Rente mit 25! 5 Stunden Woche!

Von: , Frage gestellt am Fr, 15. Okt 1999

Was sollen diese Forderungen der Gewerkschaften? Wenn man mit 60 aufhört, darf man wirklich nicht meckern, wenn die Rente nicht ausreicht. Wie soll sie auch, wenn man 30 Jahre arbeitet, und 30 Jahre in Rente ist. Und zweitens, was soll man 30 Jahre ohne Arbeit?

Verstehen diese Gewerkschaften nicht, daß man die Wirtschaft nicht ankurbeln kann wenn sie nur dauernd weniger Arbeit und mehr Lohn fordern?

Wenn die Rente mit 60 durchgesetzt wird, sind voraussichtlich 900.000 Menschen betroffen, welche Arbeitsplätze angeblich von bis zu 1.5 Millionen Jugendlichen neu besetzt werden. Wahrscheinlicher ist aber, daß diese Arbeit aber einfach nur von den noch vorhandenen Arbeitern erledigt werden muß.

Grüße,

Noel

11 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 16 Minuten hilfreich
    Re: Rente mit 25! 5 Stunden Woche!

    Hallo Noel!

    Du hast sicher Recht, aber weißt Du wirklich wieviel Personen in Deutschland, die älter sind als 60, noch arbeiten?

    Wir haben lange überlegt, aber es fallen uns nur Selbstständige ein. Ist schon merkwürdig, ich glaube, da ist viel Wind um nichts bzw. wenig!

    Gruß Werner [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

  2. Antwort von nach 3 Stunden hilfreich
    Schmarrn! Rente mit 70! 40-Stunden-Woche

    Die Lebenserwartung ist kontinuierlich gestiegen: Also, Rente mit 70 = Rente mit 65 vor 20 Jahren!
    Man kann doch Arbeitslosigkeit nicht beseitigen, indem man Arbeitslose zu Rentnern erklärt!

    • Antwort von nach 2 Tagen hilfreich
      Jetzt bin ich zum ersten Mal...

      von vorne bis hinten Deiner Meinung!!!!

      Grusz und Hallo von Frank

      • Antwort von nach 2 Tagen hilfreich
        Juchhu!

        Jippie! )

  3. Antwort von nach 9 Stunden hilfreich
    Re: Rente mit 25! 5 Stunden Woche!

    Betrachten wir das ganze mal in Zahlen:

    1998 haben bereits 60 Prozent aller männlichen Altersrentner und 86 Prozent der Frauen, die vor 65 in Rente gingen, ihre Rente schon mit 60 Jahren in Anspruch genommen. Damit begrenzt sich das Potential frei werdender Arbeitsplätze durch eine "Rente mit 60 für alle Arbeitnehmer" automatisch.

    1997 standen gerade noch 420.000 Beschäftigte in der Altersgruppe von 60 bis 65 Jahren in einem rentenversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnis. Das sind nur etwas mehr als 20 Prozent der noch vor fünf Jahren im Arbeitsprozess stehenden Beschäftigten dieser Jahrgänge.

    Wie kann Herr Zwickel dann von 1,2 Millionen zusätzlichen Arbeitsplätzen reden?
    Ist sein Taschenrechner explodiert? Wird er auch - wie Schröder - demnächst sagen, man hätte ihm falsche Zahlen vorgelegt?

    Durch Vorruhestandsregelungen in der ersten Hälfte der 90er Jahre hat nur etwa ein Arbeitsloser auf sieben frei werdende Stellen einen neuen Arbeitsplatz erhalten.

    Und das soll jetzt auf einmal alles anders sein?

    Viele Branchen werden dann ihrerseits die "Chance zu einer kostenlosen Frühverrentung" ihrer (angeblich) überzähligen Mitarbeiter ergreifen und den "Ausdünnungsprozess mit Hilfe der Gewerkschaften" (die doch eigentlich für den Arbeitnehmer da sein wollen!) mehr denn je vorantreiben.

    Es wird also noch mehr Arbeitslose geben!

    Es wird geschätzt, dass von 360.000 Arbeitnehmer im Alter von 60 bis 62 Jahren sofort die Hälfte in Rente gehen würde und von den jetzt noch 55- bis 59-Jährigen auch die 20 Prozent, die bisher länger gearbeitet haben, nunmehr mit 60 die Rente beanspruchen würden.

    Wer soll das bezahlen?

    Dann hat die Rentenversicherung im ersten Jahr mit Vorfinanzierungskosten in Höhe von ca. sechs Milliarden Mark, im zweiten Jahr von ca. sieben Milliarden Mark und im dritten Jahr von ca. 7,5 Milliarden Mark zu rechnen. Vom vierten Jahr an sinkt die Belastung, weil dann die große Masse der jetzt 60- bis 65-jährigen Beschäftigten ohnehin in Rente geht.

    Die geplante Änderung soll nur für fünf Jahren gelten. Wie passt denn das zusammen?

    Die Finanzierung soll durch alle Arbeitnehmer und Arbeitgeber erfolgen. Es sollen jeweils 0,5 Prozent des Lohns in einen Tariffonds gezahlt werden. Damit sollen die Rentenkassen geschont und der Beitragssatz stabil gehalten werden.

    Und die finanzielle Belastung der AN und AG wird wieder einmal höher!
    Alle zahlen für etwas, wofür sie niemals eine Gegenleistung erhalten werden!

    Die Kosten je Frührentner belaufen sich auf ca. 50.000 DM bis 100.000 DM.

    Ich gönne es ja allen Rentnern bzw. denen, die die Frührente dann in Anspruch nehmen können – aber es ist nicht zu bezahlen, geschweige denn gerecht!

    Herr Schröder und seine Genossen wechseln ihre Meinung so schnell wie ihre Hemden.
    Herr Schröder sagt, seinen Wahlversprechen in Bezug auf die Rente hätten falsche Zahlen zugrunde gelegen. Ja hat er/haben die denn auch 16 Jahre geschlafen?

    Das darf doch irgendwie alles nicht mehr war sein!

    Als Pflichtversicherter zahle ich jeden Monat DM 1.657,50 (AN- u. AG-Anteil zusammen) in die Rentenversicherung ein. Nach derzeitigen Berechnungswerten steigere ich damit meine Altersrente um mtl. DM 7,63 !!!
    Nach den Zwickel-Schröder-Riester-Plänen zahle ich für die gleiche Rentensteigerung dann künftig mtl. DM 1.700,-- ein.

    Ab Januar 2000 wird voraussichtlich die Bemessunsgrenze wieder um DM 100 oder DM 200 angehoben, dann zahle ich ........ .

    Und wenn ich dann dereinst in Rente gehe, dann wird mein mtl. Rentenanspruch wahrscheinlich unter dem Sozialhilfesatz liegen – falls ich überhaupt noch Rente erhalte.

    Gute Nacht Deutschland! – Was ist aus Dir geworden?

    Aber ein Trost bleibt mir: Ich habe ausreichend privat vorgesorgt, anstatt endlos darüber zu diskutieren, welche Anlageform denn nun die Ertragreichste ist, sein wird und welche nicht (siehe Versicherungsbrett).

    Gruss und schönes Wochenende
    WALTER HUETTENHAIN

    • Antwort von nach 10 Stunden hilfreich
      Re^2: Rente mit 25! 5 Stunden Woche!


      Die Kosten je Frührentner belaufen sich
      auf ca. 50.000 DM bis 100.000 DM.

      Hallo Walter,

      Deine Ausführungen sind wie üblich überzeugend. Nur obige Zahlen hast Du einfach den Herren Zwickel & Co. geglaubt.
      Ich habe die Kosten für eine um 5 Jahre vorgezogenen Rente ohne Abschläge mal überschlagen. Sie liegen pro Rentner eher zwischen 200.000,- DM und 300.000,- DM.

      Max

      • Antwort von nach einem Tag hilfreich
        Re^3: dann wird eben nachgebessert

        Hallo Max, Nur obige Zahlen hast Du einfach den
        Herren Zwickel & Co. geglaubt.
        Richtig:
        Ich habe die von Herrn Riester angegebenen Zahlen übernommen, obwohl ich nicht glaube, dass sie stimmen. Ich habe die Kosten für eine um 5 Jahre
        vorgezogenen Rente ohne Abschläge mal
        überschlagen. Sie liegen pro Rentner eher
        zwischen 200.000,- DM und 300.000,- DM.
        Deine Berechnungen kommen der Wirklichkeit wohl schon viel näher. Das macht die Angaben der besagten Herren über die mögliche Finanzierung noch unglaubwürdiger.

        Wir brauchen uns jedoch keine allzu grossen Sorgen zu machen. Im "Nachbessern" ist unsere Regierung ja absolute Spitze. Und wo das "Nachbessern" nicht ausreicht, da kann man ja immer noch die "Nachbesserung" durch Kommissionen überprüfen lassen um anschliessend die "Nachbesserung" nachzubessern.

        ... Wenn ich nicht mehr weiter weiss, gründ' ich einen Arbeitskreis ...

        Gruss und schönes Wochenende
        WALTER HUETTENHAIN

    • Antwort von nach 3 Tagen hilfreich
      Re^2: Rente mit 25! 5 Stunden Woche!

      Hallo !

      Walter hat hier mal wieder ein informatives Posting geschrieben. Wie sehen denn Deine Vorschläge aus ?
      Mir fällt zu dem vieldiskutierten Thema Gerechtigkeit hier eines auf: es scheint in diesem Forum nur wenig Leute zu geben, die echte Leistungsträger sind und somit den Ärger über die Umverteilungsmentalität täglich vor Augen haben. Betrachten wir das ganze mal in Zahlen:

      1998 haben bereits 60 Prozent aller
      männlichen Altersrentner und 86 Prozent
      der Frauen, die vor 65 in Rente gingen,
      ihre Rente schon mit 60 Jahren in
      Anspruch genommen. Damit begrenzt sich
      das Potential frei werdender
      Arbeitsplätze durch eine "Rente mit 60
      für alle Arbeitnehmer" automatisch.
      Das kann und darf in Zukunft nicht mehr möglich sein.
      1997 standen gerade noch 420.000
      Beschäftigte in der Altersgruppe von 60
      bis 65 Jahren in einem
      rentenversicherungspflichtigen
      Beschäftigungsverhältnis. Das sind nur
      etwas mehr als 20 Prozent der noch vor
      fünf Jahren im Arbeitsprozess stehenden
      Beschäftigten dieser Jahrgänge.

      Wie kann Herr Zwickel dann von 1,2
      Millionen zusätzlichen Arbeitsplätzen
      reden?
      Ist sein Taschenrechner explodiert? Wird
      er auch - wie Schröder - demnächst sagen,
      man hätte ihm falsche Zahlen vorgelegt?
      Er selbst hat nichts verstanden. Es werden nur noch Dogmen gedroschen, ohne über die Folgen nachzudenken.
      Durch Vorruhestandsregelungen in der
      ersten Hälfte der 90er Jahre hat nur etwa
      ein Arbeitsloser auf sieben frei werdende
      Stellen einen neuen Arbeitsplatz
      erhalten.
      Warum sieht Herr Zwickel das nicht ?
      Und das soll jetzt auf einmal alles
      anders sein?

      Viele Branchen werden dann ihrerseits die
      "Chance zu einer kostenlosen
      Frühverrentung" ihrer (angeblich)
      überzähligen Mitarbeiter ergreifen und
      den "Ausdünnungsprozess mit Hilfe der
      Gewerkschaften" (die doch eigentlich für
      den Arbeitnehmer da sein wollen!) mehr
      denn je vorantreiben.
      Genau, da bei weitem nicht jeder Arbeitsplatz neu besezt werden wird. Vielmehr ziehen sich die Unternehmen, vor allem in Bezug auf Neuinvestitionen, aus Deutschland zurück.

      Wo wird die DASA in Zukunft ihre Steuern bezahlen ?
      Wo E Plus?
      Wo die neueren Siemens-Töchter ?

      Bestimmt nicht in Deutschland. Und das ist nicht nur den sog. "Topmanagern" zuzuschreiben, sondern vor allem der Politik, die immer noch nUmverteilung anstatt Pragmatismus predigt.

      Die Wirtschaft kann eben flexibler auf erwachsende Standortnachteile reagieren. Dem Muß die Politik Rechnung tragen und endlich ein realistisches Renten-, Sozial- und Steuersystem installieren. Leistung muß sich eben wieder lohnen, sonst gibt es bald nichts mehr umzuverteilen, denn dann sind die meisten Unternehmen und auch viele "Besserverdiener" nicht mehr hier. Und das ist Fakt.
      Es wird also noch mehr Arbeitslose geben!

      Es wird geschätzt, dass von 360.000
      Arbeitnehmer im Alter von 60 bis 62
      Jahren sofort die Hälfte in Rente gehen
      würde und von den jetzt noch 55- bis
      59-Jährigen auch die 20 Prozent, die
      bisher länger gearbeitet haben, nunmehr
      mit 60 die Rente beanspruchen würden.

      Wer soll das bezahlen?
      Wir natürlich. Deine und meine Generation. Aber wir werden das nicht tun. S.o.
      Dann hat die Rentenversicherung im ersten
      Jahr mit Vorfinanzierungskosten in Höhe
      von ca. sechs Milliarden Mark, im zweiten
      Jahr von ca. sieben Milliarden Mark und
      im dritten Jahr von ca. 7,5 Milliarden
      Mark zu rechnen. Vom vierten Jahr an
      sinkt die Belastung, weil dann die große
      Masse der jetzt 60- bis 65-jährigen
      Beschäftigten ohnehin in Rente geht.

      Die geplante Änderung soll nur für fünf
      Jahren gelten. Wie passt denn das
      zusammen?
      Es wird wieder eine Ungerechtigkeit für diejenigen geschaffen, die momentan unter 55 sind.
      Die Finanzierung soll durch alle
      Arbeitnehmer und Arbeitgeber erfolgen. Es
      sollen jeweils 0,5 Prozent des Lohns in
      einen Tariffonds gezahlt werden. Damit
      sollen die Rentenkassen geschont und der
      Beitragssatz stabil gehalten werden.

      Und die finanzielle Belastung der AN und
      AG wird wieder einmal höher!
      Alle zahlen für etwas, wofür sie niemals
      eine Gegenleistung erhalten werden!
      Das ist die Crux an der Sache. Man muß also den Leuten wenigstens die Chance lassen, sich steuerbegünstigt privat zusatzzuversichern. Das ist ja nun auch hinfällig.
      Die Kosten je Frührentner belaufen sich
      auf ca. 50.000 DM bis 100.000 DM.

      Ich gönne es ja allen Rentnern bzw.
      denen, die die Frührente dann in Anspruch
      nehmen können – aber es ist nicht zu
      bezahlen, geschweige denn gerecht!
      Eben, daher verdienen viele Leute meines Alters (Ende 20) ihr Geld berits im Ausland.
      Ist das ungerecht ?
      Ich denke nein, denn unsere Lebensaufgabe ist es nicht, einen kaputten Staat zu sanieren, ohne daß die anderen Beteiligten auch etwas dazutun.
      Herr Schröder und seine Genossen wechseln
      ihre Meinung so schnell wie ihre Hemden.
      Herr Schröder sagt, seinen
      Wahlversprechen in Bezug auf die Rente
      hätten falsche Zahlen zugrunde gelegen.
      Ja hat er/haben die denn auch 16 Jahre
      geschlafen?
      Nein. gesoffen.
      Das darf doch irgendwie alles nicht mehr
      war sein!

      Als Pflichtversicherter zahle ich jeden
      Monat DM 1.657,50 (AN- u. AG-Anteil
      zusammen) in die Rentenversicherung ein.
      Nach derzeitigen Berechnungswerten
      steigere ich damit meine Altersrente um
      mtl. DM 7,63 !!!
      Nach den Zwickel-Schröder-Riester-Plänen
      zahle ich für die gleiche
      Rentensteigerung dann künftig mtl. DM
      1.700,-- ein.

      Ab Januar 2000 wird voraussichtlich die
      Bemessunsgrenze wieder um DM 100 oder DM
      200 angehoben, dann zahle ich ........ .
      Anscheinend befindest Du Dich auf der Seite derjenigen, die es nicht ganz so hart trifft. Das ist gut, denn dort möchte ich auch hin. Ohne ein Einkommen, welches einen weitgehens unabhängig macht, wird man in diesem Land besser gleich zum Sozialfall.
      Und wenn ich dann dereinst in Rente gehe,
      dann wird mein mtl. Rentenanspruch
      wahrscheinlich unter dem Sozialhilfesatz
      liegen – falls ich überhaupt noch Rente
      erhalte.
      Wie alt bist Du ?
      Solltest Du unter 59 sein, sieht es wohl schlecht aus....
      Gute Nacht Deutschland! – Was ist aus Dir
      geworden?
      Ein Selbstbedienungsladen für das Proletariat.
      Aber ein Trost bleibt mir: Ich habe
      ausreichend privat vorgesorgt, anstatt
      endlos darüber zu diskutieren, welche
      Anlageform denn nun die Ertragreichste
      ist, sein wird und welche nicht (siehe
      Versicherungsbrett).
      Das ist gut. Nicht gut ist, daß Du in meinem Alter wahrscheinlich noch richtig Gas geben konntest, während ich 1/5 meines Nettogehaltes in meine Altersvorsorge stecke.
      Nicht daß ich Dir das nicht gönnen würde. Ich wäre nur auch gerne in dieser Lage.

      Bis dann,

      Mathias
      Gruss und schönes Wochenende
      WALTER HUETTENHAIN

  4. Antwort von nach 2 Tagen hilfreich
    Re: Luftnummern ...

    Hallo,

    auch in diesem Fall ist es doch nichts anderes, als mit untauglichen Werkzeugen an einem wirklichen Problem rumzubasteln...

    Nur zur Erinnerung: In den 50er Jahren wurde die Rentenversicherung von einem kapitalgedeckten Verfahren zum Umlageverfahren umgestellt. Begründung damals: Um u.a. zu verhindern, daß der Kapitalstock zu einem bzw. DEM entscheidenden Faktor auf den noch jungen und empfindlichen KApitalmärkten wird. Außerdem konnte so dem Umstand Rechnung getragen werden, daß die Wirtschaft damals prosperierte und ein eklatanten Arbeitskräftemangel herrschte. Überdies war die Geburtenrate recht hoch. In so einer Situation kann es volkswirtschaftlich tatsächlich besser sein, eine solche gesellschaftliche Aufgabe z.B. über ein Umlageverfahren zu erledigen.

    Das Problem heute ist, daß sich die volkswirtschaftlichen Eckdaten massiv geändert haben, dies aber von einer unheiligen großen Koalition von Sozialpolitikern nicht (mehr) wahrgenommen wird (Blüm Dressler et all.). Dazu kommt, daß sich seit über 20 Jahren die demographische Entwicklung definitiv gedreht hat.
    Bei der Umstellung auf das Umlageverfahren war das VErhältnis Beitragszahler/Leistungsempfänger bei (wenn ich mich recht entsinne) 4,irgendwas zu 1.
    Heute haben wir bereits ein Verhältnis von 2,58 zu 1. Und, die laufende Entwicklung fortschreibend, sind wir im Jahre 2030 bei 1:1 .... Daß das nicht gutgehen kann, ist offensichtlich ...
    Warum ändert sich dann nix: 1. Weil der Übergang auf ein kapitalgedecktes Verfahren mit diversen Tücken versehen ist, 2. weil die genannten Sozalträumer dann eine staatliche Regelungs- und Gängelungsmechanik weniger hätten, und das ist, scheints, ein Gräuel. 3. weil es für die zwei "in der Mitte" befindlichen Generationen eventuell mit Zusatzbelastungen verbunden wäre. 4. Der Staat auf ein gerne herangezogenes Finanzierungsinstrument zur Wahrung gesamtstaatlicher Aufgaben verzichten müßte.
    Auch hier zur Erinnerung: Die erste groß angelegte Plünderung der Rentenkasse erfolgte 1976 durch die damalige Sozial-Liberale Koalition auf Betreiben der Sozialdemokraten.
    Wenn Du also die REntenversicherung nach rein versicherungsmathematischen Grundsätzen betreibst, kannste keine Wohltaten an die vrteilen, die keine Beiträge zahlen, aber Leistungen erhalten "sollen". Also nix ists mit Kindererziehungszeiten und ähnlichem Kram ...
    Das müßte dann alles, eigentlich so wie es sich gehört, aus Bundesmitteln getragen werden und der Staat ist bekanntlich ziemlich knapp bei Kasse ...

    Das Rumdoktern an Beitragssätzen, Renteneintrittsalter usw. bringtr also gar nichts, da das System als solches nicht mehr zukunftstauglich ist.
    Andererseits sind die Rentenversicherungsträger halt auch ein Arbeitsplatzproblem ... und die Aufsichtsgremien eignen sich auch gut, um sogenannte verdiente Parteifreunde mit gut dotierten Posten ruhig zu stellen ....

    mhg

    PS.: Nur am Rande sei erwähnt, daß ein Bundestagsabgeordneter nach acht Jahren Bundestagszugehörigkeit einen bedeutend höheren Rentenanspruch erworben hat, als jemand, der 40 Jahre lang den jeweils zulässigen Höchstbeitrag in der gesetzlichen Rentenversicherung bezahlt hat ...



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