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Re: OPEL und Insolvenz?
Hallo,
- für General Motors: Könnte die Insolvenz eine Loslösung der
Tochter von der Mutter wahrscheinlicher, leichter und
kostengünstiger (kein Abkauf von Haupteigentümer, keine
Übernahme von Schulden der Muttergesellschaft) machen? GM wäre
ein unangenehmes Paket los.
was heißt hier unangenehm. Wenn sich GM von Opel trennen würde, stände GM vor ein paar gravierenden Problemen:
- es gäbe bei GM keine europ. Marke mehr von Rang und Namen. Saab ist bereits pleite und ebenso wie Vauxhall und Chevrolet auf dem europ. Markt nur marginal unterwegs. D.h. das wäre ein nahezu kompletter Abschied aus Europa.
- Opel entwickelt eine wichtige, weltweite Plattform für GM. Hier zu entflechten, wird sicher spannend, da Opel selber natürlich ebenso bestimmte Bereiche nicht betreut. So wird z.B. der wichtige Kleinwagen mittlerweile vor allem in Asien entwickelt.
- für Opel und Beschäftigte: Ich lese häufig, Opel alleine
kann sich nicht auf dem Markt behaupten. Meines Wissens hat
Opel an GM über Jahre Überschüsse gezahlt.
Jou, ist aber schon länger her, nachdem die amerik. Fahrzeug- und Sparpolitik Anfang/Mitte der 90er Opel an den Rand des Bankrotts gewirtschaftet hat. Opel ist doch mittlerweile nur noch ein Schatten seiner selbst. Die Marke ist ruiniert, die MA-Anzahl seit damals fast halbiert ...
Wäre eine (auch
personelle) Gesundschrumpfung nach Insolvenz mit Unterstützung
des Staats nicht doch die bessere Alternative und Chance
anstelle jetzt Milliarden in den Gesamtkonzern mit vielen
zusätzlichen Risiken zu pumpen?
Gesundschrumpfen heißt aktuell bei GM der Abbau von >100t MA, die aktuell "überflüssig" sind. Na ja, schrumpfen ist hier vielleicht der falsche Ausdruck bei dieser Größenordnung, oder?
Grüße
Jürgen