Tod der Lobby

Von: , Frage gestellt am So, 11. Jul 1999

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42 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 10 Stunden hilfreich
    Re: Tod der Lobby

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      Re^2: Tod der Lobby

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        Re^3: Tod der Lobby

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          Re^4: Tod der Lobby

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          • Antwort von nach 2 Tagen hilfreich
            Re^5: Tod der Lobby

            Hallo nochmal!

            Die Autoproduzenten haben überhaupt kein Interesse daran, unmweltfreundliche Autos zu bauen. Das wäre nämlich teuer-oh..oh..
            nur noch 500 mill Gewinn statt einer Mrd.
            UND: die Mineralölkonzerne reden da wohl auch noch mit. Meiner Meinung nach stecken die alle unter einer DEcke.
            Von wegen Arbeitsplätze sichern: Die scheren sich doch einen Dreck um die Arbeitsplätze in Deutschland. Guck dir doch die Dreistigkeit mit dem Beetle an: IN MExiko von (aus unserer Sicht) unterbezahlten Arbeitern angefertigt und dann für 30000 DM hier verkauft? Solange die Bundesregierung auf das Arbeitsplätzeargument reinfällt (genua wie Kohl früher) wird sich hier nichts bewegen.
            Übrigens, ich durfte nicht wählen, hätte aber auch so nicht gewählt. Jedenfalls nicht auf Bundesebene.

            • Antwort von nach 3 Tagen hilfreich
              Re^6: Tod der Lobby

              Hi Lars ! Hallo nochmal!

              Die Autoproduzenten haben überhaupt kein
              Interesse daran, unmweltfreundliche Autos
              zu bauen. Das wäre nämlich teuer-oh..oh..
              nur noch 500 mill Gewinn statt einer Mrd.
              UND: die Mineralölkonzerne reden da wohl
              auch noch mit. Meiner Meinung nach stecken
              die alle unter einer DEcke.
              Daher sprach ich ja auch von Anreizen und Sanktionen.
              Führende Wirtschaftstheoretiker sehen bereits eine große Gefahr in der Machtkonzentration durch Mergers in der internationalen Großwirtschaft.
              Ich bin zwar absolut gegen eine zu starke staatliche Reglementierung der Wirtschaft, aber, da sich die dt. Industrie zunehmend selbst ihrer nationalen Pflichten entbindet, indem sie Umsätze lieber im Ausland realisiert, ist eine gewisse Kontrolle durchaus wichtig. Von wegen Arbeitsplätze sichern: Die
              scheren sich doch einen Dreck um die
              Arbeitsplätze in Deutschland.
              Lies mal sen neuen "Stern". Man sollte zur Beurteilung der dt. Wirtschaft nicht nur von Firmen wie VW ausgehen. Viele tun was und werden in den nächsten Jahren trotz aller Unkenrufe 1000e von Arbeitsplätzen schaffen und dabei trotz der allgemein so schlecht bewerteten Standortfaktoren in D auch noch gut verdienen.

              Guck dir doch die Dreistigkeit mit dem Beetle an:
              IN MExiko von (aus unserer Sicht)
              unterbezahlten Arbeitern angefertigt und
              dann für 30000 DM hier verkauft?
              Das Ding kauft hier schließlich auch keiner. Außerdem ko0stet das Ding fast 33.000 DM Für 25.000 hätte ich schon längst einen. So unterstütze ich eben die italienische Industrie....

              Solange die Bundesregierung auf das
              Arbeitsplätzeargument reinfällt (genua wie
              Kohl früher) wird sich hier nichts
              bewegen.
              Solange die Bundesregierung auf unsere Freunde in Brüssel reinfällt, wird sich noch weniger bewegen !
              Das Euro-Desaster ist auf kurze Sicht natürlich fein für die Exportnation D.
              Allerdings invstiert hier auf Dauer kein Ausländer mehr (zumindest die interessanten AL, die nicht aus Europa sind !).
              Die dt. Industrie wird in D also eher noch stärker, sofern sie eben nicht ins Ausland abwandert.
              Wir hatten es zur Wahl in der Hand, nun hilft meckern auch nichts mehr. Übrigens, ich durfte nicht wählen, hätte
              aber auch so nicht gewählt. Jedenfalls
              nicht auf Bundesebene.
              Nicht wählen (natürlich nur wenn man darf) heißt: nicht meckern dürfen !!

              Gruß,

              Mathias





              Hi !

              Im Prinzip stimme ich Euch ja zu, aber
              eigentlich ging es doch um Lobbyismus,
              oder ?
              Natürlich sollte der Staat nicht von der
              Wirtschaft gelenkt werden, aber diese
              Altautoverordnung geht hauptsächlich zu
              Lasten der dt. Autoindustrie, die ja
              bekanntlich die Größte in Europa und
              nebenbei der größte Arbeitgeber in D ist.
              Klar, daß sie über eine gewisse Macht
              verfügt. Diese Novelle wurde, zum Teil,
              von Leuten iniziiert, die selbst keine
              Kfz
              bauen. Das ist nicht fair. Eine faire
              Lösung wäre eher die Entsorgung alter Kfz
              auf nationaler Ebene, finanzierbar durch
              eine höhere Kfz-Steuer. Dies würde alle
              Besitzer des Fahrzeuges zu gleichen
              Teilen
              belasten. Als Ansporn für die Industrie
              könnte ich mir Vergünstigungen für
              besonders umweltfreundliche
              Produktionsmethoden/Fahrzeuge bzw.
              Sanktionen für zu hohen Flottenverbrauch,
              ähnlich dem US-Modell, vorstellen.
              Außerdem lehne ich ebenfalls die Drohung
              über Arbeitsplatzvernichtung ab. So etwas
              wird von Leuten lanciert, denen nichts
              anderes einfällt. Armes Deutschland, wenn
              solche Schlüsselindustrien von ideenlosen
              Alt-Tayloristen gelenkt werden.

              Zu den anderen Postings: wo sind denn
              plötzlich die Leute, welche die
              derzeitige
              Regierung gewählt haben ? Jetzt, wo es
              unbequem wird, will es keiner gewesen
              sein
              !
              Und hört mir bloß mit den armen Rentnern
              auf. Viele wurden jahrelang viel zu fett
              gemacht. Der Generationenvertrag sollte
              für beide Seiten Gültigkeit besitzen.

              Gruß,

              Mathias


              Stimme Dir zu! Ähnlich bei den
              630DM-Jobs.
              Das Gesetz mag vielleicht Lücken
              aufweisen, ok. Aber irgendwann kam ein
              Bericht im Fernsehen über einen
              Unternehmer (Putzfirma), der
              wahrscheinlich schliessen muss, weil
              seine
              ganzen 630-DM-Putzen sich nicht mehr
              lohnen. Das wurde ganz dramatisch
              dargestellt. Aber: Das sind genau die
              Firmen, die man mit diesem Gesetz
              ausschalten wollte! Firmen die ihre
              komplette Belegschaft auf 630DM
              beschäftigten. Das ist nicht tragisch,
              das
              war beabsichtigt und richtig!

              Ciao
              Kaj

            • Antwort von nach 12 Tagen hilfreich
              Re^7: Tod der Lobby

              Hi!

              Mit Verlaub, aber der Spruch: "Nicht wählen heißt nicht meckern dürfen!" ist ja wohl eine Frechheit. Soll ich einfach irgendwas wählen, damit ich später meckern darf, egal ob ich das jeweilige Parteiprogramm verantworten kann oder nicht? Immerhin gebe ich ja meine Stimme ab.

              Ollie

            • Antwort von nach 3 Tagen hilfreich
              Re^7: Tod der Lobby

              Wie du schon sagtest, die Großkonzerne entbinden sich der nationalen Pflichten. Aber andererseits gehören die Grosskonzerne sowieso der Deutschen Bank, von daher ist das Problem noch anders zu bewerten. (Ich glaub ich muss hier mal einen Artikel "Tod der Deutschen BAnk" veröffentlichen, aber dafür müsste ich deren genaue Wirtschaftsdaten haben). Aber eigentlich sind doch die Grosskonzerne nicht die, die hier entscheidend für Arbeitsplätze. Das sind die Mittelständischen Betriebe. Aber wer hier denkt, es gäbe Arbeit für alle täuscht sich ja wohl gewaltig. Das ist Fortschritt....Jedenfalls, um auf die Lobby zurückzukommen: Da diese ja nur sich selbst im Sinn haben schaden sie dem Rest der Welt bzw. Deutschlands. Und zu unserne Freunden in Brüssel: Also entweder wir machen einen föderalen Staat Europa, oder wir benutzen die EU als nette Quasselbude ohne Kompetenzen oder aber wir lassen es sein. So wies jetzt ist, kanns jedenfalls nicht weitergehen.

            • Antwort von nach 5 Tagen hilfreich
              Re^8: Tod der Lobby

              Hi Lars ! Wie du schon sagtest, die Großkonzerne
              entbinden sich der nationalen Pflichten.
              Aber andererseits gehören die
              Grosskonzerne sowieso der Deutschen Bank,
              von daher ist das Problem noch anders zu
              bewerten. (Ich glaub ich muss hier mal
              einen Artikel "Tod der Deutschen BAnk"
              veröffentlichen, aber dafür müsste ich
              deren genaue Wirtschaftsdaten haben).
              Hier ein paar Daten zur Deutschen Bank. Näheres gerne auf Anfrage:
              - über 830 Tochtergesellschaften
              - Anteilsbesitz an usgewählten Unternehmen:
              + Allianz AG: 10%
              + Daimler: 21,8 %
              + Hapag Lloyd AG: 10 %
              + Linde AG: 10,1 %
              + Metallgesellschaft AG: 13%
              + Nürnberger-Beteiligungs AG: 26%
              + Münchner Rück: 10%
              + Gerling Bet. AG: 30%

              u.s.w.

              Der Wert aller Beteiligungen der DB liegt bei ca. DM 35.811.000.000 (!)

              Fast erschreckend.

              Aber eigentlich sind doch die Grosskonzerne
              nicht die, die hier entscheidend für
              Arbeitsplätze. Das sind die
              Mittelständischen Betriebe. Aber wer hier
              denkt, es gäbe Arbeit für alle täuscht
              sich ja wohl gewaltig.
              Vollbeschäftigung ist eben sehr schwer zu erreichen.

              Das ist Fortschritt....Jedenfalls, um auf die
              Lobby zurückzukommen: Da diese ja nur sich
              selbst im Sinn haben schaden sie dem Rest
              der Welt bzw. Deutschlands.
              Wenn Du mächtig wärst: würdest Du Dich nicht mit anderen mächtigen Personen zusammenschließen, um Deine Machtposition zu verteidigen bzw. auszubauen ? Das ist ganz normal und an sich m.E. auch kein großes Problem, wenn nur die Fusionitis nicht umginge...

              Und zu unserne Freunden in Brüssel: Also entweder wir
              machen einen föderalen Staat Europa, oder
              wir benutzen die EU als nette Quasselbude
              ohne Kompetenzen oder aber wir lassen es
              sein. So wies jetzt ist, kanns jedenfalls
              nicht weitergehen.
              Das denkst Du ! Du wirst sehen, daß das noch über viele Jahre genau so weitergehen wird. Sieh Dir nur mal die Riege von Prodi an. Vier alte sind wieder dabei und auch von den neuen hat nicht jeder einen einwandfreien Leumund.
              Zunächst wird man sich mit den Rückzahlungen sog. Subventionen der WestLB beschäftigen, um danach in der allgemeinen Aufregung seine Schäfchen und die seiner Kumpels und Familien ins Trockene zu bringen.
              Und daß dies so ist, liegt nicht einfach nur an der Institution EU. Ein schwerwiegender Grund für solches Fehlverhalten ist die unterschiedliche Auffassung von Recht, Anstand und politischer Integrität in den einzelnen Mitgliedsstaaten. Frau Cresson sowie auch der verehrte Herr Bangemann sind sich noch immer keiner Schuld bewußt.
              So lange man nur die unpequemen Loser nach Brüssel abschiebt, kann das da ja nichts werden. Ein System ist eben nur so stark wie sein schwächstes Glied.....

              Gruß,

              Mathias



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