Pfeiferauchen - warum und wie?

Von: , Frage gestellt am So, 3. Okt 1999

Gibt es vielleicht den einen oder anderen Pfeiferaucher hier, der mal ein wenig aus dem Nähkästchen plaudert? Was ist anders als bei Zigaretten? Wie genau funktioniert es ( Lunge oder Paffen?? ). Sind Pfeifen gesünder? Eben alles was an dem Thema wissenswert ist.
Ich warte gespannt.
Birgit

6 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 6 Stunden hilfreich
    Re: Pfeiferauchen - warum und wie?

    Was ist anders als bei Zigaretten? Wie genau
    funktioniert es ( Lunge oder Paffen?? ).
    Sind Pfeifen gesünder? Eben alles was an
    dem Thema wissenswert ist.
    Ich warte gespannt.
    Birgit
    Folgende Unterschiede fallen mir ein:
    1. Du brauchst Zeit und Geduld.
    2. Eingeatmet wird der Rauch normalerweise nicht, höchstens übers Gaumensegel und durch die Nase ausgeatmet.
    3. Den schmarotzenden Mitrauchern ;-)) stinkt's meist nicht so.
    4. Mir hat's nichts gegeben - ich habe es erprobt und während des Pfeiferauchens Appetit auf eine Zigarette bekommen.
    5. Gesünder ist's auch nicht. Statt Lungen- kriegt man halt Zungenkrebs - auch keine brauchbare Alternative.
    6. Da eine Pfeife nach dem Rauchen längere Zeit ruhen soll, brauchst Du mehrere Pfeifen. Ich kannte Leute mit zwanzig Pfeifen, sodaß jede nur alle paar Tage benützt wurde. Eine Pfeife hält zwar theoretisch mehrere Jahre, kostet aber ein Schweinegeld. Somit ist Pfeiferauchen auch noch wesentlich teurer als Zigarettenrauchen.
    Interessante Literatur übers Pfeiferauchen (zB von Alfred Dunhill) gibt's auch als Taschenbücher.
    Beste Grüße
    Bernhard *derbeiseinenglimmstengelnbleibt*

    • Antwort von nach 7 Stunden hilfreich
      Re^2: Pfeiferauchen - warum und wie?

      Hallo Bernhard
      richtig, mach ich auch, hab mal Pfeife geraucht, das unangenehme dabei war, dass sich ein Belag auf der Zunge bildet, nennt man glaub ich "Lederzunge", der die Geschmacksempfindung stört. Da ich gerne gut esse und trinke hab ich das Pfeifenrauchen wieder aufgegeben.
      Gruss
      Rainer [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

      • Antwort von nach einem Tag hilfreich
        Lederzunge

        Bernhard
        *derbeiseinenglimmstengelnbleibt*
        Hallo Bernhard
        richtig, mach ich auch, hab mal Pfeife
        geraucht, das unangenehme dabei war, dass
        sich ein Belag auf der Zunge bildet,
        nennt man glaub ich "Lederzunge", der die
        Geschmacksempfindung stört. Da ich gerne
        gut esse und trinke hab ich das
        Pfeifenrauchen wieder aufgegeben.
        Gruss
        Rainer
        Hallo Rainer
        das mit dem guten Essen und Trinken kann ich nachvollziehen - merkwürdiger Nebeneffekt: meine Gürtel werden ímmer kürzer ;-))
        Grüße
        Bernhard

        • Antwort von nach einem Tag hilfreich
          Re: Lederzunge

          Hallo Rainer
          das mit dem guten Essen und Trinken kann
          ich nachvollziehen - merkwürdiger
          Nebeneffekt: meine Gürtel werden ímmer
          kürzer ;-))
          Grüße
          Bernhard
          Hmm, ja, vielleicht bist Du einfach zu klein für Dein Gewicht?
          Wär das ne Lösung?
          ;-))
          Rainer

  2. Antwort von nach 18 Stunden hilfreich
    Ein Pfeifenraucher

    meldet sich zu Wort:

    Vorneweg, Pfeiferauchen ist nicht "gesünder" als Zigarettenrauchen, es ist nur anders schädlich !
    Auch hier gibt es Lungenkrebs (allerdings ein klein wenig weniger häufig, dafür haben wir Kehlkopfkrebs und gelegentlich auch Zungenkrebs:-)
    Pfeife wird nicht auf Lunge geraucht (denoch inhalieren wir auch ca. 10%), sondern nur "gepafft", d.h. Mund- und Nasenraum. Es werden die dortigen Geschmacksnerven angesprochen, es ist also eine Geschmackssache und es kommt nicht auf den Nikotinspiegel an. Deshalb werden Pfeifentabake auch wesentlich stärker "souciert", d.h. mit Aromastoffen fermentiert.
    Mann/Frau raucht Pfeife aus Genußsucht und ist körperlich nicht abhängig (Stichwort: Nervengift Nikotin). Es ist so ähnlich wie mit dem Weintrinken, das macht auch niemand gegen den Durst, Biert dagegen kann ein vorzüglicher Durstlöscher sein (beide machen trunken:-).
    Ein wenig spielt vielleicht auch das Ritual eine Rolle. Ein seriöser Pfeifenraucher wird seine Rauchinstrumente pfleglich behandeln (dazu gehört auch das "auskühlen" lassen, welches durchaus mehrere Tage benötigen kann), eine nicht ausgetrocknete Pfeife ist schlichtweg eine Sauerei und stinkt und schmeckt auch nicht.
    Ob die Pfeife auf der Zunge brennt oder nicht ist oft eine Frage der Rauchtechnik , kann aber auch an einer billigen Pfeife oder an dem falschen "cut", dem Tabakschnitt liegen. Gute Pfeifen kosten so ab 80 DM, drunter habe ich noch nichts brauchbares gefunden. Topgeräte liegen so ab 200 DM, nach oben gibt es keine Grenzen (hab schon Pfeifen für mehrere hundert/tausend Mark gesehen - dann kommt es auf die "Maserung" des "Bruyers" an - das ist das Wurzelholz aus welchem diese Pfeifen geschnitten sind). Pfeifenmacher ist ein höchstqualifizierter Beruf und diese Leute verdienen sich dumm und dämlich (es gibt nur eine handvoll, die besten sind in Deutschland und in Dänemark), ihre Namen sind Legion und eine Pfeife eines Sören Holm zu schmauchen sichert einem Pfeifenraucher höchste Bewunderung und Anerkennung in Pfeifenraucherkreisen (so ähnlich wie Ferrari oder Jaguar fahren:-).
    Um eine Pfeife gepflegt zu "celebrieren" bedarf es einer gewissen inneren Ruhe und Ausgeglichenheit (was keineswegs bedeutet es mit Lethargigern zu tun zu haben:-), in der Tat ist es schlichtweg unmöglich in hektischer Atmosphäre eine Pfeife zu celebrieren - vielleicht mit ein Grund weshalb nicht wenig Pfeifenraucher während ihrer hektischen Arbeit gar nicht oder höchstens mal eine Zigarre rauchen. Das Pfeifenrauchen gehört eindeutig in den besinnlichen Abendstunden, genau wie das wohltemperierte Glas Bordeaux und das offene Kaminfeuer (folgerichtig wird in den kühlen Jahreszeiten auch wesentlich mehr Pfeife geraucht als im Sommer).

    So, nun aber genug der Ausführungen.
    Wie hier bereits erwähnt gibt es auch wirklich amüsante Lektüre zu diesem Thema.

    Ach ja: Niemand sollte ohne einen bereits pfeiferauchenden Freund/in selbst mit dem Pfeiferauchen beginnen wollen, es würde höchstwahrscheinich mißlingen. Man suche sich einen Bekannte/n welcher bereits seit Jahren genüßlich Pfeife raucht und läßt sich mit viel Geduld in diese etwas spleenige Materie einweihen. In diesem Sinne "fidelius fratribus" :-))

  3. Antwort von nach 4 Tagen hilfreich
    Re: Pfeiferauchen - ja warum denn eigentlich?

    Moin Moin, Birgit!
    Ich hab mal versucht, von Zigaretten auf
    Pfeife umzusteigen. Hat auf Dauer nicht
    geklappt, zum einen, weil die Gewohnheit,
    auf Lunge zu Rauchen, mich immer wieder
    eingeholt hat, und, vor allem, in
    Situationen, wo ich dann nicht die Muße für
    Pfeife hatte, aber irgendwie Streß, den ich
    wegrauchen wollte, bin ich doch wieder auf
    die Kippen gekommen. Meine Wunschvor-
    stellung, nur gelegentlich mal zu rauchen,
    hab ich mir damit auch abgeschminkt.
    Nu, hab ich halt ganz aufgehört mit der
    Qualmerei. Schön ist das

    Gut duft', nicht stink' -)
    Yossar

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