Denkmalschutz

Von: , Frage gestellt am Mi, 3. Nov 1999

Hallo zusammen.
Wir möchten uns ein Haus kaufen doch dieses steht unter Denkmalschutz. Worauf muß man achten. Was darf man und was nicht.
Bekommen wir Förderungen wenn wir Modernisieren?
Oder, wo kann man sich Informieren?
Für eine Info schon mal Danke.

Gruß
Fam Lüdeke

6 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach einem Tag hilfreich
    Re: Denkmalschutz

    Antworten auf alle diese Fragen kriegst Du (mehr oder weniger kompetent) bei Deinem Denkmalschutzamt. Frag bei Deiner Stadt(Gemeinde)verwaltung nach, wie Du die erreichen kannst.

    Gandalf

  2. Antwort von nach einem Tag hilfreich
    Re: Denkmalschutz

    Wir möchten uns ein Haus kaufen doch
    dieses steht unter Denkmalschutz. Worauf
    muß man achten.
    Sehr genau auf den Zustand! Renovierungen und Modernisierungen sind hier meist erheblich teurer als bei "normalen" Altbauten. Grund: Auflagen des Denkmalschutzes. Lieber ein paar Sachverständige mehr durchscheuchen, als nachher fluchen! Was darf man und was nicht.
    Richtet sich stark nach lokalen Vorschriften; Grundsätzlich (und bestenfalles) aber: die sichtbaren Teile des Hauses dürfen nicht verändert werden! Es kann aber noch wesentlich weiter gehen... Bekommen wir Förderungen wenn wir
    Modernisieren?
    Ja, wiegen aber meist die Mehrausgaben bei weitem nicht auf. Und auch nicht für alles... Oder, wo kann man sich Informieren?
    Hat Gandalf schon gepostet.


    Hinweis: Habe mein Wissen nur aus 2. Hand. Freund hat solches Haus gekauft und bitter bereut - würde es nie wieder tun!

    Gruß
    Stefan

  3. Antwort von nach einem Tag hilfreich
    Re: Denkmalschutz

    Ich kann es nicht lassen, muß meinen Senf dazu geben. Die bisherigen Antworten sind zutreffend. Was noch wichtig ist, Du brauchst einen Architekten, der sich mit dem Thema auskennt und KEIN Künstler ist. Künstler haben idR kein gutes Verhältnis zu den Kosten (meine Erfahrung als Projektentwickler). Ich kenne einen Architekten, der sein eig. Büro plante und dabei beinahe bankrott wurde. Aus den geplanten 600 TDM wurden 1,8 Mio. DM (nach dem Umbau war er anerkannter Denkmalarch. im Großraum Karlsruhe - kein Wunder nach der teuren Lehrzeit!) [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

  4. Antwort von nach 15 Tagen hilfreich
    Re: Denkmalschutz

    Es gibt die "Interessengemeinschaft Bauernhaus" (der Name ist ein bisschen irreführend), ein Verein, der sich mit vielen Ehrenamtlichen (auch Fachleuten) zum Ziel gesetzt hat, alte Häuser vor dem Verfall zu retten. Hier sind erste gute (kostenlose) fundierte Tips und Beratungen zu bekommen. Hauptgebiet Norddeutschland, aber es gibt auch im übrigen Bundesgebiet reichlich Anlaufstellen.
    Das Mitteilungsorgan ist die Zeitschrift "Der Holznagel" hier stehen alle Kontaktadressen drin.
    Adresse: PF. 1244
    28859 Lilienthal
    Tel. 04792 - 7834
    Fax. 04792 - 4717

    Nicht bange machen lassen - alte Häuser sind was wunderbares - Beispiele gibts genug.

    Apropos: Öfter mal "Service Wohnen" gucken.
    Das Wohn-Magazin im Hessischen Rundfunk Fernsehen, immer Dienstags um 19h

    Viel Glück

  5. Antwort von nach 49 Tagen hilfreich
    Re: Denkmalschutz

    Ein Denkmal geschütztes Haus zu kaufen ist ja der Horror ohne Genehmigung kann man ja noch nicht mal einen Nagel in die Wand hauen.
    Wir lassen die Finger weg von Denkmal geschütztem Haüsern.

    Danke aber an alle für die Info

  6. Antwort von nach 63 Tagen hilfreich
    Re: Denkmalschutz

    Hallo,
    ich habe durch Zufall Eure Fragen gelesen, das Wichtigste ist auch bereits gesagt. Unbedingt vor Sanierungsbeginn über den genauen Zustand informieren und einen Architekten suchen.
    Zusätzlich gibt es allerdings einige Denkmalzentren, die Eigentümern helfen und Infos geben
    1) Deutsches Zentrum für Handwerk und Denkmalpflege, Fulda 0661/49530
    2) Görlitzer Fortbildungszentrum für Hdwk. & Denkmalpflege, Görlitz 03581 / 407423
    3) außerdem kann u. U. die Deutsche Stiftung Denkmalschutz helfen. Bonn 0228 / 957380

    Abschließend kann ich nur gratulieren. In keinem Neubau bekommt man eine ähnliche Wohnqualität wie in Denkmalen. Außerdem ist die Wertentwicklung historischer Gebäude wesentlich besser als bei Neubauten (früher gabs einfach weniger Pfusch und es wurden keine Wohngifte wie z.B. Formaldehyde eingebaut). Allerdings erfordert die Sanierung wirklich Fachleute.
    Gruß Eberhard [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

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