Tod der Lobby
Von: , Frage gestellt am So, 11. Jul 1999
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Hallo nochmal!
Die Autoproduzenten haben überhaupt kein Interesse daran, unmweltfreundliche Autos zu bauen. Das wäre nämlich teuer-oh..oh..
nur noch 500 mill Gewinn statt einer Mrd.
UND: die Mineralölkonzerne reden da wohl auch noch mit. Meiner Meinung nach stecken die alle unter einer DEcke.
Von wegen Arbeitsplätze sichern: Die scheren sich doch einen Dreck um die Arbeitsplätze in Deutschland. Guck dir doch die Dreistigkeit mit dem Beetle an: IN MExiko von (aus unserer Sicht) unterbezahlten Arbeitern angefertigt und dann für 30000 DM hier verkauft? Solange die Bundesregierung auf das Arbeitsplätzeargument reinfällt (genua wie Kohl früher) wird sich hier nichts bewegen.
Übrigens, ich durfte nicht wählen, hätte aber auch so nicht gewählt. Jedenfalls nicht auf Bundesebene.
Hi Lars !
Hallo nochmal!
Die Autoproduzenten haben überhaupt kein
Interesse daran, unmweltfreundliche Autos
zu bauen. Das wäre nämlich teuer-oh..oh..
nur noch 500 mill Gewinn statt einer Mrd.
UND: die Mineralölkonzerne reden da wohl
auch noch mit. Meiner Meinung nach stecken
die alle unter einer DEcke.
Daher sprach ich ja auch von Anreizen und Sanktionen.
Führende Wirtschaftstheoretiker sehen bereits eine große Gefahr in der Machtkonzentration durch Mergers in der internationalen Großwirtschaft.
Ich bin zwar absolut gegen eine zu starke staatliche Reglementierung der Wirtschaft, aber, da sich die dt. Industrie zunehmend selbst ihrer nationalen Pflichten entbindet, indem sie Umsätze lieber im Ausland realisiert, ist eine gewisse Kontrolle durchaus wichtig.
Von wegen Arbeitsplätze sichern: Die
scheren sich doch einen Dreck um die
Arbeitsplätze in Deutschland.
Lies mal sen neuen "Stern". Man sollte zur Beurteilung der dt. Wirtschaft nicht nur von Firmen wie VW ausgehen. Viele tun was und werden in den nächsten Jahren trotz aller Unkenrufe 1000e von Arbeitsplätzen schaffen und dabei trotz der allgemein so schlecht bewerteten Standortfaktoren in D auch noch gut verdienen.
Guck dir
doch die Dreistigkeit mit dem Beetle an:
IN MExiko von (aus unserer Sicht)
unterbezahlten Arbeitern angefertigt und
dann für 30000 DM hier verkauft?
Das Ding kauft hier schließlich auch keiner. Außerdem ko0stet das Ding fast 33.000 DM Für 25.000 hätte ich schon längst einen. So unterstütze ich eben die italienische Industrie....
Solange
die Bundesregierung auf das
Arbeitsplätzeargument reinfällt (genua wie
Kohl früher) wird sich hier nichts
bewegen.
Solange die Bundesregierung auf unsere Freunde in Brüssel reinfällt, wird sich noch weniger bewegen !
Das Euro-Desaster ist auf kurze Sicht natürlich fein für die Exportnation D.
Allerdings invstiert hier auf Dauer kein Ausländer mehr (zumindest die interessanten AL, die nicht aus Europa sind !).
Die dt. Industrie wird in D also eher noch stärker, sofern sie eben nicht ins Ausland abwandert.
Wir hatten es zur Wahl in der Hand, nun hilft meckern auch nichts mehr.
Übrigens, ich durfte nicht wählen, hätte
aber auch so nicht gewählt. Jedenfalls
nicht auf Bundesebene.
Nicht wählen (natürlich nur wenn man darf) heißt: nicht meckern dürfen !!
Gruß,
Mathias
Hi !
Im Prinzip stimme ich Euch ja zu, aber
eigentlich ging es doch um Lobbyismus,
oder ?
Natürlich sollte der Staat nicht von der
Wirtschaft gelenkt werden, aber diese
Altautoverordnung geht hauptsächlich zu
Lasten der dt. Autoindustrie, die ja
bekanntlich die Größte in Europa und
nebenbei der größte Arbeitgeber in D ist.
Klar, daß sie über eine gewisse Macht
verfügt. Diese Novelle wurde, zum Teil,
von Leuten iniziiert, die selbst keine
Kfz
bauen. Das ist nicht fair. Eine faire
Lösung wäre eher die Entsorgung alter Kfz
auf nationaler Ebene, finanzierbar durch
eine höhere Kfz-Steuer. Dies würde alle
Besitzer des Fahrzeuges zu gleichen
Teilen
belasten. Als Ansporn für die Industrie
könnte ich mir Vergünstigungen für
besonders umweltfreundliche
Produktionsmethoden/Fahrzeuge bzw.
Sanktionen für zu hohen Flottenverbrauch,
ähnlich dem US-Modell, vorstellen.
Außerdem lehne ich ebenfalls die Drohung
über Arbeitsplatzvernichtung ab. So etwas
wird von Leuten lanciert, denen nichts
anderes einfällt. Armes Deutschland, wenn
solche Schlüsselindustrien von ideenlosen
Alt-Tayloristen gelenkt werden.
Zu den anderen Postings: wo sind denn
plötzlich die Leute, welche die
derzeitige
Regierung gewählt haben ? Jetzt, wo es
unbequem wird, will es keiner gewesen
sein
!
Und hört mir bloß mit den armen Rentnern
auf. Viele wurden jahrelang viel zu fett
gemacht. Der Generationenvertrag sollte
für beide Seiten Gültigkeit besitzen.
Gruß,
Mathias
Stimme Dir zu! Ähnlich bei den
630DM-Jobs.
Das Gesetz mag vielleicht Lücken
aufweisen, ok. Aber irgendwann kam ein
Bericht im Fernsehen über einen
Unternehmer (Putzfirma), der
wahrscheinlich schliessen muss, weil
seine
ganzen 630-DM-Putzen sich nicht mehr
lohnen. Das wurde ganz dramatisch
dargestellt. Aber: Das sind genau die
Firmen, die man mit diesem Gesetz
ausschalten wollte! Firmen die ihre
komplette Belegschaft auf 630DM
beschäftigten. Das ist nicht tragisch,
das
war beabsichtigt und richtig!
Ciao
Kaj
Hi!
Mit Verlaub, aber der Spruch: "Nicht wählen heißt nicht meckern dürfen!" ist ja wohl eine Frechheit. Soll ich einfach irgendwas wählen, damit ich später meckern darf, egal ob ich das jeweilige Parteiprogramm verantworten kann oder nicht? Immerhin gebe ich ja meine Stimme ab.
Ollie
Wie du schon sagtest, die Großkonzerne entbinden sich der nationalen Pflichten. Aber andererseits gehören die Grosskonzerne sowieso der Deutschen Bank, von daher ist das Problem noch anders zu bewerten. (Ich glaub ich muss hier mal einen Artikel "Tod der Deutschen BAnk" veröffentlichen, aber dafür müsste ich deren genaue Wirtschaftsdaten haben). Aber eigentlich sind doch die Grosskonzerne nicht die, die hier entscheidend für Arbeitsplätze. Das sind die Mittelständischen Betriebe. Aber wer hier denkt, es gäbe Arbeit für alle täuscht sich ja wohl gewaltig. Das ist Fortschritt....Jedenfalls, um auf die Lobby zurückzukommen: Da diese ja nur sich selbst im Sinn haben schaden sie dem Rest der Welt bzw. Deutschlands. Und zu unserne Freunden in Brüssel: Also entweder wir machen einen föderalen Staat Europa, oder wir benutzen die EU als nette Quasselbude ohne Kompetenzen oder aber wir lassen es sein. So wies jetzt ist, kanns jedenfalls nicht weitergehen.
Hi Lars !
Wie du schon sagtest, die Großkonzerne
entbinden sich der nationalen Pflichten.
Aber andererseits gehören die
Grosskonzerne sowieso der Deutschen Bank,
von daher ist das Problem noch anders zu
bewerten. (Ich glaub ich muss hier mal
einen Artikel "Tod der Deutschen BAnk"
veröffentlichen, aber dafür müsste ich
deren genaue Wirtschaftsdaten haben).
Hier ein paar Daten zur Deutschen Bank. Näheres gerne auf Anfrage:
- über 830 Tochtergesellschaften
- Anteilsbesitz an usgewählten Unternehmen:
+ Allianz AG: 10%
+ Daimler: 21,8 %
+ Hapag Lloyd AG: 10 %
+ Linde AG: 10,1 %
+ Metallgesellschaft AG: 13%
+ Nürnberger-Beteiligungs AG: 26%
+ Münchner Rück: 10%
+ Gerling Bet. AG: 30%
u.s.w.
Der Wert aller Beteiligungen der DB liegt bei ca. DM 35.811.000.000 (!)
Fast erschreckend.
Aber
eigentlich sind doch die Grosskonzerne
nicht die, die hier entscheidend für
Arbeitsplätze. Das sind die
Mittelständischen Betriebe. Aber wer hier
denkt, es gäbe Arbeit für alle täuscht
sich ja wohl gewaltig.
Vollbeschäftigung ist eben sehr schwer zu erreichen.
Das ist
Fortschritt....Jedenfalls, um auf die
Lobby zurückzukommen: Da diese ja nur sich
selbst im Sinn haben schaden sie dem Rest
der Welt bzw. Deutschlands.
Wenn Du mächtig wärst: würdest Du Dich nicht mit anderen mächtigen Personen zusammenschließen, um Deine Machtposition zu verteidigen bzw. auszubauen ? Das ist ganz normal und an sich m.E. auch kein großes Problem, wenn nur die Fusionitis nicht umginge...
Und zu unserne
Freunden in Brüssel: Also entweder wir
machen einen föderalen Staat Europa, oder
wir benutzen die EU als nette Quasselbude
ohne Kompetenzen oder aber wir lassen es
sein. So wies jetzt ist, kanns jedenfalls
nicht weitergehen.
Das denkst Du ! Du wirst sehen, daß das noch über viele Jahre genau so weitergehen wird. Sieh Dir nur mal die Riege von Prodi an. Vier alte sind wieder dabei und auch von den neuen hat nicht jeder einen einwandfreien Leumund.
Zunächst wird man sich mit den Rückzahlungen sog. Subventionen der WestLB beschäftigen, um danach in der allgemeinen Aufregung seine Schäfchen und die seiner Kumpels und Familien ins Trockene zu bringen.
Und daß dies so ist, liegt nicht einfach nur an der Institution EU. Ein schwerwiegender Grund für solches Fehlverhalten ist die unterschiedliche Auffassung von Recht, Anstand und politischer Integrität in den einzelnen Mitgliedsstaaten. Frau Cresson sowie auch der verehrte Herr Bangemann sind sich noch immer keiner Schuld bewußt.
So lange man nur die unpequemen Loser nach Brüssel abschiebt, kann das da ja nichts werden. Ein System ist eben nur so stark wie sein schwächstes Glied.....
Gruß,
Mathias