Vorsorge für das Kind

Von: , Frage gestellt am Fr, 24. Feb 2006

Liebe WWW'ler und vor allem erfahrene Mütter und Väter,

wie kann/muß ich den für mein gerade 3 Monate altes Baby vorsorgen? Was für Versicherungen sind da unbedingt empfehlenswert? (Genaueres frag ich dann natürlich im Versicherungsbrett, aber ich bräuchte erstmal eine Grundahnung)

Ich höre immer wieder eine Unfallversicherung ist absolut notwendig?
Was trifft man denn für eine Vorsorge bzgl. Ausbildung? Eine spezielle Ausbildungsversicherung? Oder gibt es da spezielle Kindersparbücher mit bestimmten Konditionen?
Es sieht so aus, als ob ich demnächst einen Osteopathen zu Rat ziehen muß (den muß ich erstmal selbst zahlen, da ich nur gesetzlich versichert bin) - wie sieht es denn mit Baby-Zusatzversicherungen aus? Ist das ratsam, um auch den Heilpraktiker, Homöopathen etc. abzusichern?

Was gibt es noch, was man unbedingt haben sollte?
Ich schwimme nicht im Geld (eher im Gegenteil;-), möchte aber zumindest die notwendigsten Sachen abdecken. Vielleicht gibt es auch etwas, woran ich noch überhaupt nicht gedacht habe (muß nicht Versicherung sein)?

Bin auf jeden Fall dankbar über alle möglichen Tipps.

Liebe Grüße,
Christiane

18 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 5 Stunden 2 hilfreich
    Re: Vorsorge für das Kind

    Hallo Christiane,

    also, der Versicherungsumfang eines Kindes hängt zum Großteil vom "Sicherheitsbedürfnis" der Eltern ab.

    Unfallversicherung: macht Sinn, vor allem wenn man darauf achtet, wie hoch die Summe der Auszahlung bei bleibenden Behinderungen nach einem Unfall sind, denn ein behindertes Kind bedeutet außer den emotionalen Belastungen auch enorme Kosten.

    Ausbildungsversicherungen gibt es bei so ziemlich jeder Bank, d.h. monatlich wird ein individuell festgelegter Betrag eingezahlt(wir haben dabei die Paten unserer Kinder um Unterstützung gebeten), der dann von der Bank mit Prozenten und zusätzlichen Zuwendungen aufgestockt wird, so daß nach einem gewissen Zeitpunkt (in der Regel 15 - 20 Jahre) eine gewisse Geldsumme zur Verfügung steht.
    Zusätzlich gibt es auch diverse Formen der Sparbücher, die bei den Banken erfragt werden können.

    Zusätze zur allgemeinen Krankenversicherung gibt es schon recht günstig, man kann inzwischen fast alle weiteren Behandlungsmöglichkeiten dazu versichern, Heilpraktiker und Homöopathiezusatzversicherungen sind schon für ca. 3,50 Euro im Monat machbar.

    Zusätzlich empfiehlt sich eine allgemeine Haftpflichversicherung für die Eltern, die die Kinder mit versichert, allerdings gibt es da immer wieder Neuerungen was die Haftung anbetrifft, also unbedingt vorher mit der Versicherung abklären, ob die Schramme an Nachbars Auto(kommt meist mit dem ersten Roller oder Fahrrad) auch bezahlt wird (Kinder unter 8 Jahren sind angeblich nicht regresspflichtig, aber unsere Versicherung hat dann doch gezahlt!!)

    Mehr Versicherungen haben wir nicht, ich weiß aber dass es in Germany keine Lebensversicherungen für Kinder gibt.(Wohl damit den Kiddies nichts zustößt, wenn die Eltern knapp bei Kasse sind!!!)

    Hoffe dir geholfen zu haben

    Gruß
    Iris

  2. Antwort von nach 8 Stunden 1 hilfreich
    Re: Vorsorge für das Kind

    Hallo Christiane,

    wie Iris schon sagt, kommt es auf das Sicherheitsbedürfnis der Eltern an. Ich habe deshalb eine Risikolebensversicherung auf mich abgeschlossen. Das macht Sinn, wenn man auf absehbare Zeit der alleinige Familienernährer ist, aber auch besonders dann, wenn man alleinerziehend ist und für sein Kind nach dem eigenen Tod eine Absicherung möchte. Risikolebensversicherungen über 50.000 Euro sind eigentlich ganz günstig zu bekommen, wenn man nicht gerade zu einer Risikogruppe gehört.

    Ansonsten kann man sich statt einer Ausbildungsversicherung auch die Alternative des Bausparvertrages überlegen. Der läuft auch langfristig und kann für den Berufsstart herangezogen werden (und muss natürlich nicht zum Bauen verwendet werden). Bei uns haben meine Eltern für unsere Tochter einen abgeschlossen.

    Mir persönlich war es auch wichtig, dass meine Haftpflichtversicherung durch meine Kinder verursachte Schäden abdeckt. Die Meinungen sind hier aber geteilt: In diesem Forum gibt es viele, die die allgemeine Rechtsprechung für richtig halten, dass durch Kinder verursachte Schäden zum allgemeinen Lebensrisiko für den Geschädigten gehören. Mir wäre dabei allerdings nicht wohl.

    Viele Grüße,

    Matthias

    • Antwort von nach 11 Stunden 0 hilfreich
      Re^2: Vorsorge für das Kind

      Hallo Matthias, Mir persönlich war es auch wichtig, dass meine
      Haftpflichtversicherung durch meine Kinder verursachte Schäden
      abdeckt.
      ich nehme an, dass die Haftpflichtversicherung durch "Kinder unter 7 Jahren verursachte Schäden" ohne Prüfung ob die Aufsichtspflicht verletzt wurde, abdeckt. Das ist nochmal etwas anderes als "durch Kinder verursachte Schäden". Zu der Zeit, als meine Tochter unter diesem Alter war, gab es sowas zum Beispiel nicht. Die Meinungen sind hier aber geteilt: In diesem Forum
      gibt es viele, die die allgemeine Rechtsprechung für richtig
      halten, dass durch Kinder verursachte Schäden zum allgemeinen
      Lebensrisiko für den Geschädigten gehören.
      Was soll daran falsch sein? Mir wäre dabei allerdings nicht wohl.
      Ich hätte auch die andere Art der Versicherung abgeschlossen, wenn es diese gegeben hatte. Bei uns hieß damals das Zauberwort: "Wir werden das schon so hinkriegen, dass ich die Aufsichtspflicht da leider verletzt habe." Allerdings hat meine Tochter glücklicherweise weder unter noch über 7 Jahren jemanden geschädigt.

      Gruß, Karin

      • Antwort von nach 12 Stunden 0 hilfreich
        Re^3: Vorsorge für das Kind

        Hallo Matthias, Mir persönlich war es auch wichtig, dass meine
        Haftpflichtversicherung durch meine Kinder verursachte Schäden
        abdeckt.
        ich nehme an, dass die Haftpflichtversicherung durch "Kinder
        unter 7 Jahren verursachte Schäden" ohne Prüfung ob die
        Aufsichtspflicht verletzt wurde, abdeckt. Das ist nochmal
        etwas anderes als "durch Kinder verursachte Schäden". Zu der
        Zeit, als meine Tochter unter diesem Alter war, gab es sowas
        zum Beispiel nicht.
        Das stimmt. Ganz korrekt heißt es wohl, dass die Versicherung "für von deliktunfähigen Kindern" verursachte Schäden einspringt. Viele Haftpflichtversicherungen bieten das heute an. Die Meinungen sind hier aber geteilt: In diesem Forum
        gibt es viele, die die allgemeine Rechtsprechung für richtig
        halten, dass durch Kinder verursachte Schäden zum allgemeinen
        Lebensrisiko für den Geschädigten gehören.
        Was soll daran falsch sein?
        Ich bin in diesem Punkt der Meinung, dass es nicht richtig sein kann, dass unter Umständen Menschen durch einen durch ein Kind verursachten Schaden ein Leben lang leiden oder wirtschaftlich ruiniert werden und dann eben niemand haftet. Ich kenne einen Fall, in dem eine Autofahrerin einem Kind auf der Straße auswich, dabei einen Unfall baute, sich schwer verletzte und dann weder Schmerzensgeld noch Schadensersatz bekam. Das finde ich einfach nicht richtig. Und ich meine auch, dass es Eltern zumutbar ist, so etwas abzusichern. Ich gebe zu, dass meine Versicherung hier auch nur bis 100.000 Euro haftet und das einer Autofahrerin im Rollestuhl vermutlich auch nichts nützt.

        Grüße,

        Matthias

        • Antwort von nach einem Tag 0 hilfreich
          Re^4: Vorsorge für das Kind

          Hallo Matthias, Ich kenne einen Fall, in dem eine Autofahrerin einem Kind auf
          der Straße auswich, dabei einen Unfall baute, sich schwer
          verletzte und dann weder Schmerzensgeld noch Schadensersatz
          bekam.
          aber den § 3 Geschwindigkeit Ziffer 2a aus der StVO kennst Du schon? Das finde ich einfach nicht richtig.
          Ich finde nämlich auch nicht richtig, das Autofahrer in Gegenden, wo Kinder auftreten können, zu schnell fahren und dann wegen er bösen Kinderchen Unfälle bauen. Wer also in Deinem Beispiel wirklich die Schuld gehabt hat, ist aus der Ferne sowieso nicht zu erkennen.

          Gruß, Karin

          • Antwort von nach einem Tag 0 hilfreich
            Re^5: Vorsorge für das Kind

            Ich finde nämlich auch nicht richtig, das Autofahrer in
            Gegenden, wo Kinder auftreten können, zu schnell fahren und
            dann wegen er bösen Kinderchen Unfälle bauen. Wer also in
            Deinem Beispiel wirklich die Schuld gehabt hat, ist aus der
            Ferne sowieso nicht zu erkennen.
            Es ist völlig Wurst, wie die Schuld hier zu sehen ist. Fakt ist, dass deliktunfähige Kinder schwerste Schäden verursachen können, die Menschen auf Lebenszeit zeichnen können. Ich persönlich finde, dass man dies nicht einfach als Naturkatastrophe abtun sollte, sondern dass es dafür eine verpflichtende Absicherung geben sollte.

            Der ADAC empfiehlt z.B. bei einem vors Auto springenden Reh nicht in den Graben zu fahren, sondern das Reh voll umzufahren. Der entstehende Sachschaden und das Risiko für den eigenen Leib ist viel geringer als ein Ausweichen in den Graben. Da ich nicht möchte, dass das jemand bei meinem Kind macht, weil er weder Schadensersatz noch Schmerzensgeld bekommt, bin ich gerne bereit, eine entsprechende Versicherung zu haben.

            Gruß,

            Matthias

            • Antwort von nach 2 Tagen 0 hilfreich
              Re^6: Vorsorge für das Kind

              Ich finde nämlich auch nicht richtig, das Autofahrer in
              Gegenden, wo Kinder auftreten können, zu schnell fahren und
              dann wegen er bösen Kinderchen Unfälle bauen. Wer also in
              Deinem Beispiel wirklich die Schuld gehabt hat, ist aus der
              Ferne sowieso nicht zu erkennen.
              Es ist völlig Wurst, wie die Schuld hier zu sehen ist.
              wenn Dir das völlig wurst ist, frage ich mich, warum Du diesen Fall oaben als Grund für eine Haftpflicht mit Zusatz angebracht hast. Wenn nämlich die Autofahrerin selber schuld war, hätte auch diese Haftpflicht nicht gezahlt. Fakt ist, dass deliktunfähige Kinder schwerste Schäden verursachen
              können, die Menschen auf Lebenszeit zeichnen können.
              Du meinst eher, dass im Zusammenhang mit... Schäden entstehen können. Das "Verursachen" hat ja schon mit einer Schuld zu tun. Ich persönlich finde, dass man dies nicht einfach als
              Naturkatastrophe abtun sollte, sondern dass es dafür eine
              verpflichtende Absicherung geben sollte.
              Nun ja, da bist Du halt anderer Ansicht als der Gesetzgeber. Der ADAC empfiehlt z.B. bei einem vors Auto springenden Reh
              nicht in den Graben zu fahren, sondern das Reh voll
              umzufahren.
              Da würde ich auch eher für den Fuß vom Gas in entsprechend gefährdeten Gegenden plädieren. Und wenn man zu unkonzentriert ist, das rechtzeitig zu tun, dann gleich das Autofahren sein zu lassen.

              Aber das ist ein weites Feld und hat mit dem Thema des Brettes inzwischen fast gar nichts mehr zu tun.

              Grüße, Karin

    • Antwort von nach einem Tag 0 hilfreich
      Re^2: Vorsorge für das Kind

      Hallo Matthias, wie Iris schon sagt, kommt es auf das Sicherheitsbedürfnis der
      Eltern an.
      Na ja, bis jetzt ging das gegen Null bei mir; ich hab selbst erst vor einigen Jahren eine Haftpflicht abgeschlossen (nach dem Schock eines Beinahe-Schadens in irrer Höhe). Aber mit Kind bin ich eben nicht mehr nur für mich selbst verantwortlich und somit steigt das Sicherheitsbedürfnis.

      Ich habe deshalb eine Risikolebensversicherung auf mich abgeschlossen. Das macht Sinn, wenn man auf absehbare
      Zeit der alleinige Familienernährer ist, aber auch besonders
      dann, wenn man alleinerziehend ist und für sein Kind nach dem
      eigenen Tod eine Absicherung möchte.
      Puh, das auch noch? Aber es hört sich so an, als ob das bei mir Sinn machen würde! Ansonsten kann man sich statt einer Ausbildungsversicherung
      auch die Alternative des Bausparvertrages überlegen. Der läuft
      auch langfristig und kann für den Berufsstart herangezogen
      werden (und muss natürlich nicht zum Bauen verwendet werden).
      Bei uns haben meine Eltern für unsere Tochter einen
      abgeschlossen.
      Danke für den Tipp! Mir persönlich war es auch wichtig, dass meine
      Haftpflichtversicherung durch meine Kinder verursachte Schäden
      abdeckt. Die Meinungen sind hier aber geteilt: In diesem Forum
      gibt es viele, die die allgemeine Rechtsprechung für richtig
      halten, dass durch Kinder verursachte Schäden zum allgemeinen
      Lebensrisiko für den Geschädigten gehören. Mir wäre dabei
      allerdings nicht wohl.
      Aha, das heißt ich muß da nachfragen, ob sie das abdecken? Wußte ich nicht, dachte mein Kind wäre automatisch mitversichert.

      Liebe Grüße,
      Christiane

  3. Antwort von nach 17 Stunden 0 hilfreich
    Re: Vorsorge für das Kind

    Hallo
    empfehle einen ergänzenden Schutz im Falle Krankheiten d.h. Spezialist ,Unfall wichtig und dann ein Sparmodell für das Babay . Da gibt es die Ausbilungsversicherung ( Schutz für Ernährer ,Beiträge werden bei versterben oder Berufsunfähigkeit gezahlt,gern auch mehr .Viele Grüße Susi [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]



Keine passende Antwort gefunden? Jetzt eigene Frage stellen!