Benzinpreise

Von: , Frage gestellt am Fr, 8. Sep 2000

Hallo zusammen!

Ich haette mal folgende Frage...
Wie kann man sich erklären, dass im Moment die Benzinpreise so
steigen? Wer ist da "schuld" dran, wer macht die Preise, oder wie sind da
die Zusammenhänge ? Warum haben - zumindest hier in Muenchen, ist es auch
anderswo so? - die freien Tankstellen entweder ihre Preise an die horrenden
Preise der "Großen" angeglichen (es gibt da grade ueberhaupt keine
Unterschiede mehr, alle haben exakt dieselben Preise!) oder sind bereits
eingegangen? Von wem werden sie ueberhaupt mit Benzin beliefert?

Meinem Freund und mir ging das gestern
durch die Koepfe und wir hatten eine laengere Diskussion drueber, merkten
dann aber beide letztendlich, dass wir einfach zu wenig drueber wissen...

Falls es welche unter Euch gibt, die sich da auskennen oder vielleicht
schonmal etwas mehr wissen als ich:)) - ich freue mich ueber Reaktionen.

Bis dann!

Eure Antje

54 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach einem Tag hilfreich
    Re: Benzinpreise

    Hi Antje,
    die Benzinpreise werden von 4 Faktoren beeinflußt. Erstens wird durch die OPEC (die Konferenz der erdölexportierenden Länder) ein Preis für ein Faß Öl (1 Barrel) vereinbart und den Kaufinteressenten (die Mineralölgesellschaften) vorgegeben.
    Der Preis betrug in den letzten Tagen 33 Dollar, nachdem er vor 12 Jahren noch 14 Dollar betragen hatte.
    Die OPEC sitzt zur zeit zusammen und verhandelt über neue Liefermengen und einen neuen Richtpreis. Der ist zwischen 22 und 28 Dollar zu erwarten, wird also niedriger sein als der heutige Hochpreis.
    öl wird mit Dollar bezahlt. Das ist der 2. Faktor. In Europa sind wir von dem Verhältnis zwischen Dollar und Euro abhängig. Steht der Dollar hoch (wie zur Zeit), ist das Öl teuer, gibt es den Dollar dagegen billig wie vor 8 Jahren, ist das Öl auch billiger zu haben.
    Der 3. Faktor sind die Mineralölgesellschaften. In Deutschland gibt es keinen richtigen Wettbewerb zwischen den Anbietern. Man kann den großen 4 (ARAL, SHELL, DEA, BP) keine unerlaubten Preisabsprachen nachweisen, aber es riecht gewaltig danach. Geht eine gesellschaft mit dem Preis um 1 Pfennig hoch, dauert es 3 Tage, dann haben die anderen nachgezogen. In gleichmäßiger Reihenfolge wechseln sich die Ölmultis ab.
    Es gibt in Deutschland nur einen Preiskrieg zwischen den von Mineralölgesellschaften abhängigen Tankstellen und den Freien Tankstellen.
    Die freien Tankstellen müssen den Sprit, der ja bearbeitet (raffiniert) worden ist und somit nicht mehr dem Rohöl, wie es aus Saudiarabien kommt, entspricht, von einer Raffinerie einkaufen. Diese Raffinerien gehören alle grundsätzlich zu einem Mineralölkonzern, der selbst ein Tankstellennetz betreibt.
    Ganz schlau haben die Multis den Freien den Sprit teurer verkauft, als an den eigenen Tankstellen dem Verbraucher angeboten wurde.
    Das hätte den Tod der freien Tankstellen bedeutet. Deshalb hat das kartellamt den Mineralölkonzernen verboten, den Freien den Sprit teurer zu verkaufen wie den eigenen Pächtern.
    Zum Schluß der 4. Faktor. Das ist die Mineralölsteuer. Zur Zeit bestimmen Hans Eichel und Gerhard Schröder, wieviel wir auf 1 Liter Benzin an Steuern draufzahlen müssen. Leider haben sich die Grünen in der Bundesregierung durchgesetzt und treiben damit eine sogenannte Umweltsteuer ein. Diese besteht zu einem großen Teil aus der Erhöhung der Mineralölsteuer und der Vorgabe , diese Mehreinnahmen zweckgebunden zu nutzen.
    Ich würde es als sinnvoll für die Umwelt bezeichnen, wenn Alternativ-Energiequellen eingesetzt würden wie Solarautos, Elektroautos und Energiesparautos, die 1 bis 2 Liter Sprit verbrauchen. Man könnte auch andere Ölsorten einsetzen, die den CO²-Ausstoß verringern, z.B. Rapsöl oder überhaupt aus pflanzlichen Ölen produziertem Treibstoff.
    Aber einfach den Benzinpreis zu verteuern führt dazu, dass die Wrtschafts- und Kaufkraft des deutschen Volkes verringert wird, denn keiner wird deshalb weniger fahren, höchstens weniger andere Güter kaufen, weniger Kottletts essen und anstatt Champagner Rotkäppchensekt trinken.
    Auf die weitere Entwicklung bin ich mal gespannt.
    Gruß,
    francesco

    • Antwort von nach einem Tag hilfreich
      Re^2: Benzinpreise

      Hallo Francesco

      bei Faktoren 1-3 stimme ich mit dir überein, zu Faktor 4 möchte ich jedoch etwas anmerken.

      Ein weiterer Grund für den steigenden Ölpreis ist die weltweit gestiegene Nachfrage. Ganz grob: je mehr Chinesen sich ein Auto leisten können, desto mehr Sprit wird gebraucht. Zudem sollen angeblich die "leicht" zugänglichen Ölreserven in den nächsten 40 Jahren aufgebraucht sein. Das heisst, danach wird das Fördern an sich aufwenigerer und teurer.

      Nun zu deinem Punkt 4:
      Seit Jahren labern sich die Umweltschützer den Mund fusselig, dass es mit dem hohen weltweit steigenden Energieverbrauch nicht auf ewig so weitergeht. Keiner will das hören, nun fängt man langsam an, es zu spüren.

      Die "Ökosteuer" sollte "künstlich" Energie verteuern, also im Grunde nur einen Vorgeschmack bieten auf das, was da noch auf uns zukommt. Vielleicht werden wir Deutschen der Ökosteuer nochmal dankbar sein. Sie richtet nämlich die Denkmasse der Deutschen darauf, wie sie Energie einsparen können (nicht nur dadurch, dass sie weniger Fahren, sondern z.B. auch dadurch, dass sie Autos kaufen, die 5 statt 10 Liter auf 100 km verbrauchen). Diese Nachfrage bedeutet wiederum eine größere Motivation für die Industrie, noch energiesparendere Autos, Heizungsanlagen etc. zu ersinnen, bzw. wieder verstärkt in Richtung Nutzung anderer Energiequellen zu forschen.

      Wenn dann die Weltmarktpreise für Energie langsam aber sicher immer weiter ansteigen (und das werden sie, auch ohne irgendwelche Steuererhöhungen), sind wir Deutschen dafür am besten gerüstet und die anderen werden uns unsere energiesparende Technologie aus den Fingern reissen. Toll nicht ? :-)

      Gruss
      Marion

      • Antwort von nach 2 Tagen hilfreich
        Re^3: Benzinpreise

        Hi! bei Faktoren 1-3 stimme ich mit dir überein, zu Faktor 4
        möchte ich jedoch etwas anmerken.
        Ich stimme auch zu. Schön erklärt.
        Ein weiterer Grund für den steigenden Ölpreis ist die weltweit
        gestiegene Nachfrage. Ganz grob: je mehr Chinesen sich ein
        Auto leisten können, desto mehr Sprit wird gebraucht. Zudem
        sollen angeblich die "leicht" zugänglichen Ölreserven in den
        nächsten 40 Jahren aufgebraucht sein. Das heisst, danach wird
        das Fördern an sich aufwenigerer und teurer.
        ...was durch Senlken der ohnehin hahnebüchenen Mineralölsteuern ausgeglichen werden könnte.
        Des weiteren wurde gerade ein neues Ölfeld entdeckt. Weiß nur leider nicht mehr wo. Das mit den 40 Jahren ist ohnehin nur ein grüne Räuberpistole.

        Laut den Prognosen aus den frühen 80ern müssten wir eh schon alle vergiftet sein.
        Nun zu deinem Punkt 4:
        Seit Jahren labern sich die Umweltschützer den Mund fusselig,
        dass es mit dem hohen weltweit steigenden Energieverbrauch
        nicht auf ewig so weitergeht. Keiner will das hören, nun fängt
        man langsam an, es zu spüren.
        Moment!
        Man spürt hier keine Verknappung, sondern lediglich die Durchsetzung grüner Hirngespinste!!!

        Es gibt noch ausreichend Rohöl, welches noch dazu recht günstig ist. Der hohe Benzionpreis folgt hauptsächlich aus der unverschämten Mineralölsteuer und der zusätzlichen Ökosteuer!
        Die "Ökosteuer" sollte "künstlich" Energie verteuern, also im
        Grunde nur einen Vorgeschmack bieten auf das, was da noch auf
        uns zukommt. Vielleicht werden wir Deutschen der Ökosteuer
        nochmal dankbar sein. Sie richtet nämlich die Denkmasse der
        Deutschen darauf, wie sie Energie einsparen können (nicht nur
        dadurch, dass sie weniger Fahren, sondern z.B. auch dadurch,
        dass sie Autos kaufen, die 5 statt 10 Liter auf 100 km
        verbrauchen). Diese Nachfrage bedeutet wiederum eine größere
        Motivation für die Industrie, noch energiesparendere Autos,
        Heizungsanlagen etc. zu ersinnen, bzw. wieder verstärkt in
        Richtung Nutzung anderer Energiequellen zu forschen.
        Das wäre schön.
        Vielmehr wird hgier gerade ein Trend generiert, verdienten oder unbedingt gewünschten Mitarbeitern einen Dienstwagen als Gehaltsaufbesserung zu stellen, der in 99% der Fälle wohl kaum sparsam bewegt wird...
        Außerdem akzeptieren die Leute den hohen Preis irgendwann einfach und sparen woanders. Am Fahrverhalten ändert sich gar nichts.

        Wir sprechen hier über nichts anderes, als grün verpackte Abzocke!
        Wenn dann die Weltmarktpreise für Energie langsam aber sicher
        immer weiter ansteigen (und das werden sie, auch ohne
        irgendwelche Steuererhöhungen), sind wir Deutschen dafür am
        besten gerüstet und die anderen werden uns unsere
        energiesparende Technologie aus den Fingern reissen. Toll
        nicht ? :-)
        Wo ist diese Technologie?

        Sollten die OPEC-Länder weiter an der Preisschraube drehen und die Bundesreghierung wider aller Vernunft die weiteren Stufen der Ökosteuer zünden, wäre es langsam an der Zeit, über einen Putsch (oder auch die Wahl einer regierungsfähigen Partei) nachzudenken und die OPEC-Länder zu anektieren.

        Gruß,
        Mathias

        • Antwort von nach 3 Tagen hilfreich
          Re^4: Haarsträubend! (o.T.)

          -

        • Antwort von nach 3 Tagen hilfreich
          Re^4: Benzinpreise

          Hallo Mathias

          so streitlustig ? wie schön :-)
          Ein weiterer Grund für den steigenden Ölpreis ist die weltweit
          gestiegene Nachfrage. Ganz grob: je mehr Chinesen sich ein
          Auto leisten können, desto mehr Sprit wird gebraucht. Zudem
          sollen angeblich die "leicht" zugänglichen Ölreserven in den
          nächsten 40 Jahren aufgebraucht sein. Das heisst, danach wird
          das Fördern an sich aufwenigerer und teurer.
          ...was durch Senlken der ohnehin hahnebüchenen
          Mineralölsteuern ausgeglichen werden könnte.
          Und warum sollte man das tun ? Soll man jetzt alles, was aus irgendwelchen Gründen teurer wird dadurch Preisstabil halten, dass man die Steuern darauf senkt ? Und falls nein, wieso dann ausgerechnet beim Benzin ? Wieso nicht die Tabaksteuer oder die Getränkesteuer ? Des weiteren wurde gerade ein neues Ölfeld entdeckt. Weiß nur
          leider nicht mehr wo.
          Vermutlich in der Antarktis *g*.

          Das mit den 40 Jahren ist ohnehin nur ein grüne Räuberpistole.
          Vielleicht. Wenn die Wirtschfat Asiens sich in dem Maße weiterentwickelt wie zur Zeit und vielleicht noch Südamerika aufholt, werdens wohl nicht mal 40 Jahre sein. ES SEI DENN, man bringt gleichzeitig Technologien auf den Markt, die energiesparender sind. Laut den Prognosen aus den frühen 80ern müssten wir eh schon
          alle vergiftet sein.
          Schlechte Nachricht für dich: Sind wir auch. Der Mensch ist z.B. dermaßen mit Schwermetallen belastet, dass sich die Experten seit längerem streiten, ob Frauen ihr Kinder noch stillen sollen oder nicht. Nun zu deinem Punkt 4:
          Seit Jahren labern sich die Umweltschützer den Mund fusselig,
          dass es mit dem hohen weltweit steigenden Energieverbrauch
          nicht auf ewig so weitergeht. Keiner will das hören, nun fängt
          man langsam an, es zu spüren.
          Moment!
          Man spürt hier keine Verknappung, sondern lediglich die
          Durchsetzung grüner Hirngespinste!!!
          Nun mach dich mal nicht lächerlich. In den letzten 10 Jahren ist von der CDU immer wieder die Mineralölsteuer erhöht worden. Nur hat es keiner gemerkt, weil gleichzeitig die Rohölpreise gesunken sind.
          Du bist doch in Wirtschaftsdingen kein Anfänger, schau doch mal in die Weltmärkte nach Angebot und Nachfrage bei Rohöl, dann siehst du sofort, woher der Wind bläst.
          Es gibt noch ausreichend Rohöl, welches noch dazu recht
          günstig ist. Der hohe Benzionpreis folgt hauptsächlich aus der
          unverschämten Mineralölsteuer und der zusätzlichen Ökosteuer!
          Du nennst eine mehr als Verdreifachung des Rohölpreises seit 1998 "recht günstig" ??? Nur mal zur Information: 1998 kostete das Barrel Rohöl ca 10$, am 7.Sept. 2000 hingegen 37,64$. Das wäre schön.
          Vielmehr wird hgier gerade ein Trend generiert, verdienten
          oder unbedingt gewünschten Mitarbeitern einen Dienstwagen als
          Gehaltsaufbesserung zu stellen, der in 99% der Fälle wohl kaum
          sparsam bewegt wird...
          soso, und den Sprit bezahlt dann der Arbeitgeber auch für private Fahrten ? Wie schön :-) *gleichsonenDienstwagenbeantragenwerd* Außerdem akzeptieren die Leute den hohen Preis irgendwann
          einfach und sparen woanders. Am Fahrverhalten ändert sich gar
          nichts.
          Dann sind sie selbst schuld. Ich kann dir nur sagen, seit wir letztens das Automodell gewechselt haben, bin ich nicht 10 km weniger gefahren als sonst, aber über die Benzinpreise kann ich jetzt nur grinsen. Wenn dann die Weltmarktpreise für Energie langsam aber sicher
          immer weiter ansteigen (und das werden sie, auch ohne
          irgendwelche Steuererhöhungen), sind wir Deutschen dafür am
          besten gerüstet und die anderen werden uns unsere
          energiesparende Technologie aus den Fingern reissen. Toll
          nicht ? :-)
          Wo ist diese Technologie?
          Die steckt z.B. 1n 5l-Autos. Andere Energiequellen sind ebenfalls in der Diskussion (z.B. Brennstoffzellen). Wenn du glaubst, keine Angst vor Ölschwund in ca. 40 Jahren haben zu müssen, dann kann ich dir nur zustimmen, ich hab davor auch keinen Angst, weil ich davon ausgehe, dass unsere Forscher sich bis dahin was anderes haben einfallen lassen und benzinbetriebene Autos nur noch auf Oldtimershows zu sehen sein werden. Diese Forschung lohnt sich aber nur, wenn ein wirtschaftliches Interesse daran vorhanden ist, und das wäre z.B. ein hoher Benzinpreis. Sollten die OPEC-Länder weiter an der Preisschraube drehen und
          die Bundesreghierung wider aller Vernunft die weiteren Stufen
          der Ökosteuer zünden, wäre es langsam an der Zeit, über einen
          Putsch (oder auch die Wahl einer regierungsfähigen Partei)
          nachzudenken und die OPEC-Länder zu anektieren.

          *lach*
          oh jeh, die findest es einerseits völlig in Ordnung, dass die OPEC-Länder durch Festsetzung ihrer jeweiligen Förderungsmengen unsere Steuerpolitik diktieren sollen, aber andererseit willst du dort "annektieren" ? *hmmpf*

          Gruss
          Marion

          • Antwort von nach 4 Tagen hilfreich
            Re^5: *einmisch* Dienstwagen

            Hi Marion, Das wäre schön.
            Vielmehr wird hgier gerade ein Trend generiert, verdienten
            oder unbedingt gewünschten Mitarbeitern einen Dienstwagen als
            Gehaltsaufbesserung zu stellen, der in 99% der Fälle wohl kaum
            sparsam bewegt wird...
            soso, und den Sprit bezahlt dann der Arbeitgeber auch für
            private Fahrten ? Wie schön :-)
            *gleichsonenDienstwagenbeantragenwerd*
            Ja, macht er!
            Ansonsten ist es kein "echter" Dienstwagen im Sinne dessen, was hier gemeint war. (Gestellung eines PKW, der auch für private Fahrten genutzt werden darf)
            Der Arbeitnehmer versteuert den geldwerten Vorteil mit 1% vom Bruttolistenpreis (nur für die Privatfahrten), egal wieviel er fährt, egal wieviel Benzin verbraucht wird.

            Das ist zZ tatsächlich ein "beliebtes Spiel" der Gehaltserhöhung.

            LG
            Undine

          • Antwort von nach 5 Tagen hilfreich
            Re^5: Benzinpreise

            Hi Marion! so streitlustig ? wie schön :-)
            Klar, fast immer.
            Mit Dir besonders gerne :-))
            Ein weiterer Grund für den steigenden Ölpreis ist die weltweit
            gestiegene Nachfrage. Ganz grob: je mehr Chinesen sich ein
            Auto leisten können, desto mehr Sprit wird gebraucht. Zudem
            sollen angeblich die "leicht" zugänglichen Ölreserven in den
            nächsten 40 Jahren aufgebraucht sein. Das heisst, danach wird
            das Fördern an sich aufwenigerer und teurer.
            ...was durch Senlken der ohnehin hahnebüchenen
            Mineralölsteuern ausgeglichen werden könnte.
            Und warum sollte man das tun ? Soll man jetzt alles, was aus
            irgendwelchen Gründen teurer wird dadurch Preisstabil halten,
            dass man die Steuern darauf senkt ? Und falls nein, wieso dann
            ausgerechnet beim Benzin ? Wieso nicht die Tabaksteuer oder
            die Getränkesteuer ?
            Die Mineralölsteuer an sich ist ja noch mehr oder weniger im Rahmen gewesen.
            Nur die Ökosteuer ist ein echtes Problem.
            Hier geht es nicht darum, mit Gewalt Steuern zu senken.
            Vielmehr war die Ökosteuer schon von Anfang an eine Katastrophenidee.
            Eine Mineralölsteuer hingegen ist prinzipiell sinnvoll. Des weiteren wurde gerade ein neues Ölfeld entdeckt. Weiß nur
            leider nicht mehr wo.
            Vermutlich in der Antarktis *g*.
            Nein. Ich komme einfach nicht mehr drauf.
            Vielleicht fällt es mir die Tage noch ein.
            Jedenfalls ist es groß und leicht abbaubar.
            Egal, es ging ja auch nur darum, das Argument der akkuten Knappheit zu entkräften. Dafür reicht´s.
            Das mit den 40 Jahren ist ohnehin nur ein grüne Räuberpistole.
            Vielleicht. Wenn die Wirtschfat Asiens sich in dem Maße
            weiterentwickelt wie zur Zeit und vielleicht noch Südamerika
            aufholt, werdens wohl nicht mal 40 Jahre sein. ES SEI DENN,
            man bringt gleichzeitig Technologien auf den Markt, die
            energiesparender sind.
            Und wenn nicht. Was soll´s?
            Es werden weitere Ölfelder entdeckt werden... Laut den Prognosen aus den frühen 80ern müssten wir eh schon
            alle vergiftet sein.
            Schlechte Nachricht für dich: Sind wir auch. Der Mensch ist
            z.B. dermaßen mit Schwermetallen belastet, dass sich die
            Experten seit längerem streiten, ob Frauen ihr Kinder noch
            stillen sollen oder nicht.
            Sicherlich eher grüne Experten.
            Fakt ist, daß die Ökolügen vom Baumsterben und den verseuchten Kindern mit einer Niere und 4 Ohren nicht eingetreten sind.
            Fakt ist, daß sich die Umwelt allerorts erholt.
            Fakt ist, daß Kernkraft sauberer als Braunkohle ist.
            Fakt ist, daß der Deutsche auch in 20 Jahren noch Autofahren will und wird. Nun zu deinem Punkt 4:
            Seit Jahren labern sich die Umweltschützer den Mund fusselig,
            dass es mit dem hohen weltweit steigenden Energieverbrauch
            nicht auf ewig so weitergeht. Keiner will das hören, nun fängt
            man langsam an, es zu spüren.
            Moment!
            Man spürt hier keine Verknappung, sondern lediglich die
            Durchsetzung grüner Hirngespinste!!!
            Nun mach dich mal nicht lächerlich. In den letzten 10 Jahren
            ist von der CDU immer wieder die Mineralölsteuer erhöht
            worden. Nur hat es keiner gemerkt, weil gleichzeitig die
            Rohölpreise gesunken sind.
            In welchem Maße ist hier die Frage. Hier sprengt die neue Regierung alle geschichtlichen Maßstäbe. Du bist doch in Wirtschaftsdingen kein Anfänger, schau doch
            mal in die Weltmärkte nach Angebot und Nachfrage bei Rohöl,
            dann siehst du sofort, woher der Wind bläst.
            Eben weil ich kein Anfänger bin, falle ich auf dieses fadenscheinige Argument nicht herein, da der Steueranteil am Benzin gut 70% beträgt und daher der Ölpreisanteil sich nur in sehr geringem Maße auswirken kann.
            Unangenehm ist das natürlch trotzdem, nur ist es eben nicht die Ursache.
            Es gibt noch ausreichend Rohöl, welches noch dazu recht
            günstig ist. Der hohe Benzionpreis folgt hauptsächlich aus der
            unverschämten Mineralölsteuer und der zusätzlichen Ökosteuer!
            Du nennst eine mehr als Verdreifachung des Rohölpreises seit
            1998 "recht günstig" ??? Nur mal zur Information: 1998 kostete
            das Barrel Rohöl ca 10$, am 7.Sept. 2000 hingegen 37,64$.
            Das langweilt! Der reine Rohölpreis hat nur einen sehr geringen Anteil an der Zusammensetzung des gesamten Benzinpreises Das wäre schön.
            Vielmehr wird hier gerade ein Trend generiert, verdienten
            oder unbedingt gewünschten Mitarbeitern einen Dienstwagen als
            Gehaltsaufbesserung zu stellen, der in 99% der Fälle wohl kaum
            sparsam bewegt wird...
            soso, und den Sprit bezahlt dann der Arbeitgeber auch für
            private Fahrten ? Wie schön :-)
            *gleichsonenDienstwagenbeantragenwerd*
            In den meisten Fällen tut er das.
            Wirklich.
            Nur Fahrten ins Ausland trägt man üblicherweise selbst. Aber da ist der Stoff ja auch zumeist billiger... Außerdem akzeptieren die Leute den hohen Preis irgendwann
            einfach und sparen woanders. Am Fahrverhalten ändert sich gar
            nichts.
            Dann sind sie selbst schuld. Ich kann dir nur sagen, seit wir
            letztens das Automodell gewechselt haben, bin ich nicht 10 km
            weniger gefahren als sonst, aber über die Benzinpreise kann
            ich jetzt nur grinsen.
            Das tue ich auch.
            Nur täuscht die größte Sparmühle nicht darüber hinweg, daß die Einnahmen aus Mineralöl- und Ökosteuer fest im Haushalt kalkuliert sind. Sparen jetzt alle, wird die Steuer weiter steigen, um ein Einnahmendefizit zu vermeiden.

            Das ist das perverse an der Sache. es geht nicht um die Schonung von Ressourcen, sondern nur und ausschließlich um Geld. Wenn dann die Weltmarktpreise für Energie langsam aber sicher
            immer weiter ansteigen (und das werden sie, auch ohne
            irgendwelche Steuererhöhungen), sind wir Deutschen dafür am
            besten gerüstet und die anderen werden uns unsere
            energiesparende Technologie aus den Fingern reissen. Toll
            nicht ? :-)
            Wo ist diese Technologie?
            Die steckt z.B. 1n 5l-Autos. Andere Energiequellen sind
            ebenfalls in der Diskussion (z.B. Brennstoffzellen). Wenn du
            glaubst, keine Angst vor Ölschwund in ca. 40 Jahren haben zu
            müssen, dann kann ich dir nur zustimmen, ich hab davor auch
            keinen Angst, weil ich davon ausgehe, dass unsere Forscher
            sich bis dahin was anderes haben einfallen lassen und
            benzinbetriebene Autos nur noch auf Oldtimershows zu sehen
            sein werden. Diese Forschung lohnt sich aber nur, wenn ein
            wirtschaftliches Interesse daran vorhanden ist, und das wäre
            z.B. ein hoher Benzinpreis.
            Das stimmt in der Theorie.
            In der Praxis liegen die Baupläne für ein serienreifes Brennstoffzellenfahrzeug bei allen großen Autoherstellern in der Schublede.
            Verhindert werden diese Projekte von der Lobby asu Öl- und Autokonzernen. Da die Ölkonzerne zumeist auch am Gashahn sitzen, wird sich deren Macht auch bei der in ca. 100 Jahren zu erwartenden Rohölverknappung nicht ändern.
            Leider. Sollten die OPEC-Länder weiter an der Preisschraube drehen und
            die Bundesreghierung wider aller Vernunft die weiteren Stufen
            der Ökosteuer zünden, wäre es langsam an der Zeit, über einen
            Putsch (oder auch die Wahl einer regierungsfähigen Partei)
            nachzudenken und die OPEC-Länder zu anektieren.

            *lach*
            oh jeh, die findest es einerseits völlig in Ordnung, dass die
            OPEC-Länder durch Festsetzung ihrer jeweiligen
            Förderungsmengen unsere Steuerpolitik diktieren sollen, aber
            andererseit willst du dort "annektieren" ? *hmmpf*
            Völlig in Ordnung finde ich das nicht. Nur eben nicht so gravierend, wie die eigentlichen Schuldigen es uns weißmachen wllen.
            Es wäre eben das Beste, beide Ursachen aus der Welt zu schaffen.

            Gruß,

            Mathias

            • Antwort von nach 5 Tagen hilfreich
              Re^6: Benzinpreise

              Hi Mathias :-)
              Das heisst, danach wird das Fördern an sich aufwenigerer und teurer.
              ...was durch Senlken der ohnehin hahnebüchenen
              Mineralölsteuern ausgeglichen werden könnte.
              Ja, könnte. Aber die Frage ist doch, ist das wirklich erstrebenswert ? Niedrigerer Spritpreis würde doch nur noch mehr Verkehr bedeuten, und die meisten Straßen, Autobahnen etc. stehen doch jetzt schon vor dem Kollaps. Die Mineralölsteuer an sich ist ja noch mehr oder weniger im
              Rahmen gewesen.
              Nur die Ökosteuer ist ein echtes Problem.
              Hier geht es nicht darum, mit Gewalt Steuern zu senken.
              Vielmehr war die Ökosteuer schon von Anfang an eine
              Katastrophenidee.
              Eine Mineralölsteuer hingegen ist prinzipiell sinnvoll.
              Also findest du es nur kritisierenswert, dass die Regierung das ganze Ökosteuer genannt hat, statt wie alle Regierungen vorher das einfach nur Mineralösteuer zu nennen ? Nein. Ich komme einfach nicht mehr drauf.
              Vielleicht fällt es mir die Tage noch ein.
              Jedenfalls ist es groß und leicht abbaubar.
              Egal, es ging ja auch nur darum, das Argument der akkuten
              Knappheit zu entkräften. Dafür reicht´s.
              ähm..naja, also ich finde nicht wirklich *g*
              Ein bisschen konkreter solltest du schon werden :-) Vielleicht. Wenn die Wirtschfat Asiens sich in dem Maße
              weiterentwickelt wie zur Zeit und vielleicht noch Südamerika
              aufholt, werdens wohl nicht mal 40 Jahre sein. ES SEI DENN,
              man bringt gleichzeitig Technologien auf den Markt, die
              energiesparender sind.
              Und wenn nicht. Was soll´s?
              Es werden weitere Ölfelder entdeckt werden...
              Ölfelder gibts genug, nur kostet es einen Haufen Schotter, diese auch zu erschließen. BTW: Könntest du dir ungefähr ausmalen, was das für die Umwelt bedeuten würde, wenn andere Länder auch nur annähernd einen so hohen Energieverbrauch pro Kopf hätten, wie wir Industrienationen ? Fakt ist, daß die Ökolügen vom Baumsterben und den verseuchten
              Kindern mit einer Niere und 4 Ohren nicht eingetreten sind.
              Fakt ist, daß sich die Umwelt allerorts erholt.
              Jaha, zumindest in den Industrienationen. Im Rest der Welt siehts leider erschreckend anders aus. ABER: Meinst du wirklich, unserer Umwelt würde es noch so gut gehen, wenn nicht so ein paar "Ökospinner" vor etlichen Jahren nicht mal mit dem Zaunpfahl gewunken hätten, und z.B. durchgesetzt hätten, dass Abwässer nicht mehr ungeklärt in Flüsse eingeleitet werden dürfen etc. ? Hätten wir mit der gleichen Umwseltversauung wie in den 70er Jahren weitergemacht, dürfte "Natur" in D höchstens noch in Botanischen Gärten vorkommen. Fakt ist, daß Kernkraft sauberer als Braunkohle ist.
              Klar, aber den Atommüll will trotzdem keiner in seinem Keller lagern, nicht mal die Atomkraftwerksbetreiber. Komisch nicht ? Fakt ist, daß der Deutsche auch in 20 Jahren noch Autofahren
              will und wird.
              Zustimmung. Aber die Autos heute sehen auch nicht mehr so aus wie die vor 20 Jahren (auch wenns ein bisschen schade ist :-). Nun mach dich mal nicht lächerlich. In den letzten 10 Jahren
              ist von der CDU immer wieder die Mineralölsteuer erhöht
              worden. Nur hat es keiner gemerkt, weil gleichzeitig die
              Rohölpreise gesunken sind.
              In welchem Maße ist hier die Frage. Hier sprengt die neue
              Regierung alle geschichtlichen Maßstäbe.
              Soll ich mal nach einer Statistik zu dem Thema ausschau halten ? Ich glaube, du würdest dich wundern :-) In den meisten Fällen tut er das.
              Wirklich.
              Nur Fahrten ins Ausland trägt man üblicherweise selbst. Aber
              da ist der Stoff ja auch zumeist billiger...
              Also wenn du Fahrten in eins der deutschen Nachbarländer planst, tank lieber zu Hause :-) Nur täuscht die größte Sparmühle nicht darüber hinweg, daß die
              Einnahmen aus Mineralöl- und Ökosteuer fest im Haushalt
              kalkuliert sind. Sparen jetzt alle, wird die Steuer weiter
              steigen, um ein Einnahmendefizit zu vermeiden.

              Das ist das perverse an der Sache. es geht nicht um die
              Schonung von Ressourcen, sondern nur und ausschließlich um
              Geld.
              Da hast du gar nicht mal so unrecht. Nur, wenn ich mir anschaue, wieviel Geländerwagen etc. hier durch die Gegend kurven, dann mach ich mir darüber keine Sorgen. Sollen doch die Idioten die Steuer bezahlen, die meinen, sie müsten unbedingt so ein Ding fahren. Im übrigen sehen die mir auch nicht danach aus, als müssten sie dann woanders das Geld einsparen. Die steckt z.B. 1n 5l-Autos. Andere Energiequellen sind
              ebenfalls in der Diskussion (z.B. Brennstoffzellen). Wenn du
              glaubst, keine Angst vor Ölschwund in ca. 40 Jahren haben zu
              müssen, dann kann ich dir nur zustimmen, ich hab davor auch
              keinen Angst, weil ich davon ausgehe, dass unsere Forscher
              sich bis dahin was anderes haben einfallen lassen und
              benzinbetriebene Autos nur noch auf Oldtimershows zu sehen
              sein werden. Diese Forschung lohnt sich aber nur, wenn ein
              wirtschaftliches Interesse daran vorhanden ist, und das wäre
              z.B. ein hoher Benzinpreis.
              Das stimmt in der Theorie.
              In der Praxis liegen die Baupläne für ein serienreifes
              Brennstoffzellenfahrzeug bei allen großen Autoherstellern in
              der Schublede.
              Das war bei den 5l Autos nicht anders. Aber du vergisst die Macht des Konsumenten. Muss nur eine kleine Autofirma ausscheren und das Ding auf den Markt bringen, was meinst du, wie schnell die Großen dann nachziehen. Verhindert werden diese Projekte von der Lobby asu Öl- und
              Autokonzernen. Da die Ölkonzerne zumeist auch am Gashahn
              sitzen, wird sich deren Macht auch bei der in ca. 100 Jahren
              zu erwartenden Rohölverknappung nicht ändern.
              Leider.
              Da sind wir doch tatsächlich mal einer Meinung. Aber wär da nicht die Politik gefragt, den Multis endlich mal ans Bein zu pinkeln ? Oder füllen die gerade mal wieder die Parteikassen ?

              Gruss
              Marion

            • Antwort von nach 5 Tagen hilfreich
              Re^7: Benzinpreise

              Moin, feuerspeiendes Ungetüm... :-)) Das heisst, danach wird das Fördern an sich aufwenigerer und teurer.
              ...was durch Senlken der ohnehin hahnebüchenen
              Mineralölsteuern ausgeglichen werden könnte.
              Ja, könnte. Aber die Frage ist doch, ist das wirklich
              erstrebenswert ? Niedrigerer Spritpreis würde doch nur noch
              mehr Verkehr bedeuten, und die meisten Straßen, Autobahnen
              etc. stehen doch jetzt schon vor dem Kollaps.
              Das genau ist die Frage. Ich verneine diese These, da ich den Umkehrschluß der aktuellen Situation ziehe: schließlich wurde der Verkehr durch eine Erhöhung des Benzinpreises auch nicht weniger. Die Mineralölsteuer an sich ist ja noch mehr oder weniger im
              Rahmen gewesen.
              Nur die Ökosteuer ist ein echtes Problem.
              Hier geht es nicht darum, mit Gewalt Steuern zu senken.
              Vielmehr war die Ökosteuer schon von Anfang an eine
              Katastrophenidee.
              Eine Mineralölsteuer hingegen ist prinzipiell sinnvoll.
              Also findest du es nur kritisierenswert, dass die Regierung
              das ganze Ökosteuer genannt hat, statt wie alle Regierungen
              vorher das einfach nur Mineralösteuer zu nennen ?
              Nein. Ich kritisiere vielmehr die Einführung einer dritten Steuer, die auf den Benzinpreis wirkt. Nein. Ich komme einfach nicht mehr drauf.
              Vielleicht fällt es mir die Tage noch ein.
              Jedenfalls ist es groß und leicht abbaubar.
              Egal, es ging ja auch nur darum, das Argument der akkuten
              Knappheit zu entkräften. Dafür reicht´s.
              ähm..naja, also ich finde nicht wirklich *g*
              Ein bisschen konkreter solltest du schon werden :-)
              Ích sage bescheid, wenn es mir wieder einfällt.
              Steht aber im "GEO" vom Juli. Vielleicht. Wenn die Wirtschfat Asiens sich in dem Maße
              weiterentwickelt wie zur Zeit und vielleicht noch Südamerika
              aufholt, werdens wohl nicht mal 40 Jahre sein. ES SEI DENN,
              man bringt gleichzeitig Technologien auf den Markt, die
              energiesparender sind.
              Und wenn nicht. Was soll´s?
              Es werden weitere Ölfelder entdeckt werden...
              Ölfelder gibts genug, nur kostet es einen Haufen Schotter,
              diese auch zu erschließen. BTW: Könntest du dir ungefähr
              ausmalen, was das für die Umwelt bedeuten würde, wenn andere
              Länder auch nur annähernd einen so hohen Energieverbrauch pro
              Kopf hätten, wie wir Industrienationen ?
              Nicht viel, denn den Energieverbrauch, den die USA und Europa zusammen zwischen 1979 und 1989 hatten, kann die ganze Welt heute wohl kaum noch erreichen. Fakt ist, daß die Ökolügen vom Baumsterben und den verseuchten
              Kindern mit einer Niere und 4 Ohren nicht eingetreten sind.
              Fakt ist, daß sich die Umwelt allerorts erholt.
              Jaha, zumindest in den Industrienationen. Im Rest der Welt
              siehts leider erschreckend anders aus. ABER: Meinst du
              wirklich, unserer Umwelt würde es noch so gut gehen, wenn
              nicht so ein paar "Ökospinner" vor etlichen Jahren nicht mal
              mit dem Zaunpfahl gewunken hätten, und z.B. durchgesetzt
              hätten, dass Abwässer nicht mehr ungeklärt in Flüsse
              eingeleitet werden dürfen etc. ? Hätten wir mit der gleichen
              Umwseltversauung wie in den 70er Jahren weitergemacht, dürfte
              "Natur" in D höchstens noch in Botanischen Gärten vorkommen.
              O.K. Das sehe ich auch so.
              Nur jetzt brauchen wir diese Ökospinner eben nicht mehr. Fakt ist, daß Kernkraft sauberer als Braunkohle ist.
              Klar, aber den Atommüll will trotzdem keiner in seinem Keller
              lagern, nicht mal die Atomkraftwerksbetreiber. Komisch nicht ?
              Dafür richten die Russen ja gerade umfangreiche Lagermöglichkeiten ein :-)
              Das Problem ist also gelöst. Die wollen das Geschäft machen. Fakt ist, daß der Deutsche auch in 20 Jahren noch Autofahren
              will und wird.
              Zustimmung. Aber die Autos heute sehen auch nicht mehr so aus
              wie die vor 20 Jahren (auch wenns ein bisschen schade ist :-).
              Aber dramatisch viel weniger Benzin brauchen sie auch nicht.
              Meine Alltagsschüssel mit 100 PS verbraucht dasselbe wie mein alter ´87er Golf mit 82 PS. Das Fahrverhalten ist fast gleich. Nun mach dich mal nicht lächerlich. In den letzten 10 Jahren
              ist von der CDU immer wieder die Mineralölsteuer erhöht
              worden. Nur hat es keiner gemerkt, weil gleichzeitig die
              Rohölpreise gesunken sind.
              In welchem Maße ist hier die Frage. Hier sprengt die neue
              Regierung alle geschichtlichen Maßstäbe.
              Soll ich mal nach einer Statistik zu dem Thema ausschau halten
              ? Ich glaube, du würdest dich wundern :-)
              Ich habe gerade die gestrige Bundestagsdevbatte auf Phönix gesehen.
              Hier war es auch schwierig, herauszufinden, wessen Statistik weniger lügt... In den meisten Fällen tut er das.
              Wirklich.
              Nur Fahrten ins Ausland trägt man üblicherweise selbst. Aber
              da ist der Stoff ja auch zumeist billiger...
              Also wenn du Fahrten in eins der deutschen Nachbarländer
              planst, tank lieber zu Hause :-)
              Österreich -> billiger
              Ungarn -> billiger
              Italien -> gleich
              Griechenland -> billiger
              Spanien -> billiger
              Frankreich -> gleich
              u.s.w.
              Nach GB fliege ich. Nur täuscht die größte Sparmühle nicht darüber hinweg, daß die
              Einnahmen aus Mineralöl- und Ökosteuer fest im Haushalt
              kalkuliert sind. Sparen jetzt alle, wird die Steuer weiter
              steigen, um ein Einnahmendefizit zu vermeiden.

              Das ist das perverse an der Sache. es geht nicht um die
              Schonung von Ressourcen, sondern nur und ausschließlich um
              Geld.
              Da hast du gar nicht mal so unrecht. Nur, wenn ich mir
              anschaue, wieviel Geländerwagen etc. hier durch die Gegend
              kurven, dann mach ich mir darüber keine Sorgen. Sollen doch
              die Idioten die Steuer bezahlen, die meinen, sie müsten
              unbedingt so ein Ding fahren. Im übrigen sehen die mir auch
              nicht danach aus, als müssten sie dann woanders das Geld
              einsparen.
              Ohne Leute, die so etwas kaufen, würden Arbeitsplätze verloren gehen.
              Und das würde zu weniger Konsum und zu sinkenden Steuereinnahmen, also zu weiteren Steuererhöhungen führen. Geländewagenfahrer sind also äußerst soziale Typen. Die steckt z.B. 1n 5l-Autos. Andere Energiequellen sind
              ebenfalls in der Diskussion (z.B. Brennstoffzellen). Wenn du
              glaubst, keine Angst vor Ölschwund in ca. 40 Jahren haben zu
              müssen, dann kann ich dir nur zustimmen, ich hab davor auch
              keinen Angst, weil ich davon ausgehe, dass unsere Forscher
              sich bis dahin was anderes haben einfallen lassen und
              benzinbetriebene Autos nur noch auf Oldtimershows zu sehen
              sein werden. Diese Forschung lohnt sich aber nur, wenn ein
              wirtschaftliches Interesse daran vorhanden ist, und das wäre
              z.B. ein hoher Benzinpreis.
              Das stimmt in der Theorie.
              In der Praxis liegen die Baupläne für ein serienreifes
              Brennstoffzellenfahrzeug bei allen großen Autoherstellern in
              der Schublade.
              Das war bei den 5l Autos nicht anders. Aber du vergisst die
              Macht des Konsumenten. Muss nur eine kleine Autofirma
              ausscheren und das Ding auf den Markt bringen, was meinst du,
              wie schnell die Großen dann nachziehen.
              Die kleinen Autofirmen sind in den letzten Jahren ausnahmslos von den Großen aufgekauft worden.
              Die letzen sind Morgan, TVR, Sbarro, De Tomaso, Verona und noch ein paar kleinere Kit-Car Hersteller.
              Und die bauen alle Sportwagen, bei denen es auf den Verbrauch nicht ankommt, da die Besitzer sie ohnehin kaum bewegen.

              Dies führt dazu, daß keine Innovationen in die genannte Richtung mehr von kleinen Betrieben ausgehen können, da es diese Betriebe ganz simpel nicht mehr gibt!

              Nur Opel und VW haben sich ernsthaft mit diesem Thema auseinandergesetzt.
              Da aber kein mensch eine aufgeblasene Bierdose für 30.000 DM kauft, reduziert sich also das Angebot an wirklich sparsamen Autos auf den Opel Astra ECO 3 (oder Eco 4, was weiß ich).

              Das ist hart.

              Ich werde den Opel für meine Freundin kaufen, da selbst ich mich für Fahrzeuge mit neiedrigem verbrauch (rein technisch) interessiere.

              Selber allerdings bin ich gerade auf der Suche (für mich privat) nach einem Alfa Romeo aus den 70ern mit richtig Dampf und 13 Litern Verbrauch.
              Und den Spaß kann mir dieser dämliche Trittin sowieso nicht verleiden.

              Vielmehr kommt es darauf an, anstelle einer dummen Besteuerung nach sozialistischem 5-Jahres-Plan sich neue Konzepte zur Mobilität zu überlegen, die den Bürger nicht gängeln.
              Kein Mensch mit etwas Geld wird sich bei 32°C in eine stinkende S-Bahn setzen. Und daran wird sich nichts ändern.
              Allerdings kann man den Leuten Car-Sharing für sparsame Stadtautos vermitteln.

              Man könnte Flugbenzin besteuern, da niemand von München nach Frankfurt fliegen muß. Das geht auch mit dem Auto (oder zur Not mit dem ICE). Die Einnahmen aus der Flugbenzinsteuer könnte man zu gleichen Teilen in den Straßenbau und in den Ausbau der ICE-Trassen investieren. Verhindert werden diese Projekte von der Lobby asu Öl- und
              Autokonzernen. Da die Ölkonzerne zumeist auch am Gashahn
              sitzen, wird sich deren Macht auch bei der in ca. 100 Jahren
              zu erwartenden Rohölverknappung nicht ändern.
              Leider.
              Da sind wir doch tatsächlich mal einer Meinung. Aber wär da
              nicht die Politik gefragt, den Multis endlich mal ans Bein zu
              pinkeln ? Oder füllen die gerade mal wieder die Parteikassen ?
              Erstens das und zweitens schaffen die Multis viele Arbeitsplätze und sind aufgrund ihrer Position äußerst mächtig.

              Die einzige Lösung wäre ein staatlicher Mineralölkonzern, der den anderen die Preise versaut... :-))
              Aber das wird wohl mit den Grünen nicht zu machen sein.

              Gruß,

              Mathias



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