habe ich den Artikel gefunden, wo Folgendes steht:

        "Angesichts des demografischen Wandels in Deutschland will die Bundesregierung es künftig auch älteren Paaren ermöglichen, Kinder zu adoptieren. "Wir wollen die Adoptionsrichtlinien den Gegebenheiten anpassen und sind im Moment dabei, sie zu überarbeiten", sagte Bundesfamilienministerin Renate Schmidt (SPD) im Gespräch mit der Berliner Zeitung. In einem "Land des langen Lebens" gehöre es nun einmal dazu, dass es nicht nur junge Eltern gebe.

        Eine Höchstaltersgrenze für Adoptiveltern ist zwar in keinem Gesetz vorgeschrieben. In der Praxis werden Säuglinge und Kleinkinder jedoch nur an Ehepaare vermittelt, die nicht älter als 35 Jahre sind."

        Insofern lag ich also richtig, dass es keine gesetzliche
        Alters-Regelungen gibt, was Adoption betrifft. Andererseits
        hat in Deutschland das Jugendamt Mitspracherecht auch bei
        Auslandsadoptionen, von daher sind die amtlichen Richtlinien
        recht bedeutsam.

        Die "35-Jahre-Altersgrenze" ist an sich laecherlich.
        Da diese Altersgrenze sich nicht auf den Zeitpunkt bezieht,
        an dem der Antrag gestellt wird.
        Geht man von einer durchschnittlichen Wartezeit von drei oder
        vier Jahren aus (und 6,7 Jahre sollen keine Seltenheit sein),
        muss so ein Antrag also bereits mit spaetestens Anfang 30
        gestellt werden.
        Wenn man sich andere demographische Zahlen im Zusammenhang ansieht:
        Eheschliessung, Eintritt in den Beruf usw. gekoppelt mit
        immer mehr Versprechungen der Medizin, was Fruchtbarkeits-
        behandlungen betrifft, wieviel Menschen koennen dann schon
        mit 30 wirklich eine Entscheidung fuer eine Adoption treffen?
        Entweder man verpasst den Zeitpunkt oder man beantragt
        die Adoption erstmal halbherzig, falls biologisch 'doch nichts
        laeuft' - denkbar schlechte Voraussetzung fuer eine Adoption.
        Was mich schon immer bedrueckt hat: wie laeuft das,
        wenn man mit z.B. 33 den Antrag stellt -- wie fuehlt man sich
        dann, wenn die Monate ins Land ziehen, ohne dass eine Adoption
        sich zu materialisieren beginnt? (zum Vgl.: in Suedafrika lag
        das maximale Alter bei 38 - zum Zeitpunkt der Antragsstellung,
        IMO eine wesentlich menschenfreundlichere Regelung)

        Andererseits hat der Kanzler ja vorgefuehrt, dass es mit
        gutem Willen seitens der Behoerden (bzw. Beziehungen um nicht
        schlimmere Worte in den Mund zu nehmen) einiges laeuft.
        35 mag heutzutage nicht mehr 'der Demographie' zu entsprechen,
        60 aber auch nicht.

        Adoptionsagenturen werden oft in der Oeffentlichkeit
        als "Kinderbeschaffungsstellen" dargestellt, aber hier liegt
        der Denkfehler: es geht nicht darum, Kinder fuer kinderlose
        (oder allgemeiner: adoptierwillige) Eltern zu beschaffen,
        sondern Familien fuer Kinder zu finden, die aus verschiedensten
        Gruenden nicht bei ihren ersten Familien leben koennen.
        Und deshalb sollte immer unter den Adoptierwilligen eine
        Auswahl getroffen werden.
        Ueber die Kriterien bzw. die Grenzen dieser Kriterien laesst
        sich streiten. Sie sind immer situationsbezogen - frueher gab
        es in westlichen Laendern viel mehr Kinder, die Adoptiveltern
        suchten, als willige Adoptiveltern. Das hat sich geaendert.
        Wohlgemerkt, das hat sich in den westlichen Laendern geaendert,
        es trifft nachwievor auf viele Laender nicht zu. Je weniger
        Kinder es gibt, die adoptiert werden koennen, je strenger
        werden die Kriterien sein.
        Und Alter ist ein Auswahlkriterium, das legitim ist.

        Gruesse
        Elke

  2. Antwort von nach 12 Stunden 2 hilfreich
    Re: Ein Kind adopieren?

    Hallo Fred,

    schau mal hier vorbei: http://www.adoption.de/

    Ansonsten vermute ich wie Elke, dass du/ihr allein schon einmal als zu alt eingestuft wirst/werdet.
    Freunde von mir haben vor Jahren versucht, ein Kind zu adoptieren. Zu diesem Zeitpunkt war er 30 und sie 32 Jahre alt. Beide berufstätig, sie dazu noch erfolgreich selbstständig als Hörgeräteakustikerin. Letzteres galt, wenn ich mich recht entsinne, schon alleine als "Out"-Kriterium. Auch das Alter war wohl schon kritisch, dazu kam noch eine Reihe von anderen "Kleinigkeiten" in den Auflagen, die nicht den Vorstellungen entsprachen. Die Anforderungen sind umfangreich. Über Sinn und Unsinn mag man streiten wollen, aber ändern kann man es wohl kaum.

    Grüße,
    Christiane

  3. Antwort von nach 21 Stunden 1 hilfreich
    Re: Ein Kind adopieren?

    hallo fred
    hier im internet denke ich bist du schon riochtig und kannst eine menge infos sammeln.jemand hat dir ja schon den link für die adoptionsseite gegeben.
    mein mann und ich warten zur zeit auf ein kind aus nepal und ich hoffe daß es anfang 2005 losgeht.die wartezeit ist nicht einfach und dauch das papiere sammeln, die ganzen behörden kann ziemlich nervenaufreibend sein, wenn man denkt was man alles angeben muß-aber ich denke wenn man ein ziel vor augen hat-dann lohnt das durchhalten.
    es gibt verschiedene organisationen in deutschland , die verschiedene länder anbieten, nur um ein paar zu nennnen

    icco
    eltern kind brücke
    efk ( eltern für kinder )
    evangelischer verein düssldorf

    auch kann ich dir empfehlen, mal bei yahoo groups vorbei zu schauen da gibt es auch ein adoptionsforum.

    viel erfolg
    liebe grüße
    katrin

    wir haben auch zuerst versucht über unser jugendamt in unserem landkreis zu adoptieren, aber damals wurde gesagt, daß zb damals in unserem landkreis im jahr 2000 nur ein kind vermittelt wurde

  4. Antwort von nach einem Tag 0 hilfreich
    Re: Ein Kind adoptieren?

    Überschrift archivtauglich gemacht.

    SCNR

    Nelly

  5. Antwort von nach einem Tag 0 hilfreich
    Re: Ein Kind adopieren?

    Wir möchten uns langsam an dieses Thema herantasten
    2. Wie ist das mit ausländischen Kindern, in welchem Land hat
    man
    bessere Chancen?
    Hallo Fred, ich empfehle Dir Kontakt aufzunehmen mit Familien, die eine Adoption geschafft haben. Hier eine Adresse eines Freundeskreises, alles Familien, die ein Kind aus Peru adoptiert haben. Inzwischen ist es aber komplizierter geworden, aber nicht unmöglich.
    Siehe: www.puente-peru.de

    Alles Gute, und verlier nicht den Mut!
    Regina



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