Unisextarife bei der Riesterrente

Von: , Frage gestellt am Di, 27. Apr 2004

Nachdem Emanze Frau Oberdoppelname, die frauenpolitische Sprecherin der Grünen Irmingard Schewe-Gerigk, den Unisextarif für die Riesterrente durchgesetzt hat (Männer müssen jetzt genauso viel Beitrag zahlen; vorher weniger, aufgrund der niedrigeren Lebenserwartung), bezahlen dann die Frauen auch den höheren Lebensversicherungsbeitrag der Männer? Wäre die einzig logische Konsequenz, da dieser auch aufgrund der unterschiedlichen Lebenserwartung existiert.
Oder suchen die Mannsweiber sich wieder nur den Trüffel aus der Pastete?

M.Günther

20 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 10 Stunden 4 hilfreich
    Re: Unisextarife bei der Riesterrente

    Nachdem Emanze Frau Oberdoppelname, die frauenpolitische
    Sprecherin der Grünen Irmingard Schewe-Gerigk, den Unisextarif
    für die Riesterrente durchgesetzt hat (Männer müssen jetzt
    genauso viel Beitrag zahlen; vorher weniger, aufgrund der
    niedrigeren Lebenserwartung), bezahlen dann die Frauen auch
    den höheren Lebensversicherungsbeitrag der Männer? Wäre die
    einzig logische Konsequenz, da dieser auch aufgrund der
    unterschiedlichen Lebenserwartung existiert.
    Oder suchen die Mannsweiber sich wieder nur den Trüffel aus
    der Pastete?
    Als Folge des Unisex-Tarifes müssen Frauen jetzt höhere Kfz-Versicherungsbeiträge zahlen (Frauen verursachen nachweislich weniger Verkehrsunfälle als Männer) sowie höhere Beiträge für die Unfall- und Risikolebensversicherung (Frauen leben nachweislich weniger riskant als Männer).

    Zufrieden?

    Grüße
    Heinrich

  2. Antwort von nach 14 Stunden 2 hilfreich
    Re: Unisextarife bei der Riesterrente

    Moin,

    (Männer müssen jetzt genauso viel Beitrag zahlen; vorher weniger, aufgrund der
    niedrigeren Lebenserwartung), bezahlen dann die Frauen auch
    den höheren Lebensversicherungsbeitrag der Männer? Wäre die
    einzig logische Konsequenz, da dieser auch aufgrund der
    unterschiedlichen Lebenserwartung existiert.
    Falls du chronisch krank, starker Raucher und/oder stark übergewichtig bist, solltest du unbedingt darauf bestehen, dass du keine oder nur sehr geringe Rentenbeiträge bezahlst. Die Wahrscheinlichkeit, dass du das Rentenalter überhaupt erlebst oder lange etwas von deiner Rente hast ist nämlich sehr gering.

    Die Rentenbeiträge von Nichtrauchern, Normalgewichtigen und auch sonst halbwegs Gesunden sollten jedoch mindestens verdoppelt werden.

    Meintest du das so mit der Anpassung der Rentenbeiträge an Lebenserwartung ?

    Fragt
    Marion

    • Antwort von nach 4 Tagen 1 hilfreich
      Warum nicht?

      Hallo Marion, Falls du chronisch krank, starker Raucher und/oder stark
      übergewichtig bist, solltest du unbedingt darauf bestehen,
      dass du keine oder nur sehr geringe Rentenbeiträge bezahlst.
      Die Wahrscheinlichkeit, dass du das Rentenalter überhaupt
      erlebst oder lange etwas von deiner Rente hast ist nämlich
      sehr gering.

      Die Rentenbeiträge von Nichtrauchern, Normalgewichtigen und
      auch sonst halbwegs Gesunden sollten jedoch mindestens
      verdoppelt werden.

      Meintest du das so mit der Anpassung der Rentenbeiträge an
      Lebenserwartung ?
      Warum nicht? Ich finde es sehr unfair, dass ich (Nichtraucher, Nichttrinker, Nichtübergewichtler, Nichtextremsportler, Nichtskifahrer) für die Risiken dieser ganzen Irren aufkommen muss, über die Krankenversicherung. Im Gegenzug bin ich auch dazu bereit einen meiner Lebenserwartung angepassten Rentenversicherungsbeitrag zu zahlen.
      Wie (fast) immer ist es doch so, dass vom eigentlichen Problem abgelenkt wird: Es gibt halt keinen Anreiz für das Kinderkriegen und die Kindererziehung. Und nach wie vor sind der Großteil der hauptberuflich Erziehenden Frauen. Nun soll das mit dieser schiefen Methode ausgeglichen werden. Lächerlich und unbeholfen, wie meistens. Schade. Vor allem, weil sich die Frauen damit abspeisen lassen.

      Grüße,

      Anwar

      • Antwort von nach 5 Tagen 0 hilfreich
        Re: Warum nicht?

        Moin Anwar, Warum nicht? Ich finde es sehr unfair, dass ich (Nichtraucher,
        Nichttrinker, Nichtübergewichtler, Nichtextremsportler,
        Nichtskifahrer) für die Risiken dieser ganzen Irren aufkommen
        muss, über die Krankenversicherung.
        Theoretisch schön, praktisch nicht durchführbar. Was meinst du, wieviele Menschen dann plötzlich nicht mehr trinken, rauchen, sich mal eben schnell 10 kg runterhungern um sie im nächsten Monat wieder raufzufresse und selbstverständlich nie irgend eine gefährliche Sportart betreiben (für mich zählt bereits Volleyball dazu).

        Um da durchzuziehen müsstest du das ganze Gesundheitssystem umkrempeln, also die Leute regelmäßig zu Check-ups zum Arzt schicken und regelrechte individuelle Gesundheitsfahrpläne für die Leute stricken. Im Gegenzug bin ich auch
        dazu bereit einen meiner Lebenserwartung angepassten
        Rentenversicherungsbeitrag zu zahlen.
        Auch hier: theoretisch wunderbar, praktisch nicht durchführbar. Was ist, wenn du morgen vom Auto überfahren wirst ? Muss dann dein Mehrbeitrag an deine Erben zurückgezahlt werden ? Das Problem ist eben, dass man für den Einzelnen (und das ist ja der, der die Versicherung bezahlt) überhaupt keine Prognose abgeben kann, sondern allenfalls für eine Gruppe. Wie (fast) immer ist es doch so, dass vom eigentlichen Problem
        abgelenkt wird: Es gibt halt keinen Anreiz für das
        Kinderkriegen und die Kindererziehung.
        Was hat denn das damit zutun ? Frauen mit Kindern (oder verheiratete) sind häufig über ihre Ehemänner kostenlos Krankenversichert, zahlen nichts in die Rentenversicherung ein und leben später von der Witwenrente. Wenn du als Frau eine möglichste kostenkünstige Sozialversicherung möchtest, dann heirate einen Mann, der in der gesetzlichen krankenversicherung ist, schaff dir einen Minijob an und pass auf, dass dir der Mann nicht abhaut *g*. Und nach wie vor sind
        der Großteil der hauptberuflich Erziehenden Frauen.
        Dass Männer kein Interesse an der beruflichen Erziehung von Kindern haben ist ein Zustand, bei dem die Frauen am wenigsten verändern können. Nun soll
        das mit dieser schiefen Methode ausgeglichen werden.
        Lächerlich und unbeholfen, wie meistens. Schade. Vor allem,
        weil sich die Frauen damit abspeisen lassen.
        So wie ich das verstanden habe, soll eine lediglich auf dem Geschlecht beruhende Diskriminierung beseitigt werden. Mehr nicht.

        Gruß
        Marion

        • Antwort von nach 5 Tagen 0 hilfreich
          Re^2: Warum nicht?

          Moin Marion, Theoretisch schön, praktisch nicht durchführbar. Was meinst
          du, wieviele Menschen dann plötzlich nicht mehr trinken,
          rauchen, sich mal eben schnell 10 kg runterhungern um sie im
          nächsten Monat wieder raufzufresse und selbstverständlich nie
          irgend eine gefährliche Sportart betreiben (für mich zählt
          bereits Volleyball dazu).
          Doch, ganz einfach machbar: Kosten enstehen der Krankenversicherung ja immer nur durch eine Behandlung. Nun kann man bei dieser Behandlung gleich checken, ob die "Gefahrenklasse" wirklich der Person entspricht (man wird schnell merken, ob jemand extrem Übergewichtig ist oder der Beinbruch beim Skifahren entstanden ist) . Im Übrigen könnte man sich mit der Argumentation gleich fragen, wie Versicherungen überhaupt funktionieren, wo doch jeder "Schummeln" kann (vgl. Brandschutzversicherung, Diebstahlsversicherung etc.) Um da durchzuziehen müsstest du das ganze Gesundheitssystem
          umkrempeln, also die Leute regelmäßig zu Check-ups zum Arzt
          schicken und regelrechte individuelle Gesundheitsfahrpläne für
          die Leute stricken.
          Gegen ein Umkrempeln des Gesundheitssystems hat wohl, außer den Politikern und der Ärztekammer-Lobby niemand etwas. Wie immer: Cui bono? Wer hat denn was davon, wenn es mehr Kranke gibt? Auch hier: theoretisch wunderbar, praktisch nicht
          durchführbar. Was ist, wenn du morgen vom Auto überfahren
          wirst ? Muss dann dein Mehrbeitrag an deine Erben
          zurückgezahlt werden ?
          Nein, eine Versicherung ist immer ein gewißes Glücksspiel. Man kann aber dagegen wirken, dass alle Risikoklassen in der gleichen Versicherungsklasse "mitspielen". Wie (fast) immer ist es doch so, dass vom eigentlichen Problem
          abgelenkt wird: Es gibt halt keinen Anreiz für das
          Kinderkriegen und die Kindererziehung.
          Was hat denn das damit zutun ?
          Diverse Vorrednerinen begründen damit Ihren Anspruch auf eine bessere Altersversorgung:
          http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/www/service.fpl?... Frauen mit Kindern (oder
          verheiratete) sind häufig über ihre Ehemänner kostenlos
          Krankenversichert, zahlen nichts in die Rentenversicherung ein
          und leben später von der Witwenrente. Wenn du als Frau eine
          möglichste kostenkünstige Sozialversicherung möchtest, dann
          heirate einen Mann, der in der gesetzlichen
          krankenversicherung ist, schaff dir einen Minijob an und pass
          auf, dass dir der Mann nicht abhaut *g*.
          Das ist auch nicht in Ordnung. Aber irgendwo muss man ja anfangen. Dass Männer kein Interesse an der beruflichen Erziehung von
          Kindern haben ist ein Zustand, bei dem die Frauen am wenigsten
          verändern können.
          Äh... zum Kinderkriegen gehören immer noch zwei, oder? Wenn sich die Frauen von den Männern dahingehend gängeln lassen, dann sind mindestens beide dran Schuld (und nicht nur die Männer). So wie ich das verstanden habe, soll eine lediglich auf dem
          Geschlecht beruhende Diskriminierung beseitigt werden. Mehr
          nicht.
          Nicht so ganz: Eine Diskriminierung liegt nur dann vor, wenn keine geeigneten, objektiven Gründe für eine Entscheidung vorliegen. Dies ist hier ja eben gerade nicht der Fall: Männer und Frauen haben einfach eine unterschiedliche Lebenserwartung (objektiv). Und diese Lebenserwartung hat einen Einfluss auf die Rentenbezüge (geeignetes Kriterium).

          Grüße,

          Anwar

          • Antwort von nach 5 Tagen 0 hilfreich
            Re^3: Berufswahl

            Anwar, Dass Männer kein Interesse an der beruflichen Erziehung von
            Kindern haben ist ein Zustand, bei dem die Frauen am wenigsten
            verändern können.
            Äh... zum Kinderkriegen gehören immer noch zwei, oder? Wenn
            sich die Frauen von den Männern dahingehend gängeln lassen,
            dann sind mindestens beide dran Schuld (und nicht nur die
            Männer).
            was hat Kinderkriegen mit der Berufswahl z.B. als Erzieherin bzw. als Techniker zu tun? Ich bin schon seit der vorletzten (?) Diskussion zum Girls Day hier im Brett der Ansicht, dass wir im Bereich der sozialen Berufe dringend einen "Boys Day" brauchen.

            Karin

            • Antwort von nach 5 Tagen 0 hilfreich
              Re^4: Berufswahl

              Hallo Karin, was hat Kinderkriegen mit der Berufswahl z.B. als Erzieherin
              bzw. als Techniker zu tun?
              Sorry, da habt Ihr mich falsch verstanden. Ich meinte, dass viele Frauen sich in die Mutterrolle drängen lassen und dafür auf die Berufsausübung verzichten.

              Ich bin schon seit der vorletzten (?) Diskussion zum Girls Day hier im Brett der Ansicht, dass
              wir im Bereich der sozialen Berufe dringend einen "Boys Day"
              brauchen.
              Ich bin eigentlich gegen irgendwelche künstlichen Eingriffe in die Berufswahl, deren Zweck und Erfolg zweifelhaft sind.

              Grüße,

              Anwar

            • Antwort von nach 5 Tagen 0 hilfreich
              Re^5: Berufswahl

              Hallo Anwar, was hat Kinderkriegen mit der Berufswahl z.B. als Erzieherin
              bzw. als Techniker zu tun?
              Sorry, da habt Ihr mich falsch verstanden. Ich meinte, dass
              viele Frauen sich in die Mutterrolle drängen lassen und dafür
              auf die Berufsausübung verzichten.
              Eher hast Du Marion falsch verstanden, die nach meinem Verständnis bewusst auf die berufsmäßig Erziehenden abgehoben hat. Ich bin eigentlich gegen irgendwelche künstlichen Eingriffe in
              die Berufswahl, deren Zweck und Erfolg zweifelhaft sind.
              hörst Du dann das Erziehen auf? Schaffst alle Vorbilder ab?

              Und wie definierst Du den "intrinsischen, unbeeinflussten, nicht künstlich (=von außen bestimmten) Berufswunsch?

              Karin

            • Antwort von nach 6 Tagen 0 hilfreich
              Re^6: Berufswahl

              Hallo Karin, Eher hast Du Marion falsch verstanden, die nach meinem
              Verständnis bewusst auf die berufsmäßig Erziehenden abgehoben
              hat.
              Kann nicht sein, ich hab' doch mit der Erziehungsfrage angefangen. :)
              Meine Meinung war: Frauen würden vielleicht gerne Kinder (ihre eigenen) gerne erziehen, aber weil das in Deutschland nicht vernünftig geregelt ist, lassen sie sich wohl leider mit irgendwelchen Ablenkmanövern abspeisen. Anstatt, was wichtig wäre, auf eine radikale Reform des Renten- und Sozialsystems zu drängen. Ich bin eigentlich gegen irgendwelche künstlichen Eingriffe in
              die Berufswahl, deren Zweck und Erfolg zweifelhaft sind.
              hörst Du dann das Erziehen auf? Schaffst alle Vorbilder ab?

              Und wie definierst Du den "intrinsischen, unbeeinflussten,
              nicht künstlich (=von außen bestimmten) Berufswunsch?
              Erziehung und Vorbilder sind nicht "künstlich", sondern eine "natürliche" Funktion des Heranwachsens. Werbekampagnen, spezielle Aktionstage usw. die die Allgemeinheit Millionen kosten, mit zweifelhaftem Erfolg, die finde ich künstlich.

              Grüße,

              Anwar



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