Hallo Igel,
wie schon Angelika geschrieben hat, hängt alles davon ab, wie nahe Du der Familie steht und ob Du den verstorbenen Vater Deines Bekannten überhaupt kanntest (falls ja: wie gut?). Wenn ich Deine Worte richtig deute, geht es dabei schon um einen Freund als um einen Bekannten.
Ich möchte nun statt "Aufrichtige Teilnahme" oder so plus
Unterschrift noch etwas schreiben. Mir fehlen aber hier die
rechten Worte.
DANN SCHREIB GENAU DAS!
Dann ist es wenigstens ehrlich und allemal besser, als irgendwelche abgedroschenen vorformulierten Sprüche aus einem Büchlein á la "Richtig kondolieren". Es ist kein Geheimnis, daß Menschen (und da schließe ich mich keinesfalls aus!), die ihre Anteilnahme ausdrücken wollen, der Situation genauso hilflos gegenüberstehen wie Familienangehörige und Freunde des Verstorbenen.
Außerdem verstehe ich nicht, warum es immer eine BeileidsKARTE sein muß.
Ein paar handschritliche Zeilen sind wesentlich persönlicher, wenn man ein paar Regeln beachtet (soll keine Belehrung sein!!!):
1) schlichtes, hochwertiges, weißes Briefpapier;
2) nach Möglichkeit mit Füllfederhalter geschrieben;
3) Hände weg von Papier & Briefumschlägen mit Trauerrand, diese sind der Familie vorbehalten;
4) in die Kopfzeile gehört nur der Name des Absenders und evtl. die Privatadresse - je nachdem, wie eng das Verhältnis ist; nix zu suchen haben dort: Fax-Nr., Handy-Nr., eMail-Adresse & Co.;
5) hier fallen sämtliche DIN-Vorschriften unter den Tisch: die Adresse des Empfängers wird in dem Brief selbst nicht erwähnt; der Text wird nach Möglichkeit schön mittig zwischen dem oberen und unteren Rand plaziert;
6) daß so ein Brief in einem per Hand adressierten Briefumschlag versendet wird, ist wohl klar.
Wenn man sich öfters/täglich sieht oder wenn Du nicht unbedingt schreiben willst, ist ein ehrliches "Du, das mit Deinem Vater tut mir leid..." auch in Ordnung.
Viele Grüße
Tessa