Hallo Kate,
Natürlich sind es Nomaden - teilweise auch Halbnomaden.
Zumindest wenn es um die geht, die Deutschen so schrecklich
aufstoßen (es gibt nämlich auch seit Generationen sesshafte
Roma, Sinti und sonstige, wobei v.a. Roma sesshaft geworden
sind in den letzten Dekaden mWn, diese sind aber eher ethnisch
Roma und werden von außen kaum als solche wahrgenommen).
genau deshalb (es gibt unter ihnen auch seit Generationen sesshafte)
finde ich die Bezeichnung "Nomade" etwas seltsam.
Wird die Bezeichnung "Nomade" auch von Menschen, die eben sesshaft sind, so akzeptiert? <- ernst gemeinte, neugierige Frage, da ich es zwar widersprüchlich finde (Nomade und sesshaft sein widerspricht sich doch), aber es sein kann, dass sich das auch auf Vorfahren, Ethnie etc. beziehen kann
In der englischen Version, die ich aufgrund stärkerer
Kontrolle und weniger Snobismus für viel verlässlicher halte,
SIND sie nämlich aufgeführt.
http://en.wikipedia.org/wiki/Nomad
Stimmt (und finde ich auch richtig so!).
Ich wüsste nicht, warum man nicht sesshafte Völker nicht mit
dem üblichen Begriff für nicht sesshafte Völker - Nomaden -
benennen sollte, wenn man einen Oberbegriff braucht.
Ich hatte vermutet (!), dass "Nomade" nicht passt, wenn diejenigen bereits sesshaft sind.
Ich hatte "Nomade" auf "Menschen, die aktuell nomadisch" leben bezogen, und nicht auf die Zugehörigkeit zu einer Ethnie, bei der nomadisches Leben die Regel war, aber nicht mehr zwingend ist.
Man könnte aber in diesem Fall sehr wohl von "sesshaft gewordenen Nomaden", "mit nomadischen Vorfahren" sprechen, oder? Würde dies als unpassend empfunden werden oder nicht?
(Sorry, dass ich so viel nachfrage.
Aber dort wo ich aufgewachsen bin, sind Sinti und Roma (und andere) überhaupt nicht präsent, ich kenne niemanden aus diesen Ethnien, Thema wurde nie in der Schule behandelt und mein Studium geht auch in eine ganz andere Richtung.)
Viele Grüße,
Nina