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Re: Schuldenerlaß für den Staat unausweichlich?
Ein Schuldenerlaß wäre für den Staat bestenfalls eine kurzfristige Lösung, für die Bürger und die Wirtschaft (also die Gläubiger) aber eine Katastrophe - von den außenwirtschaftlichen Folgen, die hier schon angesprochen wurden, ganz zu schweigen.
Wenn man sich vor Augen hält, in welchem Maße momentan, wo die Schuldenlast drückt, öffentliche Gelder verschleudert werden, dann kann man sich ungefähr ausmalen, wie unsere Politiker wirtschaften würden, wenn sie schuldenfrei wären. Es würde dann weiterhin mehr Geld verpulvert, als hereinkommt (nur eben auf einem höheren Niveau), denn daß der Staat so verschuldet ist, kommt ja nicht von ungefähr. Als Ergebnis würde die öffentliche Hand bald wieder in die roten Zahlen fahren, nur mit dem Unterschied, daß dann niemand mehr bereit wäre, ihr Geld zu leihen. Und das wäre dann der Staatsbankrott.
Es ist ja nicht so, daß die hohe Zahlungsmoral den Staat handlungsfähig macht. Das Gegenteil ist der Fall: eben weil man sich ziemlich sicher sein kann, von der BRD sein Geld wiederzubekommen, sind überhaupt soviele Stellen nocht bereit, dem Staat Kredit einzuräumen.
Die Lösung heißt sparen. Allerdings haben bislang unsere Politiker damit noch nicht angefangen, denn alles, was uns bisher als "Sparpaket" präsentiert wurde, waren lediglich Einnahmesteigerungen durch Steuererhöhungen und dergleichen. Am Ausgabenverhalten hat sich nichts geändert - eher im Gegenteil, scheint man doch mit den öffentlichen Geldern noch sorgloser umzugehen als zuvor (Stichwort: Beraterverträge).