Antwort von
nach 3 Stunden
hilfreich
Re^2: Überforderte Mutter
Liebe Marcela,
ich finde es sehr mutig von dir, nicht einfach wegzuhören, sondern dir gedanken zu machen, inwieweit die situation als "normal" bezeichnet werden kann.
als dreifache mutter weiss ich, dass es sicherlich nicht einfach ist, den ganzen tag ruhe zu bewahren. auf der anderen seite, gibt es sehr viel gewalt in den familien, und das thema ist so heikel, dass man gerne als aussenstehender die ohren und augen verschließt. deshalb hut ab, das du dir gedanken darüber machst. ich würde dir raten die situation intensiver zu beobachten, z.b. gibt es auch positive situationen, z.B. siehst du mutter und kind auch mal zusammen draussen spielen oder ähnliches, oder gibt es mehrmals täglich konflikte???
falls es so ist, dann würde ich die mutter schon mal freundlich ansprechen, ob das kind krank ist, weil du es viel weinen hörst, z.B. ,vielleicht auch ob du ihr helfen kannst, wenn nu das auch möchtest?
meine meinung ist, das auch kinderlose ihre meinung abgeben dürfen. man kann sich die meinung immerhin anhören, und vielleicht auch etwas daraus lernen.
liebe andrea, dein hinweis auf die soziale ader von marcela fand ich etwas überzogen, und hat ihr bei ihrem problem sich nicht weitergeholfen, sondern eher verunsichert.
liebe grüße
michaela
mir ist nicht ganz klar: Was willst du erreichen? Willst du
mehr Ruhe für dein Examen? Oder willst du wirklich helfen?
Du kannst dir sicher sein: Täglich ein paarmal auszurasten ist
normal, wenn man mit einem Kind in dem Alter tagtäglich allein
ist, auch wenn man selbst weiss, dass es nicht "gut" ist. Aber
es darf natürlich nicht ununterbrochen so sein.
Wenn du der Frau wirklich helfen willst, kannst du ja mal im
"zufälligen" Gespräch vorsichtig äußern, dass du dir denken
kannst, dass es wohl ganz schön anstrengend ist, den ganzen
Tag mit dem Kind allein zu sein. Sie wird dir garantiert recht
geben, und dann könntest du dich als Babysitterin anbieten,
stundenweise. Kannst dir ja mal überlegen, ob du sozial genug
wärst es kostenlos zu machen oder für wieviel Geld du es
machen würdest.
Ich glaube, das wäre die effektivste und fast einzige Art der
Hilfe. Denn du hast insofern recht: Ratschläge einer
Kinderlosen gegenüber einer Mutter sind wirklich unpassend.
Viele Grüße,
Andrea