Kiffen

Von: , Frage gestellt am Di, 31. Mai 2005

Hallo,

ich hoffe hier kann mir jemand helfen, mein Bruder kifft mir zu viel! Ich würde ihn gern überzeugen wollen, dass das Unsinn ist zu Rauchen! Ich komme aber an ihn nicht ran. Er ist 18 Jahre alt und ich selbst bin 25 habe aber schon meine eigene kleine Familie, so dass ich auch nicht so viel zeit habe mich um ihn zu kümmern, außerdem sind unsere Eltern seit Anfang diesen Jahres getrennt und er lebt bei meiner Mutter. Aber sie kann ja da auch nicht viel machen.

Wieso kifft die Jugend sooo viel? Ich versteh das einfach nicht! Meine Kinder (4 Jahre + 11 Monate) können nich mal in sein Zimmer, das ist völlig vollgeraucht! Außerdem kümmert er sich nicht um seinen Praktikumsplatz und alles.

Wie kann ich ihn davon abbringen?


Danke Katrin

21 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 26 Minuten 1 hilfreich
    Re: Kiffen

    Hallo,

    ich bin kein Fachmann, habe aber eigene Erfahrungen in dem Bereich.
    ich würde Dir dringend empfehlen, ihn nicht davon zu überzeugen, daß es Unsinn ist. Durch solche Aussagen kommst Du nur noch schwerer an ihn ran.
    Wenn er das Gefühl hat, daß Du nicht grundsätzlich gegen das Kiffen bist, sind die Chancen, ihn zu überzeugen, weniger zu kiffen, meiner Einschätzung nach höher.
    Das Thema ist mit Sicherheit schwierig, jeder macht so seine Erfahrungen und muß eigentlich auch selbst erkennen, ob er damit in seinem Leben vorwärtskommt.
    Hatte selbst Kumpels, die für meinen Geschmack zu viel gekifft haben (morgens, mittags, abends, jeden Tag). Sie haben irgendwann selbst erkannt, daß sie nichts mehr auf die Reihe kriegen und ihre Konsequenzen daraus gezogen...
    Grüße,

    Thomas [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

  2. Antwort von nach 31 Minuten 2 hilfreich
    Vermutlich keine Hilfe!

    Hi! Wie kann ich ihn davon abbringen?
    Vermutlich gar nicht!

    Vermutlich müssen einige Leute erst gewaltig auf die Schnauze fallen, um zu merken, dass gewisse Dinge nicht gehen!

    Der einzige Tipp, den ich Dir geben kann: Brich den Kontakt ab, und lass ihn links liegen!
    Eventuell merkt er ja, dass sein Verhalten untragbar ist, wenn seine Bezugspersonen sich abwenden!

    Ich habe es vor einigen Jahren bei meinem "großen" Bruder gemacht. Er hat zwar mit dem Kiffen und Saufen nicht aufgehört, aber zumindest nach einer Durststrecke soweit eingeschränkt, dass er wieder Anschluss an das "normale" Leben gefunden hat...


    LG
    Guido

  3. Antwort von nach einer Stunde 0 hilfreich
    Re: Kiffen

    Hallo,

    lass ihn einfach. Wenn du versuchst ihn davon wegzubekommen, kann es arg nach hinten losgehen.
    Vielleicht ist es für ihn nur eine Phase und er hört selbst damit auf.
    Geh du doch mal zu einem Drogenberater, vielleicht haben die Tricks und Tipps für Angehörige.
    Kiffen ist modern für die Kids. Mit 18 gehört er ja schon zum alten Eisen, ich kenne 13 jährige(zum Glück nur vom sehen), die sich regelmäßig Joints bauen und es super cool finden, breit in die Schule zugehen. Wenn du die ansprichst, kommt nur raus, das sie so viel Stress in der Schule haben und zuhause,und das Leben nur so "überstehen" können. Klasse. Wenn sie arbeiten( falls sie es soweit bringen) hängen sie vor lauter Stress an der Nadel!!!

    Viel Erfolg

    Manu

    • Antwort von nach einer Stunde 1 hilfreich
      Re^2: Kiffen

      Hi,

      deine Antwort hat mich ein wenig verwundert zumal sie augenscheinlich nur den Weg des geringsten Widerstands darstellt. Gerade wenn man zu dem näheren Umfeld gehört ist es meiner Meinung nach seine Pflicht auch mal Contra zu geben.

      Kiffen schadet der Gesundheit, ist gesetzlich verboten und kosten auch noch Geld. Kiffen ist nicht cool sonder dumm.

      Ich würde genau diese Punkte meinen Freunden und meiner Familie klarmachen und auch das ich es nicht tolerieren kann.

      Viele Grüße
      Me
      PS: Den Satz von wegen wohin so etwas führen kann habe ich mir mit Absicht verkniffen.

      • Antwort von nach 2 Stunden 2 hilfreich
        Re^3: Kiffen

        Hallo,

        so wie Du die Situation schilderst hört sich das für mich tatsächlich eher nach Drogen-Mißbrauch als nach -Gebrauch an.
        Generell würde ich mir aber auch klar machen, daß Kiffen nicht zum Absturz führen muß.
        Es gibt erfolgreiche Anwälte, Bankiers und andere Menschen, die es zu was gebracht haben, obwohl sie kiffen.
        Das gilt natürlich nicht für einen übermäßigen Gebrauch der Droge, aber meiner Erfahrung nach wird die Häufigkeit mit zunehmendem Alter und ein wenig Vernunft eher zurückgehen.
        Ich wünsche Euch alles Gute,

        Thomas [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

        • Antwort von nach 9 Stunden 2 hilfreich
          Sucht sucht.....aber was?

          Hallo zusammen! Es gibt erfolgreiche Anwälte, Bankiers und andere Menschen,
          die es zu was gebracht haben, obwohl sie kiffen.
          Leider gibt es auch mindestens ebensoviele, die den Absprung nicht geschafft haben.
          Einen Menschen habe ich in meiner näheren Umgebung.
          Rauchen, Saufen, Kiffen, Koks und Heroin.
          Mittlerweile arbeitsunfähig, in Selbstmitleid zerfließend und dabei, seine Familie zu zerstören.

          Mein Ansatz ist gedanklich der, dass man sich fragen sollte, WARUM dieser Mensch Suchtmittel *benötigt* um den Tag durchzustehen.

          Bei einem großen Teil ist der Gebrauch von Suchtmitteln eine Art Selbst-"Therapie", und wenn man den Grund für diese Sucht erfährt, kann man den Betroffenen - zwar nicht immer, aber doch oft - helfen.

          Wie heißt es in einem Radio-Spot in Bezug auf Sucht?

          "Sucht sucht!"

          Angelika

          • Antwort von nach einem Tag 2 hilfreich
            Re: Sucht sucht.....aber was?

            Hallo,

            hm.. ich finde Koks und Heroin sind nochmal andere Themen.
            Man kann sicher davon ausgehen, daß ein auffälliges Verhalten im Umgang mit Drogen (Chips, Gras, Nikotin, Alkohol) dazu führen kann, daß ein Mensch auch harte Drogen zu sich nimmt. Aber das muß noch lange nicht heißen, daß es auch so kommt.
            Zwischen Gras und Heroin besteht ein himmelweiter Unterschied, das brauche ich wahrscheinlich gar nicht zu erwähnen.
            Der einzige Grund, warum die beiden Drogen in einem Satz genannt werden sollten besteht meiner Meinung nach darin, daß beide illegal sind und Menschen, die illegale Dinge tun, dazu tendieren mit anderen Menschen, die illegale Dinge tun, zusammenzukommen.

            Durch diesen Kontakt steigt natürlich die Wahrscheinlichkeit, daß man Drogenkarriere macht. Da sollte man aber nicht das Kiffen verurteilen, sondern die Gesetze.

            (Es ist natürlich unbestritten, daß der Konsum von Gras dazu führen kann, daß man abrutscht. Ich bin nur der Meinung, daß man klare Unterschiede zwischen Gras und Heroin sehen sollte.
            Das Zusammenwürfeln verschiedener Drogen führt meiner Einschätzung nach nur dazu, daß User sog. "weicher" Drogen die Gefahren der "harten" Drogen unterschätzen, weil ihrer Erfahrung nach die Prophezeiungen der Älteren ja auch beim Gras nicht zugetroffen haben und sie in der Einschätzung bestätigt werden, daß die anderen sowieso keine Ahnung von der Materie haben)

            Grüße,

            Thomas

          • Antwort von nach einem Tag 0 hilfreich
            Re: Sucht sucht.....aber was?

            Kleiner Nachsatz,

            ich möchte nicht falsch verstanden werden: Mein Ansatz ist gedanklich der, dass man sich fragen sollte,
            WARUM dieser Mensch Suchtmittel *benötigt* um den Tag
            durchzustehen.

            Bei einem großen Teil ist der Gebrauch von Suchtmitteln eine
            Art Selbst-"Therapie", und wenn man den Grund für diese Sucht
            erfährt, kann man den Betroffenen - zwar nicht immer, aber
            doch oft - helfen.
            Das entspricht ganz genau meiner Einschätzung.
            Grüße,

            Thomas

      • Antwort von nach 3 Stunden 0 hilfreich
        Re^3: Kiffen


        Hi,

        hast du mal mit Kiffern gesprochen?
        Es bringt nichts, ihnen etwas negatives darüber zuerzählen. Was alles passieren kann, das wissen sie.
        Manu



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