Wozu braucht man/ frau den 'Unterschied'?

Von: , Frage gestellt am Di, 11. Okt 2011

Hallo an Euch,

Frauen kämpfen seit einigen Jahrhunderten für gleiche Rechte und beklagen bis heute u.a. den geringeren Anteil an Forscherinnen in den höheren Rängen und Schaltstellen der Macht... Nach68erFrauen stellten ernüchtert fest, dass die "neuen Männer" auch nicht viel anders als die Ehemänner ihrer Mütter waren... in den Unis kamen die "gender"-Studien auf und machten deutlich, dass das soziale Geschlecht konstruiert ist... und doch hört man noch die alten Töne: Frauen sind anders!

Warum sind sie "anders"? (Oder doch nicht?)
Finden Frauen es gut, wenn sie von Männern als natürlich "anders" definiert werden?

In welcher konkreten Hinsicht und vor allem wozu, sollten Frauen "anders" bleiben?

Was sagen eigentlich Frauen dazu?

Gruß
Istiden

85 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 5 Minuten 5 hilfreich
    Re: Wozu braucht man/ frau den 'Unterschied'?

    Hi

    Mann und Frau sind biologisch unterschiedlich, das ist ein Fakt.

    Das Problem ist, dass die Gesellschaften der Welt versuchen, aus den physikalischen Unterschieden generelle und v.a. auch Persönlichkeits/Fähigkeitsbezogene Unterschiede abzuleiten, die mit den physischen Unterschieden (wie Gebärfähigkeit) nichts zu tun haben.

    Nicht Frauen sind anders. Menschen sind anders. Eine gleichgestellte Frau muss nicht zwangsläufig Mechanikerin sein, sie kann auch zuhause bleiben und die Kinder hüten, wenn sich das so mit ihrem/r Partner/in vereinbaren lässt. Aber nichts davon hat was mit ihrem Uterus zu tun.

    lg
    Kate

    • Antwort von nach 20 Stunden 0 hilfreich
      Re^2: Wozu braucht man/ frau den 'Unterschied'?

      Hallo Kate,

      volle Zustimmung!

      Danke, Istiden

    • Antwort von nach einem Tag 1 hilfreich
      Re^2: Wozu braucht man/ frau den 'Unterschied'?

      Hallo Kate, Eine gleichgestellte Frau muss nicht zwangsläufig Mechanikerin
      sein, sie kann auch zuhause bleiben und die Kinder hüten, wenn
      sich das so mit ihrem/r Partner/in vereinbaren lässt. Aber
      nichts davon hat was mit ihrem Uterus zu tun.
      fast einverstanden:

      Sie ist auch dann nicht eine Rabenmutter, wenn sie ihren erlernten Beruf liebt und ihrem Kind/ihren Kindern dabei die Gelegenheit gibt, mit anderen Kindern unter fachkundiger Betreuung zusammenzukommen.

      Gruß, Karin

      • Antwort von nach 2 Tagen 2 hilfreich
        Re^3: Wozu braucht man/ frau den 'Unterschied'?

        Hallo Eine gleichgestellte Frau muss nicht zwangsläufig Mechanikerin
        sein, sie kann auch zuhause bleiben und die Kinder hüten, wenn
        sich das so mit ihrem/r Partner/in vereinbaren lässt. Aber
        nichts davon hat was mit ihrem Uterus zu tun.
        fast einverstanden:

        Sie ist auch dann nicht eine Rabenmutter, wenn sie ihren
        erlernten Beruf liebt und ihrem Kind/ihren Kindern dabei die
        Gelegenheit gibt, mit anderen Kindern unter fachkundiger
        Betreuung zusammenzukommen.
        Ich war auch so ein Kind, beide Eltern berufstätig, weil Die Mutter ihren Beruf liebte. Schlüsselkind nennt man sowas und nannte man mich.
        Eine tolle Gelegenheit für mich, auf die ich gerne verzichtet hätte.
        Morgens wird man abgegeben, Mittags ißt man mit Fremden, Nachmittags wird man abgeholt. So verbringt man als kleines Kind, seine Tage und fühlt sich abgeschoben. Tolle Gelegenheit.

        lG
        pue

        • Antwort von nach 2 Tagen 1 hilfreich
          Re^4: Wozu braucht man/ frau den 'Unterschied'?

          Hallo pue, Ich war auch so ein Kind, beide Eltern berufstätig, weil Die
          Mutter ihren Beruf liebte. Schlüsselkind nennt man sowas und
          nannte man mich.
          und dieser Titel hat vermutlich wesentlich zu Deinem Gefühl unten beigetragen. So verbringt man als kleines Kind, seine Tage und fühlt sich abgeschoben.
          Gerade wenn die Umgebung einen mit solchen "Titeln" traktiert, entsteht natürlich in dem Kind das Gefühl, etwas Unnormales zu sein. Das fördert schlechte Gefühle sehr.

          Mein eigenes Beispiel (auch meine Eltern waren schon beide berufstätig) will ich nicht einbringen, weil aus den 50-ern und 60-ern des letzten Jahrhunderts und wegen der Familiengröße noch untypischer.

          Aber meine Tochter (im Kindergarten seit dem dritten Lebensjahr, frühere Betreuungsmöglichkeiten waren auch in den 80-ern noch unbezahlbar) hat sich nach eigenem Bekunden nie abgeschoben gefühlt.

          Natürlich hat das auch mit der Gestaltung der gemeinsamen Freizeit zu tun, die nach Arbeit, Kindergarten und Schule stattfindet. Für mich war damals klar, dass die Stunden, bis meine Tochter schlafen ging, überwiegend uns beiden vorbehalten blieben. So haben wir gemeinsam Abendessen gerichtet, miteinander gespielt und dergleichen. Da Du darüber nichts schreibst, kann ich das nicht weiter kommentieren.

          Und die Fälle, die ich kenne, bei denen man den Kindern nur gratulieren konnte, weil sie wenigstens für den Kindergarten/Hort aus der Familie raus durften, weil sonst die Mutter meinte, mit den Kindern zusammenglucken zu müssen, will ich auch mal aussparen.

          Gruß,

          Karin

          • Antwort von nach 3 Tagen 2 hilfreich
            Re^5: Wozu braucht man/ frau den 'Unterschied'?

            Hallo KUHmax Ich war auch so ein Kind, beide Eltern berufstätig, weil Die
            Mutter ihren Beruf liebte. Schlüsselkind nennt man sowas und
            nannte man mich.
            und dieser Titel hat vermutlich wesentlich zu Deinem Gefühl
            unten beigetragen.
            Mag möglich sein. So verbringt man als kleines Kind, seine Tage und fühlt sich abgeschoben.
            Gerade wenn die Umgebung einen mit solchen "Titeln" traktiert,
            entsteht natürlich in dem Kind das Gefühl, etwas Unnormales zu
            sein. Das fördert schlechte Gefühle sehr.
            Da könntest du Recht haben. Daraus resultiert vielleicht meine Meinung, das grade eine Mutter, soviel Zeit wie möglich mit ihrem Kind verbringen sollte und ihre Liebe zum Beruf nicht vorgehen sollte.
            Mein eigenes Beispiel (auch meine Eltern waren schon beide
            berufstätig) will ich nicht einbringen, weil aus den 50-ern
            und 60-ern des letzten Jahrhunderts und wegen der
            Familiengröße noch untypischer.

            Aber meine Tochter (im Kindergarten seit dem dritten
            Lebensjahr, frühere Betreuungsmöglichkeiten waren auch in den
            80-ern noch unbezahlbar) hat sich nach eigenem Bekunden nie
            abgeschoben gefühlt.
            Jede Familie ist anders, vielleicht hast du es besser hinbekommen als andere es tun.
            Natürlich hat das auch mit der Gestaltung der gemeinsamen
            Freizeit zu tun, die nach Arbeit, Kindergarten und Schule
            stattfindet. Für mich war damals klar, dass die Stunden, bis
            meine Tochter schlafen ging, überwiegend uns beiden
            vorbehalten blieben. So haben wir gemeinsam Abendessen
            gerichtet, miteinander gespielt und dergleichen. Da Du darüber
            nichts schreibst, kann ich das nicht weiter kommentieren.
            In meinen Kindertagen war meine Mutter da für mich, als die Schule dann anfing war ich bis zum späten nachmittag allein. Habe viel Zeit
            mit spielkameraden verbracht und mich selbst beschäftigt. ich hätte mir mehr Zeit mit meiner Mutter gewünscht.
            Und die Fälle, die ich kenne, bei denen man den Kindern nur
            gratulieren konnte, weil sie wenigstens für den
            Kindergarten/Hort aus der Familie raus durften, weil sonst die
            Mutter meinte, mit den Kindern zusammenglucken zu müssen, will
            ich auch mal aussparen.
            Der Mittelweg wäre wohl der beste Weg.

            Gruss
            pue

  2. Antwort von nach einer Stunde 0 hilfreich
    Re: Wozu braucht man/ frau den 'Unterschied'?

    Hallo
    Frauen kämpfen seit einigen Jahrhunderten für gleiche Rechte
    und beklagen bis heute u.a. den geringeren Anteil an
    Forscherinnen in den höheren Rängen und Schaltstellen der
    Macht...
    Sie haben doch die gleichen Rechte. Sie können alles werden was sie
    wollen. Es gibt halt immer noch Dinge oder Berufe, die Frau nicht machen möchte.

    Nach68erFrauen stellten ernüchtert fest, dass die "neuen Männer" auch nicht viel anders als die Ehemänner ihrer
    Mütter waren...
    Natürlich nicht. Männer sind heut noch so gestrickt, das sie die Hauptverdiener, das Oberhaupt der Familie sein möchten. Jäger und Sammler halt.

    in den Unis kamen die "gender"-Studien auf und machten deutlich, dass das soziale Geschlecht konstruiert
    ist... und doch hört man noch die alten Töne: Frauen sind
    anders!

    Warum sind sie "anders"? (Oder doch nicht?)
    Finden Frauen es gut, wenn sie von Männern als natürlich
    "anders" definiert werden?
    Mich stört es nicht, ich kann mich nicht mit einem Mann gleichstellen.
    Als Frau bin ich anders, vom Denken, vom Handeln und was Gefühle angeht, wenn man mal von der Anatomie absieht.
    In welcher konkreten Hinsicht und vor allem wozu, sollten
    Frauen "anders" bleiben?
    Sie müssen ja nicht anders bleiben was den Beruf angeht, aber in allem anderen, wie oben schon geschrieben sind sie "anders".
    Was sagen eigentlich Frauen dazu?
    Ich persönlich finde es in Ordnung nicht mit dem Mann gleichgestellt zu sein, möchte es auch gar nicht. Mann und Frau sind 2 verschiedene
    Strukturen, so sollte es auch bleiben. Eine Frau kann im Grunde jeden
    Beruf ergreifen, den auch ein Mann ausführen kann, wenn es ihre körperliche Konstitution zulässt. Interlektuell stehen sie für mich auf einer Stufe.

    Gruss
    pue

    • Antwort von nach einer Stunde 2 hilfreich
      Re^2: Wozu braucht man/ frau den 'Unterschied'?

      Hi

      Kann es sein, dass du "gleich gestellt" und "gleich sein" verwechselst?

      Denn wenn Frauen nicht mit Männern gleich _gestellt_ sind, haben sie weder den selben Wert noch die gleichen Rechte. Bei der Gleich_stellung_ geht es um den Status in einer Gesellschaft mit allen Facetten (z.B. Recht).

      lg
      Kate

      • Antwort von nach 2 Stunden 3 hilfreich
        Re^3: Wozu braucht man/ frau den 'Unterschied'?

        Hi
        Hai! Denn wenn Frauen nicht mit Männern gleich _gestellt_ sind,
        haben sie weder den selben Wert noch die gleichen Rechte. Bei
        der Gleich_stellung_ geht es um den Status in einer
        Gesellschaft mit allen Facetten (z.B. Recht).
        Dann laß uns doch bitte auch im Sport anfangen und diese dämliche
        Trennung zwischen Weiblein und Männlein aufheben.

        Endlich keine Frauenparkplätze mehr ....

        Wenn dann denn, mit allen Konsequenzen!

        Der Plem



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