Bordells für Frauen?

Von: , Frage gestellt am Mo, 23. Apr 2001

Hallo liebe Leser/innen!

Vor Jahren schon kam mir der Gedanke, warum es lediglich für Männer, nicht aber für Frauen Bordells gibt.

Mittlerweile soll sich diese Marktlücke geschlossen haben, ob in Deutschland ebenfalls, weiß ich leider nicht.

Dennoch interessiert es mich allgemein, ob die Nachfrage nach einem Bordell für Frauen überhaupt besteht?
(Selbstverständlich nicht irgendwo im Rotlichtmilleu, sondern separat, seriös irgendwo außerhalb?)

Ich möchte ausdrücklich erwähnen, dass es mir hierbei nicht um Gleichberechtigung geht, sondern lediglich um die Bedürfnisse der Frauen.

Vielleicht hat ja auch schon jemand damit Erfahrungen gemacht?
Würde mich freuen, darüber etwas zu lesen.

Gruß ..Melanie..

69 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 11 Stunden 0 hilfreich
    Re: Bordells für Frauen?

    Bordelle für Frauen gab es schon immer! Nur sind die nicht so zahlreich und so auffällig. Außerdem etwas anders, als die der Männer. Auch wesentlich teuerer.
    Callboys heißen sie heute , Gigolo früher. Die kommen aber meist ins Haus oder Hotel.
    So eine Nummer ist auch wie oben erwähnt teurer. Der Grund liegt auf der Hand (oder in der Hand???)Der kleine Freund kann nicht unbegrenzt. Da seid Ihr Frauen uns über! Eine Prostituierte kann an einem Abend locker 10-15 Freier verarbeiten. Das schafft der Gogolo nicht. Nicht, dass er immer bei jeder Kundin zum Erguss kommt. Trotzdem ist die Standfestigkeit begrenzt.
    Grüße
    Raimund

    • Antwort von nach 23 Stunden 2 hilfreich
      Re^2: Bordells für Frauen?

      Hallo Raimund,

      so einen Quatsch habe ich schon lange nicht mehr gelesen: Da seid Ihr Frauen uns über! Eine
      Prostituierte kann an einem Abend locker 10-15 Freier
      verarbeiten.
      Vielleicht kann eine Frau soviele Freier überstehen. Ob sie diese Belastung, vor allem psychisch, aber wirklich verarbeiten kann, halte ich für fraglich.

      Gruß, Karin

      • Antwort von nach einem Tag 1 hilfreich
        Re^3: Bordells für Frauen?

        Vielleicht kann eine Frau soviele Freier überstehen. Ob sie
        diese Belastung, vor allem psychisch, aber wirklich
        verarbeiten kann, halte ich für fraglich.
        Hallo, Karin,
        das hätte ich gern mal näher betrachtet:
        Inwieweit ist eine Prostituerte seelisch involviert?
        Inwieweit ist die Freier-Nutte-Beziehung für sie eine "seelische" Belastung?
        Sieht sie ihre Freier nicht eher als "zahlende Kunden" denn als Sexualpartner? als Objekt eher als Subjekt?
        Und ist ihre seelische Belastung nicht viel stärker durch andere Faktoren bestimmt (Abhängigkit von Zuhältern, Pressionen aus dem Milieu, Drogenabhängigkeit etc.)

        Worauf Raimund abzielte waren die physischen Grenzen, die einer männlichen Prostituerten gesetzt sind und die sind eindeutig enger als die einer weiblichen. Die psychischen Einschränkungen und Belastungen dürften in etwa gleich sein.

        Gruß
        Eckard.

        • Antwort von nach einem Tag 2 hilfreich
          seelische Belastung

          Hallo Eckard,

          kann es sein, dass Du und der Raimund sich nicht vorstellen können, dass der Beruf einer Prostituierten seelisch belastend sein kann? Ich habe da so meinen Verdacht.
          Hast Du Dir mal vorgestellt, wie Dein Leben aussehen würde, wenn Du 330 Tage im Jahr so 20 Frauen täglich beglücken müßtest?
          Ich könnte mir vorstellen, dass gerade in diesem Beruf es burn-outs gibt.
          Vor längerer Zeit habe ich mal einen Film im ZDF gesehen, wobei es um Krankenversicherungen für Prostituierte ging. Da war dies auch ein Thema - seelische Belastung, trotz des annehmbaren Arbeitgebers.
          So locker kann niemanden von jemanden anderen seinem Beruf ein Urteil erlauben - und gerade nicht was Prostiution anbetrifft. Das finde ich ist schon eine sehr oberflächliche Haltung.
          viele Grüße
          Claudia

          • Antwort von nach 2 Tagen 0 hilfreich
            Re: seelische Belastung

            kann es sein, dass Du und der Raimund sich nicht vorstellen
            können, dass der Beruf einer Prostituierten seelisch belastend
            sein kann? Ich habe da so meinen Verdacht.
            Hallo, Claudia,
            Ich denke, da muß man wohl differenzieren.
            Zunächst einmal, ich habe Achtung vor jeder ehrlichen Nutte. Ich habe Mitleid mit jedem Menschen, der zu Handlungen gezwungen wird. Ich hab nichts als Verachtung und Zorn für jene, die aus der Notlage oder Unwissenheit anderer Menschen ihren Profit ziehen. Dies voraus.

            Als ehemaligem Seemann ist mir das Milieu nicht ganz unvertraut. Ich habe meine einschlägigen Beobachtungen diesbezüglich in unterschiedlichen Ländern machen können.

            Ich spreche hier nur von der Prostituierten, die diesen Beruf freiwillig und in Kenntnis der möglichen Risiken und Folgen ausübt.
            Für diese Professionellen ist es tatsächlich egal, ob sie einem Mann die Hand oder das Gemächt schütteln. Für sie zählt der Schein, der den Besitzer wechselt. Und die leiden auch nicht unter Seelenqualen deshalb.

            Anders als Raimund jedoch ist mir sehr wohl bewußt, dass ein hoher Prozentsatz der Frauen, die man heute auf dem Strich findet, nicht aus eigenem Antrieb oder freiem Willen dort sind und dieses Gewerbe ausüben. Bei denen kann ich mir sehr wohl denken, dass sie leiden.

            Andererseits - Auch ich habe gelegentlich meine Probleme und meine seelischen Belastungen mit meinem Beruf. Gottlob hat er nichts mit Sexualität zu tun.

            In meinem Beitrag wollte ich jedoch auf die physischen - nicht auf die psychischen Möglichkeiten hinweisen. Ich dachte, dass ich dies klar genug getan hätte.

            Dass es bei einer Tätigkeit in einem so von Moral, Tabus, Religion befrachteten Bereich menschlicher Interaktion zu besonders heftigen psychischen Belasungen kommen kann, will ich nicht bestreiten.

            Gruß
            Eckard

        • Antwort von nach einem Tag 0 hilfreich
          Re^4: Motivation der Prostituierten

          Hallo Eckard, Vielleicht kann eine Frau soviele Freier überstehen. Ob sie
          diese Belastung, vor allem psychisch, aber wirklich
          verarbeiten kann, halte ich für fraglich.
          das hätte ich gern mal näher betrachtet:
          Gerne, vergiß aber auch Frauen- und Mädchenhandel sowie das Zuhälterwesen nicht bei Deiner Betrachtung. Inwieweit ist eine Prostituerte seelisch involviert?
          Inwieweit ist die Freier-Nutte-Beziehung für sie eine
          "seelische" Belastung?
          Für mich - und ich vermute für viele Frauen - ist unfreiwilliger Sex immer eine Belastung. Und eine Prostituierte, die von einem Zuhälter gezwungen wird, macht das sicher nicht freiwillig. Kann man der einschlägigen Literatur glauben, sind die "freiwilligen" Prostituierten in der Minderzahl, schon weil die "Beschützer" der anderen sie nicht ins Geschäft lassen. Sieht sie ihre Freier nicht eher als "zahlende Kunden" denn
          als Sexualpartner? als Objekt eher als Subjekt?
          Und ist ihre seelische Belastung nicht viel stärker durch
          andere Faktoren bestimmt (Abhängigkit von Zuhältern,
          Pressionen aus dem Milieu, Drogenabhängigkeit etc.)
          Siehe oben. Worauf Raimund abzielte waren die physischen Grenzen, die
          einer männlichen Prostituerten gesetzt sind und die sind
          eindeutig enger als die einer weiblichen. Die psychischen
          Einschränkungen und Belastungen dürften in etwa gleich sein.
          Ich halte es für Schönfärberei, die psychischen Belastungen außen vor zu lassen.

          Gruß, Karin

          • Antwort von nach 2 Tagen 1 hilfreich
            Re^5: Motivation der Prostituierten

            hallo, Karin, Für mich - und ich vermute für viele Frauen - ist
            unfreiwilliger Sex immer eine Belastung. Und eine
            Prostituierte, die von einem Zuhälter gezwungen wird, macht
            das sicher nicht freiwillig. Kann man der einschlägigen
            Literatur glauben, sind die "freiwilligen" Prostituierten in
            der Minderzahl, schon weil die "Beschützer" der anderen sie
            nicht ins Geschäft lassen.
            Das ist aber literatur des vorigen Jahrhunderts! Ich möchte nicht abstreiten, dass es Mädchenhandel u.ä. gibt (leider!!!). Doch die Mehrzahl der P. machen das freiwillig und auch sehr oft ohne "Beschützer". Die Märchen vom armen Mädchen, das aus bitterster Not dazu kam (oder ähnliche erbaulichze Geschichten) werden erzählt, damit der Freier sein Geld schneller locker macht. Frag mal bei den Prostituiertenvereinigungen nach. In den Bordellen (und davon gibt es einige) findest Du nur Profis. Und denen geht es nur um eines: Geld. Ohne seelische Belastung. Ob die dem Freier die hand schüttelt oder den Penis ist der gleichgültig.
            Übrigens bin ich froh, dass es diesen "Job" gibt: da kann so mancher seinen Hormonstau loswerden, ohne im Hormonnebel sich strafbar zu machen (= einer Frau wie Dir leid zuzufügen). Sie haben also auch eine "soziale" Aufgabe. Es ist der größte Fehler, diesen Beruf zu verbieten und zu kriminalisieren. Wer erbarmungslos verfolgt gehört, sind die Loddel. Das sind Schmarotzer. Die erst bringen die Frauen in Nöte!
            Zum Thema physische Grenzen: im Guinessbuch der Weltrekorde soll ein Rekord stehen: die Frau, die mit den meisten Männer in einer bestimmten Zeit (2-3 Tage?) Geschlechtsverkehr gehabt hat. Die Rekordhalterin hält den Rekord mit mehreren Hundert. Verlange das mal von einem Mann! Das schaffte nicht mal Tschingis Khan! Selbst wenn man im Viagra gegeben hätte!
            Grüße
            Raimund

      • Antwort von nach einem Tag 0 hilfreich
        Re^3: Bordells für Frauen?

        hallo, Karin,
        bist Du seelisch belastet, wenn Du 20 Menschen die Hand schüttelst?
        Grüße
        Raimund



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