Umstrukturierung Steuer-Fianzsystem in Deutschland

Von: , Frage gestellt am Do, 30. Nov 2000

hi alle,

dann will ich auch mal eine diskussion lostreten:

in deutschland haben wir doch ein system nach folgendem muster:

auf drei ebenen (bund, länder, gemeinden) wird geld eingenommen und ausgegeben und dazwischen immer hin und her geschoben. dazu kommen noch die div. sozialkassen, die ja auch schon drinstecken im system und nicht mehr extra zu sehen sind (siehe ökosteuer stützt rentenbeitraege).
wäre es nicht sinnvoller die steuer- sozialabgabenaufkommen der verschiedenen körperschaften und institutionen direkt in EINE kasse fliessen zu lassen und durch EINE verwaltung zu veralten?

dann könnte man viel einfacher errechnen, wieviel welche gemeinde, stadt usw. braucht, wieviele Mrd. DM in deutschland zur rente fehlen usw.

ausserdem wäre in der verwaltung kostensenkung kein traum mehr.

wäre doch mal ein strikter, riskanter und mutiger schritt den eine partei mal gehen müsste (die liberalen z.b.) - die anderen sind doch nur laschpuper und mitläufer, oder?

soll aber keine parteiendiskussion werden!

freue mich schon auf eure statements!


shob

8 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach einer Stunde hilfreich
    Re: Umstrukturierung Steuer-Finanzsystem

    Hallo Shobee,

    diese Idee ist nicht neu, z.B. negative Steuer. Sie könnte auch sehr effektiv sein.
    Die Hauptprobleme dürften aber die Feigheit der Parteien UND Wähler vor drastischen Reformen und vor allem Rechtsfragen sein.

    Gruß
    Carlos

    • Antwort von nach 10 Stunden hilfreich
      Re^2: Umstrukturierung Steuer-Finanzsystem

      Hallo Shobee,

      diese Idee ist nicht neu, z.B. negative Steuer. Sie könnte
      auch sehr effektiv sein.
      Die Hauptprobleme dürften aber die Feigheit der Parteien UND
      Wähler vor drastischen Reformen und vor allem Rechtsfragen
      sein.
      Hi!

      Auch ich würde lieber eine mehr zentral geregelte Steuererhebnung in D sehen.
      Das Problem ist nur, daß dann die einzelnen Landes- und Gemeindefürsten, die ja wiederum einen gewissen Einfluß auf die Bundesebene haben, überflüssig werden würden.
      Somit ist dieser Vorstoß aufgrund des Teufelskreises der überdemokratischen Demokratie ncht zu durchbrechen.
      Wir werden somit weiterhin jeden Verwaltungsposten zumindest doppelt, wenn nicht oft auch dreifach (Bund - Länder - Gemeinden) besetzen, nur weil die Eitelkeit des "pre-weimarer Lokalfürstentums" uns keinen Durchbruch in die richtige Richtung erlaubt.

      Wer macht sich schon gerne selbst arbeitslos?

      Gruß,

      Mathias

      • Antwort von nach einem Tag hilfreich
        Re^3: Umstrukturierung Steuer-Finanzsystem

        Richtig, denn diese Gewaltenteilung - die nun in D zuviel kostet-
        war ja ausdruecklich seitens der Gruendervaeter der Demokratie gewollt; aus gutem Grung: Kontrolle der Kontrolle...damit JA alles seine Richtigkeit hat ( bei guter Bezahlung versteht sich ) .....und aus diesem Teufelskreis kommt die BRD nicht mehr raus.....es sei denn: Weg mit der jetzigen technokratischen Demokratie, raus aus allen Pfruenden...was NEUES wagen .....Mathias....DU bist gefragt !!! .....WANN bist du soweit bitte !!! , denn radikal muss es zugehen, knallharte Schnitte sein...aber TU es !

        ciao [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

        • Antwort von nach 2 Tagen hilfreich
          Re^4: Umstrukturierung Steuer-Finanzsystem

          Hallo Shobee,

          diese Idee ist nicht neu, z.B. negative Steuer. Sie könnte
          auch sehr effektiv sein.
          Die Hauptprobleme dürften aber die Feigheit der Parteien UND
          Wähler vor drastischen Reformen und vor allem Rechtsfragen
          sein.
          Hi!

          Auch ich würde lieber eine mehr zentral geregelte
          Steuererhebnung in D sehen.
          Das Problem ist nur, daß dann die einzelnen Landes- und
          Gemeindefürsten, die ja wiederum einen gewissen Einfluß auf
          die Bundesebene haben, überflüssig werden würden.
          Somit ist dieser Vorstoß aufgrund des Teufelskreises der
          überdemokratischen Demokratie ncht zu durchbrechen.
          Wir werden somit weiterhin jeden Verwaltungsposten zumindest
          doppelt, wenn nicht oft auch dreifach (Bund - Länder -
          Gemeinden) besetzen, nur weil die Eitelkeit des "pre-weimarer
          Lokalfürstentums" uns keinen Durchbruch in die richtige
          Richtung erlaubt.

          Wer macht sich schon gerne selbst arbeitslos?

          Gruß,

          Mathias
          Richtig, denn diese Gewaltenteilung - die nun in D zuviel
          kostet-
          war ja ausdruecklich seitens der Gruendervaeter der Demokratie
          gewollt; aus gutem Grung: Kontrolle der Kontrolle...damit JA
          alles seine Richtigkeit hat ( bei guter Bezahlung versteht
          sich ) .....und aus diesem Teufelskreis kommt die BRD nicht
          mehr raus.....es sei denn: Weg mit der jetzigen
          technokratischen Demokratie, raus aus allen Pfruenden...was
          NEUES wagen .....Mathias....DU bist gefragt !!! .....WANN bist
          du soweit bitte !!! , denn radikal muss es zugehen, knallharte
          Schnitte sein...aber TU es !
          Hi!

          Tja, diese Ambitionen kamen in der letzten Zeit etwas zu kurz. Ich greife das im neuen Jahr wieder auf.

          Gruß,

          Mathias

          • Antwort von nach 5 Tagen hilfreich
            Re^5: Umstrukturierung Steuer-Finanzsystem

            Tja, diese Ambitionen kamen in der letzten Zeit etwas zu kurz.
            Ich greife das im neuen Jahr wieder auf.
            Prima, ich fürchte nur, daß ausgerechnet die Liberalen dafür nicht die richtige Partei sind, halten sie doch Deregulierung für Aufgabe der Solidargemeinschaft. "Jeder ist seines eigenen Glückes Schmied" und zentrales Einsammeln von Steuern und gerechte (Um)Verteilung derselben passen nicht so recht zusammen.

            Gruß Sigi

            • Antwort von nach 5 Tagen hilfreich
              Re^6: Umstrukturierung Steuer-Finanzsystem

              Tja, diese Ambitionen kamen in der letzten Zeit etwas zu kurz.
              Ich greife das im neuen Jahr wieder auf.
              Prima, ich fürchte nur, daß ausgerechnet die Liberalen dafür
              nicht die richtige Partei sind, halten sie doch Deregulierung
              für Aufgabe der Solidargemeinschaft. "Jeder ist seines eigenen
              Glückes Schmied" und zentrales Einsammeln von Steuern und
              gerechte (Um)Verteilung derselben passen nicht so recht
              zusammen.
              Sagte ich, ich würde der FDP beitreten?
              Großartig umverteilen in genau diesem Sinne wollte ich eigentlich auch nicht.


              Gruß,

              Mathias

            • Antwort von nach 5 Tagen hilfreich
              Re^7: Umstrukturierung Steuer-Finanzsystem

              sigi sprach mit dem spruch auf meine VIKA an, ist mein spruch auf meiner vika. FPD? weiss nicht, klangs liberal?

              mit umverteilung i.S.d. beitrags sei gemeint nicht steuereinnahem und subvention, sondern steuereinnahmen durch EINE körperschaft, die es nach verteilschlüsseln an land, kreis und gemeinden verteilt, subventionen gehören sowieso abgeschafft! aber das klingt nun wieder liberal...

              gruss

              shob [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

  2. Antwort von nach 9 Stunden hilfreich
    Re: Umstrukturierung Steuer-Fianzsystem in Deutsch

    Unter dem Gesichtspunkt der Kostenersparnis ist dies sicher ein sinnvoller Schritt, nur hebe ich damit die Selbständigkeit der Länder und Gemeinden auf und komme zu ähnlichen zentralistischen Verhältnissen wie in Frankreich, was pauschal nicht schlecht ist, nur eben in deutschland politisch nicht gewollt ist. Also geht einer Steuerreform immer eine politische Standortbestimmung voraus. Die zur Zeit existenten Bedingungen entsprechen auf Grund ihrer vielseitigen Verknüpfungen auch nicht dem ursprünglichen Ansatz.
    bodo

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