zukunft der printmedien

Von: , Frage gestellt am Di, 27. Mär 2001

hallo.

das brett erscheint mir doch am sinnvollsten...
ich hab z.b. früher immer gern computerzeitschriften gekauft, weil da oft mal brauchbare tips und anleitungen drin waren. wenn ich heut sowas such, find ich's im internet.
das online-angebot von anderen fachblättern und privaten homepages wird auch immer größer, also warum noch bedrucktes papier kaufen, das morgen sowieso veraltet ist?

in der zeitung interessiert mich höchstens der lokalteil. alle wichtigen nationalen und internationalen meldungen sind auf der anfangsseite jeder suchmaschine und jedes nachrichtenmagazins im netz zu finden. also warum ne überregionale zeitung kaufen?

und was die lexika angeht... da gibt's auch brauchbare online-versionen.

meine frage: wie seht ihr die zukunft von
zeitung / zeitschriften / nachschlagewerken etc.?

gruß

michael

16 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach einer Stunde hilfreich
    Re: schwarz!

    Hallo Michael, in der zeitung interessiert mich höchstens der lokalteil. alle
    wichtigen nationalen und internationalen meldungen sind auf
    der anfangsseite jeder suchmaschine und jedes
    nachrichtenmagazins im netz zu finden. also warum ne
    überregionale zeitung kaufen?

    und was die lexika angeht... da gibt's auch brauchbare
    online-versionen.

    meine frage: wie seht ihr die zukunft von
    zeitung / zeitschriften / nachschlagewerken etc.?
    Gute Frage; ich hoffe auf viele Beitraege.
    Ich sehe die Zukunft der Zeitungen u.s.w. sehr schwarz. Noch vor einem Jahr war fuer mich Monteg=Spiegeltag, heute kaufe ich ihn nur noch sehr selten. Spiegel-Online, T-Online bei Klatsch gehe ich bis in Bild-Online. Alles kostenlos, kaum Werbung, abspeicherbar, ausdruckbar und vorallem kann man wenn man an einem Artikel interessiert ist auch gleich alle unterschiedlichen Standpunkte abfragen. Ich schaetze, dass schon jetzt die Auflagen der Zeitungen... stark ruecklaeufig sind und dieser Trend kann eigentlich nur anhalten. Kleinere Auflage= weniger Umsatz beim Verkauf und bei der Werbung. Das fuehrt zwangslaeufig zu Entlassungen und mit grosser Wahrscheinlichkeit auch zu Quallitaetsverlusten, wodurch dann noch mehr Leser von diesen Medien abspringen.
    Ich Frage mich nur, wer verdient am Ende noch Geld mit der Verbreitung von Informationen? Ohne Geld keine Motivation und die Qualitaet der Informationen wird zunehmend nachlassen - auch Online.

    Gruss, Marcus

  2. Antwort von nach 2 Stunden hilfreich
    Re: zukunft der printmedien

    Hallo Michael

    wieder einmal möchte ich, anstatt selber viel Worte zu machen,
    auf einen Aufsatzband von Dieter E. Zimmer aufmerksam machen.
    Der ist bei rororo erschienen und heißt:
    Deutsch und anders - die Sprache im Modernisierungsfieber ISBN 3-499-60525-2 [Buch anschauen].
    Darin gibt es zwei Aufsätze:
    Schrift gegen Bild, Über das Lesen in einer Zeit des Sehens
    und
    Papier und Elektrizität, Über die Bibliothek der Zukunft

    Beide enthalten Details, die zur Beantwortung deiner Frage berücksichtigt werden sollten.

    Ich selber bin ziemlich, dass es noch lange Zeitungen, Zeitschriften, Heftchen jeder Art und natürlich auch Bücher und Lexika geben wird.

    Gruß
    Fritz Ruppricht

  3. Antwort von nach 4 Stunden hilfreich
    Re: Das papierlose Büro

    wurde vor vielen Jahren zum ersten mal lautstark propagiert (und dan alle Jahre wieder).
    Tatsache ist, daß noch nie so viel Papier verdruckt wurde wie heute, Tendenz steigend.

    Die Printmedien klagen über fallende Auflagen:

    ABER noch nie gab es so viele Zeitschriften/Zeitungen/Illustrierte... wie heute.

    Bücher (zumindestens was die Anzahl der Titel betrifft) gabs noch nie so viele wie eben jetzt.

    Fazit:

    Totgesagte leben länger

    Gandalf

    • Antwort von nach 18 Stunden hilfreich
      Re^2: Das papierlose Büro

      wurde vor vielen Jahren zum ersten mal lautstark propagiert
      (und dan alle Jahre wieder).
      Tatsache ist, daß noch nie so viel Papier verdruckt wurde wie
      heute, Tendenz steigend.
      naja... papier is zumindest in sachen langlebigkeit archivierungsmedium nummer 1. also werden wichtige dokumente weiterhin in dieser form aufbewahrt.
      der alltägliche schriftverkehr wird allerdings zunehmend per email geführt. für ne popelige anfrage schreibt heut keiner nen brief mehr. und dateien werden auch nicht per post auf disketten hin- und hergeschickt. Die Printmedien klagen über fallende Auflagen:

      ABER noch nie gab es so viele
      Zeitschriften/Zeitungen/Illustrierte... wie heute.
      aber werden die auch gelesen? von zehn ct's in der bahnhofsbuchhandlung (oder wo auch immer) gehen vielleicht drei oder vier weg.
      und jede ist dermaßen vollgestopft mit (durchaus lesenswerten) beiträgen, daß man bis zum erscheinen der nächsten ausgabe kaum zeit hat, das für sich interessante rauszuholen.

      und die "common-user-magazine" unter den pc-zeitschriften (pc welt, pc-magazin usw.) bringen untereinander immer dasselbe, und dann auch noch in mehr oder weniger regelmäßigen zyklen.

      ich denke, wenn's mal ein standardisiertes "e-payment"-konzept gibt, werden die sich überlegen, ob sie das angebot an gedrucktem nicht einschränken und stattdessen lieber beiträge zum kostenpflichtigen abruf ins netz stellen. Bücher (zumindestens was die Anzahl der Titel betrifft) gabs
      noch nie so viele wie eben jetzt.
      ja, als stilvoller schmöker abends für's bett ist dem buch wohl die zukunft sicher.
      stellt sich nur die frage, ob und/oder wann sich e-books durchsetzen. ich möcht zwar keinen roman vom bildschirm ablesen (wo bleibt da der reiz des umblätterns?), aber wer weiß, wie unsere kinder und kindeskinder drüber denken...

      gruß

      michael

      • Antwort von nach 2 Tagen hilfreich
        Re^3: Das papierlose Büro

        Hi

        Ein Insider der frei fuer den Stern arbeitet, sagte kuerzlich mal woertlich:

        Die Online-Themen wachsen derart rapide, dass Geldverdienen bei den Printmedien kaum noch anfaellt, wird massiv weniger, das Sterben setzt ein; er stelle sich massiv um , um zu ueberleben:
        suche weltweit wichtige Themen, aber rasend schnell- denn DAVON lebt er- aber diese habe es nur im Netz.

        So sehe ich's auch:

        Bin neutraler, umfangreicher , tiefgruendiger, oder auch nur schnappschussartig besser online informiert, als als je eine Zeitung, zwei oder drei vermoegen, daher ist die Zukunft eindeutig: Alle Verlage stellten auf online um , selbst die 'alte' FAZ musste das einsehen.

        DAS mehr Papier verbraucht wird , liegt NICHT an mehr Zeitungen, etc, sondern an dem was alles MEHR ausgedruckt wird, deshalb sind doch die grossen Medialaeden stapelweise voll mit Druckerpapier, DAS waechst rapide, ja dramatisch.

        Also, ohne Papier wird es auf Jahre hinaus kaum gehen, nur eben fuer andere Zwecke.

        Bye
        Hans [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

  4. Antwort von nach 11 Stunden hilfreich
    Re: Tageszeitung

    morgens ein Kaffee tinken, ein Toast essen und dazu die Tageszeitung lesen, ist für mich sehr wichtig und das will auch nicht vermissen wollen; der Computer bleibt da aus.

  5. Antwort von nach 2 Tagen hilfreich
    Re: zukunft der printmedien

    hi, du hast dir doch gerade selbst die antwort gegeben... so wie du anfangs in compizeitungen was gefunden hast, so geht es millionen von anfängern auch heute so. zeitung allgemein: du liest den lokalteil, vielleicht heisst das, dass es später nur noch solche zeitungen gibt, why not. und: nicht jeder liest gerne am computer. oder vielleicht gibt es später nur noch zeitungen, die hintergrundinfos geben für die das internet nur mit grossen suchbemühungen fähig ist. | in der schweiz (264 tagespressen !!!!) jedenfalls ist der verfall der printmedien nicht zu spüren | ich denke jedenfalls, dass die printmedien noch einiges an zukunft haben, sofern sie die neuen medien integrieren. das praktische ist doch, dass du die info auch morgen noch zur hand nehmen kannst, ohne viel sucherei. hat doch was, oder ? soviel für heute.
    fred

  6. Antwort von nach 2 Tagen hilfreich
    Re: zukunft der printmedien

    Hi!

    Meiner Erfahrung nach tut das Internet den Printmedien keinen Abbruch.

    Dies hat sicherlich verschiedene Gründe:
    - gedruckte Infos halten länger
    - die Bilder sind schöner
    - Printmedien sind üblicherweise leicht zu transportieren und stabiler als elektronische Speichermedien (Lesen am Pool...)
    - Gewohnheit
    - Die Durchdringung der Haushalte mit I-Netanschlüssen ist in Europa eher gering.

    Es gibt ja sogar zahlreiche, sehr erfolgreiche Zeitschriften, die sich mit dem Internet beschäftigen.

    Du wirst also Deine Morgenzeitung die nächsten 40 Jahre noch bekommen.

    Gruß,

    Mathias

    P.S.: ein kleiner Gag:

    "Hallo,
    ich bin Mike und ich begrüße sie alle zu neuen Folge von Amazing Discoveries. Heute haben wir einen Gast extra aus England zu uns
    einfliegen lassen, John, und John hat uns etwas mitgebracht."

    Mike: Willkommen
    John: Danke Mike.
    Mike: Was hast du mitgebracht, John?
    John: Nun Mike, ich hab hier etwas ganz besonderes. Etwas,worauf die ganze Welt gewartet hat.
    Mike: Unglaublich, sag uns schnell was es ist...
    John: Ich hab hier ein weißes viereckiges Material und ein Stöckchen. Sie werden sich jetzt fragen, "was ist das nun schon wieder?"
    Mike: Ja, wir sind schon ganz gespannt John. Spann uns nicht länger auf die Folter... John: Nun Mike, wenn ich dieses Stöckchen
    über das weiße Material bewege, dann verfärbt sich dieses genau an jenen Stellen, wo das Stöckchen das weiße Material berührt hat.

    Mike: Das ist ja unglaublich....
    John: Ja, aber das ist noch nicht alles Mike. Wenn ich mit dem Stöckchen, das man übrigens einen Bleistift nennt, einen Buchstaben,
    so einen wie man ihn normaler-weise auf seinen Computerbildschirm sieht, auf das Material zeichne....
    Mike: Unglaublich, langsam begreife ich es. Also wenn man mehrere Buchstaben nebeneinander zeichnet, dann kann man sogar
    lesen, ohne einen Bildschirm zu
    benötigen.
    John: Das ist tatsächlich so Mike, du begreifst es. Das Material nennt man übrigens
    Papier.
    Mike: Unglaublich. Also wenn das keine Amazing Discovery ist... Und man benötigt dafür überhaupt keinen Strom?
    John: Nein, nein Mike,fantastisch, nicht? Man braucht selbst keine Batterien oder Akkus.
    Mike: Junge, Junge das ist ja unglaublich. Ha John, du hast es zugeklappt. Das
    kann ich mit meinem Notebook auch.
    John: Nein Mike, das ist anders, du kannst es so oft falten,wie du willst, bis es das gewünschte Maß hat.
    Mike: Hey, du hörst ja gar nicht mehr auf zu falten und es wird immer kleiner und kleiner. Jetzt passt es sogar in meine Brieftasche. -
    Das ist ja Unglaublich, jetzt kann ich es immer bei mir tragen. Darf ich es mal festhalten?
    John: Aber natürlich Mike. Hier halt mal.
    Mike: Das ist ja unglaublich John, es wiegt beinah nichts.
    John: Das stimmt Mike. Es ist 100 mal leichter als das kleinste Notebook.
    Mike: Kein Akku, 100 mal leichter, unglaublich, ich träume.
    John: Nein, nein Mike, du träumst nicht. Ich kneif dir mal eben in den Arm.
    Kleiner Scherz Mike... ha, ha, ha...schau ich entfalte es wieder und... pass jetzt gut
    auf...
    Mike: Aber John, was tust du jetzt??? Nein, geht doch nicht du zerreisst das Papier in zwei Teile.
    John: Dieses Material ist so fantastisch, schau Mike. Ich halte die zwei Teile aneinander und man kann es immer noch lesen. -
    Unglaublich,das sollte man mal mit einer Diskette probieren,ha ha ha.............
    Mike: Aber was tust du jetzt? Nein, tu's nicht!!! Nicht darauf herumtrampeln.
    John: Keine Panik Mike, schau mal...
    Mike: Unglaublich, und man kann es immer noch lesen! Stellt euch vor Leute,
    wenn ihr so auf euren Monitor herumtrampeln würdet... Unglaublich, was für eine Amazing Discovery!
    Aber sag mal John, wie lange kann man das Papier aufbewahren?
    John: Nun, viel länger als eine Diskette oder eine Festplatte, deren
    magnetische Eigenschaften auf die Dauer abnehmen.
    Mike: Unglaublich...
    John: Aber das ist noch nicht alles!
    Mike: Nee?
    John: Du kannst es überall hin mitnehmen, du kannst es sowohl bei hohen als
    auch bei niedrigen Temperaturen benutzen. Und wenn du es nicht mehr benötigst, kannst du noch immer deine Nase damit putzen
    oder auf dem WC...., du verstehst was ich meine, Mike.
    Mike: Ja, John, unglaublich... Sag mal, aber das würde bedeuten, dass wir eines Tages überhaupt keine Computer und Notebooks
    mehr brauchen. Also John, du hast mich voll überzeugt... Nun sagt mal Leute, ist das nicht fantastisch???

    • Antwort von nach 6 Tagen hilfreich
      Re^2: zukunft der printmedien

      Hi!

      Meiner Erfahrung nach tut das Internet den Printmedien keinen
      Abbruch.

      Dies hat sicherlich verschiedene Gründe:
      - gedruckte Infos halten länger
      aber warum soll ich informationen kaufen, die mich gar nicht interessieren? und in einer zeitung steht neben dem für mich interessanten auch viel "unbrauchbares".
      von den internetartikeln kann ich mir nur die rausdrucken, die ich haben will. - die Bilder sind schöner
      najaaaa... :-) - Printmedien sind üblicherweise leicht zu transportieren und
      stabiler als elektronische Speichermedien (Lesen am Pool...)
      das stümmt allerdings. und mit einem e-book kann man keine fliegen erschlagen, ohne daß das teil schaden nimmt ;-) - Die Durchdringung der Haushalte mit I-Netanschlüssen ist in
      Europa eher gering.
      wird aber sicher steigen. Es gibt ja sogar zahlreiche, sehr erfolgreiche Zeitschriften,
      die sich mit dem Internet beschäftigen.
      ja. die informieren nicht durch, sondern über das "neue medium". andere bereiche werden's da schwerer haben, sich zu behaupten. spontan denke ich da z.b. an kochbücher (respektive rezeptzeitschriften). bis ich in einem solchen was gefunden hab, schau ich lieber in ne internet-datenbank, die a) umfangreicher ist und b) suchmöglichkeiten bietet.
      und was spezielle fragen angeht... dafür gibt's wer-weiß-was ;-) Du wirst also Deine Morgenzeitung die nächsten 40 Jahre noch
      bekommen.
      na, mal abwarten. allerdings halt ich's gut für möglich, daß die tageszeitung das fernsehen (in seiner heutigen form) überlebt. aber das ist ein anderes thema.

      gruß

      michael



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