neoliberalismus und kapitalismus?

Von: , Frage gestellt am Di, 11. Nov 2003

ich hoffe ich schreibe jetzt im richtigen bereich,hmm

Kann mir jmd den Unterschied zwischen Neoliberalismus und Kapitalismus erklären?
Beide beruhen doch auf einen freien Wettbewerb und beide werden durch Eingriffe vom Staat geschützt. Oder nicht?! Was ist jetzt genau der Unterschied zwischen den beiden Wirtschaftsformen?

44 Antworten zu dieser Frage

    • Antwort von nach 3 Stunden hilfreich
      Re^2: neoliberalismus und kapitalismus?

      Okay also ist Neoliberalismus eine erweiterte Stufe vom Kapitalismus ja?
      Hmm, Abr ich sehe trotzdem keinen Unterschied.

      Danke für die Antworten!

  1. Antwort von nach 48 Minuten hilfreich
    Re: neoliberalismus und kapitalismus?

    Kann mir jmd den Unterschied zwischen Neoliberalismus und
    Kapitalismus erklären?
    Beide beruhen doch auf einen freien Wettbewerb und beide
    werden durch Eingriffe vom Staat geschützt. Oder nicht?! Was
    ist jetzt genau der Unterschied zwischen den beiden
    Wirtschaftsformen?
    Hi Lana,

    beides sind eigentlich keine Bezeichungen für konkurrierende Wirtschaftsformen. Diese wären zB "Marktwirtschaft" oder "Planwirtschaft".

    "Kapitalismus" ist ein Begriff, der heute nur von Ideologen verwendet wird. Er ist genau so blöd, wie zB der Begriff "Imperialismus" im politischen Kontext und insofern immer nur in einem historischen Bezug sinnvoll.

    "Neoliberalismus" hat mehr tagesaktuelle Bedeutung. Er geht aber historisch zurück auf das Jahr 1939, als auf einem Kongress in Genf einige Ökonomen eine Zwischenform zu reinem Kapitalismus und Kollektivismus schaffen wollten. Durchgesetzt hat sich in Europa aber die sogenannte "soziale Marktwirtschaft", begrifflich wie faktisch. Trotzdem erlebte der Begriff später eine Erneuerung. Merkwürdigerweise war er aber immer negativ besetzt. So fordern noch heute viele Berufsschwafler deren Absetzung, obwohl sie nirgendwo richtig eingeführt wurde. Es bedeutet im postiven Sinne aber doch Vertauen in die Marktmechanismen und weniger Einfluß durch Staat oder Interessengruppen. Hin zu einem gloablem Markt, dessen Triebkraft der Wettbewerb ist. An diesem Schreckgespenst für Linke kommt aber niemand letztlich vorbei, weil sich eben alle Menschen vom Markt ernähren. Insofern entsteht ein Paradox. Die Märkte entwicklen sich so, ganz natürlich, solange es Märtkte gibt. Die Entwicklung ist aber allgemein nicht wirklich erwünscht. So stehen die Volkswirtschaften, die sich am nächsten an die Gedanken des Neoliberalismus angenähert haben, auch am besten da. Im Umkehrschluß haben jene Volkswirtschaften, dazu gehört Deutschland, die sich diesen Gesetzmäßigkeiten verschliessen wollen, vergleichweise mehr Probleme, die in einer Unfinanzierbarkeit der Sozialsysteme gipfeln. Das alles passiert gerade.

    Gruß,
    Klaus

    • Antwort von nach einer Stunde hilfreich
      Re^2: ich kanns mir nicht verkneifen

      Hallo Klaus,

      auch mal ein Lob von mir: du hast die Vergackeierei der Neolieberalen voll indus. Echt krass das :-) "Neoliberalismus" hat mehr tagesaktuelle Bedeutung. Er geht
      aber historisch zurück auf das Jahr 1939, als auf einem
      Kongress in Genf einige Ökonomen eine Zwischenform zu reinem
      Kapitalismus und Kollektivismus schaffen wollten. Durchgesetzt
      hat sich in Europa aber die sogenannte "soziale
      Marktwirtschaft", begrifflich wie faktisch
      .
      lol. Sozial liberalisierte Auswüchse dessen: http://www.n-tv.de/3164250.html Trotzdem erlebte
      der Begriff später eine Erneuerung. Merkwürdigerweise war er
      aber immer negativ besetzt. So fordern noch heute viele
      Berufsschwafler deren Absetzung, obwohl sie nirgendwo richtig
      eingeführt wurde. Es bedeutet im postiven Sinne aber doch
      Vertauen in die Marktmechanismen und weniger Einfluß durch
      Staat oder Interessengruppen. Hin zu einem globalem Markt,
      dessen Triebkraft der Wettbewerb ist. An diesem
      Schreckgespenst für Linke kommt aber niemand letztlich vorbei,
      weil sich eben alle Menschen vom Markt ernähren.

      Doppel - lol.
      Was sind "Marktmechanismen"? Die berühmten Selbstheiluingskräfte, die sämtliche Ökonomen schon ad acta gelegt haben?
      Wenig Einfluss durch den Staat? Von welchem Land redest du?
      Ökonomismus als Triebkraft unter radikaler Vernachlässigung jedweder anderer Faktoren, beispielsweise des Menschen, wäre auch richtiger anstatt "Wettbewerb". Wettbewerb hat sowas friedliches, wie der Wettbewerb ums überleben im Irak oder Palästina. Sowas gibts auch nur im "Neoliberalismus". Insofern
      entsteht ein Paradox. Die Märkte entwicklen sich so, ganz
      natürlich, solange es Märtkte gibt.
      Wo, bitte, entwickelt sich was? Ich erlebe seit 13 Jahren eine kontinuierliche RÜCKentwicklung. Die Entwicklung ist aber
      allgemein nicht wirklich erwünscht. So stehen die
      Volkswirtschaften, die sich am nächsten an die Gedanken des
      Neoliberalismus angenähert haben, auch am besten da.
      Das wäre eine nähere Erörterung wert. Meinst du jetzt Stromausfallland USA? Meine Ansicht dazu: http://masei.kds-nano.com/physik/Kapitalismus.htm Im
      Umkehrschluß haben jene Volkswirtschaften, dazu gehört
      Deutschland, die sich diesen Gesetzmäßigkeiten verschliessen
      wollen, vergleichweise mehr Probleme, die in einer
      Unfinanzierbarkeit der Sozialsysteme gipfeln. Das alles
      passiert gerade.
      Das ist hanebüchener Unfug. http://www.marx-forum.de/politik/politik_s/sozialsta...
      Die haben nach der Ostöffnung nur nix mehr zum plündern - das ist das Problem. Jetzt kommen erstmal die von Bismarck unter Druck eingeführten Sozialstaatsleistungen unter den Hammer. Das nächste wäre dann für Kostenfaktoren wie dich ein sozialverträgliches Frühableben :-)
      Dieser Staat ist ausschliesslich dazu da, die Umverteilung von unten nach oben mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln zu organisieren und durchzusetzen. Alles andere ist nur eine Verharmlosung.
      Ich kann nur hoffen, dass auch du es irgendwann begreifst, dass man nicht ausschliesslich von Kapital leben kann, also sich immer auf "die anderen" verlässt. Also sich gegenseitig die Kekse wegfrisst. Darin liegt das Problem aller Probleme.

      Gruß
      Frank

      • Antwort von nach 12 Stunden hilfreich
        Crash-Kurs Neoliberalismus für Frank!

        Insofern
        entsteht ein Paradox. Die Märkte entwicklen sich so, ganz
        natürlich, solange es Märtkte gibt.
        Wo, bitte, entwickelt sich was? Ich erlebe seit 13 Jahren eine
        kontinuierliche RÜCKentwicklung.
        Tja Frank,

        Du bist natürlich ein Härtefall, weil die DDR für dich ein Paradies war. Das wird es für ein spezielle Elite auch gewesen sein. Die breite Masse stand aber einer Mangelversorgung gegenüber und mußte 20 Jahre auf ein Kirmesauto warten. Das wollten sie nicht und deshalb war eine überwältigende Mehrheit für den Anschluß an die BRD. Dann, als man sich dem globlaen Wettbewerb stellen mußte, wurde deutlich, wie marode der alte Staat eigentlich war. Trotzdem war die Entwicklung nicht übel. Zunächst entsorgte man die Kirmesautos im Wald und beschaffte sich Westautos, stopfte sich mit Südfrüchten voll und feierte ein bombastisches Silvester.

        Hätte man nun neoliberale Erkenntnisse konsequent auf den wilden Osten angewandt, hätten einige Bundesländer im Osten in den rückliegenden 13 Jahren Bayern oder Baden-Würtemberg längst überholen können. Was diesen Erfolg verhindert hat, war zu schnelle Anpassung an Weststandards. Damit hat man sich selbst alle Wettbewerbsvorteile genommen. Ganz schön blöd.

        Also nochmal für dich ein Crash-Kurs in Neoliberlaismus: Wettbewerbsvorteile = mehr Leistungserstellung = mehr Beschäftigung = weniger Transferzahlung = weniger Umverteilung von Leistung an Leistungsunfähige = mehr regionale Kaufkraft = mehr Leistungserstellung = blühende Landschaften = mehr Wohlstand = mehr Wachstum = mehr Leistungsertsellung = mehr Geld in Frank´s Geldbörse = mehr Konsum = mehr Leistungserstellung = Vollbeschäftigung = mehr Geld für Infrastruktur = mehr Leistungserstellung = weniger Ideologie = Neoliberalismus = mehr Geld für Soziales = Paradies (diesmal mit Südfrüchten, ohne Kirmesautos und ohne Parteimitgliedschaft, eben für alle mit Gewichtung auf die individuelle Leistungserstellung und Ausgleich für Leistungsunfähige)

        Fazit: Es geht um die Leistungserstellung. Ist diese hoch, kann auch mehr verteilt werde. Verteilung an die, die nicht am Wertschöpfungsprozess teilnehmen können. Es geht nicht um Umverteilung von unten nach oben. Es geht um Leistungserstellung. Diese Leistung hat einen Geldwert, der verteilt sich innerhalb der gesamten Gesellschaft. Die Nutzen haben auch alle: Die Inhaber der Produktionsmittel, denn ihr Interesse ist die Mehrung des Kaptialzins, die Arbeitnehmer, denn sie erhalten für ihre Leistungserstellung mehr, weil auch der Wettbewerb um gute Arbeitnehmer steigt. Ist eigentlich ganz einfach. Ob es funktioniert, kann man an den Volkswirtschaften verifizieren, die Teile dieser Prinzipien beherzigen. Das funktioniert auch innerhalb Deutschlands, wenn man die einzelnen Bundesländer betrachtet und ihre jeweiligen wirtschaftsleistungen. Macht man das emotionlos, wird einem der Zusammenhang zwischen Neoliberlaismus und persönlichem Wohlstand sehr schnell klar. In deinem Fall sehe ich diese Hoffnung allerdings nicht.

        Gruß,
        Klaus

        mod: Titel des Artikels archivtauglich gemacht.

        • Antwort von nach einem Tag hilfreich
          Re: Crah-Kurs Neoliberlaismus für Klaus!

          oh man, Klaus, Also nochmal für dich ein Crash-Kurs in Neoliberlaismus:
          Wettbewerbsvorteile = mehr Leistungserstellung = mehr
          Beschäftigung = weniger Transferzahlung = weniger Umverteilung
          von Leistung an Leistungsunfähige = mehr regionale Kaufkraft =
          mehr Leistungserstellung = blühende Landschaften = mehr
          Wohlstand = mehr Wachstum = mehr Leistungsertsellung = mehr
          Geld in Frank´s Geldbörse = mehr Konsum = mehr
          Leistungserstellung = Vollbeschäftigung = mehr Geld für
          Infrastruktur = mehr Leistungserstellung = weniger Ideologie =
          Neoliberalismus = mehr Geld für Soziales = Paradies (diesmal
          mit Südfrüchten, ohne Kirmesautos und ohne
          Parteimitgliedschaft, eben für alle mit Gewichtung auf die
          individuelle Leistungserstellung und Ausgleich für
          Leistungsunfähige)
          Kannst du dir vorstellen, dass es in diesem Land tatsächlich noch Leute geben soll, die diesen Blödsinn glauben?
          Das ist das Märchen der Leute, die ihren Besitzstand wahren möchten und die es ankotzt, wenn weder Aal noch Kavier bereit steht, denen es aber egal ist, wenn dafür hundert Leute ins Gras beissen.
          Nur mal zur Erinnerung: in Amiland sind bereinigt die Löhne der unteren 95% gleich geblieben oder gefallen während der letzten 20 Jahre. Den unteren 38% ihre durchschnittlich 10%. Die Preise allerdings nicht...
          Zu soilch einer modernen Gesellschaft, das möchtest du ja offensichtlich, entwickeln wir uns hin.
          Fazit: Es geht um die Leistungserstellung. Ist diese hoch,
          kann auch mehr verteilt werde. Verteilung an die, die nicht am
          Wertschöpfungsprozess teilnehmen können. Es geht nicht um
          Umverteilung von unten nach oben. Es geht um
          Leistungserstellung.
          Aua. Schonwieder sowas :-(
          Wann hast du das letzte mal aus dem Fenstergesehen? Diese Leistung hat einen Geldwert, der
          verteilt sich innerhalb der gesamten Gesellschaft.
          Was ist ein "Geldwert"? Leistung = bedrucktes Papier = nichts? Die Nutzen
          haben auch alle: Die Inhaber der Produktionsmittel, denn ihr
          Interesse ist die Mehrung des Kaptialzins, die Arbeitnehmer,
          denn sie erhalten für ihre Leistungserstellung mehr, weil auch
          der Wettbewerb um gute Arbeitnehmer steigt. Ist eigentlich
          ganz einfach. Ob es funktioniert, kann man an den
          Volkswirtschaften verifizieren, die Teile dieser Prinzipien
          beherzigen. Das funktioniert auch innerhalb Deutschlands, wenn
          man die einzelnen Bundesländer betrachtet und ihre jeweiligen
          wirtschaftsleistungen. Macht man das emotionlos, wird einem
          der Zusammenhang zwischen Neoliberlaismus und persönlichem
          Wohlstand sehr schnell klar. In deinem Fall sehe ich diese
          Hoffnung allerdings nicht.
          Mach dir um mich keine Sorgen.
          Über den Rest kann ich nur mit dem Kopf schütteln.

          Gruß
          Frank

          • Antwort von nach einem Tag hilfreich
            Re^2: Crah-Kurs Neoliberlaismus für Klaus!

            Nur mal zur Erinnerung: in Amiland sind bereinigt die Löhne
            der unteren 95% gleich geblieben oder gefallen während der
            letzten 20 Jahre. Den unteren 38% ihre durchschnittlich 10%.
            1. Dafür hätte ich gene mal eine Quelle, denn ich kenne da andere Zahlen. Insbesondere die Clinton-Regierung hat einiges in Sachen "Schließen der Einkommenschere" erreicht.

            2. Die Situation in den USA ist mit der deutschen nicht zu vergleichen, weil da ganz andere historische Zusammenhänge eine Rolle spielen. Allerdings muß man sich für die Erkenntnis intensiv mit der sozialen und ökonomischen Entwicklung der USA zwischen 1928 und ~1975 beschäftigen. Die Preise allerdings nicht...
            Zu soilch einer modernen Gesellschaft, das möchtest du ja
            offensichtlich, entwickeln wir uns hin.
            Erstens: Wir entwickeln uns in Richtung Staatswirtschaft, die mit den USA ganz offensichtlich nichts zu tun hat.

            Zweitens: Das was Klaus skizziert und was das einzig vernünftige ist, hat mit den USA auch nichts zu tun.

            C.

          • Antwort von nach einem Tag hilfreich
            Crah-Kurs Neoliberalismus, Teil 2

            Hi Frank,

            Wahrheiten müssen manchmal weh tun. Hier also der nächste schmerzhafte Artikel ;-) Kannst du dir vorstellen, dass es in diesem Land tatsächlich
            noch Leute geben soll, die diesen Blödsinn glauben?
            1) Ist es kein Blödsinn, 2) hat es nichts mit Glauben zu tun. Es ist eine Frage inwieweit man wirtschaftliche Zusammenhänge aus der Praxis begreift. Deshalb sind Betriebsräte häufig gute Arbeitnehmervertreter und Gewerkschaftszentralen häufig schlechte. Theoretisch kann jeder recht haben, praktisch nur die, die den Wertschöpfungsprozess begreifen. Das ist das Märchen der Leute, die ihren Besitzstand wahren
            möchten und die es ankotzt, wenn weder Aal noch Kavier bereit
            steht, denen es aber egal ist, wenn dafür hundert Leute ins
            Gras beissen.
            Ja, das ist eine Parole, die gerne wiederholt wird aber an den Realitäten vorbei geht. Ich kenne nun viele Unternehmer ganz persönlich. Ich sehe hier keinen Kaviar. Ich sehe hier schon ein echtes Bemühen um das Wohlergehen der Belegschaft. Das ist eine ganz natürliche Konsequenz. Nur motivierte Mitarbeiter bringen gute Leistungen. Unternehmerische Ausbeutertypen haben nie einen dauerhaften Erfolg gehabt. Gute und motivierte Arbeitnehmer sind das höchste Kapital einer jeden Unternehmung. Nur mal zur Erinnerung: in Amiland sind bereinigt die Löhne
            der unteren 95% gleich geblieben oder gefallen während der
            letzten 20 Jahre. Den unteren 38% ihre durchschnittlich 10%.
            Die Preise allerdings nicht...
            Zu soilch einer modernen Gesellschaft, das möchtest du ja
            offensichtlich, entwickeln wir uns hin.
            Na bleiben wir doch in Deutschland. Das ist ja immer ein tolles Argument der Gewerkschafter und Sozis. Faktisch stimmt es, daß der ANteil der Arbeitnehmer am Vermögen kleiner wird. Das aber nicht, weil die Kapitalisten soviel Kaviar futtern und die Arbeitnehmer vergnüglich ins Gras beissen lassen, wie du es darstellen möchtest. Nein, das ist so weil Kapitalbeteiligungen zB im Ausland einen höheren Zins bringen, als eine Produktion in Deutschland. Ergo, es muß sich für Menschen mit Kapital lohnen, in eine Produktion im eigenen Land zu investieren. Dann haben wir volkswirtschaftlich mehr Beschäftigung, weniger Transferzahlungen, können Arbeitskosten (Lohn- plus Lohnnebenkosten) geringer halten, haben mehr Wettbewerbsvorteile, können mehr Leistung erstellen und logischerweise steigt das Vermögen der Arbeitnehmer gleich mit. Eine Win-win-Situation. Der Mensch mit Kapital bekommt so oder so seine Zinsen. Bei Investitionen in eine unternehmerische Tätigkeit in Deutschland bekommt aber dann auch der Arbeitnehmer einen volkswirtschaftlichen Anteil am Zins und die Lohnquote steigt wieder. Jetzt verstanden? Fazit: Es geht um die Leistungserstellung. Ist diese hoch,
            kann auch mehr verteilt werde. Verteilung an die, die nicht am
            Wertschöpfungsprozess teilnehmen können. Es geht nicht um
            Umverteilung von unten nach oben. Es geht um
            Leistungserstellung.
            Aua. Schonwieder sowas :-(
            Wann hast du das letzte mal aus dem Fenstergesehen?
            Ich rede täglich mit Unternehmern, Managern und sonstigen Arbeitnehmern in der Wirtschaft in ganz Europa. Du kannst mir eine gute Sicht der Dinge zutrauen. Ich sehe die Entwicklungen in Holland, Deutschland, England und Skandinavien täglich im Gespräch. Du kannst auch gerne Christian fragen, der hat ähnliche Gesräche auch jeden Tag. Du kannst alternativ auch bei Marx nachlesen. Der gesunde Menschenverstand wird dir klar machen, was sinnvoller ist. Diese Leistung hat einen Geldwert, der
            verteilt sich innerhalb der gesamten Gesellschaft.
            Was ist ein "Geldwert"? Leistung = bedrucktes Papier = nichts?
            Leistung ist Kaufkraft. Dem bedruckten Papier steht eine bestimmte Kaukraft zu. Für 100 Einheiten Papier mit Wasserzeichen, herausgegeben von der Europäischen Zentralbank bekommst du 200 Vollkornbrötchen. Klar jetzt? Bei einer Inflation bekommst du dafür weniger. Daher ist eine Stabilität durch die richtige Geldpolitik erforderlich, damit Geld nicht zum bedruckten Papier wird. Stichworte hierzu: Offenmarktpolitik, Tenderverfahren, Mindestreservepolitik, Geldmengensteuerung, etc., eine nette Arbeit hierzu:
            http://www.uni-tuebingen.de/uni/wwb/download/duijm/G...
            Lies mal zur Abwechslung etwas Handfestes! Mach dir um mich keine Sorgen.
            Über den Rest kann ich nur mit dem Kopf schütteln.
            Nicht Kopf schütteln, so kann man nicht denken! Hirn freimachen und Bilden ist angesagt. Wir machen noch einen passablen Neoliberalen aus dir. Gib dich nicht selber auf!

            Gruß,
            Klaus

            • Antwort von nach einem Tag hilfreich
              Re: Crah-Kurs Neoliberalismus, Teil 2

              Wir machen noch einen passablen Neoliberalen aus dir. Gib dich nicht selber auf!

              Gruß,
              Klaus
              ; ) hihi !

              Da würde ich schon einiges an bedruckten Zetteln dagegenwetten.
              Je einsamer er mit seiner Überzeugung da steht, für desto besser
              hält er sie doch : )
              Aber versuchs mal! *Händereib*
              Da haben wir alle was zu lachen ; )

              Gruß

              Richard



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