Hallo
wenn nicht der gesellschaftliche Zwang wäre, könnte man
Kleinkinder (oder auch Kinder jeden Alters sowie Erwachsene),
die keinen Zucker kennen, ohne weiteres ohne diesen ernähren.
Sie brauchen keinen Zucker.
Klar, was man nicht hat, kann man auch nicht essen. Das Menschen keinen Zucker brauchen ist aber nicht ganz richtig, denn auch die meisten "natürlich" süßen Lebensmittel enthalten Zucker, auch Früchte. Wir Menschen sind sogar darauf fixiert, süße Sachen zu essen, denn das sind Lebensmittel, die viel Energie liefern. Schon Babys haben eine natürliche Vorliebe für Süßes, auch die Muttermiclh enthält Zucker. Das war für unsere an Mangel leidenden Vorfahren sicher eine sehr sinnvolle Sache, in unserer Überflußgesellschaft ist es eher üngünstig.
Sie können anstattdessen Äpfel, Birnen oder Bananen essen, die
sind auch süß, enthalten jedoch Fruchtzucker, der
grundsätzlich anders vom Körper verarbeitet wird als z. B.
Honig und Fabrikzucker. Zum Knabbern tun es genauso gut Nüsse
oder Sonnenblumenkerne oder auch Möhren und Kohlrabischeiben.
Warum sollte Fruchtzucker grundsätzlich anders vom Körper verarbeitet werden als "Fabrikzucker"?. Bei unserem Haushaltszucker handelt es sich um Sacharose, das ist ein Doppelzucker, der aus Glucose (Traubenzucker) und Fructose (Fruchtzucker) besteht. Haben wir also neben dem Fruchtzucker, der auch in Früchten enthalten ist, noch die Glucose. Das ist nun sowas wie der biologische Energieträger schlechthin, ein zentraler Bestandteil des Stoffwechsels jeder einzelnen Körperzelle und letztlich das, was als Energieträger vom Blut im Körper verteilt wird. Daher ist dieser Stoff auch sehr schnell verwertbar, prinzipiell schädlich aber ganz bestimmt nicht. Schädlich ist eine zu hohe Energiezufuhr.
Fabrikzucker, hmm, das klingt so chemisch. Dabei wird der Zucker ja auch aus Zuckerrohr oder Zuckerrüben gewonnen, also auch aus einem Naturprodukt.
Außerdem möchte ich das Kind sehen, dem es egal ist, ob es einen Keks oder eine Kohlrabischeibe bekommt. Sind wir ganz ehrlich, dann beurteilen wir Lebensmittel doch eher nach dem Geschmack als nach dem Gesundheitswert.
Ich finde es wesentlich leichter, komplett auf Zucker zu
verzichten, als ständig darauf zu achten, dass es nicht zu
viel wird. Wenn man nicht darauf achtet, pendelt sich nämlich
ganz leicht eine tägliche Süßigkeitenration ein, die die
Tendenz dazu hat, immer mehr Raum in der Ernährung
einzunehmen.
Naja, meine Mutter hat das genau umgekehrt gemacht. Bei uns stand immer ein frei zugänglicher Naschkorb, nur kurz vor dem Essen war das Naschen verboten. Wir sind beide keine Zuckerjunkies geworden. Andere Kinder haben sich auf diese Süßigkeiten gestürzt, wir nicht. Wir haben auch nie unseren Weihnachtsteller an einem Tag aufgegessen, eher wurde er irgendwann schlecht.
Das ist für ein Kleinkind nicht unbedingt anwendbar und funktioniert vielleicht auch nicht bei jedem Kind, aber ich habe schon von ähnlichen Methoden gehört, die auch funktioniert haben.
Viele Grüße
Bianca
Honig ist für die Zähne noch schlimmer als Zucker, deshalb
würde ich den überhaupt nicht geben. Dass Honig soo gesund
ist, halte ich für eine reine Glaubenssache. Honig ist
bestimmt extrem gesund, wenn man eine Bienenlarve ist, aber
das trifft in dem in Frage stehenden Fall ja nicht zu.
Viele Grüße Thea