Antwort von
nach 18 Stunden
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Re^5: Fällt die Eigenheimzulage nun doch ganz?
Das macht schon eine Mänge aus!
Das sind gleich mal schon 10% !!!!
Von was? Vom Kaufpreis? Vom Einkommen? Von der gesamten Finanzierungslast, d.h. inkl. Zinsen und Tilgung?
Die aktuelle Förderung beläuft sich auf 1% vom Anschaffungspreis, wobei 125.000 die Obergrenze ist, macht also max. 1.250 Euro im Jahr und das 8 Jahre lang, also max. 10.000 Euro. Das macht monatlich 100 Euro, wenn man es auf die Förderungsdauer umlegt, etwas weniger als 30 Euro, wenn man es auf die übliche Finanzierungsdauer von 30 Jahren umlegt.
Bei einer Finanzierung von € 200.000, von der Du anscheinend ausgegangen bist, fallen über die genannten 30 Jahre rd. 400.000 Zinsen und Tilgung an, d.h. der Förderbetrag macht 2,5% von den gesamten Finanzierungskosten aus.
Wer bei einer Hausfinanzierung mit 100 Euro im Monat rechnen muß, oder bei dem 2,5% den Ausschlag geben, hat die Finger vom Hausbau zu lassen. Der Dachausbau kommt schnell teurer als man denkt, das Auto und die Wachmaschine geben eher den Geist auf, als man kucken kann und der Anstieg der Energiekosten (Sprit, Gas, Öl, Strom) haben für die Durschnittsfamilie in den letzten Jahren sicherlich mehr als 100 Euro im Monat ausgemacht.
Was ist den mit den Leuten die Grunstücke haben,
Mir kommen die Tränen. Wer heutzutage als Privatperson ein unbebautes Grundstück hat, hat es entweder geerbt oder als Spekulation im Hinblick auf die Umwandlung von Landwirtschaftsgebiet in Bauerwartungsland erworben. Normalerweise kauft man ein Grundstück dann, wenn man bauen will und damit wartet man dann nicht 5 Jahre und wundert sich über die Gesetzesänderung, sondern man kauft und baut.
Andersrum, wenn weniger bauen haben auch weniger Handwerker
udn Architekten Geld und können auch weniger kaufen oder sind
Arbeitslos.
Wie gesagt: Wer nur wegen der EHZ baut, hat andere Probleme als die arbeitslosen Architekten und mir ist ein arbeitsloser Architekt immer noch lieber als ein überschuldeter Privathaushalt. Der Architekt findet im nächsten Aufschwung wieder Arbeit, die Familie lebt dann aber schon auf der Straße oder mit 4 Leuten und 250.000 Euro Schulden in einer gepflegten 1,5 Zimmer-Wohnung
Dazu kommt noch, hier in München und Umland fehlen so
dermassen viele Wohnungen und Häuser, könnt ja hier mal
probieren eine Wahung zu finden. Ein Miniaprtement kostet hier
schon fast 500 € Miete. 4 Zimmer Wohnung ca. 1200€.
Das ist doch grad der Witz: Der Wohnungsmarkt regelt sich über Angebot und Nachfrage und wenn bei den auch mir bekannten Immobilienpreisen in München kaum noch Häuser gebaut werden, liegt das nicht an der EHZ sondern am überregulierten Wohnungsmarkt. Inzwischen ist es ja schon leichter ein Kilo Plutonium zu kaufen als einen säumigen Mieter vor die Tür zu setzen.
So jetzt seits ihr dran, besser ohne Förderung?
Natürlich ohne, was denn sonst?
Gruß,
Christian