Antwort von
nach 21 Tagen
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Re^2: Erste Fremdsprache bei Kleinkindern
Wenn Eine Bezugsperson eine Sprache fast Perfekt beherscht
kann diese Person ab der Gebut mit dem Kind diese sprache
sprechen.
Das kann sie nicht nur, das muß sie sogar. Wir haben zwei Söhne (8 und 2). Beim Großen hat mein Mann (frankophon) noch gezögert und erst mit ca. 18 Monaten auf immer und nur Französisch umgeschwenkt, der Kurze hat von Geburt an von seinem Vater noch nichts anders gehört - und das merkt man!
z.B.
Mutter=deutsch
Vater=Englisch
Dan lernt es beide sprachen gleich, aber jeder sollte auf
passen das das Kind nicht kreuzund guer mit eiinem spicht
Falsch. Das Kind würde beide Sprachen nur annähernd gleich lernen, wenn die Hauptbezugsperson (wahrscheinlich die Mutter?) die "ausländische" Sprache als Muttersprache hat, weil diese dann stark genug ist, um sich gegen die "Vatersprache", die ja auch Umgebungssprache ist, zu behaupten.
Bei uns ist die Muttersprache gleich der Umgebungssprache (also ich bin Deutsche, spreche Deutsch mit meinen Kindern, mit meinem Mann aber Französisch und wir leben in Deutschland). Unser Ältester spricht kein Französisch (auch nicht mit seinem Vater, was aber auch was mit seinem (vom Vater ererbten) Perfektionismus zu tun hat, lieber gar nichts sagen, wenn man nicht sicher sein kann, daß man es richtig sagt. Er versteht aber inzwischen einiges. Und seine Aussprache (wenn er denn mal Französisch spricht) ist besser (weil natürlicher) als bei Erwachsenen, die die Sprache erlernen.
Unser Kleiner fängt jetzt an zu vergleichen (unserer Erfahrung nach bemerken die Kinder erst mit zwei bis drei, daß sie mit zwei Sprachen aufwachsen). Papa sagt so, Mama wie sagst du, was sagt der, ich sage so.
Die größte Erfahrung, die wir gemacht haben, war, Zwang bringt nichts, alles, was sich nicht natürlich ergibt, sollte man gleich lassen, man gibt es sowieso über kurz oder lang auf. Probieren tun aber wohl alle, wie es für die eigene Familie selbst am besten funktioniert.
Lies mal Kielhöfer, Zweisprachige Kindererziehung, das fanden wir das beste, weil praxisorientiert und nicht zu wissenschaftlich, aber sehr gut nachvollziehbar und mit vielen weiterführenden Hinweisen.
MfG
S. Mensah
P.S. Ich sagte es ja schon mal öfter hier: wir sind immer interessiert an Erfahrungen und Austausch in diesem Bereich!