Unterschied: Marmelade/Konfitüre
(Autor: * J u l е ѕ *, Frage gestellt am Do, 31. Jul 2003)
Wo genau ist der Unterschied? Ist das überhaupt so genau definiert, oder kann das jeder sagen wie er will?
Hat es was damit zu tun, ob Fruchtstücke drin sind oder nicht, oder aus welchen Früchten es gemacht wird? Ich habe bis jetzt nur widersprüchliche Informationen gefunden!
Vielen Dank schonmal, Jules
Hat es was damit zu tun, ob Fruchtstücke drin sind oder nicht, oder aus welchen Früchten es gemacht wird? Ich habe bis jetzt nur widersprüchliche Informationen gefunden!
Vielen Dank schonmal, Jules
Artikelbaum anzeigen
Re: Unterschied: Marmelade/Konfitüre
(Autor: F r i t z R u p p r і c һ t, Antwort nach 3 Min)
Hallo, Jules!
Marmelade wird aus Früchten gekocht. Sie kann aus verschiedenen Früchten bestehen und die Früchte sollten ganz verkochst sein. So wird es hierzulande verstanden.
Die EU hat, wohl auf englischen Einfluss hin, dies etwas verengt.
Dazu:
Mar|me|la|de, die; -, -n [port. marmelada= (Quitten)marmelade, zu: marmelo= Quitte < lat. melimelum < griech. melímelon= Honigapfel]: 1. als Brotaufstrich verwendete, mit Zucker eingekochte Früchte: ein Glas M.; M. kochen. 2. (nach einer Verordnung der Europäischen Gemeinschaft) süßer Brotaufstrich aus Zitrusfrüchten.
© Duden - Deutsches Universalwörterbuch 2001
Die Konfitüre dagegen darf nur aus einer Frucht bestehen und sie darf oder sollte auch sichtbare und beißbare Fruchtstücke enthalten.
Dazu:
Kon|fi|tü|re, die; -, -n [frz. confiture = Eingemachtes, zu afrz. confit= Brühe zum Einmachen von Früchten, zu: confire < lat. conficere, Konfekt]: Marmelade aus nur einer Obstsorte [mit Früchten od. Fruchtstücken].
© Duden - Deutsches Universalwörterbuch 2001
Gruß und Guten Appetitt beim Frühstück mit Konfitüre oder Marmelade oder Gsälz!
Fritz
Marmelade wird aus Früchten gekocht. Sie kann aus verschiedenen Früchten bestehen und die Früchte sollten ganz verkochst sein. So wird es hierzulande verstanden.
Die EU hat, wohl auf englischen Einfluss hin, dies etwas verengt.
Dazu:
Mar|me|la|de, die; -, -n [port. marmelada= (Quitten)marmelade, zu: marmelo= Quitte < lat. melimelum < griech. melímelon= Honigapfel]: 1. als Brotaufstrich verwendete, mit Zucker eingekochte Früchte: ein Glas M.; M. kochen. 2. (nach einer Verordnung der Europäischen Gemeinschaft) süßer Brotaufstrich aus Zitrusfrüchten.
© Duden - Deutsches Universalwörterbuch 2001
Die Konfitüre dagegen darf nur aus einer Frucht bestehen und sie darf oder sollte auch sichtbare und beißbare Fruchtstücke enthalten.
Dazu:
Kon|fi|tü|re, die; -, -n [frz. confiture = Eingemachtes, zu afrz. confit= Brühe zum Einmachen von Früchten, zu: confire < lat. conficere, Konfekt]: Marmelade aus nur einer Obstsorte [mit Früchten od. Fruchtstücken].
© Duden - Deutsches Universalwörterbuch 2001
Gruß und Guten Appetitt beim Frühstück mit Konfitüre oder Marmelade oder Gsälz!
Fritz
Re: Unterschied: Marmelade/Konfitüre
(Autor: R а t z, Antwort nach 7 h, 16 Min)
Hallo Jules
Soviel ich weiss, muss Marmelade so verkocht sein dass, im Gegensatz zu Konfitüre, keine Fruchtstücke mehr drin sind (sein dürfen).
Deswegen kriegste eigentlich nirgends mehr Marmelade, sondern nur noch Konfitüre. Is günstiger in der Herstellung, weil sie nicht so lange gekocht werden muss.
Viele Grüsse
Ratz
PS + ot : Das beste Obst ist das was zweimal durch die Spirale gegangen ist.
Soviel ich weiss, muss Marmelade so verkocht sein dass, im Gegensatz zu Konfitüre, keine Fruchtstücke mehr drin sind (sein dürfen).
Deswegen kriegste eigentlich nirgends mehr Marmelade, sondern nur noch Konfitüre. Is günstiger in der Herstellung, weil sie nicht so lange gekocht werden muss.
Viele Grüsse
Ratz
PS + ot : Das beste Obst ist das was zweimal durch die Spirale gegangen ist.
Wo genau ist der Unterschied? Ist das überhaupt so genau
definiert, oder kann das jeder sagen wie er will?
Hat es was damit zu tun, ob Fruchtstücke drin sind oder nicht,
oder aus welchen Früchten es gemacht wird? Ich habe bis jetzt
nur widersprüchliche Informationen gefunden!
Vielen Dank schonmal, Jules
definiert, oder kann das jeder sagen wie er will?
Hat es was damit zu tun, ob Fruchtstücke drin sind oder nicht,
oder aus welchen Früchten es gemacht wird? Ich habe bis jetzt
nur widersprüchliche Informationen gefunden!
Vielen Dank schonmal, Jules
Re: Ganz genau
(Autor: В о l ο 2 L, Antwort nach 14 h, 41 Min)
Hi Jules,
Jetzt habe ich in meinem Lebensmittellexikon nachgeschaut und im Anhang gefunden:
"Verordnung über Konfitüren und ähnliche Erzeugnisse" (vom 26. 10. 1982)
Daraus folgende Auszüge sollten Deine Fragen zu 100% klären:
"Die Konfitürenverordnung löste die Verordnung über Obsterzeugnisse ab. Sie wurde
aufgrund der EG-Richtlinie zur Angleichung der Rechtsvorschriften der
Mitgliedsstaaten über Konfitüren, Gelees, Marmelade und Maronenkrem erlassen."
...
"Die Konfitürenverordnung regelt die Herstellung, die zulässigen Ausgangsstoffe
sowie die Beschaffenheit der durch die EG-Richtlinie erfaßten Erzeugnisse
- Konfitüre extra
- Konfitüre einfach
- Gelee extra
- Gelee einfach
- Marmelade
- Maronenkrem"
...
"Bei den einzelnen Erzeugnissen wurde der Mindest-Fruchtgehalt je nach Fruchtart
unterschiedlich hoch festgesetzt. Die löslische Trockenmasse muß bei den in der
EG-Richtlinie angeführten Erzeugmissen mindestens 60, bei den Krautarten 65 und
bei Pflaumenmus 50 Gewichts-Prozente betragen. Als Ausgangserzeugnisse sind
zugelassen: Früchte, Pülpe, Mark, Fruchtsaft, wäßrige Auszüge von Früchten,
Zuckerarten nach der Zuckerarten-VO, Fruktose, wäßrige Saccharose-Lösung.
Konfitüre extra darf nun auch aus mehreren Fruchtarten, muß aber wie bisher aus
Pülpe, d. h. stückigem Ausgangsmaterial, hergestellt werden."
Dann folgt eine Tabelle, die nennt in der ersten Spalte für Konfitüre extra
wieviel g Pülpe bzw. für Gelee extra wieviel g Saft/Auszüge mindestens pro 1000 g
Erzeugnis verwendet werden müssen:
"Schwarze Johannisbeeren, Hagebutten, Quitten: 350; Ingwer: 250; Kaschuäpfel:
230; Passionsfrüchte: 80; andere Früchte: 450."
In der zweiten Spalte das Gleiche für Konfitüre einfach (g Pülpe/Mark) und Gelee
einfach (g Saft/Auszüge):
"Schwarze Johannisbeeren, Hagebutten, Quitten: 250; Ingwer: 150; Kaschuäpfel:
160; Passionsfrüchte: 60; andere Früchte: 130."
"Marmelade: 200 g Zitrusfrüchte, davon mindestens 75 g. Endokarp."
...
"Pflaumenmus: 1400 g Pflaumenpülpe oder -mark, davon dürfen höchstens 350 g aus
getrockneten Pflaumen hergestellt sein, daneben dürfen höchstens 300 g
Zuckerarten verwendet werden."
"Zusätzlich zu den durch die LMKV vorgeschriebenen werden u. a. folgende Angaben
gefordert:"
Dann folgen Rgeelungen für Angaben bei Mehrfrucht, zugelassenen
geschmacksbeeinflussenden Zutaten, Gesamtzuckergehalt usw.
Kommst Du damit fürs erste klar?
Gruß
Bolo2L
Hat es was damit zu tun, ob Fruchtstücke drin sind oder nicht,
bisher dachte ich auch immer, das wäre so (war wohl die alte Lesart).Jetzt habe ich in meinem Lebensmittellexikon nachgeschaut und im Anhang gefunden:
"Verordnung über Konfitüren und ähnliche Erzeugnisse" (vom 26. 10. 1982)
Daraus folgende Auszüge sollten Deine Fragen zu 100% klären:
"Die Konfitürenverordnung löste die Verordnung über Obsterzeugnisse ab. Sie wurde
aufgrund der EG-Richtlinie zur Angleichung der Rechtsvorschriften der
Mitgliedsstaaten über Konfitüren, Gelees, Marmelade und Maronenkrem erlassen."
...
"Die Konfitürenverordnung regelt die Herstellung, die zulässigen Ausgangsstoffe
sowie die Beschaffenheit der durch die EG-Richtlinie erfaßten Erzeugnisse
- Konfitüre extra
- Konfitüre einfach
- Gelee extra
- Gelee einfach
- Marmelade
- Maronenkrem"
...
"Bei den einzelnen Erzeugnissen wurde der Mindest-Fruchtgehalt je nach Fruchtart
unterschiedlich hoch festgesetzt. Die löslische Trockenmasse muß bei den in der
EG-Richtlinie angeführten Erzeugmissen mindestens 60, bei den Krautarten 65 und
bei Pflaumenmus 50 Gewichts-Prozente betragen. Als Ausgangserzeugnisse sind
zugelassen: Früchte, Pülpe, Mark, Fruchtsaft, wäßrige Auszüge von Früchten,
Zuckerarten nach der Zuckerarten-VO, Fruktose, wäßrige Saccharose-Lösung.
Konfitüre extra darf nun auch aus mehreren Fruchtarten, muß aber wie bisher aus
Pülpe, d. h. stückigem Ausgangsmaterial, hergestellt werden."
Dann folgt eine Tabelle, die nennt in der ersten Spalte für Konfitüre extra
wieviel g Pülpe bzw. für Gelee extra wieviel g Saft/Auszüge mindestens pro 1000 g
Erzeugnis verwendet werden müssen:
"Schwarze Johannisbeeren, Hagebutten, Quitten: 350; Ingwer: 250; Kaschuäpfel:
230; Passionsfrüchte: 80; andere Früchte: 450."
In der zweiten Spalte das Gleiche für Konfitüre einfach (g Pülpe/Mark) und Gelee
einfach (g Saft/Auszüge):
"Schwarze Johannisbeeren, Hagebutten, Quitten: 250; Ingwer: 150; Kaschuäpfel:
160; Passionsfrüchte: 60; andere Früchte: 130."
"Marmelade: 200 g Zitrusfrüchte, davon mindestens 75 g. Endokarp."
...
"Pflaumenmus: 1400 g Pflaumenpülpe oder -mark, davon dürfen höchstens 350 g aus
getrockneten Pflaumen hergestellt sein, daneben dürfen höchstens 300 g
Zuckerarten verwendet werden."
"Zusätzlich zu den durch die LMKV vorgeschriebenen werden u. a. folgende Angaben
gefordert:"
Dann folgen Rgeelungen für Angaben bei Mehrfrucht, zugelassenen
geschmacksbeeinflussenden Zutaten, Gesamtzuckergehalt usw.
Kommst Du damit fürs erste klar?
Gruß
Bolo2L
Re^2: Ganz genau
(Autor: * Ј u l е ѕ *, Antwort nach 15 h, 15 Min)
Ich hatte vor einiger Zeit mal in einem, eigentlich seriösen, Fernsehbericht gesehen, dass Marmelade immer aus Zitrusfrüchten sein muss. Ist dann da garnichts dran?
Re^3: Ganz genau
(Autor: ѕ t r u b b е l, Antwort nach 15 h, 56 Min)
hallo jules,
fritze hat, wie immer, recht. marmelade ist immer aus zitrusfrüchten. der rest geht als konfitüre bzw. unter dem unpoetischen namen brotaufstrich übern ladentisch.
im sprachgebrauch bleibt es aber weiterhin ein himbeermarmeladenbrötchen.
(tolles wort, und ohne bindstrich, freu).
guten appetit beim marmeladevertilgen.
strubbel
§:o)
fritze hat, wie immer, recht. marmelade ist immer aus zitrusfrüchten. der rest geht als konfitüre bzw. unter dem unpoetischen namen brotaufstrich übern ladentisch.
im sprachgebrauch bleibt es aber weiterhin ein himbeermarmeladenbrötchen.
(tolles wort, und ohne bindstrich, freu).
guten appetit beim marmeladevertilgen.
strubbel
§:o)
Re^3: Römpp!
(Autor: G а n d a l f, Antwort nach 16 h, 22 Min)
Hi Jules,
Marmeladen (von portugies. Marmelo = Quitte)
Bis zum Erlaß der Konfitüren-VO vom 26.10.1982 (BGBl. I S. 1434) war die Bez. M. reserviert für dickbreiige, streichfähige Obsterzeugnisse für den BRotaufstric, die durch EInkochen von frischen, konservierten oder tiefgefrorenen Früchten (Johannisbeeren, Kirschen, Erdbeeren, Aprikosen, Himbeeren, Pflaumen, Birnen, Äpfel usw.) mit Zucker hergestellt werden, wobei bei der industriellen Herstellung konservierte Früchte meist in Form der Obstpülpen (zerkleinertes, kurze Zeit erhitztes und mit Konservierungsstoffen haltbar gemachtes Obst) oder als Obstmark verarbeitet werden. Man unterschied
Einfruchtmarmeladen, aus nur einer Obstart mit mindestens 45 % Fruchtfleisch
Mehrfruchtmarmeladen, aus zwei bis vier Obstarten (max 50 % Äpfel und Birnen) und
gemischten Marmeladen, aus einer nicht beschränkten Anzahl von Obstsorten (max 50 % Äpfel und Birnen) miteinem Fruchtfleischanteil von mind. 25 % und
Konfitüren.
Die bei der Herstellung notwendige Gelierung beruht auf dem natürlichen oder durhc Zusätze erreichten Gehalt an Pektinen, die als Kolloide durch Zucker und Säuren in ein Gel verwandelt werden.
Seit 1982 ist die Bez. M. nur noch für Prod. aus Citrusfrüchten zulässig, während Prod. aus anderen Obstarten Konfitüren sind
Gandalf
Ich hatte vor einiger Zeit mal in einem, eigentlich seriösen,
Fernsehbericht gesehen, dass Marmelade immer aus
Zitrusfrüchten sein muss. Ist dann da garnichts dran?
Zitat aus meinem Leibundmagenlexikon, dem Römpp-ChemielexikonFernsehbericht gesehen, dass Marmelade immer aus
Zitrusfrüchten sein muss. Ist dann da garnichts dran?
Marmeladen (von portugies. Marmelo = Quitte)
Bis zum Erlaß der Konfitüren-VO vom 26.10.1982 (BGBl. I S. 1434) war die Bez. M. reserviert für dickbreiige, streichfähige Obsterzeugnisse für den BRotaufstric, die durch EInkochen von frischen, konservierten oder tiefgefrorenen Früchten (Johannisbeeren, Kirschen, Erdbeeren, Aprikosen, Himbeeren, Pflaumen, Birnen, Äpfel usw.) mit Zucker hergestellt werden, wobei bei der industriellen Herstellung konservierte Früchte meist in Form der Obstpülpen (zerkleinertes, kurze Zeit erhitztes und mit Konservierungsstoffen haltbar gemachtes Obst) oder als Obstmark verarbeitet werden. Man unterschied
Einfruchtmarmeladen, aus nur einer Obstart mit mindestens 45 % Fruchtfleisch
Mehrfruchtmarmeladen, aus zwei bis vier Obstarten (max 50 % Äpfel und Birnen) und
gemischten Marmeladen, aus einer nicht beschränkten Anzahl von Obstsorten (max 50 % Äpfel und Birnen) miteinem Fruchtfleischanteil von mind. 25 % und
Konfitüren.
Die bei der Herstellung notwendige Gelierung beruht auf dem natürlichen oder durhc Zusätze erreichten Gehalt an Pektinen, die als Kolloide durch Zucker und Säuren in ein Gel verwandelt werden.
Seit 1982 ist die Bez. M. nur noch für Prod. aus Citrusfrüchten zulässig, während Prod. aus anderen Obstarten Konfitüren sind
Gandalf
Steht doch da!!
(Autor: Β о l о 2 L, Antwort nach 1 Tag, 13 h, 24 Min)
Meine Güte, warum mach ich mir die Arbeit, wenn das niemand liest??? Es steht
doch alles da, und das mit der Marmelade auch:
Gruß
Bolo2L
doch alles da, und das mit der Marmelade auch:
"Marmelade: 200 g Zitrusfrüchte, davon mindestens 75 g
Endokarp."
Alles klar?Endokarp."
Gruß
Bolo2L
Du kannst auf diesen Artikel nicht antworten.
Dieser Artikelbaum ist im Archiv des Experten-Forums von wer-weiss-was zum Thema "Ess- & Trinkkultur" archiviert. Es handelt sich um keine aktuelle Diskussion, daher kann auf die Artikel nicht mehr geantwortet werden.
Folgende Artikel könnten Dich auch interessieren:
Was ist genau Schümlikaffee?Wechselurkunde
europa-karte
kassettenrecorder auf mp3?
stetig differenzierbar
Suche Scratcher und Stimmverzerrer zum downloaden
Kadenz
'wirtschaftskommunikation' , nebenher in berlin?
Aviso
Eine Frage
danke
Ortszuschlag
vorheriger Artikelbaum
(Thema Aldi)
(Marke der Zitronenlimonade im Radler in Bayern)
nächster Artikelbaum















