Hallo !
Siehst Du die Welt des Militärs nicht immer noch mit den Augen eines Rekruten?!
Wo bleibt denn nach der Grundausbildung noch viel über vom Militärischen? Man macht seine Fachlehrgänge (kostenfrei), man macht wieder seinen Dienst, dann wieder seine Fachlehrgänge (wieder kostenfrei). Man lebt, ohne der Gefahr ausgesetzt zu sein, entlassen zu werden und wenn man es selbst will, kann man so, sehr ruhig durchs Leben kommen.
Sicher, wer in Krisengebieten eingesetzt wird, lebt eben in Krisengebieten. Dafür ist er nun mal ganz bewußt freiwillig zur BW gegangen. Und mußte damit rechnen.Oder er ist als Wehrpflichtiger freiwillig dort. Davon mal abgesehen, die meisten gehen gar nicht mal so ungern dorthin. Mehr Geld, mehr "Abenteuer" usw. Die meisten wiederholen diese Einsätze sogar.
Aber - es gibt keine Gruppierung, auf die besser aufgepaßt wird, die besser versorgt wird, die medizinisch immer auf dem neuesten Stand ist, als die BW.
Es gibt aber auch zigtausende deutscher Monteure, Seeleute, freiwillige Entwicklungshelfer usw, die vollkommen ohne diese Hilfe von Deutschland auskommen müssen. Es gibt für Monteure keine Camps mit Bewachung in denen sie sicher leben. Es gibt für deutsche Schiffe, die z.B. während des Golfkrieges Irak-Iran, Irak-USA durch der Arabischen Golf fuhren, keinen Schutz. Wir sind monatelang während dieser Kämpfe mit Frachtern durch den Golf gefahren und haben fast täglich die brennenden anderen Schiffe gesehen. Kein Arbeitgeber käme auf die Idee, doppeltes Gehalt zu zahlen oder überhaupt die Einfahrt in solche Gebiete zu verbieten.
Ich will damit sagen, die BW ist keine so gefährdete Einheit. Es gibt zivile Einrichtungen, die viel gefährdeter sind. Wenn heute eine junge Frau zur BW geht, macht sie das nicht, um Flintenweib zu werden, sondern auch aus fachlichen Gründen. Wegen der beruflichen Sicherheit auch.
Die Statistik sagt mehr über tote Monteure, Entwicklungshelfer und Seeleute, die im Auslandseinsatz umkommen, als über BW-Soldaten.
mfgConrad