Das y in der deuschen Schrift ist noch gar nicht so alt, es
wurde von einem mit den Griechen verbandelten Bayernkönig
eingeschmuggelt.
Hallo Eckard,
der Bayernludwig hat seinem Landesnamen das "y" eingeschmuggelt, das stimmt. Aber der Buchstabe selbst wurde schon im ganzen Barockzeitalter mit Vorliebe in teutschen Wörtern gebraucht, regelmäßig im Diphthong "ey".
Das Y ist ja eigentlich das griechische U, das die Griechen jedoch schon früh wie Ü aussprachen. Da die Römer diesen Laut nicht kannten, übernahmen sie für griechische Fremdwörter die griechische Buchstabenform - und so haben auch wir sie geerbt.
Ähnlich ging es mit dem griechischen Phi, das bilabial (mit beiden Lippen, nicht mit Schneidezähnen+Unterlippe) und mit dem griechischen Theta, das aspiriert (ähnlich engl.) gesprochen wurde und daher von den Römern nicht mit f bzw. t, sondern mit ph bzw. th wiedergegeben wurde.
Bilabial wurde übrigens auch das germanische w gesprochen (heute noch im Engl.) und daher nicht mit v wiedergegeben, sondern als dessen Verdoppelung eingeführt.
Nun haben wir diese inzwischen völlig überflüssigen Zeichen(kombinationen) immer noch in unserer Ortografie... und "Sümfonie" zu schreiben, wagte nicht einmal die Rechtschreibreformkommission zu erlauben.
Gruß,
Pietro