Beschneidung in D
Von: , Frage gestellt am Do, 10. Feb 2011
Hallo
Ich bin auf diesen schrecklichen Artikel gestoßen:
Beschneidung von Frauen in D
Mit traurigem Gruß
Hallo
Ich bin auf diesen schrecklichen Artikel gestoßen:
Beschneidung von Frauen in D
Mit traurigem Gruß
... kennt keine Staatsgrenzen als Barriere:
http://hpd.de/node/11098
Gruß
Stefan
... äußert sich ja überhaupt nicht dazu, ob es sich um eine religiös motivierte Praktik handelt. Ist es nicht inzwischen auch wissenschaftlicher Konsens, dass das Problem leider kulturell verankert ist und daher unabhängig von Religion auftritt bzw. mehr oder weniger alle Religionen in den betroffenen Gebieten betrifft?
Grüße
Sonja
... äußert sich ja überhaupt nicht dazu, ob es sich um eine
religiös motivierte Praktik handelt. Ist es nicht inzwischen
auch wissenschaftlicher Konsens, dass das Problem leider
kulturell verankert ist und daher unabhängig von Religion
auftritt bzw. mehr oder weniger alle Religionen in den
betroffenen Gebieten betrifft?
Religion ist eine kulturelles Phänomen.
Gruß
Stefan
Und?
Sprache, die Art der Nahrungszubereitung und (Nicht-)Sesshaftigkeit sind auch kulturelle Phänomene. Auf die Idee, Genitalverstümmelung als linguistisch, gastronomisch oder nomadisch motiviert zu betrachten ist trotzdem noch niemand gekommen. Um vom Ganzen "Kultur" auf genau die eine Teilmenge "Religion" zu schließen braucht es schon etwas mehr als nur das Argument, dass es eben eine Teilmenge ist, denn davon gibt es zig.
Grüße
Sonja
Hallo Stefan,
das Entscheidende dabei ist, dass bei dem ganzen Islam-Bashing der letzten Jahre untergegangen ist, dass es sich bei Genitalverstümmelung keineswegs um ein originär islamisches Phänomen handelt: http://de.wikipedia.org/wiki/Beschneidung_weiblicher...
Gruß
=^..^=
das Entscheidende dabei ist, dass bei dem ganzen
Islam-Bashing der letzten Jahre untergegangen ist, dass es
sich bei Genitalverstümmelung keineswegs um ein originär
islamisches Phänomen handelt:
Das ist eine rein akademische Frage, die den Frauen nicht hilft. Die meisten Ausübenden begründen es mit der Religion. Und dort müsste man ansetzen.
Grüße Bellawa.
Hallo Bellawa,
Die meisten Ausübenden begründen es mit der Religion.
ein angebliches religiöses Gebot ist nur eine von mehreren Begründungen, zumal Genitalverstümmelung durchaus auch bei Christen, äthiopischen Juden und Anhängern von Naturreligionen vorkommt.
Zumeist liegt das Hauptaugenmerk auf der dadurch erzielten Treue der Frau, häufig werden aber auch ästhetische Gründe oder die Bewahrung von Traditionen genannt.
Und dort müsste man ansetzen.
Man sollte es nicht für möglich halten, aber das ist bereits geschehen - es gibt eine eindeutige Fatwa zu dem Thema Genitalvertümmelung: http://de.narkive.com/2009/9/4/1698372-fatwa-al-azha...
Grüße
=^..^=
es gibt eine eindeutige Fatwa zu dem Thema
Genitalvertümmelung:
http://de.narkive.com/2009/9/4/1698372-fatwa-al-azha...
alverst-mmelung-beschneidung-bei-m-dchen.html
Obwohl das überhaupt nichts mit dem Islam zu tun hat? Interessant. Und hält man sich daran?
"Belgien: Tausende Mädchen von Genitalverstümmelung bedroht"
"200.000 Mädchen in den USA akut von FGM bedroht"
"Deutsches Ärzteblatt: Nachrichten "Bundesweit 4.000 Mädchen von Genitalverstümmelung bedroht." etc etc.
Grüße Bellawa.
Obwohl das überhaupt nichts mit dem Islam zu tun hat?
Nur weil jemand annimmt oder behauptet, etwas habe mit dem Islam/Christentum/Hinduismus/welcher Religion auch immer zu tun, heißt das noch lange nicht, dass dem auch so ist.
Ich für meinen Teil, finde es begrüßenswert, dass sich islamische Rechtsgelehrte dazu geäußert und der Ansicht widersprochen haben, dass diese Praxis im Islam begründet liegt.
Meines Wissens haben sich noch keine anderen prominenten Vertreter der Religionsgemeinschaften, bei denen in Afrika Genitalbeschneidungen vorkommen, öffentlichkeitswirksam dazu geäußert.
Grüße
=^..^=