geschiedener US-Vater in D - Bezieh. zu kl. Kind?
Von: , Frage gestellt am Sa, 5. Mär 2005
Hallo,
ein lieber Freund von mir ist vor 4 Jahren aus Liebe zu einer Frau nach D gezogen, hat sie geheiratet und mit ihr ein Kind bekommen.
Vor ca. 8 Monaten haben sich die beiden nun getrennt und er sieht seine mittlerweile zweieinhalbjährige Tochter noch etwa 2 bis 3 Mal pro Woche an den Abenden.
Er ist ein sehr hingebungsvoller Vater, möchte sein Kind zweisprachig erziehen und spricht darum nur englisch mit ihr (sein Deutsch ist zugegebenermaßen auch nicht besonders gut).
In letzter Zeit scheint sich die im Grunde sehr gute Beziehung zwischen den beiden zu verschlechtern, die Tochter scheint sich bei meinem Freund zuhause nicht wohlzufühlen und bittet ständig darum, wieder zur Mutter zu dürfen.
Mein Freund hat das Gefühl, seine Tochter ist hauptsächlich dem Einfluss der Mutter und ihrer Familie zugänglich. Er selbst kommt sich eher wie ein Babysitter ohne wirkliches Mitspracherecht vor. Außerdem weigert sich die Tochter zusehends, ihre vor einiger Zeit noch zu erkennenden Englisch-Ansätze beizubehalten - d.h. sie beharrt auf dem Deutschen.
Das alles macht meinem Freund unglaublich zu schaffen, zumal er sich mit Deutschland nicht anfreunden kann. Er wäre eigentlich schon längst zurück in die USA, will aber seine Tochter natürlich nicht verlieren.
Ich würde mich sehr über Gedanken zum Thema freuen, vielleicht hat ja jemand ähnliche Erfahrungen oder kann Literaturtipps geben, damit man sich nicht so alleingelassen fühlt.
Ich sage ihm immer wieder, dass der väterliche Einfluss erst später zum tragen kommt und er die Gedult nicht verlieren soll, aber er verliert langsam die Hoffnung Sad.
Meldet euch, würde mich wirklich freuen.
nDambi
