Hi Sebastian,
nein, grundsätzlich bist Du nicht gefordert, wozu hat es den eigenen Vater (falls verfügbar).
Bist Du in die quasi Vaterrolle geschlüpft sieht es natürlich anders aus. Dann bist Du in der Pflicht. Tendenziell finde ich es aber passender, wenn Deine Freundin zu ihrem eigenen Kind spricht, wenn nicht der Vater.
Solltest Du müssen, langweile Deine Zuhörer nicht mit Geschichten aus der Vergangenheit. Peinlichkeiten nur in nicht verletzlichen Rahmen zum besten geben und auf persönliche Wesenszüge und gute Voraussetzungen der Brautleute herausheben.
Der Aufbau in den Grundzügen (ich war bereits 6x Trauzeuge und durfte daher mehrmals Reden von 100-200 Leuten halten):
1. Begrüßung und Dank an die Einladenden (so Du es nicht selber bist), diese sollte förmlich sein, kann aber auch mit einem netten Scherz enden,
2. ein leicht humorigen Teil in dem nette private Dinge untergebracht werden können,
3. mit einer schönen Überleitung, am besten aus einem zuvor geschilderten Wesenzug den ernsten Part einläuten, in dem Du evt. auch schwierige Phasen und deren Bewältigung unterbringen kannst,
4. Einen Abschlußknaller, damit nicht alle anfangen zu weinen,
5. Den eigentlichen Abschluß, der mit ganz privaten, intimen Worten endet und besonders das Brautpaar (und ruhig auch alle anderen) vor Rührung schluchzen läßt, ...
Zum Schluß erhebst Du Dein Glas mit allen anderen auf das Brautpaar (Hochlebe-Ruufe sind dabei tunlichst zu vermeiden).
Viel Erfolg dabei (wenn es denn soweit kommen sollte) wünscht Dir Falckus