Frage zu Kaffee

Von: , Frage gestellt am Sa, 22. Feb 2003

Hallo,

habe ein Paket Kaffee ohne Koffein geschenkt bekommen, trinke sonst nur den "richtigen" Kaffee.

Kann mir jemand erklären warum der entschärfte Kaffee deutlich langsamer durch den Filter läuft, egal ob per Hand oder Maschine??

neugierige Grüße

Petra

4 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 11 Stunden 0 hilfreich
    Re: Frage zu Kaffee

    Hallo Petra.
    Vielleicht löst sich das Koffein erst beim Brühren in Wohlgefallen auf und verursacht einen Auftrieb im Brühbereich :).
    Nun der ernstgemeinte Lösungsversuch: Ist der Kaffee feiner gemahlen und verstopft die Poren des Filters?
    Gruss N.

    • Antwort von nach einem Tag 0 hilfreich
      Re^2: Frage zu Kaffee

      Hallo Norbärt,

      nee, ist auch von Melitta (Muttern hat bloß die Sorte verwechselt). Optisch ist da kein Unterschied festzustellen.

      Gruß Petra

      • Antwort von nach einem Tag 0 hilfreich
        Re^3: Frage zu Kaffee

        Hallo Petra.
        Versuchen wir das Thema mal logisch anzugehen:
        Ich setze voraus das Deine Testbedingungen reproduzierbar sind. Du benutzt die gleichen Hilfsmittel und Verbrauchsmaterialien für beide Sorten (Maschine, Filter, Wasser etc. sind identisch). Dann bleibt eigentlich nur ein Unterschied im Ausgangsmaterial Kaffee. Da hierbei die direkte Abhängigkeit zum Filterpapier besteht (die Kaffeemaschine ist ein offenes System, dh. es kann sich kein Über- oder Unterdruck aufbauen; das Wasser kommt aus der gleichen Quelle ohne Unterschiede in der Härte bzw. der Zusammensetzung an Mineralien und Zusätzen) kann es eigentlich nur der Mahlgrad sein. Dieser Unterschied ist mit dem blossen Auge vermutlich nicht sichtbar.
        Also wären da die zu klärenden Fragen:
        Wie gross sind die einzelnen Fragmente durchschnittlich pro Sorte?
        Wie gross ist der Unterschiedzwischen kleinsten und grössten Fragmenten einer Sorte?
        Wie ist die prozentuale Verteilung zwischen kleinsten, durchschnittlichen und gröberen Teile einer Sorte.
        Nimm Dir ein handelsübliches Elektronenrastermikroskop und jeweils eine gleiche Menge (nach Gewicht logischerweise) der einzelnen Sorten. Dann brauchst Du das nur noch statistisch auswerten :).

        Bei weiterem Überlegen fallen mir noch weitere Kriterien ein:
        Wie verhalten sich die einzelnen Sorten während und nach des Brühvorganges?
        Sind eventuell durch Unterschiede im Röstverfahren (Temperatur, Dauer, chemische Zusätze während des Röstens, Röstverfahren etc.) die Fragmente in physikalisch unterschiedlichen Zuständen.
        Das kann sich auf die Dichte, Wasseraufnahme- und abgabefähigkeit und Lösungs- bzw Zerfallseigenschaften auswirken:
        Wie verhält sich der Unterschied der statistisch erfassten Fragmente vor und nach dem Brühvorgang (nochmaldaselektronenratermikroskopausdemkellerholen)?
        Gruss N.

        PS: Nicht vergessen: Du hast gefragt (Schiessen Sie nicht auf den Pianisten wenn das Instrument verstimmt ist). N.

  2. Antwort von nach 2 Tagen 0 hilfreich
    Re: Frage zu Kaffee - zwei Gedankengänge

    Hallo Petra,

    folgende Ideen sind mit gekommen.

    1)
    Filtergrad
    Je feiner ein Kaffee gemahlen wird, desto langsamer läuft das Wasser beim Aufbrühen durch den Filterkuchen.
    Nun gehe ich mal davon aus, daß beim Entcoffeinieren eine möglichst große Oberfläche gebraucht wird (--> feinere Mahlung) um den Prozeß schnell und effektiv ablaufen zu lassen.
    Es muß also ein Kompromiß zwischen guter Filtrierbarkeit und guter Entcoffeinierung gefunden werden.

    2)
    Struktur nach dem Entcoffeinieren
    Es könnte sein, daß das Extrahieren des Coffeins die Struktur der Kaffeeteilchen ändert, schwamig macht (Vermutung!!!)
    Daraus könnte sich eine Verschlechterung der Filtration ableiten lassen.
    Aber wie Du siehst schreibe ich besonders im zweiten Abschnitt ziemlich im Konjunktiv

    Gandalf

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