Beschneidung in D

Von: , Frage gestellt am Do, 10. Feb 2011

Hallo
Ich bin auf diesen schrecklichen Artikel gestoßen:
Beschneidung von Frauen in D

Mit traurigem Gruß

14 Antworten zu dieser Frage

    • Antwort von nach 4 Tagen 3 hilfreich
      Der Artikel ...

      ... äußert sich ja überhaupt nicht dazu, ob es sich um eine religiös motivierte Praktik handelt. Ist es nicht inzwischen auch wissenschaftlicher Konsens, dass das Problem leider kulturell verankert ist und daher unabhängig von Religion auftritt bzw. mehr oder weniger alle Religionen in den betroffenen Gebieten betrifft?

      Grüße
      Sonja

      • Antwort von nach 7 Tagen 1 hilfreich
        Wo ist da der Unterschied?

        ... äußert sich ja überhaupt nicht dazu, ob es sich um eine
        religiös motivierte Praktik handelt. Ist es nicht inzwischen
        auch wissenschaftlicher Konsens, dass das Problem leider
        kulturell verankert ist und daher unabhängig von Religion
        auftritt bzw. mehr oder weniger alle Religionen in den
        betroffenen Gebieten betrifft?
        Religion ist eine kulturelles Phänomen.


        Gruß

        Stefan

        • Antwort von nach 7 Tagen 0 hilfreich
          Re: Wo ist da der Unterschied?

          Und?
          Sprache, die Art der Nahrungszubereitung und (Nicht-)Sesshaftigkeit sind auch kulturelle Phänomene. Auf die Idee, Genitalverstümmelung als linguistisch, gastronomisch oder nomadisch motiviert zu betrachten ist trotzdem noch niemand gekommen. Um vom Ganzen "Kultur" auf genau die eine Teilmenge "Religion" zu schließen braucht es schon etwas mehr als nur das Argument, dass es eben eine Teilmenge ist, denn davon gibt es zig.

          Grüße
          Sonja

          • Antwort von nach 7 Tagen 3 hilfreich
            Re^2: Wo ist da der Unterschied?

            das Entscheidende dabei ist, dass bei dem ganzen
            Islam-Bashing der letzten Jahre untergegangen ist, dass es
            sich bei Genitalverstümmelung keineswegs um ein originär
            islamisches Phänomen handelt:
            Das ist eine rein akademische Frage, die den Frauen nicht hilft. Die meisten Ausübenden begründen es mit der Religion. Und dort müsste man ansetzen.

            Grüße Bellawa.

            • Antwort von nach 7 Tagen 5 hilfreich
              Re^3: Wo ist da der Unterschied?

              Hallo Bellawa, Die meisten Ausübenden begründen es mit der Religion.
              ein angebliches religiöses Gebot ist nur eine von mehreren Begründungen, zumal Genitalverstümmelung durchaus auch bei Christen, äthiopischen Juden und Anhängern von Naturreligionen vorkommt.

              Zumeist liegt das Hauptaugenmerk auf der dadurch erzielten Treue der Frau, häufig werden aber auch ästhetische Gründe oder die Bewahrung von Traditionen genannt. Und dort müsste man ansetzen.
              Man sollte es nicht für möglich halten, aber das ist bereits geschehen - es gibt eine eindeutige Fatwa zu dem Thema Genitalvertümmelung: http://de.narkive.com/2009/9/4/1698372-fatwa-al-azha...

              Grüße

              =^..^=

            • Antwort von nach 8 Tagen 4 hilfreich
              Re^4: Wo ist da der Unterschied?

              es gibt eine eindeutige Fatwa zu dem Thema
              Genitalvertümmelung:
              http://de.narkive.com/2009/9/4/1698372-fatwa-al-azha...
              alverst-mmelung-beschneidung-bei-m-dchen.html
              Obwohl das überhaupt nichts mit dem Islam zu tun hat? Interessant. Und hält man sich daran?

              "Belgien: Tausende Mädchen von Genitalverstümmelung bedroht"
              "200.000 Mädchen in den USA akut von FGM bedroht"
              "Deutsches Ärzteblatt: Nachrichten "Bundesweit 4.000 Mädchen von Genitalverstümmelung bedroht." etc etc.

              Grüße Bellawa.

            • Antwort von nach 8 Tagen 3 hilfreich
              Re^5: Wo ist da der Unterschied?

              Obwohl das überhaupt nichts mit dem Islam zu tun hat?
              Nur weil jemand annimmt oder behauptet, etwas habe mit dem Islam/Christentum/Hinduismus/welcher Religion auch immer zu tun, heißt das noch lange nicht, dass dem auch so ist.

              Ich für meinen Teil, finde es begrüßenswert, dass sich islamische Rechtsgelehrte dazu geäußert und der Ansicht widersprochen haben, dass diese Praxis im Islam begründet liegt.

              Meines Wissens haben sich noch keine anderen prominenten Vertreter der Religionsgemeinschaften, bei denen in Afrika Genitalbeschneidungen vorkommen, öffentlichkeitswirksam dazu geäußert.

              Grüße

              =^..^=



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