Blöde Diskussionen über Frau Herman

Von: , Frage gestellt am Mo, 14. Aug 2006

Ich muss sagen, derartige Diskussionen, was einer Frau angemessen ist und was nicht, finde ich ziemlich unwürdig, da vollkommen unrealistisch.
Ich werde Eva Hermans Buch nicht lesen, sonst habe ich garantiert für eine Woche schlechte Laune.

Gesetzt der Fall, eine Frau hat einen treusorgenden Mann "ergattert" der wirklich alle Klisches der alten Rolle als Versorger, Zugpferd der Familie, Beschützer etc erfüllt und in 100 Jahren nicht auf die Idee kommt andere Frauen anzuschauen - dann wäre es berechtigt darüber zu diskutieren ob die Frau nicht den entgegengesetzten Pol verkörpern sollte: mehr nach innen gerichtet, konzentriert auf Kinder und Haushalt, dem Mann den Rücken freihaltend.
Dann würde ich sagen: Persönlich gefällt mir das zwar nicht, aber es handelt sich um echte Arbeitsteilung, die funktioniert, und wer es so möchte, der soll es so machen. Nichts Verwerfliches dran.

Das Problem ist aber, dass unsere Gesellschaft so nicht gestrickt ist.
Möchte wissen, welchem Mann die Vorstellung behagt, dass er wahrhaftig seiner Frau verpflichtet ist "bis dass der Tod ihn von ihr scheidet". Auch, wenn sie ihn nervt, wenn sie im Alter hässlich wird, wenn man sich nicht mehr viel zu sagen hat...

In einer Zeit, in der es mehr Scheidungen und allein erziehende Mütter gibt als je zuvor wird von den Frauen GEFORDERT, dass sie auf eigenen Füßen stehen können. Eine Heirat bedeutet keine garantierte Sicherheit mehr, das ist einfach so, ganz egal, wie man nun dazu steht.
Und wie sehr wird auf Frauen geschimpft, die nach einer Scheidung ewig Unterhalt vom Mann beziehen wollen !
Ich selber finde das zwar auch nicht gut, muss aber sagen: Das entspricht doch nun wirklich der klassischen Vorstellung von Weiblichkeit - finanziell abhängig sein und vom Mann versorgt werden. Also sollte man dieses Verhalten eigentlich loben. Tut man (Mann) aber nicht - was für ein Wunder...

Hat eine Frau die Kinder großgezogen, dabei auf Beruf und Weiterbildung verzichtet, hat sie einfach so gut wie keine Chancen mehr, auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. Kommt es dann aber zu einer Trennung von ihrem Mann wird ganz automatisch verlangt, dass sie mir-nichts-dir-nichts einen Job findet und auf eigenen Füßen steht um nicht ewig wie eine Bleikugel am Hacken des Mannes zu hängen.
Wie soll denn das funktionieren ???

Die Lösung kann doch nicht sein, dass alle jungen Frauen nur noch Arzthelferinnen, Sekretärinnen, Krankengymnastinnen und wenns hochkommt Lehrerinnen werden - lauter Berufe, bei denen man nicht wirklich viel verdient, bei denen man aber relativ gut nach längerem Ausstieg auch wieder einsteigen kann.
Damit die Idee erfüllt ist: Hast du einen Mann, dann "konkurrier" nicht mit ihm und lass die Finger weg von der Eigenständigkeit - hast du ihn nicht mehr, dann wage es nicht, NICHT eigenständig zu sein...

Auch so Aussagen, was in der "Natur" einer Frau liegt und was nicht, kommen bevorzugt von biologisch völlig unterbelichteten Menschen - Frau Herman sollte sich mal ein anständiges Bio-Buch zum Geburtstag wünschen (Aber nein, sie hat bestimmt ein derartig fettes Gehalt, dass sie es sich selber kaufen kann - bäh, wie unweiblich... ;)
In der menschlichen Natur liegt es zu essen, zu schlafen, Pipi zu machen, zu scheißen, sich fortzupflanzen und irgendwann zu sterben. Das ist bei Männern nicht viel anders als bei Frauen.
Vom wirklich biologischen Gesichtspunkt aus liegt es auch nicht in der Natur des Mannes, viel mehr als das zu tun.
Naja, und es liegt in unserer Natur, irgendetwas dafür zu tun, dass wir eher später als früher sterben, also das Streben nach Sicherheit. Aber auch das gilt für beide Geschlechter.

Gehe ich also davon aus, dass dieses Streben nach materieler Sicherheit (zur Erhaltung der Familie und der eigenen Person) in unserer Natur liegt, dann handeln Frauen heutzutage WAHRHAFTIG ganz im Sinne ihrer Natur, wenn sie sich eben NICHT vom Mann abhängig machen.
Ich könnte es ganz materialistisch und kalt sagen: Die Kinder sind die Gene der Frau in der nächsten Generation, nach DARWIN ist jedes Individuum bestrebt, möglichst viele seiner Gene in der nächsten Generation zu verankern - darum auch aufwendige Brutpflege.
In der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts war die Versorgung der Nachkommen optimal, wenn die Frau verheiratet war und ihren eigenen Beruf aufgegeben hat.
Heute ist die optimale Versorgung ganz erheblich gefärdet, wenn die Frau sich vom Mann abhängig macht.
Biologisch gesehen ist die Änderung des weiblichen Verhaltens also ganz leicht zu erklären.

Gruß, Bettina










23 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach einem Tag 0 hilfreich
    Re: Rede und Denkfreiheit.......


    solange niemand geschädigt wird,was solls.?!. Gesetzt der Fall, eine Frau hat einen treusorgenden Mann
    "ergattert" der wirklich alle Klisches der alten Rolle als
    Versorger, Zugpferd der Familie, Beschützer etc erfüllt und in
    100 Jahren nicht auf die Idee kommt andere Frauen anzuschauen
    - dann wäre es berechtigt darüber zu diskutieren ob die Frau
    nicht den entgegengesetzten Pol verkörpern sollte: mehr nach
    innen gerichtet, konzentriert auf Kinder und Haushalt, dem
    Mann den Rücken freihaltend.
    Dann würde ich sagen: Persönlich gefällt mir das zwar nicht,
    aber es handelt sich um echte Arbeitsteilung, die
    funktioniert, und wer es so möchte, der soll es so machen.
    Nichts Verwerfliches dran.
    genau
    Das Problem ist aber, dass unsere Gesellschaft so nicht
    gestrickt ist.
    ansichtssache Möchte wissen, welchem Mann die Vorstellung behagt, dass er
    wahrhaftig seiner Frau verpflichtet ist "bis dass der Tod ihn
    von ihr scheidet". Auch, wenn sie ihn nervt, wenn sie im Alter
    hässlich wird, wenn man sich nicht mehr viel zu sagen hat...

    mir

    schau dir mal ein (zusammen)altgewordenes Pärchen an.
    Was das wert ist muß jeder für sich nach seinem Gusto entscheiden.

    gruß,
    frank

    • Antwort von nach 4 Tagen 5 hilfreich
      Re^2: Rede und Denkfreiheit.......


      schau dir mal ein (zusammen)altgewordenes Pärchen an.
      Was das wert ist muß jeder für sich nach seinem Gusto
      entscheiden.

      ich sag doch gar nicht, dass das nicht toll und erstrebenswert ist. Ich glaube, von sowas träumt jeder. Nur sollte das nicht nur Frauen vorbehalten sein, die sich brav klein machen und nichts tun, was dem Mann als Konkurrenz vorkommen könnte.
      Als ich vor einem Jahr in meiner WG mal einen Handtuch-Haken mittels Bohrmaschine im Badezimmer angebracht habe, kam kurz danach der Scheiß-blöde Kommentar (von einem Mann): "Sag mal- wenn Du mal verheiratet bist - was darf dein Mann dann eigentlich noch ????"
      Das sind dann so Situationen, wo man sich als Frau denkt "Scheiße, muss ich hilflos, niedlich und klein sein, wenn ich die Chance auf Liebe und Wärme nicht verspielen will? Muss ich alles verstecken, was mit Bohrmaschine, Schraubenschlüssel usw zu tun hat oder mich dafür entschuldigen? Bin ich schlechter als die anderen Frauen und nicht begehrenswert, weil ich besser Fenster verkitten als Kochen kann??"
      Ich kann Dir sagen, sowas kann ganz schön schmerzhaft sein, denn jede Frau (jeder Mensch) möchte im Endeffekt geliebt werden, und Kommentare wie die von Frau Herman tragen dazu bei, dass Frauen, die selbständig was machen und was können, Minuspunkte auf der "Weiblichkeits-Skala" ernten oder gar als männerfeindlich hingestellt werden, weil sie einfach FREUDE daran haben, das Fahrrad selbst zu reparieren und die Hilfe abzulehen.
      Gefällt mir gar nicht,sowas.
      Denk mal: Wenn ein Mann ein tolles Menü zaubert, dann ist er ein ganz besonders toller Mann und ganz bestimmt keine Schwuchtel.
      Aber wenn eine Frau sich selbständig mit der Bohrmaschine ans Werk macht dann kommt (leider) niemand auf die Idee zu sagen "Hey, du bist eine ganz besonders tolle Frau!"
      Und eben das finde ich ungeheuer schade und ungerecht.

      Gruß, Bettina

      • Antwort von nach 5 Tagen 0 hilfreich
        Re^3: Rede und Denkfreiheit.......

        Hi Bettina

        hab keine Ahnung von Frauen,Beziehungen,der Liebeswelten und sonstigem bla,bla,bla.
        Bin selber 46 Jahre alt und meine Frau kenne ich seit ca.43,5 Jahren.
        Unsere Eltern waren befreundet,beim krabbeln und in Windeln hab ich sie kennengelernt.
        Mittlerweile haben wir 3 erwachsene Kinder.
        Für diesen kleinen Verband würde ich töten.
        Also bin ich hier und in jedem sonstigen Brett (wo es um Liebe..etc. geht) völlig fehl am Platze.
        Deine Aussage "wenn man sich nichts mehr zu sagen hat....usw."hat mich dazu bewegt(Impulsgesteuertermaßen) zu antworten.
        Sorry daß ich gepostet habe.

        alles liebe wünschend,
        frank
        (kein Normen-mensch)

  2. Antwort von nach 5 Tagen 2 hilfreich
    Was ist der biologische Zweck des Kindes?

    Hi Bettina,

    ich finde, dass es Frauen ganz gut geht. Sie können auch machen, was sie wollen. Meinetwegen sollen sie das auch, solange sie keine Verantwortng für andere haben. Ich finde es aber nicht gut, wenn es noch mehr in Mode kommt, dass Frauen sich noch mehr Gedanken über sich und ihren Wunschzettel an lebenserfüllenden Dingen machen, aber die Wünsche und Bedürfnisse ihrer Kinder noch mehr vernachlässigt werden als es ohnehin schon der Fall ist.

    Mal ein paar Fragen aus einer Perspektive, die m.E. sehr vernachlässigt wird:

    -Wäre es Dir als Kind lieber eine Mutter zu haben, die Zuhause einfach da ist, oder fändest Du es besser, wenn sie auf Geschäftsreisen ist und erst spät nach Hause kommt? Ist ein Elternteil am Telefon das gleiche wie einer, der physisch anwesend ist.

    -Fändest Du es schöner, wenn sie sich irgendwann mal scheiden lässt, weil sie einen Tapetenwechsel möchte (aus welchen Gründen auch immer) und es ja außerdem nichts besonderes ist, oder wäre es Dir lieber, wenn sie sich gemeinsam mit dem Mann zusammenreißt um Deinem Erziehungsauftrag nachzukommen?

    Viele Grüße,


    Hilmar

    • Antwort von nach 5 Tagen 1 hilfreich
      Re: Was ist der biologische Zweck des Kindes?

      Hallo Hilmar

      - ich finde, dass es Frauen ganz gut geht. Sie können auch
      machen, was sie wollen. Meinetwegen sollen sie das auch,
      solange sie keine Verantwortng für andere haben. Ich finde es
      aber nicht gut, wenn es noch mehr in Mode kommt, dass Frauen
      sich noch mehr Gedanken über sich und ihren Wunschzettel an
      lebenserfüllenden Dingen machen, aber die Wünsche und
      Bedürfnisse ihrer Kinder noch mehr vernachlässigt werden als
      es ohnehin schon der Fall ist.

      Ich kann nicht glauben, dass du meinst, was ich verstehe. Ich vermute einfach mal, statt Frau könnte man auch Mann in deinem Posting einsetzen. Und statt sie natürlich er.

      - Mal ein paar Fragen aus einer Perspektive, die m.E. sehr
      vernachlässigt wird:
      -Wäre es Dir als Kind lieber eine Mutter zu haben, die Zuhause
      einfach da ist, oder fändest Du es besser, wenn sie auf
      Geschäftsreisen ist und erst spät nach Hause kommt? Ist ein
      Elternteil am Telefon das gleiche wie einer, der physisch
      anwesend ist.

      Vermutlich hätte das Kind Mutter und Vater gleichzeitig zum Gute Nacht sagen am Bett.

      -Fändest Du es schöner, wenn sie sich irgendwann mal scheiden
      lässt, weil sie einen Tapetenwechsel möchte (aus welchen
      Gründen auch immer) und es ja außerdem nichts besonderes ist,
      oder wäre es Dir lieber, wenn sie sich gemeinsam mit dem Mann
      zusammenreißt um Deinem Erziehungsauftrag nachzukommen?

      1. lassen sich auch Männer scheiden und/oder haben ihren Beitrag dazu geleistet. 2. könnte ich mich als Kind zwischen den Alternativen nicht entscheiden. Welche Antwort ist deiner Meinung nach die Richtige? Wenn sich Eltern trennen, ist man als Kind traurig. Wenn die Situation zu Hause - womöglich über Jahre hinweg - angespannt ist, ist man als Kind auch traurig. Eltern können sich zusammenreißen wie sie wollen und sich vielleicht einbilden, das Kind merke nicht, dass zwischen ihnen kein Draht mehr schwebt. Als Kind bekommt man das aber sehr wohl mit. Ich jedenfalls wüsste nicht, wie es dem Kind besser geht. Was ist der Erziehungsauftrag? Ist er außerhalb einer Ehe nicht/schlechter erfüllbar?

      punkt

      • Antwort von nach 5 Tagen 0 hilfreich
        Offtopic, aber wichtig für dich!

        Hi!
        Es wäre sicher mal wichtig für die Lesbarkeit deines Antwort-Artikels,
        dass du zitieren lernst! Sorry, aber es kommt nicht sehr deutlich raus,
        wer was geschrieben hat in deinem Beitrag, mag er inhaltlich so richtig
        sein, wie er will, aber erstmal Sisyphus-Arbeit zu leisten ist nicht
        jedermanns Ding!

        NFU
        Renate

        • Antwort von nach 5 Tagen 0 hilfreich
          Re: Offtopic, aber ganz wichtig!

          Hallo Renate,

          wie liebe ich diese Belehrungen. Das Zitieren habe ich von der Pike auf gelernt. Das merkst du, wenn du dir andere Posts von mir anschaust. Ich habe einfach meinen ersten Artikel gelöscht und das zuvor Geschriebene kopiert. Ich habe nur eine Ergänzung gemacht, und nichts neu geschrieben, ist nicht so mein Ding. Das war allerdings pure Faulheit. Vielleicht auch Trotz gegen die fehlende Editierfunktion. Ich schimpfe aber nicht auf das Team, man kann nämlich nicht alles haben. Aber wir haben ja dich!


          NFU
          punkt

          • Antwort von nach 6 Tagen 0 hilfreich
            Re^2: Offtopic, aber ganz wichtig!

            Hallo,
            wie schade, du hast mein Anliegen nicht verstanden, Punkt!
            Gruß
            Renate

      • Antwort von nach 5 Tagen 0 hilfreich
        Re^2: Was ist der biologische Zweck des Kindes?

        Hi Punkt, - ich finde, dass es Frauen ganz gut geht. Sie können auch
        machen, was sie wollen. Meinetwegen sollen sie das auch,
        solange sie keine Verantwortng für andere haben. Ich finde
        es
        aber nicht gut, wenn es noch mehr in Mode kommt, dass Frauen
        sich noch mehr Gedanken über sich und ihren Wunschzettel an
        lebenserfüllenden Dingen machen, aber die Wünsche und
        Bedürfnisse ihrer Kinder noch mehr vernachlässigt werden als
        es ohnehin schon der Fall ist.

        Ich kann nicht glauben, dass du meinst, was ich verstehe. Ich
        vermute einfach mal, statt Frau könnte man auch Mann in deinem
        Posting einsetzen. Und statt sie natürlich er.
        Du hast es leider genau falsch verstanden, weil es in Deiner Antwort leider wieder nur darum geht Schuldzuweisungen zu betreiben. Meinetwegen kannst du anstelle von Frau oder Mann auch Kanarienvögel oder Trinkhallen einsetzen. Das ist nur Haarspalterei. - Mal ein paar Fragen aus einer Perspektive, die m.E. sehr
        vernachlässigt wird:
        -Wäre es Dir als Kind lieber eine Mutter zu haben, die
        Zuhause
        einfach da ist, oder fändest Du es besser, wenn sie auf
        Geschäftsreisen ist und erst spät nach Hause kommt? Ist ein
        Elternteil am Telefon das gleiche wie einer, der physisch
        anwesend ist.

        Vermutlich hätte das Kind Mutter und Vater gleichzeitig zum
        Gute Nacht sagen am Bett.
        Es wäre auch eine Frechheit von dem Kind, wenn es das gut fände. Wenn das geht, warum denn nicht? -Fändest Du es schöner, wenn sie sich irgendwann mal
        scheiden
        lässt, weil sie einen Tapetenwechsel möchte (aus welchen
        Gründen auch immer) und es ja außerdem nichts besonderes
        ist,
        oder wäre es Dir lieber, wenn sie sich gemeinsam mit dem
        Mann
        zusammenreißt um Deinem Erziehungsauftrag nachzukommen?

        1. lassen sich auch Männer scheiden und/oder haben ihren
        Beitrag dazu geleistet.
        Noch eine Schuldzuweisung. Sie macht aber auch keinen wirklichen Sinn, weil Ehen ja unter männern und Frauen geschlossen werden. demnach lassen sie sich am Ende wohl auch beide scheiden. Aber soweit ich weiß werden Scheidungen meist von Frauen eingereicht. Warum ist eine Frage, die nur im Einzelfall zu beantworten ist. 2. könnte ich mich als Kind zwischen
        den Alternativen nicht entscheiden. Welche Antwort ist deiner
        Meinung nach die Richtige? Wenn sich Eltern trennen, ist man
        als Kind traurig. Wenn die Situation zu Hause - womöglich über
        Jahre hinweg - angespannt ist, ist man als Kind auch traurig.
        Eltern können sich zusammenreißen wie sie wollen und sich
        vielleicht einbilden, das Kind merke nicht, dass zwischen
        ihnen kein Draht mehr schwebt. Als Kind bekommt man das aber
        sehr wohl mit. Ich jedenfalls wüsste nicht, wie es dem Kind
        besser geht. Was ist der Erziehungsauftrag? Ist er außerhalb
        einer Ehe nicht/schlechter erfüllbar?
        Ich würde die Mutter, die Zuhause ist bevorzugen. Dagibt es kein Richtig oder Falsch. Danach bröselst Du irgendwelche Eventualitäten auf, wann Kinder traurig sind. Das braucht man aber nicht, weil man das in real-life sieht.

        Außerhalb der Ehe ist ein Erziehungsauftrag schwerer zu erfüllen. Kinder brauchen Väter und Mütter.
        Du scheinst aber auch ein anders Verständis von einem Erziehungsauftrag zu haben, weil gemeinsames Insbettbringen ja schon den Charakter einer exorbitanten Forderung hat, wenn es dabei nur um Nähe geht. Das kostet nicht mal Geld.

        Ciao,

        Hilmar



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