Antwort von
nach 36 Minuten
hilfreich
Re: Gesundheitssystem
Hallo Steffen,
das hört sich sehr vernünftig an. Das Gleiche auch noch für die Rente. Letztlich liefe es darauf hinaus, den Katastrophenschutz und die elementare Existenzsicherung im Rahmen einer Solidargemeinschaft zu organisieren. Für Leistungen, die darüber hinaus gehen, muß jeder selbst wissen, ob und in welcher Form er das für nötig hält.
Nur die Tatsache, daß eine Idee vernünftig erscheint, ist noch lange kein Grund, sie zu verwirklichen. Ich höre sie schon mit den Hufen scharren - die Bedenkenträger und Besitzstzandswahrer. Jede Wette, daß die 2-Klassen-Versorgung zum beliebten Gegenargument würde. Ebenfalls jede Wette, daß bestimmte schwierige Einzelfälle bemüht würden, um solche Ideen im Keim zu ersticken. Einige würden das System als sozialistisch verteufeln und andere die Elemente der Eigenverantwortung für inakzeptabel halten. Und noch 'ne Wette: Es werden sich etliche Leute finden, die nicht kapieren wollen, daß ein Konzept aus mehreren Elementen besteht, die untereinander mit einer Konjunktion verknüpft sind. Die wesentliche und-Verknüpfung ignorierend, werden sie die gute Idee zerstören, indem alle einzahlen und es gibt nach wie vor Selbstbedienung und Rundumversorgung. Andere werden davon träumen, daß alle zahlen und es nur die elementare Grundversorgung gibt, die Beiträge bleiben aber auf heutiger Höhe, damit man noch ein paar Genossen und Parteifreunde mit Verwaltungspöstchen versorgen kann.
Die Idee ist gut, vermutlich sogar alternativlos, aber der Druck ist noch nicht hoch genug, um Einsicht zu erzwingen.
Gruß
Wolfgang