Re^2: Ihr kleiner Sohn will nicht zur Mama...
Hallo
Kindergarten suchen, der halbwegs zu ihren Arbeitszeiten
passt. Der Kleine ist 3, der will vielleicht auch mal andere
Kinder sehen als nur Oma und Opa.
Bestimmt will er das, aber höchstwahrscheinlich will er nicht von 8:00 bis 19:00 Uhr in den Kindergarten. Wenn er 3 Stunden vormittags im Kindergarten verbringt, ist das lang genug für einen knapp 3-jährigen, oder 4 Stunden wenn er bald 4 wird. Oma und Opa gehen ja hoffentlich regelmäßig mit ihm auf den Spielplatz, da trifft er doch auch andere Kinder.
Wichtigste Betreuungsperson bleibt die Mutter.
Wäre das das Ziel dieser Betreuungsprioritätenänderungsaktion?
Oder ist das einfach ein Axiom (eine feststehende Tatsache, die nicht beweisbar ist und auch nicht bewiesen werden muss)?
Sie bringt den Kleinen in den Kindergarten und holt ihn dort auch wieder ab.
Da muss sie aber entweder kündigen, oder der Kleine ist viel zu lange im Kindergarten.
Erst wenn diese Lösung versagt, z.B. wegen Krankheit, blöden
Öffnungszeiten etc. springen die Großeltern ein.
Hast du bei der ganzen Sache bedacht, dass die schon seit 2 Jahren, (also zwei Drittel vom gesamten Leben des Kindes) reichlich einspringen?
Wichtig ist, dass die Großeltern kooperieren.
Das fände ich ziemlich schwierig, wenn sie das so macht, wie du vorschlägst. Ich gehe ja davon aus, dass du nicht sagen willst, dass sie beruflich kürzer treten soll. Das würde doch also ca. 9 Stunden Kindergarten bedeuten, das ist viel zu lang für einen 3-jährigen (jedenfalls für eine optimale Lösung).
Wenn ich so einen Knirps zwei Jahre lang vollzeit betreut hätte, würde ich aber protestieren, wenn der dann plötzlich so lange in den Kindergarten sollte, nur damit er keinen Kontakt mehr mit mir haben kann. Obwohl er genau das - offensichtlich - ja will.
Gute funktionierende Beziehungen zerstören, nur um die wichtigste Person im Leben eines Kindes zu sein, das ist eigentlich nicht das, was ich von einer ihr Kind liebenden Mutter erwarten würde.
Das gibt dann Stress nach dem Motto "aber der ist doch bei uns viel besser aufgehoben, als im Kindergarten". Falls diese Argument kommt, Oma und Opa mal in den Kindergarten schleppen ...
Aber vormittags! Wenn die Gruppen überfüllt sind und da auch die heulenden 1-jährigen noch dazwischen sind. (Ich denke, die meisten Kindergärten sehen eher so aus, als dass die Kinder da besonders toll gefördert würden. Wenn der Kindergarten besser ist, dann ist es natürlich was anderes. Wenn der Kleine bei Oma und Opa nur vor der Glotze sitzt, dann ist es natürlich ebenfalls was anderes. Aber vielleicht fördern die ihn ja, lesen vor, malen mit ihm, gehen raus, spielen Ballspiele usw. usw.
Übrigens würde ich, wenn ich nochmal anfangen könnte, meine Kinder entweder in einen Montessori-Kindergarten oder in einen integrativen Kindergarten schicken, wenn es geht. In letzteren sind die Gruppen wesentlich kleiner als normal, und das Personal wesentlich besser ausgebildet.)
Viele Grüße
Simsy