Antwort von
nach 2 Tagen
hilfreich
Re^5: Sehr gute Antwort ;-))
Hallo Rainer,
zum einen: Danke für das Lob ;-)
zum anderen: Ich hab jetzt Deinen ARtikel mehrfach gelesen und entweder sitz ich total auf der Leitung, oder Du hast da doch, wie ich vermute, eine kleine Unschärfe drin ...
Man gewinnt auch Weisswein aus Rotweintrauben, die sind meist
billiger, der Most ist ja weiß.
Den Satz versteh ich nicht so richtig. Bei vergleichbaren Qualitäten (also nicht Pinot Grigio Anbaufläche mit 195 hl/ha mit Sangiovese Spitzenlage mit 35 hl/ha vergleichend) differieren die Traubenpreise nicht so besonders, zumindest soweit ich weiß.
Deshalb heißt Weisswein oder Champagner aus weißen Trauben
"Blanc de Blancs"
Der Schluß ist meines Erachtens nach nicht richtig. Erstens nicht in der Kombination mit dem Satz drüber und auch grundsätzlich nicht (da bin ich mir jetzt sogar ziemlich sicher). Das "Deshalb" ist IMHO grundverkehrt. In der Champagne sind, wie Du weißt, drei Rebsorten (Pinot Noir, Pinot Meunier, Chardonnay) zum Ausbau zu Champagner zugelassen. Zugelassen ist es, Champagner aus Grundweinen dieser drei Traubensorten zu gewinnen und zwar sowohl als Cuvée oder eben reinsortig _nur_ aus Chardonnay. Ein Schaumwein der reinsortig aus Pinot Noir gewonnen würde, dürfte sich trotz der Herkunft aus der Champagne nicht _Champagner_ nennen. D.h. der reinsortige Ausbau zu Champagner ist auf Grundweine beschränkt, die aus Chardonnay-Trauben gewonnen wurden. Deshalb ist die Bezeichnung "Blanc de Blanc" (Weisser aus Weissen, in schlechter Übersetzung) eher ein Qualitäts- oder Klassifizierungsmerkmal (Klassifizierung jetzt nicht im Sinne von Cru, Grand Cru oder so ...).
Blanc de Blanc Champagner sind in der Regel, verleichbare Qualität und vergleichbares Renomee des erzeugenden/vertreibenden Hauses vorausgesetzt, auch eine ganze Kante teurer, als die üblichen Cuvées. Vergleich bei Krug mal den Preis für den Jahrgangschampagner, z.B. 1993 und den Jahrgangschampagner BdB, da werden Dir die Augen tropfen ;-))
Viele Grüße
mhg