Antwort von
nach einem Tag
hilfreich
Re: lieber Monate zu früh als eine Stunde zu spät
Hallo Hilarion (danke für die persönliche Anrede!),
Allerdings geht die Talfahrt des EUR
und der EU höchstwahrscheinlich weiter und wir sollten uns
daher nach wie vor auf den kompletten Zerfall des EUR und der
EU vorbereiten.
Der Tiefststand des Euros lag bei ca. 78 US-Cent, insofern von einer Talfahrt zu reden, ist zwar relativ (im Vergleich zum letzten Jahr) korrekt, absolut aber nicht.
Eine Talfahrt der EU sehe ich gar nicht. Ich wüsste allerdings auch nicht, wie eine Talfahrt einer supranationalen Institution aussehen sollte. Die Wirtschaft ist ganz klar in einer Krise, aber daraus eine institutionelle Krise abzuleiten, halte ich für gewagt - zu gewagt. Im Gegenteil, ich denke, dass erstens die Krise irgendwie überwunden werden wird (wenn auch ggf. mit Kollateralschäden, über die man trefflich spekulieren kann) und dann (zumindestens meine Hoffnung) ein Lerneffekt eintritt, sodass die EU als Institution im Ganzen gestärkt aus der Krise hervorgehen kann.
Der Goldpreis, der nun seit 10 Jahren im Mittel nahezu
Da der Euro seit seiner Schaffung 1999 diverse Phasen durchschritt (mal war er stark, mal schwach), kann eine exponenzielle Steigerung des Goldpreises nicht mit dem Euro zusammenhängen.
exponentiell steigt (siehe eine schöne Grafik unter
https://www.dresdner-privat.de/mis/pkportal/pk/kmpor...
Wer also noch Vermögen hat, tut
gut daran, es in Edelmetalle (Au, Ag) umzuwandeln,
Die Märkte basieren zum großen Teil auf Psychologie. Sprich: Krisen werden herbeigeredet. Dann aber sind die Krisen real. Aber darum sollte man es vermeiden, Panik zu machen - denn oftmals entsteht die Begründung der Panik erst durch die ursprünglich unbegründete Panik selber.
Wenn erst die Masse auf den Trichter kommt, dass die
Entwertung des Papiergeldes und der Sparvermögen
unausweichlich ist, ist es wahrscheinlich schon zu spät.
Ich halte sie erstens nicht für unausweichlich und zweitens für relativ unrealistisch. In der Wirtschaftskrise 1929 gab es zwar eine Depression, aber meines Wissens nach keine Hyperinflation. 1923 gab es die Hyperinflation, diese hatte aber keine Wirtschaftskrise als Ursache.
Gruß Bombadil2