Entlassungen bei Deutsche Bank und Katstadt

Von: , Frage gestellt am Mo, 14. Feb 2005

...und nun wieder das Geschrei der sozailromantischen Gutmenschen, die dem klassischen Feindbild des bösen alles verschlingenden Kapitalisten huldigen.

Hat sich einer der Schreier mal gefragt, wann er / sie das letzte Mal in einer Bankfiliale war? Noch vor 10 Jahren war das Ausfüllen eines Überweisungsträgers oder eines Dauerauftrags etwas für Leute mit umfangreichem Verwaltungsstudium, heute geh ich online und die Sache ist in Bruchteilen einer Minute erledigt.
Niemand braucht diese überflüssigen Kapazitäten!
Und niemand ist bereit, horrende Bankgebühren für diese "Bankbeamten" zu zahlen! ...und deshalb müssen sie gehen, keine Nachfrage bedeutet letztlich das Einstellen von Angebot, und das bedeutet, dass die AN entlassen werden.
Deutschland spart / geizt sich zu Tode!!!

Das gleiche Prinzip bei Karstadt: Alles regt sich auf, dass dort zu viele entlassen werden sollen.
Aber niemand geht freiwillig zu Karstatdt und bezahlt mehr, damit - zugegeben gut ausgebildete - Verkäufer / Verkäuferinenn gut beraten und ständig in ausreichender Zahl verteten sind.
Ich gehöre auch dazu: ich kann mir einkaufen im KaDeWe (Karstadt- Konzern) auch nicht leisten; dort gibt es tolle Beratung und wirklich gute Verkäufer, aber geh ich da hin?? Also darf ich mich auch nicht beschweren, wenn dort Leute freigesetzt werden.
Statt dessen rennen die Leute den Discountern die Bude ein, dort rennen überfordete Hilfspraktikantenstellvertreter durch die Gänge für ein paar Cent; die könne nix, wie denn auch, wer was kann geht woanders arbeiten.

Ein Beispiel: Media-Markt! Ich rein in die HIFI- Abteilung, Ecke für High-End-Geräte: Steht dort ne gute Denon- Anlage für rd. 2600 € (Ohne Rabattaktion etc.). Daneben steht ne Denon für geliches Geld mit vier (statt drei Komponenten). Nach mehr als 20 Minuten kommt ein übel gelaunter und übel riechender Paketräumer und fragt, "wat hä für misch tunn kann, weissdu". Ich frage nach dem Unterschied der beiden Anlagen "die eine hat drei,de anderes vier Stück Teile weissdu..."

Ich bin in den Fachhandel....

Denkt mal drüber nach (auch die Gutmenschen von Verdi)
Ralf

26 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 10 Minuten hilfreich
    Re: Entlassungen bei Deutsche Bank und Katstadt

    Hi! Hat sich einer der Schreier mal gefragt, wann er / sie das
    letzte Mal in einer Bankfiliale war? Noch vor 10 Jahren war
    das Ausfüllen eines Überweisungsträgers oder eines
    Dauerauftrags etwas für Leute mit umfangreichem
    Verwaltungsstudium, heute geh ich online und die Sache ist in
    Bruchteilen einer Minute erledigt.
    Niemand braucht diese überflüssigen Kapazitäten!
    Und niemand ist bereit, horrende Bankgebühren für diese
    "Bankbeamten" zu zahlen! ...und deshalb müssen sie gehen,
    keine Nachfrage bedeutet letztlich das Einstellen von Angebot,
    und das bedeutet, dass die AN entlassen werden.
    Deutschland spart / geizt sich zu Tode!!!
    So weit ich informiert bin, geht es bei der Deutschen Bank darum, einen Kapitalertrag von 25% zu erwirtschaften (Vorgabe Ackermann). Und da die Deutsche Bank "nur" bei etwa 23 Prozent liegt, müssen die Kosten reduziert werden. Also fliegen die Leute.

    Wäre die Deutsche Bank mit einem Kapitalertrag von 15% zufrieden, wären die Entlassungen nicht erforderlich. Hier geht es ergo nicht um Personalabbau, weil die Kosten das Unternehmen in die roten Zahlen drücken bzw. mangelhafte Umsätze vorliegen.

    Grüße
    Heinrich

    • Antwort von nach 30 Minuten hilfreich
      Re^2: Entlassungen bei Deutsche Bank und Katstadt

      ...was ist schlecht am Geldverdienen?
      Du und ich kämpfen auch für höhere Löhne / bessere Honorare. Wenn aber ein Kapitalist das macht, dann ist er böse???
      Dieses Feindbild "unterdrückter AN ausbeuteterischer AG" ist doch so überholt wie sonst nix (und ich glaube nicht wirklich, dass Du daran hängst)
      Ackermann sagt, wir müssen mehr verdienen; OK, wenn ich ihm glaube, geh ich los, kauf DB-Aktien und partizipiere, was ist daran schlecht?
      Und glaub ich ihm nicht, kaufe ich auch DB-Aktien und warte, dass die DB als Spekulationsspielball der - wirklichen- Großbanken hin und her geworfen wird und partizipiere (zuletzt bei Mannesmann / Vodafone). Und dann habe ich Geld verdient, und?
      Nur bei der zweiten Variante verlieren nicht ein paar Hundert die Arbeit, sondern D-land eines der führenden Unternehmen und damit zigtausende Arbeitsplätze (zuletzte Mannesmann / Vodafone).
      Also: was willlst Du?
      Gruß
      Ralf

  2. Antwort von nach einer Stunde hilfreich
    Re: Entlassungen bei Deutsche Bank und Katstadt

    Hallöchen, Hat sich einer der Schreier mal gefragt, wann er / sie das
    letzte Mal in einer Bankfiliale war? Noch vor 10 Jahren war
    das Ausfüllen eines Überweisungsträgers oder eines
    Dauerauftrags etwas für Leute mit umfangreichem
    Verwaltungsstudium,
    übertreib mal nicht so maßlos. Was Du heute am Bildschirm ausfüllst sieht nicht anders aus als die Papiervordrucke.

    Zur Sache: Interessanterweise greifst Du hier zwei Fälle heraus, die gerade nichts mit der Sparmentalität der Deutschen zu tun haben. Wie Heinrich schon schrieb, ist bei der Deutschen Bank die Ackermann´sche Forderung nach einer Kapitalverzinsung von 25% das Problem, nicht die schlechte Ertragslage an sich. Zum Vergleich: Die Commerzbank plante für 2004 eine Kapitalverzinsung von 8% und strebt 10-12 % an. Vor dem Hintergrund, daß das Geschäft der Deutschen Bank mit Sicherheit nicht risikoreicher ist, als das der Commerzbank, merkt man schon beim Vergleich der Renditevorstellungen, daß Ackermann nicht mehr alle Nadeln an der Tanne hat.
    Ansonsten habe ich schon was dazu geschrieben: http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/forum/showarchiv...

    Karstadt hat zwar in der Tat ein Ertragsproblem, aber auch das resultiert nur teilweise aus dem Kaufverhalten der Deutschen. Karstadt hat sich – ebenso wie Kaufhof – auf die falsche Schiene begeben. Klamotten, Lebensmittel und Schmuck in 1A-Innenstadtlagen funktioniert einfach nicht, weil die Konkurrenz zu groß ist und die Mieten zu hoch sind (auch wenn die Häuser teilweise den Unternehmen selbst gehören: kalkulieren muß man mit der Miete so oder so).

    Auch dazu habe ich schon mal was geschrieben:
    http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/forum/showarchiv...

    Wir verzeichnen hier also zwei krasse Management-Fehlleistungen. Einerseits aberwitzige Vorstellungen von der Verzinsung des Eigenkapitals, um die m.W. kein Eigenkapitalgeber gebeten hat. Andererseits zunächst ein Verschlafen der Markttrends und anschließend völlig verfehlte Reaktionen darauf. Anstatt sich auf fast-Monopolstellungen auf Lande zurückzuziehen, stellt man sich voll dem extremen Wettbewerb der Topinnenstadtlagen. Anstatt dem Kunden zu ermöglichen, endlich mal wieder einen kompletten Einkauf in einem Haus zu erledigen, stellt man sich eine unsägliche Produktmischung in den Laden und haut alle paar Wochen Rabattmarken raus. Allein der Glaube, daß die Leute dann - völlig von der Rabattaktion überrascht - zu Karstadt rennen und nutzlosen Krempel kaufen, nur weil er billiger ist, zeugt schon von einer gestörten Realitätswahrnehmung. Das gleiche Prinzip bei Karstadt: Alles regt sich auf, dass
    dort zu viele entlassen werden sollen.
    Aber niemand geht freiwillig zu Karstatdt und bezahlt mehr,
    damit - zugegeben gut ausgebildete - Verkäufer /
    Verkäuferinenn gut beraten und ständig in ausreichender Zahl
    verteten sind.
    In welchem Karstadt-Haus warst Du denn? Verkäufer fallen mir dort immer nur dann auf, wenn ich mich in Ruhe mal umschauen will. Dann werde ich nämlich pausenlos angequatscht, ob man mir helfen könne – oder man lungert einfach so um mich herum, so daß ich mich schließlich überwacht fühle und genervt den Laden verlasse. Und von guter Ausbildung kann m.E. keine Rede sein. Der Freundlichkeitskurs, der den Mitarbeitern Mitte der 90er mal verordnet wurde, ist offensichtlich an den meisten spurlos vorübergegangen und auch sonst frage ich mich, was die Leute den ganzen Tag da eigentlich machen. Insofern gibt es für mich keinen Grund, bei Karstadt einzukaufen, außer daß das Haus bei mir direkt um die Ecke liegt und die Lebensmittelabteilung gut sortiert ist. Ob ich allerdings bei Karstadt oder Kaufhof einkaufe (sind 15 Meter voneinander entfernt), hängt lediglich davon ab, in welche Richtung mich die Ampelschaltung der vorherigen Kreuzung lenkt --> Die Läden sind austauschbar.

    Gruß,
    Christian

    • Antwort von nach einer Stunde hilfreich
      Re^2: Entlassungen bei Deutsche Bank und Katstadt

      Insofern gibt es
      für mich keinen Grund, bei Karstadt einzukaufen, außer daß das
      Haus bei mir direkt um die Ecke liegt und die
      Lebensmittelabteilung gut sortiert ist. Ob ich allerdings bei
      Karstadt oder Kaufhof einkaufe (sind 15 Meter voneinander
      entfernt), hängt lediglich davon ab, in welche Richtung mich
      die Ampelschaltung der vorherigen Kreuzung lenkt --> Die
      Läden sind austauschbar.
      als gebürtider Düsseldorfer weiß ich was Du meinst...

      Das Problem ist m. E., dass in D-land jeder nur nach den eigenen Maßstäben urteilt ohne den Blick auf die Auswirkungen zu lenken. Und die Grenzdebilen-Massen-Medien reden denen nach dem Mund. Kaum jemand nimmt mahnende - zugegeben populärpseudowisschenschaftliche - Meinungen zur Kenntnis (HW Sinn, HO Henkel u.a.).
      Leute wie Du oder ich, die sich mit Argumenten Anderer in Foren und Diskussionen auseinandersetzen werden - kontrovers aber konstruktiv - mit Sicherheit einen Blick auf die ZUusammenhänge herstellen wollen / können.
      Aber was ist mit der Masse Mensch? Man gewinnt in zunehmendem Ausmaß den Eindruck, dass die Masse Mensch doch doof ist, und dafür brauch ich nicht Sachsen / Brandenburg.

      Hauptproblem in diesem zusammenhang ist, dass es nachwievor als schändlich gilt, offen dazu zu stehen Geld verdienen zu wollen. Geben wir es zu: ICH WILL GELD!!! und zwar so viel wie möglich... und was dazu notwendig ist muss getan werden.
      wenn es Arbeit ist....gut; ich will bezahlt werden!
      wenn es qualitativ / quantitativ mehr Arbeit ist....gut; ich will besser bezahlt werden!
      wenn es Kapitaleinsatz ist....gut; ich will Verzinsung!

      Gehst Du mit Deinem Erspartem zu einer Bank, bei der Du nix bekommst? Ich nicht! Und wenn ich Aktien kaufe (in D-land nicht verboten) so erwarte ich, dass mein Engagement belohnt wird.

      Grüße in die Heimat
      Ralf
      PS F95 lebt!

    • Antwort von nach einer Stunde hilfreich
      Re^2: Entlassungen bei Deutsche Bank und Katstadt

      ich hätte da noch ein typisch-deutsches Beispiel

      Überall in den Kantinen / Schnellrestaurants etc. hängen die Schilder, man solle die Tische selbst aufräumen.
      Und die Menschen tuns auch!
      ...und draussen lauern Hunderte von nichtausgebildeten Hartz4-Könnern, die doch eigentlich zum "Hinterherräumen" eingesetzt werden könnten, oder?
      Oder ein anderes Beispiel; bei Kaisers hier (nicht sonderlich preiswert weil in "gutbürgerlicher Lage mit entsprechenden Käufern) gibt es den Service, dass junge Leute (Schüler) den Damen und Herren helfen, die Tüten zu packen. Diese werden - zunächst - vom Laden bezahlt und freuen sich über einen kleinen Tip. Du glaubst nicht was für Tumulte entstehen, wenn so eine hilfreiche Hand angeboten wird; keifende hausfrauen werfen sich schützend über ihre Einkäufe - und halten so den Betrieb zusätzlich auf.

      Was wir brauchen ist ne Serviceoffensive, Leute die den ganzen Tag nix anderes machen als nett sein, lächeln und helfen.

      War mal in NYC bei Sacks 5th Ave; da kommt beim reingehen a helping hand; jemand, der mit Dir durch die Abteilungen schlendert, die Tüten nimmt und trägt, die nicht gekauften, anprobierten Sachen wieder weglegt und so wieter; kannst Du Dir vorstellen was passiert, wenn es dies - auch bei karstadt - geben würde?
      Mein Gott,
      ach so: Ddorf - gibts sowas noch im Carsch-Haus?
      Schönen Tag
      Ralf

      • Antwort von nach 2 Stunden hilfreich
        Re^3: Entlassungen bei Deutsche Bank und Katstadt

        Damen und Herren helfen, die Tüten zu packen. Diese werden -
        zunächst - vom Laden bezahlt und freuen sich über einen
        kleinen Tip. Du glaubst nicht was für Tumulte entstehen, wenn
        so eine hilfreiche Hand angeboten wird; keifende hausfrauen
        werfen sich schützend über ihre Einkäufe - und halten so den
        Betrieb zusätzlich auf.
        Nettes Bild. Was wir brauchen ist ne Serviceoffensive, Leute die den ganzen
        Tag nix anderes machen als nett sein, lächeln und helfen.
        Naja, ich fürchte, wir brauchen weniger die Leute, die den Job machen, als vielmehr Leute, die bereits sind für Dienstleistungen zu bezahlen. Das fängt damit an, daß sich die meisten Leute lieber 5 Stunden an der Reperatur irgendeines Problems im Haushalt versuchen, als daß sie dorekt einen Handwerker ranlassen, der dafür ein Fünftel der Zeit braucht, aber natürlich bezahlt werden will. Lieber werden Getränke mit dem Wagen im Samstagsgewühl selbst beschafft, als daß man sich das Zeug für 5 Euro Aufpreis in die eigene Bude schleppen läßt. Beispiele ließen sich noch hunderte finden. anprobierten Sachen wieder weglegt und so wieter; kannst Du
        Dir vorstellen was passiert, wenn es dies - auch bei karstadt
        - geben würde?
        Mein Gott,
        ach so: Ddorf - gibts sowas noch im Carsch-Haus?
        Nicht daß ich wüßte, aber da bin ich eh selten, weil ich keine Lust habe, bei einem Lebensmitteleinkauf 47 mal bezahlen zu müssen.

        Gruß,
        Christian


        • Antwort von nach 2 Stunden hilfreich
          Re^4: Entlassungen bei Deutsche Bank und Katstadt

          Naja, ich fürchte, wir brauchen weniger die Leute, die den Job
          machen, als vielmehr Leute, die bereits sind für
          Dienstleistungen zu bezahlen. Das fängt damit an, daß sich die
          meisten Leute lieber 5 Stunden an der Reperatur irgendeines
          Problems im Haushalt versuchen, als daß sie dorekt einen
          Handwerker ranlassen, der dafür ein Fünftel der Zeit braucht,
          aber natürlich bezahlt werden will. Lieber werden Getränke mit
          dem Wagen im Samstagsgewühl selbst beschafft, als daß man sich
          das Zeug für 5 Euro Aufpreis in die eigene Bude schleppen
          läßt. Beispiele ließen sich noch hunderte finden.
          DAS ist es was ich meine, es ist definitiv genug Arbeit da, sie muss nur gemacht - und bezahlt - werden!

          DANKE
          Ralf

        • Antwort von nach 7 Stunden hilfreich
          Re^4: Entlassungen bei Deutsche Bank und Katstadt

          Hallo, Was wir brauchen ist ne Serviceoffensive, Leute die den ganzen
          Tag nix anderes machen als nett sein, lächeln und helfen.
          Naja, ich fürchte, wir brauchen weniger die Leute, die den Job
          machen, als vielmehr Leute, die bereits sind für
          Dienstleistungen zu bezahlen. Das fängt damit an, daß sich die
          meisten Leute lieber 5 Stunden an der Reperatur irgendeines
          Problems im Haushalt versuchen, als daß sie dorekt einen
          Handwerker ranlassen, der dafür ein Fünftel der Zeit braucht,
          aber natürlich bezahlt werden will. Lieber werden Getränke mit
          dem Wagen im Samstagsgewühl selbst beschafft, als daß man sich
          das Zeug für 5 Euro Aufpreis in die eigene Bude schleppen
          läßt. Beispiele ließen sich noch hunderte finden.
          Da habt irh zweifelsohne beide recht. Wenn ich da an Japan denke... In vielen läden wird dort der erste und letzte Kunde vom Geschäftsführer persönlich begrüßt/verabschiedet. Im deutschen Fernsehen kam da mal ein anschauliches Beipiel, mit dem Kommentar: "In Deutschand grüßt nur der Kunde."

          Service ist in Deutschland ganz klein geschrieben. Wenn ich da an Kaufhof denke, wo Damen mit Oberschenkelweite meines Brustumfangs (nein, ich habe keinen kleinen Umfang) sich nicht von den Sitzen heben können und nach einem Produkt gefragt, nur mit der Hand ungefähr in die Richtung deuten "Da hinten isses irgendwo", reicht das meist für den Einkauf. Die Mitarbeiter können sich einfach nicht mit ihrer Firma identifizieren.

          Das Tankbeispiel hatte ich schon erwähnt. Ein anderes ist im Kaufland zu sehen "Es bedient sie keiner besser als sie selbst" verhöhnt doch auch den letzten Kunden. Nun, ich bediene mich immer besser als mich selber und zwar, dass nach dem wiegen noch ein oder zwei Äpfel zusätzlich in die Tüte fallen.

          Letzens wieder bei Edeka erlebt, einem Kunde fällt ein Yoghurt vom band und geht kaputt. Die Verkäuferin drückt dem Kunden einen zewa in die hand, er möge es doch bitte aufwischen. Eine recht freundliche Zurechtweisung meinerseits mit Aufklärung, was Kunde bedeutet, hatte den rechten Erfolg. Die Verkäuferin hat es selber aufgewischt. In Japan hatte man diesbezüglich einen Test gemacht (auch im Fernsehen zu sehen): Auf einer Weinflasche wurde der Preis unleserlich gemacht. Die verkäuferin rief eine Hilfe, die sich im Laufschritt! (nicht in der schleimspurhinterherziehnden Bewegungsart mancher Verkäufer) auf den Weg gemacht, um den Preis zu erfahren.

          Aber die Dienstleistungsdiskussion hatten wir ja schon mal. Ich würde jederzeit dafür bezahlen und je mehr mitmachen, desto bezahlbarer wird es auch.



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