Die Frauenschule

Von: , Frage gestellt am Mi, 17. Jan 2007

Hi
die neuesten Zahlen zu Abiturabgängern sind alarmierend.
Die Zahl der Frauen steigt während die der Männer um
mehr als 6% gesunken ist.
Die Schule, die weibliches Verhalten fordert und typisches
Jungenverhalten unterbinden zeigt ihre Früchte.
Wie soll es noch weiter gehen mit der Unterdrückung und
Benachteiligung der Männern, bis die Männer sich endlich
wehren?
Was bedeutet das für die Gesellschaft, wenn es keine akademischen
Männer mehr gibt?
Kay

85 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 10 Minuten 0 hilfreich
    Weniger Marktbegleiter

    Was bedeutet das für die Gesellschaft, wenn es keine
    akademischen
    Männer mehr gibt?
    Es wird schon noch welche geben, halt weniger. Für mich ist das gut, gibt es weniger Marktbegleiter. D.h. nach der Regel von Angebot und Nachfrage mehr Gehalt.


    Gruß

    Stefan

  2. Antwort von nach 2 Stunden 2 hilfreich
    Absolventenquoten

    Hi, die neuesten Zahlen zu Abiturabgängern sind alarmierend.
    Die Zahl der Frauen steigt während die der Männer um
    mehr als 6% gesunken ist.
    das ist Pseudo ...

    ohne Nennung von konkreten Zahlen lässt sich nichts diskutieren:
    Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, waren von den rund 9,6 Millionen Schülerinnen und Schülern, die im gerade zu Ende gegangenen Schuljahr 2004/05 allgemein bildende Schulen besuchten, rund 49% weiblich. Bei den weiterführenden Schularten besaßen Schülerinnen in Gymnasien mit 54% die Mehrheit, während sie in den Hauptschulen nur mit 44% vertreten waren.

    Der unterschiedliche Anteil von Frauen in den weiterführenden Schulen spiegelt sich auch in den erreichten Abschlüssen wider. Von den Absolventen, die die allgemein bildenden Schulen ohne Hauptschulabschluss verließen, waren rund 36% Frauen, dagegen lag ihr Anteil an den Abiturienten (Absolventen mit Hochschul- und Fachhochschulreife) bei 56%. Im Jahr 1994 hatte er noch knapp 54% betragen. Unter Einbeziehung auch der Abiturienten aus beruflichen Schulen lag der Frauenanteil im Jahr 2004 bei rund 53%. Dieser Anteil ist in den vergangenen Jahren ständig gestiegen, 1995 gab es erstmals mehr weibliche als männliche Abiturienten in Deutschland.

    In der Berufsausbildung im dualen System (von Betrieb und Berufsschule) ist keine derartige Entwicklung zu verzeichnen. Mit rund 40% sind hier Frauen seid 1994 unterrepräsentiert. Sie durchlaufen weiterhin häufig Berufsausbildungen in Sozial- und Gesundheitsdienstberufen.

    An deutschen Hochschulen war 2004 fast die Hälfte (49%) der Studienanfänger weiblich. Zwei Jahre zuvor hatten sogar mehr Frauen als Männer ein Studium begonnen (51%), der Anteil war jedoch in den Folgejahren wieder unter die 50%-Marke gesunken. Auch bei den Hochschulabsolventen stellte sich das Geschlechterverhältnis mit einem Frauenanteil von 49% fast ausgewogen dar. Hier hatte es eine deutliche Steigerung gegeben, nachdem zehn Jahre zuvor erst 41% der Jungakademiker weiblich gewesen waren.


    http://www.girls-day.de/layout/set/print/zielgruppen...

    "alarmierend" ist was anderes ...

    z.B. wenn man sich die Absolventenquoten mal nach der sozialen Herkunft und dem Migrantenstatus anschaut ... Wie soll es noch weiter gehen mit der Unterdrückung und
    Benachteiligung der Männern, bis die Männer sich endlich
    wehren?
    es gibt ja bereits zaghafte Ansätze einer "Männerbewegung" bzw. eigentlich ja mehrerer sehr unterschiedlicher "Männerbewegungen":

    http://de.wikipedia.org/wiki/M%C3%A4nnerbewegung

    Viele Grüße
    Franz

  3. Antwort von nach 5 Stunden 0 hilfreich
    Re: Die Frauenschule

    Hallo Kay! Die Schule, die weibliches Verhalten fordert und typisches
    Jungenverhalten unterbinden zeigt ihre Früchte.
    Im Moment kann ich mit Deinen Aussagen noch nichts anfangen. Könntest Du ein Beispiel nennen, welches weibliche Verhalten von Schulen gefordert und welches Jungenverhalten unterbunden wird?

    Gruß
    Wolfgang [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

    • Antwort von nach 5 Stunden 1 hilfreich
      Re^2: Die Frauenschule

      Moin, und welches Jungenverhalten unterbunden
      wird?
      Er meint vermutlich sich prügeln und Gameboy-Spielen :-)

      Gruß
      Marion, die schon ganz gespannt ist auf die zukünftigen Scharen von Männern in Niedriglohnsektoren wie Friseuren und Raumpflegern und auf die ganzen Hausmänner von gut verdienenden Akademikerinnen :-)

      • Antwort von nach 14 Stunden 0 hilfreich
        Re^3: Die Frauenschule

        Na, Marion,
        ich denke, so ganz von der Hand zu weisen ist das gar nicht.

        Da wird doch weitgehend die Erziehung der Kinder in weibliche Hände gelegt, Männer glänzen durch freiwillige Abwesenheit oder werden außen vor gehalten.

        Der Junge, der heute bei seiner alleinerziehenden Mutter aufwächst, wird in eine Schule gehen, in der Männer nahezu völlig fehlen. Erst auf der weiterführenden Schule bekommt er dann Kontakt zu erwachsenen Männern - zu spät für eine Rollenbildung, denn das geschieht in den ersten Lebensjahren.

        Ich will hier gar nicht mit dem Finger auf irgendwelche Gruppen zeigen und Schuld zuweisen. Ich beobachte das nur.

        Wie kann ein Kind (Junge wie Mädchen) ein geistiges Bild für "Mann/Vater/Gefährte" erwerben, wenn der Vater weder in Familie noch im Kindergarten noch Schule vorkommt, und selbst in sog. "intakten" Familien der männliche Part erst nach Hause kommt wenn die Kinder schon im Bett sind?

        Die einzigen "männlichen" Gestalten die solch ein Kind nahe genug um für das eigene Rollenbild relevant zu sein kennenlernt sind die gleichaltrigen männlichen Jugendlichen, die aber genauso orientierungslos aufwachsen. Oder die Stereotype, die es im Fernsehen vorgestellt bekommt.

        Gruß
        Eckard


        • Antwort von nach 17 Stunden 1 hilfreich
          Re^4: Die Frauenschule

          Moin Eckard, ich denke, so ganz von der Hand zu weisen ist das gar nicht.
          Was genau meinst du? Da wird doch weitgehend die Erziehung der Kinder in weibliche
          Hände gelegt, Männer glänzen durch freiwillige Abwesenheit
          oder werden außen vor gehalten.
          Kann ich nicht bestätigen. Auch bei den meisten weiblichen Alleinerziehenden, die ich kenne, gibt es männliche Bezugspersonen für die Kinder. Der Junge, der heute bei seiner alleinerziehenden Mutter
          aufwächst, wird in eine Schule gehen, in der Männer nahezu
          völlig fehlen. Erst auf der weiterführenden Schule bekommt er
          dann Kontakt zu erwachsenen Männern - zu spät für eine
          Rollenbildung, denn das geschieht in den ersten Lebensjahren.
          Ein männlicher Lehrer mag eine Vorbildrolle im Leben eines Heranwachsenden sein, aber daneben dürfte es noch zahllose andere geben. Ich will hier gar nicht mit dem Finger auf irgendwelche
          Gruppen zeigen und Schuld zuweisen. Ich beobachte das nur.
          Vielleicht solltest du deinen Blick etwas weiten. Wie kann ein Kind (Junge wie Mädchen) ein geistiges Bild für
          "Mann/Vater/Gefährte" erwerben, wenn der Vater weder in
          Familie noch im Kindergarten noch Schule vorkommt, und selbst
          in sog. "intakten" Familien der männliche Part erst nach Hause
          kommt wenn die Kinder schon im Bett sind?
          Auch dadurch erwerben Kinder ein geistiges Bild. Die Auseinandersetzung mit Geschlechterrollen bleibt keinem Heranwachsenden erspart, und auch bei ständig anwesenden Vätern muss das keine positive Vorbildfunktion sein. Die einzigen "männlichen" Gestalten die solch ein Kind nahe
          genug um für das eigene Rollenbild relevant zu sein
          kennenlernt sind die gleichaltrigen männlichen Jugendlichen,
          die aber genauso orientierungslos aufwachsen. Oder die
          Stereotype, die es im Fernsehen vorgestellt bekommt.
          Da hast du natürlich recht. Für Jugendliche, für die es nur Mama, Papa, Kumpels und Fernsehen gibt, ist das Leben natürlich bitter.

          Wie schön, dass es noch so viele andere Jugendliche gibt, die sich z.B. im Sportvereinen, Kirchengemeinden, Umweltschutzorganisationen etc.etc. engagieren, wo es jede Menge männliche und weibliche Vorbilder gibt. Vielleicht sind das ja auch die Jugendlichen, die in der Schule später besser abschneiden, keine Ahnung. Vielleicht sollte man den Einfluss von Vätern etwas zurückdrängen, die ihren Kindern bevorzugt Fernseher, Gameboys und Computerspiele schenken, damit aus den Kindern was wird :-)

          Gruß
          Marion

        • Antwort von nach 17 Stunden 1 hilfreich
          Re^4: Die Frauenschule

          Hallo Eckard,

          genau genommen, war doch aber früher die Kindererziehung noch viel mehr Frauensache als heute. Und auch da waren die Väter teilweise tage-, wochen- und monatelang weg von der Familie. Also irgendwie hinkt da die Ursachenfindung schon.

          Wo ich mitgehen würde ist, dass heute einfach eine andere Sozialisierung stattfindet. Nämlich, dass Mädchen heute nicht auf Kind und Küche getrimmt werden, sondern eher darauf, dass sie alles machen können, was sie sich vornehmen. Und eventuell fehlen den Männers von morgen da auch einfach mal ein paar klare Vorbilder. Andererseits haben die die Mädchen aber auch nicht, sondern sie haben, wie die Jungs auch, einfach eine Riesenauswahl, was ihr Lebensweg sein könnte. Daraus müssen sich beide Geschlechter was passendes auswählen.

          An der Erziehungssituation, denen Kinder ausgesetzt sind, wird man denk ich so einfach nicht grundlegend was ändern können. Nicht so lange die Männer nicht auch mal ihre Teilname an der Erziehung ihrer Kinder einfordern, diese auch wahrnehmen und auch einsehen, dass dafür eben etwas anderes zurückstecken muss. Man kann nicht jeden Tag 14h arbeiten und sich dann beschweren, wenn einen die eigenen Kids mit Onkel oder Tante anreden. Auch der Mann hat dazu eine Wahl und sollte diese endlich mal wahrnehmen.

          An sich wäre es wahrscheinlich am besten, besonders bei jüngeren Kindern von diesen Junge/Mädchen-Ding komplett wegzukommen und jeden nach seinen Neigungen und Vorlieben zu unterstützen und zu fördern. Und eine möglichst gleichverteilte männliche und weibliche Betreuung könnte dem sicher dienlich sein. Das ist aber alles Zukunftsmusik so lange sich Männer nicht auch mal entschließen (Grundschul)-Lehrer oder Erzieher zu werden.

          Gruß, Seraphim

        • Antwort von nach 18 Stunden 3 hilfreich
          Re^4: Die Frauenschule

          Hallo Eckard, Der Junge, der heute bei seiner alleinerziehenden Mutter
          aufwächst, wird in eine Schule gehen, in der Männer nahezu
          völlig fehlen. Erst auf der weiterführenden Schule bekommt er
          dann Kontakt zu erwachsenen Männern - zu spät für eine
          Rollenbildung, denn das geschieht in den ersten Lebensjahren.
          sicher hast du da auch nicht Unrecht.

          Aber dafür das es kaum Grundschullehrer und Erzieher gibt, die als Vorbilder dienen können, sind kaum die Frauen verantworlich. Wohl eher die Tatsachen das Diese Berufe nicht sonderlich hoch angesehen sind und auch nicht hoch bezahlt werden.

          Mit lieben Grüssen Mele.

  4. Antwort von nach 14 Stunden 2 hilfreich
    Re: Die Frauenschule

    Hi Kay,

    deine Frage issn Witz, näh. Ich meine mal ehrlich, wolltest uns mal auf den Arm nehmen. Herausfordern und so? Ist okay. War auch ganz nett gemeint.

    Aber weisste was mein erster Gedanke war als ich dein Posting las (vor dem ersten Kaffee) und er so spontan ernst nahm: "Und wenn die Männer-mit-Abitur nur noch 3% der Abgänger ausmachen, werden diese Herren weiterhin mehr verdienen als Frauen, Frauen weiterhin am liebsten auf biologische Funktionen reduzieren (Ausnahmen lasse ich gerne zu), als Assistentinnen einstellen und nur selten eine weibliche Auserwählte gleichberechtigt neben sich dulden."

    Grüsse
    Helena

    *Kaffeeeinschenk*



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