Wasser für Tee

Von: , Frage gestellt am Do, 17. Jan 2002

Hallo,

ich habe hier eine Kollektion relativer feiner Tees stehen (neues Hobby). Mein Geschmack ist durchaus vorhanden (alter Weintrinker), aber irgendwie kommt geschmacklich bei den Tees nicht viel rüber. Ich hab zwischenzeitlich das Leitungswasser durch Volvic ersetzt. Das brachte zwar was, aber irgendwie isses noch nicht so, wie ich es mir vorstelle.

Welches Wasser für den Tee empfehlen die Experten oder was mache ich ansonsten falsch?

Gruß und Danke
Christian

23 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 29 Minuten 0 hilfreich
    Re: Wasser für Tee

    Moin Chris :-)
    ich habe hier eine Kollektion relativer feiner Tees stehen
    (neues Hobby).
    Was sind das für Tees ? Grüner Tee ? Schwarzer Tee ? etc. (möglichst genau die Sorten angeben)

    Mein Geschmack ist durchaus vorhanden (alter Weintrinker), aber irgendwie kommt geschmacklich bei den Tees
    nicht viel rüber. Ich hab zwischenzeitlich das Leitungswasser
    durch Volvic ersetzt. Das brachte zwar was, aber irgendwie
    isses noch nicht so, wie ich es mir vorstelle.
    hm...worauf begründet sich deine Vorstellung ? Einen Tee, den du schon mal irgendwo getrunken hast ? Reine Phantasie ? Welches Wasser für den Tee empfehlen die Experten oder was
    mache ich ansonsten falsch?
    Ich nehme immer Leitungswasser, mit ist allerdings bewußt, dass die Qualität des Leitungswasser (insbesondere der Härtegrad) den Geschmack des Tees beeinflusst. Nirgends schmeckt der Tee so wie zu Hause *g*

    Diese Feinheiten sind jedoch marginal. Um zu wissen, was und ob du irgendwas falsch machst solltest du ein paar mehr Infos rüberwachsen lassen, zum Beispiel um welchen Tee es sich handelt und wie du diesen zubereitest/aufbrühst. Auch etwas detailliertere Informationen darüber, wie Erwartung und tatsächlicher Geschmack sich unterscheiden wäre nicht schlecht :-)

    Gruss
    Marion, schon als Kind Tee-Expertin *g*

  2. Antwort von nach 32 Minuten 0 hilfreich
    Re: Wasser für Tee

    Hi Christian,

    das ist so ne WIssenschaft für sich. Das Wasser sollte nach Möglichkeit wenig Kalk enthalten. Aber das war für mich als Chemiker zu diffus. Also verschiedene Chemiker, die auch gerne Tee trinken gefragt. Ergebniss: Nichts genaues weiß man nicht. Die einen faseln was von temporärer Härte (das was die Chemiker unter Kalk verstehen), die den Geschmack ruiniert, die anderen von der permanenten (andere Salze, die in Wasser gelöst sind).
    Nun bin ich in meiner Wohngegend mit Wasser gesegnet, daß für Tee scheinbar recht gut geeignet ist und hab mich dann nicht weiter gekümmert, aber folgendes möchte ich Dir mitgeben.

    Wasser sollte m.E. recht weich sein.
    Versuch mal verschiedene Brühtemperaturen, speziell grüne Tees geben je nach Temperatur verschiedene Geschmäcker.
    Länge der Brühzeit, einige mögen den Tee am liebsten, wenn er gerade mal 30 Sekunden gezogen hat.
    Stärke des Tees, manche mögens dünner als andere.
    Im Gegensatz zum Kaffee eignet sich Tee (speziell der güne) zu einem zweiten Aufguß. Das ist kein Geiz, in Japan ist der zweite Aufguß von grünen Tee beliebter als der erste.

    so das wars erst mal.

    Gandalf

  3. Antwort von nach 32 Minuten 0 hilfreich
    Re: Wasser für Tee

    Hallo Christian,

    ich weiß, ich weiß... Als Kaffee-Junkie steht mir diese Antwort eigentlich üüüüüüüüberhaupt nicht zu. *ggg* Schau mal trotzdem, ob Du vielleicht hier eine Anregung für Deinen Teegenuß findest:

    http://www.demmer.at/de/teeblatt/teeblatt.htm

    Beste Grüße

    Tessa

  4. Antwort von nach 41 Minuten 0 hilfreich
    Nachtrag

    Hallo,

    was ich hier habe:
    1. Assam SFTGFOP 1, Molkalbari < top of top>
    2. Ceylon Pekoe, Uva Highlands highgrown (der nach meinem Geschmack beste)
    3. Darjeeling FTGFOP, Kalley Valley, Second Flush

    Gruß
    CB

  5. Antwort von nach 43 Minuten 0 hilfreich
    Re: Wasser für Tee

    Hallo Christian ich habe hier eine Kollektion relativer feiner Tees stehen
    (neues Hobby). Mein Geschmack ist durchaus vorhanden (alter
    Weintrinker), aber irgendwie kommt geschmacklich bei den Tees
    nicht viel rüber. Ich hab zwischenzeitlich das Leitungswasser
    durch Volvic ersetzt. Das brachte zwar was, aber irgendwie
    isses noch nicht so, wie ich es mir vorstelle.

    Welches Wasser für den Tee empfehlen die Experten oder was
    mache ich ansonsten falsch?
    Versuch mal Britta-Filter für dein Trinkwasser, ich finde, das macht beim Geschmack ne Menge aus.
    Ansonsten nimm den Tee aus der Pfanne ;-Þ
    *wink*
    Rainer

    • Antwort von nach 53 Minuten 0 hilfreich
      Re^2: Wasser für Tee

      Hi Rainer, Ansonsten nimm den Tee aus der Pfanne ;-Þ
      wie jetzt? Braten ist Sch...?

      Danke für den Filter-tip.

      Gruß
      C

  6. Antwort von nach 9 Stunden 0 hilfreich
    Re: Wasser für Tee

    Hallo Christian

    erst einmal Glückwunsch zu deinen Teeversuchen. So bin ich vor 25 Jahren auch angefangen.

    Folgender Tipp:
    auf jeden Fall einen Wasserfilter für das Wasser nutzen, der angegebene Britta ist sehr gut, musst aber darauf achten, immer nur kaltes Leitungswasser einzufüllen, welches aber schon eine Weile laufen sollte, damit Ablagerungen aus den Rohren möglichst gering sind.

    Bei einem kräftigen Assam o. Ceylontee nimmt man pro Tasse einen gestrichenen TL Teeblätter, füllt diese am besten in eine mit heissem Wasser ausgespülte Kanne, kochendes Wasser drauf und exakt (mit Sekundenuhr) 2 - 3 Minuten ziehen lassen - je nach Geschmack. Dann umfüllen (!!!) in eine andere aufgewärmte Kanne durch ein feines Teesieb.

    Bei Darjeeling o. and. leichteren Sorten gilt das Vorhergesagte ähnlich, nur ist hier darauf zu achten, dass du möglichst einen Silberlöffel verwendest zum Abmessen der Teemenge und nur 2 Minuten ziehen lassen-- dann wie vor.

    Bei grünem Tee kannst du die Teeblätter mehrfach verwenden. Auch in China habe ich es kennengelernt, die Blätter lose in die Kanne zu schütten und entweder immer Wasser nachzugiessen (das Wasser darf aber n i c h t mehr kochend sein, muss etwas abgekühlt sein. In der Praxis sind da die Papierfilter zu empfehlen. Grünen Tee lasse ich 3 Minuten ziehen - dann Beutel raus oder durch ein weiteres Sieb giessen in eine vorgewärmte Kanne.

    Das hört sich für einen Neuling sicher kompliziert an, aber Tee ist eben auch eine Zeremonie. Den trinkfertigen Tee allerdings nicht zu lange (mehr als 30 Min.) auf einem Stövchen stehen lassen.

    Um mal so richtig alle Sorten durchzuprobieren, empfehle ich es so zu machen , wie ich damals: Es gibt von Teeversandfirmen Probierpakete mit 10 oder mehr Sorten. Ich habe dann immer die jeweilige Sorte einmal so aufgebrüht, wie ich es meinte und mit Noten bewertet und dann, wie es auf der Packung steht.

    So habe ich z.B. auch festgestellt, dass die englische Teemischung wirklich am besten mit 1/5 heisser Milch schmeckt, der ostfriesische Tee vorzüglich mundet, wenn man Sahne tröpfchenweise in die Tasse gibt - und nicht umrührt.

    Da gibt es wie gesagt, viele Varianaten, aber ich hoffe, ich konnte dir als Tee-Geniesserin erst einmal weiterhelfen.

    Gruss Chris ich habe hier eine Kollektion relativer feiner Tees stehen
    (neues Hobby). Mein Geschmack ist durchaus vorhanden (alter
    Weintrinker), aber irgendwie kommt geschmacklich bei den Tees
    nicht viel rüber. Ich hab zwischenzeitlich das Leitungswasser
    durch Volvic ersetzt. Das brachte zwar was, aber irgendwie
    isses noch nicht so, wie ich es mir vorstelle.

    Welches Wasser für den Tee empfehlen die Experten oder was
    mache ich ansonsten falsch?

    Gruß und Danke
    Christian

  7. Antwort von nach 10 Stunden 0 hilfreich
    Re: Wassserfilter nicht ungefährlich!

    Hallo Chris,

    zunächst mal was generelles zu den immer wieder angesprochenen Wasserfiltern. Die Dinger sind in allen seriösen Tests (z.B. Stiftung Warentest) immer wieder massiv durchgefallen. Insbesondere deshalb, weil die Filterpatronen wunderbare Brutstätten für Bakterien und Schimmelsporen sind. Man könnte jetzt natürich sagen, dass die Bakterien ja durch das Kochen abgetötet werden, aber dies ist nur die halbe Wahrheit. Schließlich produzieren die Fiecher auch Ausscheidungen, die durchaus hitzestabil sind und ebenfalls nicht gesund sein müssen. Auch die Schimmelsporen halten eine Menge aus. Wenn man so ein Ding also unbedingt verwenden will, dann sollte man wenigstens den Filter regelmäßig in kurzen Abständen tauschen (was natürlich ein teueres Vergnügen ist).

    Ansonsten kann man nur zu möglichst weichem Wasser raten. Entweder man hat es aus der Leitung (mein gutes Harzwasser z.B.) oder man muss es teuer einkaufen oder sich eine Entkalkungsanlage einbauen (nicht den Pfusch mit den Magneten, es gibt nur 2 vom ZVSH, oder wie der Laden immer auch heißen mag, empfohlene Systeme).

    Temperaturen und Zeiten sind von Tee zu Tee unterschiedlich und sollten eingentlich angegeben sein (was einen nicht von eigenen Experimenten abhalten sollte). Insbesondere kann man durch die Ziehzeit auch die Wirkung des Tees (eher anregend oder beruhigend) einstellen. Auf jeden Fall dem Tee genug Bewegungsspielraum in der Kanne lassen, also entweder frei aufgießen, oder großvolumige Papier- oder Baumwollsäckchen verwenden (bei diesen dann für jede Teesorte möglichst ein eigenes). Bloß keine kleinen Teeeier o.ä. einsetzen.

    Was die grünen Tees angeht, sollte man auf jeden Fall nur Wasser von rund 80°C einsetzen und die Ziehzeit sehr genau einhalten. Die chinesischen Tees zum ständigen Nachaufgießen sind üblicherweise genaus so schlecht, wie Pulverkaffee. Tolle japanische Tees kann man aufgrund der kurzen Ziehzeit wunderbar zwei bis drei mal aufgießen und hat dann immer noch ein tolles Aroma.

    Gruß vom Wiz [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

    • Antwort von nach 10 Stunden 0 hilfreich
      Re^2: Wassserfilter nicht ungefährlich!

      Hallo Wiz zunächst mal was generelles zu den immer wieder angesprochenen
      Wasserfiltern. Die Dinger sind in allen seriösen Tests (z.B.
      Stiftung Warentest) immer wieder massiv durchgefallen.
      Stiftung Wischi-Waschitest würde ich nicht unbedingt zu den besonders seriösen zählen, bei Sachen, von denen ich was verstehe, haben die schon ziemlich viel Unsinn publiziert.
      Natürlich ist Hygiene wichtig, versteht sich von selbst, ich benutze die Filter schon sehr lange und bin voll zufrieden damit.
      Gruß
      Rainer



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