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Re: EZB beschliesst nicht, wieviel Geld gedruckt w
Hallo Stephanbim,
In D hatte die Deutsche Bundesbank (BuBa) das alleinige Recht, Geldscheine drucken zu lassen. Die jeweilige Bundesregierung durfte, sofern die Bundesbank dies genehmigte, Münzen herausgeben, so zum Beispiel diese 10 DM-Münzen, die ja echtes Geld sind, aber eher exotisch.
Grundsätzlich kontrollierte die unabhängige BuBa die Geldmenge. Diese umfasst zusätzlich zum Bargeld noch Guthaben von uns kleinen Leuten und Firmen bei normalen Banken (also nicht Zentralbanken), wobei je nach Definition noch einige Sachen dazukommen können wie Guthaben mit bis zu bestimmter Laufzeit.
Damit die BuBa die Geldmenge auch kontrollieren kann, muss sie unbedingt die letzte Entscheidung über die Menge der Geldscheine habn.
Die EZB ist stark dem Vorbild der BuBa nachempfunden. Sie ist so unabhängig wie man es sich nur wünschen kann und keine Regierung kann ihr irgendetwas bezüglich ihrer Arbeit vorschreiben.
Was die Bank of England betrifft, traue ich den Engländern zu, dass die Regierung die Bargeldmenge bestimmen darf; aber trotzdem der Notenbank nicht reinredet. Die englische Regierung hat sogar das Recht, die Presse zu zensieren und tut es nicht...so komisch sind die Engländer.
Allgemein gesagt ist es tatsächlich unsinnig, die besagte Entscheidung nicht der Notenbank zu überlassen. Es könnte zu mangelndem Vertrauen des Devisenmarktes zu dieser Währung führen, wenn die Regierung sich stark in die Geldpolitik miteinmischen darf. Mangelndes Vertrauen hingegen kann eine Währung tief stürzen lassen was wiederum der Volkswirtschaft sehr schlecht tuen kann - man denke an die Asienkrise
Gruß
Udo Jain
VWL-Student
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