Vernissage völlig mißglückt

Von: , Frage gestellt am Di, 18. Dez 2001

Na ja,

ehrlich gesagt, mir geht´s nicht gut.

Mein bester Freund Viktor hat gestern erstmalig zu einer Ausstellung seiner Werke in der Stadtsparkasse Bad Essen geladen. Natürlich war ich dabei, und es hat zuerst einen Riesenspaß gemacht.

Kurz bevor das Buffet eröffnet wird, stehe ich beisammen mit dem Ehemann der Bürgermeisterin. Wir unterhalten uns lebhaft - er rakelt mit seinem Glas in der Luft herum, trifft meine Schulter und - der Rotwein ergießt sich über das Hauptwerk des Künstlers!

Ich bin völlig entsetzt davon gelaufen.

Jetzt, Stunden später, frage ich mich: War es meine Schuld? - Wird Viktor mir verzeihen? - Was, wenn der vermaledeite Kommunalpolitikerinnenehemann nie eingeladen worden wäre?

Ist hier überhaupt noch was zu retten?

Hilflos,
Andreas

5 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 8 Stunden 0 hilfreich
    Re: Vernissage völlig mißglückt

    Na ja,
    Ist hier überhaupt noch was zu retten?
    -----------------------------------------
    Hi Andreas
    Erst mal rette Dich vor Dir selbst, die Panik redest Du dir nur ein, Das Bild macht zumindest mal Kasse. Versicherung, oder Verursacher?
    Du bist es letztlich nicht Schuld. dass Deine Schulter, einem Glas Rotwein im Wege stand.

    Vor allen begründete Rechnung stellen. Egal ob das ein unberührbarer Mann einer Kommunalen Bürgerfrau sein soll.

    Sonst Anwalt einschalten.

    • Antwort von nach 9 Stunden 0 hilfreich
      Re^2: Vernissage völlig mißglückt

      Hi, Andreas,
      ich muß Rupp recht geben - Hauptsache erst mal Kasse machen - wer weiß ob der Schinken sonst überhaupt zu verticken gewesen wäre - nun zahlt die Versicherung, und alle sind's zufrieden.
      Oder wie's im Liede heißt: "War halt doch ein schönes Fest, alles wieder voll gewest!"

      In diesem Sinne bleib uns erhalten!
      Gruß Eckard.

  2. Antwort von nach 10 Stunden 0 hilfreich
    Merke: Wer rennt, bekennt!

    Hallo Andreas,

    Ich bin völlig entsetzt davon gelaufen.

    Jetzt, Stunden später, frage ich mich: War es meine Schuld?


    siehe Überschrift...

    Du hast nur noch eine Chance: Vergiß Victor, den alten Möchtegern-Spitzweg, zieh einen sensationslüsternen Pressemenschen hinzu und laß im Lokalblättchen den Gatten der Bürgermeisterin als "Jackson Pollok von Dinkelbach" usw. feiern.

    Grüsse
    Diana

    P.S.: Benenn das Werk um in "Hony soit qui mal y pense" und gib Dich als zukünftiger Kurator zu erkennen. Viel Glück!

  3. Antwort von nach 15 Stunden 0 hilfreich
    Re: Na denn prost''

    Na ja,

    ehrlich gesagt, mir geht´s nicht gut.
    Dicker Kopp vom Rotwein?! ;-)
    Kurz bevor das Buffet eröffnet wird, stehe ich beisammen mit
    dem Ehemann der Bürgermeisterin. Wir unterhalten uns lebhaft -
    er rakelt mit seinem Glas in der Luft herum, trifft meine
    Schulter und - der Rotwein ergießt sich über das Hauptwerk des
    Künstlers!

    Das nennt man aber Aktionskunst. Da sollte der WErt des Werkes aber kräftig steigen. - Ausnutzen Ich bin völlig entsetzt davon gelaufen.

    Warum, schließlich warst Du die Muse des Zufalls, oder war es die Vorsehung? Jetzt, Stunden später, frage ich mich: War es meine Schuld? -
    Wird Viktor mir verzeihen? - Was, wenn der vermaledeite
    Kommunalpolitikerinnenehemann nie eingeladen worden wäre?

    Aber aber! Wie schon gesagt, das war ein Wink des Schicksals. Den Mann würde ich immer wieder einladen, vielleicht sogar ins Studio des Künstlers Ist hier überhaupt noch was zu retten?

    Nur der Profit!



    Gandalf

    • Antwort von nach 2 Tagen 0 hilfreich
      Re^2: Na denn prost''

      Das macht Mut. Danke Dir, Gandalf.

      Gestern noch habe ich das beschädigte Werk für € 10,23 erworben und grad vor zwei Minuten geht ein Angebot über 735.000,00 ein...

      Verrückt, oder?

      Gruss,
      Andreas

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