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Re^2: Geld als 'verderbliche' Ware
Hallo Francesco,
das Geld der (Normal)-Sparer hat den den großen Anteil am Gesamtvermögen. Das läßt sich den Statistiken entnehmen. Ca. 10% der Bevölkerung besitzen 85% oder mehr am Gesamtvermögen. Vielleicht stimmt die Zahl nicht genau, aber die Richtung stimmt. Fast jeder von uns ist demnach (unterm Strich) Schuldner (Auto, Haus, Möbel-Kredite) und nicht zu vergessen die im Produktpreis enthaltenen Schuldzinsen (derzeit lt. Statistik 25%); also jede 4. Mark geht schon für Zinsen drauf (denn die Unternehmen geben ihre Zinskosten ja an den Verbraucher weiter)
Wohin diese Spirale führt, haben wir ja schon öfters erlebt (Inflation, Währungszusammenbruch,"Neuanfang"). Das zugrunde liegende Problem in unserem System ist, dass es nur mit Wachstum funktioniert. Aber dauerndes Wachstum gibt es nicht, wie uns die Natur lehrt. Warum soll es denn nicht möglich sein, nach diesem Vorbild zu wirtschaften d.h. nur das herstellen, was wirklich gebraucht wird (Utopie?) Beim Wirtschaftswachstum darf man auch nicht vergessen, dass die angegebenen Prozentzahlen sich immer auf der Basis des Vorjahres berechnen. Somit sind 2% heute absolut gesehen ein vielfaches mehr als 2% in den 60er Jahren. Und das gibt mir zu denken. Es erinnert mich an den See mit den Seerosen, die sich täglich verdoppeln; am Anfang nur eine, nach 20 Tagen ist der See halb voll- nach wieviel Tagen ist er ganz voll??? Vergessen wir in diesem "Spiel" auch nicht die Börsen, wo quasi mit "Luft" gehandelt wird und mehr Gewinn gemacht wird, mit als produzieren bzw. arbeiten. Das alles gibt mir sehr zu denken, ganz zu schweigen davon, dass "nebenbei" die Umwelt mit zerstört wird (Wann kippt das Ökosystem). Wir tanzen auf dem Vulkan.
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