Ihr kleiner Sohn will nicht zur Mama...

Von: , Frage gestellt am Do, 18. Sep 2008

Hi,

ich stell hier eine Frage für eine gute Freundin ein. Sie ist alleinerziehende Mutter und beruflich sehr stark eingespannt. Der kleine ist 3 jahre alt und verbringt die meiste Zeit bei den Großeltern. Seine Mutter ist nach einem Jahr wieder in Ihrem alten Beruf eingestiegen. Da Sie im Einzelhandel tätig ist schläft der Kleine auch häufig bei den Großeltern und seit 2 Tagen will er abends nicht mehr mit zu seiner Mutter. Wenn Sie bei ihm ist verbringt Sie jede Sekunde mit dem kleinen, aufgrund der beschissenen Arbeitszeiten sieht Sie ihn aber viel zu selten.

Was kann Sie tun? Es macht Sie verständlicher Weise total fertig!
Ich danke euch schon mal für eure Tipps!

13 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 33 Minuten 3 hilfreich
    Mamas und das schlechte Gewissen

    Hallo!

    Sag deiner Freundin, sie soll sich bloß nicht fertig machen. Ich bin auch berufstätige Mutter mit eingebautem schlechtem Gewissen :) Das ist normal.
    Das wichtige ist, dass man die Zeit die man für die Kinder hat dann auch schön gestaltet.

    Meine Tochter hegte mit 3 Jahren (inzwischen ist sie 4) auch den Wunsch auszuziehen und bei Oma und Opa einzuziehen. Sie übernachtet halt gern auswärts.

    Natürlich macht mich das immer etwas traurig, aber ich weiß, dass sie nach 3 oder 4 Tagen Oma und Opa freiwillig wieder nach Hause möchte.
    Ich versuche die freien Abende dann zu nutzen und das aufzuarbeiten was liegen geblieben ist oder schon mal Spiele und Basteleien vorzubereiten für die nächste gemeinsame Zeit.

    Grüße
    Catrin

  2. Antwort von nach 36 Minuten 0 hilfreich
    Re: Ihr kleiner Sohn will nicht zur Mama...

    Hallo! Was kann Sie tun?
    Bevor wir dir sagen können, was sie tun kann, müßte man erstmal die Ursache wissen.

    Nicht nur, warum sie alleinerziehend ist, und warum sie die Arbeitsstelle nicht wechselt, sondern vor allem, warum das Kind nicht zu ihr will.

    Oft ist es so, daß die Eltern oder in diesem Fall die Mutter das Kind "erzieht", während die Großeltern es "verwöhnen".

    Es kann aber auch andere Ursachen haben.

    Am besten, man fragt das Kind. Was sagt das Kind dazu?

    Grüße

    Andreas

  3. Antwort von nach 7 Stunden 3 hilfreich
    Re: Ihr kleiner Sohn will nicht zur Mama...

    Hallo Was kann Sie tun? Es macht Sie verständlicher Weise total
    fertig!
    Ich danke euch schon mal für eure Tipps!
    Die Großeltern haben in 3facher Hinsicht gegenüber der Mutter Vorteile für das Kind.
    1. Er verbringt den meiste Zeit des Tages dort, sie sind also vermutlich seine wichtigsten Bezugspersonen.
    2. Sie sind nicht so gestresst.
    3. Sie sind zu zweit.

    Ich denke, dass sie jetzt das erlebt, was viele Väter erleben, die ja in der Regel auch der Berufstätigkeit die Priorität gegenüber der Kindererziehung einräumen. -

    Dem Kind geht es vermutlich gut, so wie es jetzt ist. Was die Beziehung zwischen Mutter und Kind aber belasten würde wäre, wenn sie sich (in ihrer Freizeit) an das Kind klammern und ihm irgendwie vermitteln würde, dass sie ganz traurig ist, wenn es lieber bei den Großeltern als bei ihr ist.

    Ich meine, dass sie entweder alles so lassen und ihre Rolle in dieser Konstellation finden sollte, oder sie sollte bei der Berufstätigkeit wesentlich kürzer treten. Wobei ich die erstere Lösung für die bessere halten würde (jedenfalls fürs Kind), soweit mein Eindruck davon einigermaßen stimmt. Das Rad der Zeit lässt sich sowieso nicht zurückdrehen.

    Viele Grüße
    Simsy

    • Antwort von nach 11 Stunden 0 hilfreich
      Re^2: Ihr kleiner Sohn will nicht zur Mama...

      Hallo! Es macht Sie verständlicher Weise total fertig!
      Ich meine, dass sie ... alles so lassen ... sollte.
      Ist dir klar, was du von der Mutter verlangst? Sie hat ein Problem! Und jeder, der Kinder hat, weiß: Das ist riesengroßes Problem! Sie hat das Kind im Bauch getragen, ein paar Jahre großgezogen, und jezt will es nicht mehr zu ihr. Es macht sie fertig!!! Und das ist nur allzu verständlich! Da MÜSSEN einer Mutter, wenn sie das Kind liebt, und das tut sie ja wohl, doch die Tränen kommen! Was auch immer das Problem ist, und wie auch immer die Lösung aussieht, alles so lassen sollte man ganz sicher nicht.

      Sorry, soll kein Meckern sein. Für das Kind ist es vielleicht in Ordnung, aber für die Mutter nicht.

      Grüße

      Andreas

      • Antwort von nach einem Tag 0 hilfreich
        Re^3: Ihr kleiner Sohn will nicht zur Mama...

        Hallo Andreas! Sorry, soll kein Meckern sein. Für das Kind ist es vielleicht
        in Ordnung, aber für die Mutter nicht.
        Ja, das verstehe ich schon, aber was schlägst du vor?


        Letzten Endes stimmt das hier ja nicht so ganz: Sie hat das Kind ... ein paar Jahre großgezogen, und jezt will es nicht mehr zu ihr.
        Sie hat das Großziehen ja doch weitgehend den Großeltern überlassen, seitdem das Kind 1 ist.

        Für mich ist eigentlich klar, dass es die Bindung zwischen Mutter und Kind zerstören kann, wenn man so früh vollzeit arbeiten geht, und ich finde es auch nicht in Ordnung, wie in den letzten Jahren die möglichst frühzeitige Arbeitsaufnahme nach der Geburt immer propagiert wird. Wahrscheinlich ist sie darauf reingefallen, und hat sich das Ergebnis nicht so träumen lassen. Aber jetzt ist es so, was will man machen?

        Hast du denn einen besseren Vorschlag?

        Viele grüße
        Simsy

        • Antwort von nach einem Tag 0 hilfreich
          Re^4: Ihr kleiner Sohn will nicht zur Mama...

          Hallo Andreas! Sorry, soll kein Meckern sein. Für das Kind ist es vielleicht
          in Ordnung, aber für die Mutter nicht.
          Ja, das verstehe ich schon, aber was schlägst du vor?
          Schwer zu sagen, ich kenne die Situation nicht. Bei meiner Frau ist es so, daß sie einen Mann hat (mich), und nicht arbeitet. Und ich denke, das ist gut so. Aber ich habe wohl kein Recht, das auf andere zu übertragen, schon gar nicht, wenn ich nicht weiß, WARUM sie alleinerziehend und berufstätig ist. Letzten Endes stimmt das hier ja nicht so ganz: Sie hat das Kind ... ein paar Jahre großgezogen, und jezt will es nicht mehr zu ihr.
          Sie hat das Großziehen ja doch weitgehend den Großeltern
          überlassen, seitdem das Kind 1 ist.
          Ja, da hast du Recht. Und ich Unrecht. Sorry. Für mich ist eigentlich klar, dass es die Bindung zwischen
          Mutter und Kind zerstören kann, wenn man so früh vollzeit
          arbeiten geht.
          Ja, das ist vermutlich Tatsache. und ich finde es auch nicht in Ordnung, wie in
          den letzten Jahren die möglichst frühzeitige Arbeitsaufnahme
          nach der Geburt immer propagiert wird.
          DAS finde ich auch nicht in Ordnung! Ganz und gar nicht! Wahrscheinlich ist sie darauf reingefallen.
          Ob das Tatsache ist, oder nur eine Vermutung, weiß ich nicht. Hast du denn einen besseren Vorschlag?
          Wie gesagt, das hängt von der Situation ab.

          Nehmen wir die typische Familie, wo der Vater arbeitet und die Mutter nicht berufstätig ist, damit sie Zeit hat für die Kinder. (Oder, wenn's sein muß, umgekehrt.)

          Was ist der Grund, warum das bei ihr nicht so ist?

          Will und kann sie das überhaupt ändern?

          Das müßte man erstmal wissen, bevor man Vorschläge machen kann.

          Man muß die Ursachen des Problems finden, bevor man es lösen kann.

          Grüße

          Andreas

          • Antwort von nach einem Tag 0 hilfreich
            Re^5: Ihr kleiner Sohn will nicht zur Mama...

            Hallo Wahrscheinlich ist sie darauf reingefallen.
            Ob das Tatsache ist, oder nur eine Vermutung, weiß ich nicht.
            Das ist jetzt natürlich nur eine reine Vermutung von mir gewesen. Man muß die Ursachen des Problems finden, bevor man es lösen
            kann.
            Die werden wir vermutlich nicht erfahren, zumal sie ja nicht selber schreibt. Ob die Fragestellerin hier noch mitliest, wissen wir ja auch nicht, bis jetzt jedenfalls.

            Viele Grüße Simsy

  4. Antwort von nach 13 Stunden 2 hilfreich
    Re: Ihr kleiner Sohn will nicht zur Mama...

    Moin, Der kleine ist 3 jahre alt und verbringt die meiste Zeit bei
    den Großeltern.
    Wieso ist er denn nicht im Kindergarten? Was kann Sie tun? Es macht Sie verständlicher Weise total
    fertig!
    Betreuungspriorität ändern.
    Kindergarten suchen, der halbwegs zu ihren Arbeitszeiten passt. Der Kleine ist 3, der will vielleicht auch mal andere Kinder sehen als nur Oma und Opa.

    Wichtigste Betreuungsperson bleibt die Mutter. Sie bringt den Kleinen in den Kindergarten und holt ihn dort auch wieder ab. Erst wenn diese Lösung versagt, z.B. wegen Krankheit, blöden Öffnungszeiten etc. springen die Großeltern ein.

    Wichtig ist, dass die Großeltern kooperieren. Nicht dass die plötzlich meinen, in dem Kleinen einen neuen Lebenssinn gefunden zu haben und entsprechend klammern. Das gibt dann Stress nach dem Motto "aber der ist doch bei uns viel besser aufgehoben, als im Kindergarten". Falls diese Argument kommt, Oma und Opa mal in den Kindergarten schleppen und ihnen zeigen was dort geboten wird an Programm, Förderung, Spielmöglichkeiten, Gesellschaft von anderen Kindern etc.

    Viel Glück,
    Gruß
    Marion

    • Antwort von nach einem Tag 0 hilfreich
      Re^2: Ihr kleiner Sohn will nicht zur Mama...

      Hallo Kindergarten suchen, der halbwegs zu ihren Arbeitszeiten
      passt. Der Kleine ist 3, der will vielleicht auch mal andere
      Kinder sehen als nur Oma und Opa.
      Bestimmt will er das, aber höchstwahrscheinlich will er nicht von 8:00 bis 19:00 Uhr in den Kindergarten. Wenn er 3 Stunden vormittags im Kindergarten verbringt, ist das lang genug für einen knapp 3-jährigen, oder 4 Stunden wenn er bald 4 wird. Oma und Opa gehen ja hoffentlich regelmäßig mit ihm auf den Spielplatz, da trifft er doch auch andere Kinder. Wichtigste Betreuungsperson bleibt die Mutter.
      Wäre das das Ziel dieser Betreuungsprioritätenänderungsaktion?
      Oder ist das einfach ein Axiom (eine feststehende Tatsache, die nicht beweisbar ist und auch nicht bewiesen werden muss)? Sie bringt den Kleinen in den Kindergarten und holt ihn dort auch wieder ab.
      Da muss sie aber entweder kündigen, oder der Kleine ist viel zu lange im Kindergarten. Erst wenn diese Lösung versagt, z.B. wegen Krankheit, blöden
      Öffnungszeiten etc. springen die Großeltern ein.
      Hast du bei der ganzen Sache bedacht, dass die schon seit 2 Jahren, (also zwei Drittel vom gesamten Leben des Kindes) reichlich einspringen? Wichtig ist, dass die Großeltern kooperieren.
      Das fände ich ziemlich schwierig, wenn sie das so macht, wie du vorschlägst. Ich gehe ja davon aus, dass du nicht sagen willst, dass sie beruflich kürzer treten soll. Das würde doch also ca. 9 Stunden Kindergarten bedeuten, das ist viel zu lang für einen 3-jährigen (jedenfalls für eine optimale Lösung).

      Wenn ich so einen Knirps zwei Jahre lang vollzeit betreut hätte, würde ich aber protestieren, wenn der dann plötzlich so lange in den Kindergarten sollte, nur damit er keinen Kontakt mehr mit mir haben kann. Obwohl er genau das - offensichtlich - ja will.

      Gute funktionierende Beziehungen zerstören, nur um die wichtigste Person im Leben eines Kindes zu sein, das ist eigentlich nicht das, was ich von einer ihr Kind liebenden Mutter erwarten würde. Das gibt dann Stress nach dem Motto "aber der ist doch bei uns viel besser aufgehoben, als im Kindergarten". Falls diese Argument kommt, Oma und Opa mal in den Kindergarten schleppen ...
      Aber vormittags! Wenn die Gruppen überfüllt sind und da auch die heulenden 1-jährigen noch dazwischen sind. (Ich denke, die meisten Kindergärten sehen eher so aus, als dass die Kinder da besonders toll gefördert würden. Wenn der Kindergarten besser ist, dann ist es natürlich was anderes. Wenn der Kleine bei Oma und Opa nur vor der Glotze sitzt, dann ist es natürlich ebenfalls was anderes. Aber vielleicht fördern die ihn ja, lesen vor, malen mit ihm, gehen raus, spielen Ballspiele usw. usw.

      Übrigens würde ich, wenn ich nochmal anfangen könnte, meine Kinder entweder in einen Montessori-Kindergarten oder in einen integrativen Kindergarten schicken, wenn es geht. In letzteren sind die Gruppen wesentlich kleiner als normal, und das Personal wesentlich besser ausgebildet.)

      Viele Grüße
      Simsy



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